Krone: Talfahrt setzt sich fort

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svenska-nyheter
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Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon svenska-nyheter » 24. Februar 2009 14:29

Im internationalen Zahlungsverkehr tendierte die schwedische Krone am Dienstag erneut merkbar schwächer gegenüber dem Euro. Laut Referenzkurs der Europäischen Zentralbank entspricht ein Euro 11.3423 SEK.

Entwicklung Kronenkurs (Quelle: EZB)




(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

nysn

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon nysn » 24. Februar 2009 16:16

aktueller Kurs lt. DI:

11,43 SEK/Euro! :shock:

Ist das ein Faschingsscherz?
Wenn das so weiter geht, sind wir im Sommer bei 15 SEK/1 Euro!

S-nina

hansbaer

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon hansbaer » 24. Februar 2009 16:26

Letzte Woche waren zwei große Berichte in der DN über "devalvering" - also Abwertung. Wenn die Reichsbank auf die Idee kommen sollte, die Krone abzuwerten, dann gute Nacht, Marie.

Eigentlich sollte man so viel als irgend möglich in den Euroraum schieben oder in internationale Fonds investieren - dann wird man vom dem Strudel wenigstens nicht mit seinen ganzen Ersparnissen mitgezogen. Problem nur: Geld in den Euroraum transferieren ist teuer.

Ich fürchte eher den schleichenden Verfall. Irgendwann pumpen die mit 0% Zinsen das Geld in den Markt, und die Krone wird langsam entwertet. Dass sie auf das alte Niveau zurückkehren wird, wurde zwar prognostiziert, aber ich frage mich, wie das gehen soll.

nysn

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon nysn » 24. Februar 2009 16:44

Irgendwann pumpen die mit 0% Zinsen das Geld in den Markt, und die Krone wird langsam entwertet.


Irgendwann - das ist Anfang April - bei der nächsten Zusammenkunft der Reichsbank!
Die meisten Analysten gehen bereits davon aus.

Problem nur: Geld in den Euroraum transferieren ist teuer.


... nun ja, das Problem habe ich inzwischen nicht mehr, schon deshalb, weil es eigentlich nichts mehr zu transferieren gibt. Meine Aktienfonds sind sowieso schon über die Hälfte gefallen und an dieser Front bewegt sich so schnell auch nichts mehr nach oben ...

abwarten und Tee trinken. Dieses Jahr im Sommer am besten beim Zelten in Schweden ...
zusammen mit allen Schweden-Enthusiasten aus den "reichen" Euro-Ländern :D

S-nina

nysn

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon nysn » 24. Februar 2009 16:58

... es gibt noch Licht im Dunkeln ... in Form einer Hochzeit:

Man/frau staune: Zitat aus dem heutigen Artikel er DN:

Ett prinsessbröllop ger en välbehövlig skjuts åt en sargad ekonomi.

Försommaren 2010 kan bli en injektion för Sveriges handlare. Olika bröllopsrelaterade produkter kommer att ge detaljhandeln ökade intäkter på runt 2,5 miljarder kronor veckorna runt bröllopet, spår Svensk handel i en rapport.


Han är övertygad om att kungahuset bidrar starkt och positivt till bilden av Sverige.

- Och det här förstärker Sverigebilden ännu mer, säger Brühl.



S-nina

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Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon HeikeBlekinge » 24. Februar 2009 17:41

Najaa. Kommt drauf an was man vom Verlobten hält ... duck 8)
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

nysn

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon nysn » 26. Februar 2009 08:37

Heute haben sie es auch in Schweden gemerkt, dass eine schwache Krone nicht zum Wohlstand beiträgt:

Eine Debatte in der DI - www.di.se:

DEBATT: Rädda svenska kronan
Uppdaterad 2009-02-26 07:43
Den flytande växelkurspolitiken borde kallas för den sjunkande välståndspolitiken, skriver finansanalytikern Peter Malmqvist.


Rettet die schwedische Krone
Die schwankende Wechselkurspolitik sollte man die sinkende Wohlstandspolitik nennen, schreibt der Finanzanalytiker Peter Malqvist.


Und hier eine Stimme eines schwedischen Kommentators, der in Deutschland lebt:

Jag lever sedna några år i Tyskland. Och följer utvecklingen i Sverige med intresse. Jag kan bara konstatera att svenska kronan har kostat svenska folket dess välfärd. Som boende i ett land med Euro kan jag se hur positivt det är med en stabil valuta. Ja, vist är det också problem med Euron. Men det är ju självklart när man inför en helt ny valuta.


Ich lebe seit einigen Jahren in Deutschland und verfolge die Entwicklung in Schweden mit Interesse. Ich kann nur feststellen, dass die schwedische Krone das schwedischen Volk ihre Wohlfahrt gekostet hat. Als Einwohner eines Euro-Landes kann ich sehen, wie positiv es ist mit einer stabilen Währung. Ja, sicher gibt es auch Probleme mit dem Euro. Aber das ist ja selbstverständlich, wenn man eine ganz neue Währung einführt.

