Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

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Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Beitragvon svenska-nyheter » 26. Juli 2007 15:32

Überstunden sind für Schwedens Krankenhauspersonal nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Laut Recherchen des Schwedischen Rundfunks verstoßen die meisten Krankenhäuser gegen gültiges Arbeitsrecht. Oftmals scheint den Einrichtungen nichts anderes übrig zu bleiben. In lediglich vier Regionen haben die Arbeitgeber offizielle Ausnahmegenehmigungen erwirkt. Doch deren Zahl könnte steigen.

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

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Re: Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Beitragvon jörgT » 29. Juli 2007 01:16

Da das EU-Arbeitszeitrecht absolut nicht praktikabel ist, wird in nahezu allen län der Abschluss von Ausnahmeregelungen erwartet.
Und bezüglich der Arbeitszeitregelungen für Ärzte kann ich nur sagen:
Gut so!
Jörg :?

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Imrhien
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Re: Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Beitragvon Imrhien » 29. Juli 2007 09:45

Hallo Jörg,

kannst Du das bitte erläutern? Ich habe davon keine Ahnung und es interessiert mich. Arbeitsrecht brechen klingt erst mal schlecht für den Arbeitnehmer, also auch die Ärzte. Das muss aber ja nicht so sein und Deine Äusserung klingt auch anders.

Danke und Grüße

Wiebke

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Re: Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Beitragvon jörgT » 29. Juli 2007 16:01

Hej Wiebke,
in vielen europäischen Ländern wurden bestehende Arbeitszeitregelungen "grosszügig" ausgelegt, besonders im Gesundheitswesen oder im Handel.
Im Gesundheitswesen kommt noch die spezielle Verantwortung dazu, die die Mitarbeiter moralisch zu längeren Arbeitszeiten "zwingt", weil einfach keine Ablösung da ist.
Dem wollte die EU Einhalt gebieten und hat einheitliche Regelungen geschaffen.
In Ländern, wo es z.B. Arbeitskräfteüberschuss gibt, macht das Sinn - es müssen einfach ausreichend Kräfte angestellt werden. Das mindert zwar den Profit, ist aber für die Beschäftigten gut.
In Schweden herrscht Ärztemangel. Die neuen Arbeitszeitregeln führen dazu, dass ein Oberarzt, der von zu Hause Dienst macht und um 2 Uhr nachts einen Telefonanruf entgegennimmt, in seiner zusammenhängenden Nachtruhe von 11 Stunden gestört wird - und als Folge dieses Anrufs dürfte er erst wieder um 13 Uhr an seiner Arbeitsstelle auftauchen.
Normalerweise wurde Dir für den Anruf 1/2 Stunde Arbeitszeit gutgeschrieben, die Du nach Absprache abgelten konntest, wann Du wolltest.
Das Ergebnis der Neuregelung ist, dass eine kontinuierliche Arbeit im Prinzip nicht mehr möglich ist.
Ein Teil der Ärzte verzichtet darauf, diese Zeit anzugeben - ein anderer Teil verstösst bewusst gegen diese Regel.
Der Witz ist, dass durch die "Gleichbehandlung" jeder Form von Arbeitszeit die genannten Telefonate genauso behandelt werden, wie z.B. der Einsatz eines Wartungsingenieurs, bei dem im Bereitschaftsfall gleich mehrere Stunden Arbeit anfallen können - ein Beispiel der völlig undifferenzierten Art, wie die EU solche Probleme zu lösen pflegt ...
Jörg :?

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Re: Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Beitragvon Imrhien » 30. Juli 2007 12:43

Danke Jörg,

das hat schon einiges erklärt. Aber das Problem mit der EU ist glaube ich ein generelles Problem, nicht nur bei den Medizinern und Handwerkern. Schade nur, dass dabei so wenig auf die Bedürfnisse der Einzelnen geachtet wird. Andererseits, ich hab gut reden, ich muss es ja nicht entscheiden :oops:
Aber danke für die Erläuterungen.

Liebe Grüße

Wiebke


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