In dem Artikel wird auch erwähnt, dass die meisten der schwedischen Unternehmen trotz hoher Rentabilität der letzten Jahre jetzt in der Krise die Leute ziemlich schnell in die Massenarbeitslosigkeit entlassen.

Bin jetzt echt gespannt, ob die Reichsbank tatsächlich im April noch einmal den Leitzins senken wird. Außerdem würde mich auch interessieren, ob die Inflationsrate in Schweden derzeit tatsächlich unter den 2 % liegt, wie "propagandiert"?


S-nina

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Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon Aelve » 26. Februar 2009 08:53

Hallo S-Nina,

am letzten Montag waren wir bei unserer schwedischen Bank, um nachzufragen, ob es nicht sinnvoll sei, den jetzigen niedrigen Zinssatz länger festzuschreiben. Die Bankangestellte erklärte uns, dass sie noch mit einer Senkung des Zinssatzes rechnen, wie Du berichtest im April diesen Jahres.
Der uns bei dem Gespräch angebotene Zinssatz für 5 Jahre fest war nicht besonders niedrig, nur für 1 oder 2 Jahre fest hätten wir uns einen niedrigen Zinssatz festhalten können. Der zur Zeit überall genannte niedrige Zinssatz in Schweden schlägt also bei den Hypothekenzinsen noch nicht richtig durch.

Grüße Aelve
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nysn

Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon nysn » 26. Februar 2009 09:05

Der uns bei dem Gespräch angebotene Zinssatz für 5 Jahre fest, war nicht besonders niedrig, nur für 1 oder 2 Jahre fest


Sicher, doch die meisten "Schweden" wählen tatsächlich für einen großen Teil ihrer Darlehen "rörligt" -also beweglicher/variabler Zins. Würde mal tippen, dass das bei fast allen Darlehen unter 1 Mio. SEK der Fall ist. Diese Zinsen liegen zur Zeit um die 2,2 Prozent.

Je nach Höhe des Darlehens kann man auch nur einen Teil festschreiben, z. B. einen Teil rörligt, einen Teil 2-3 Jahre fest und einen Teil 5 Jahre fest. Mehr als 5 Jahre würde ich in Schweden nicht "fest" machen. Selbst hatten wir in der Vergangenheit immer alles "rörligt". Der Vorteil ist, dass man auch immer die Darlehnen umlegen kann - entweder tilgen oder die Bank wechseln.

Außerdem denke ich auch, dass trotz nochmaliger Senkung des Leitzinses im April die Darlehenszinsen der Banken nicht noch weiter signifikant runter gehen werden.

Der schwache Kronenkurs wird sich dennoch fortsetzen - denn wenn ein Land zu viel billiges Geld zur Verfügung stellt, dann fliehen die Investoren in Länder, wo sie eine bessere Verzinsung bekommen können.

S-nina

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Re: Krone: Talfahrt setzt sich fort

Beitragvon Aelve » 26. Februar 2009 09:21

Hallo S-Nina,

ja, das eine bewirkt das andere und Geldanleger werden sicherlich andere Geldanlagen ins Auge fassen.

Wir haben einen Mix aus festen Zinssätzen und variablem Zins. Die Banksachbearbeiterin meinte, dass unser Mix gut sei, das war für mich sehr angenehm zu erfahren. Wir konnten als Ausländer ohnehin nicht länger als 5 Jahre den Zins festmachen, denn wir hatten damals vor, 10 Jahre uns den relativ damaligen günstigen Zinssatz zu sichern, es war nicht möglich. Aus heutiger Sicht war es ein Vorteil, dass wir ganz gegen unsere Gewohnheit, einiges Geld nur variabel geliehen haben.

Da wir sehr auf Sicherheit aus sind, erscheint mir eigentlich ein variabler Zinssatz ziemlich risikoreich. Wir kennen noch Zeiten, als die Darl-Zinsen 8 % oder sogar 10 % betrug, da konnte man in der Hochzinsphase leicht ins Straucheln geraten, wenn man plötzlich dadurch eine sehr hohe monatliche Zahlung für sein Haus leisten mußte, weil ein vorher niedriger Zinssatz ausgelaufen war. Zur Zeit sind die Bedingungen, sich ein eigenes Haus leisten zu können durch ein niedrige Finanzierung sehr gut. Es ist im Grunde ein Rechenexempel, ob jemand jetzt in schlechten Zeiten (wo viele Leute es nicht wagen) die Gelegenheit nutzt, sich einerseits günstig ein Haus zu kaufen, was er darüber hinaus gerade jetzt günstig beleihen kann.

Es gibt einen guten Spruch, wer nicht gegen den Strom schwimmt, der kommt nie an die Quelle.

Grüße Aelve
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