Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

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Steppenwolf
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Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Steppenwolf » 22. Juli 2009 18:33

Hallo Ihr Lieben!

Vor zwei Jahren habe ich hier angefragt wie ich mich beim Umzug nach Schweden krankenversichere. Diesmal stehen die Vorzeichen andersherum.

Ich fliege am Freitag, 28.8 zurück. Ich müsste theoretisch noch bis einschliesslich Montag 31.8. in Schweden krankenversichert sein, da ich hier solange Miete bezahle.

Die Frage ist nun wie ich es anstelle, dass ich ab 1.9. wieder in Deutschland krankenversichert bin?

Ich werde wahrscheinlich ein Kleingewerbe anmelden und mich dann privat krankenversichern, aber bis das alles durch ist kann ja ein paar Wochen dauern.

Wäre es anzuraten ich melde mich an dem Montag vorerst arbeitslos? Dann müsste ich doch theoretisch Versicherungschutz geniessen, oder?

Vielleicht hat das ja schonmal jemand durch und hat gute Ratschläge für mich.

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Imrhien » 22. Juli 2009 19:49

Hallo,

bist Du in Schweden denn schon abgemeldet? In dem Fall endet ja hier auch die Versicherung. In Deutschland dürfte das relativ einfach sein, wenn man von dem bürokratischen Papierkram absieht...
Theoretisch ist es so, dass Du sofort wieder in eine Versicherung reinkommst. Du musst Dich bei der Versicherung Deiner Wahl melden und ein Anmeldeformular ausfüllen. Die müssen Dich aufnehmen, da Du aus einem EU Land kommst, in dem Du in einer gesetzlichen Krankenversicherung drin warst. Für diesen Fall gibt es ein EU-Abkommen. Problemlos. Anders wäre es wenn Du aus einem Land kommst, in dem es keine gesetzliche Krankenversicherung gibt. In dem Fall ist es deutlich Schwieriger.
So ist es wie gesagt. Hin, anmelden und gut :)
Naja wie gesagt, von dem Papierkram abgesehen. Solltest Du Probleme haben, würde ich darauf pochen, dass sich jemand Deiner annimmt, der die EU-Richtlinien kennt...

Grüße
Wiebke

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Steppenwolf » 23. Juli 2009 17:08

Nein, bin in Schweden nicht abgemeldet. Wo muss ich das denn machen? (Migrationsverket?)
Wollte mich eigentlich nur ab 1.9. bei Arbetsförmedlingen und Radiotjänst abmelden.

Mit der Krankenkasse ist das halt sone Sache. Ich weiss noch nicht bei welcher privaten ich mich anmelden werde. Das ginge glaub ich auch nicht wenn ich noch kein Gewerbe angemeldet habe. Wenn ich erstmal auf meine alte gesetzliche gehe, da bezahl ich mich dumm und dämlich als Selbstständiger. Darum der Gedanke mich vorerst arbeitslos zu melden so lange bis ich alles organisatorische geklärt habe.

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Imrhien » 25. Juli 2009 12:44

Hej,
sicher wissen tu ich das nicht aber ich vermute einfach mal, dass man sich bei skatteverket oder migrationsverket abmelden kann/muss. Die PN wird ja auch still gelegt, wenn man im Ausland lebt. Später könnte sie wieder aktiviert werden, wenn man wieder hier leben will und kann.

Schau mal bei denen auf der homepage nach. Da sollte man so was finden, wenn es wirklich so ist wie ich denke.

Grüsse
Wiebke

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon spanni » 25. Juli 2009 14:09

Zu Deiner KV in D:
Da Du ja Anzunehmenderweise noch Deutscher bist, kannst Du Dich auch ohne Probleme KV-versichern. Probleme könnten nur die Privaten machen, wenn es um Deine Gesundheit geht und die Anfrage bei den Ärzten in S stattfinden muß. Das kostet ohne Auskunftsmöglichkeit, mit Sicherheit Aufschlag.
Nun hängt es ja von Deiner Arbeitssituation ab, ob Du erst mal Hartz abgreifst oder in der Schwebe hängst.
Als Allererstes, Internetrecherche bei den deutschen KV`s und dann das Telefon in die Hand. Vieles läßt sich so schneller klären.
Fette Grüße von Sascha

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Fanny » 25. Juli 2009 21:19

Als erstes solltest du beim Arbeitsamt vorstellig werden.
Möglicherweise besteht sogar noch Anspruch auf Arbeitslosengeld (kenne deinen Fall nicht), dann wärest du über das Arbeitsamt krankenversichert. (Bei noch bestehendem Anspruch wäre auch eine Förderung deiner zukünftigen Selbständigkeit möglich - Eile ist geboten!). Besteht kein Anspruch mehr und bist du nicht irgendwie reich oder hast Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung solltest du den Harz4-Antrag ausfüllen, dann bist du auch wieder krankenversichert über das Job-Center.
Bevor du dich privat krankenversicherst, solltest du auf jeden Fall bei der gesetzlichen nach dem Mindestbeitrag fragen. Die müssen dich aufnehmen. Und ohne große Einkünfte sind die allemal günstiger als die privaten.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Imrhien » 27. Juli 2009 14:43

Fanny hat geschrieben:Bevor du dich privat krankenversicherst, solltest du auf jeden Fall bei der gesetzlichen nach dem Mindestbeitrag fragen. Die müssen dich aufnehmen. Und ohne große Einkünfte sind die allemal günstiger als die privaten.



Im Falle, dass man aus Schweden kommt, ist das so richtig. Aber leider ist es nicht immer so. Es gibt tatsächlich Fälle in denen deutsche aus dem Ausland zurück kommen und die gesetzliche Kasse sie nicht aufnehmen muss. Wenn man aus einem Land kommt in dem es keine gesetzliche Kasse gibt und mit dem Deutschland kein Abkommen hat. EU ist da normalerweise kein Problem. Da gibt es solche Sozialabkommen.
Man muss ja auhc nicht direkt in die Private sondern kann sich in der gesetzlichen freiwillig versichern lassen. Die Preise schwanken da deutlich von Kasse zu Kasse und man sollte genau nachschauen.

Grüße
Wiebke

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Gottfried » 27. Juli 2009 15:13

Imrhien hat geschrieben:IEs gibt tatsächlich Fälle in denen deutsche aus dem Ausland zurück kommen und die gesetzliche Kasse sie nicht aufnehmen muss. .…..
Grüße
Wiebke

Hej Wiebke!
Nee, so ist das nun nicht mehr. Es gibt seit April 07 eine allgemeine Versicherungspflicht für Bundesbürger und die "letzte" gesetzliche oder private Kasse muss dich wieder aufnehmen. Alles ohne Risiko.
Das war mein Glück, sonst wäre meine Rückwanderung evtl. an dieser Lücke gescheitert........

LG an Dich und Deine Familie


gottfried

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon Steppenwolf » 28. Juli 2009 01:15

Ich werd das dann also so machen, dass ich am 31.8. zum Arbeitsamt und meiner alten Krankenkasse gehe womit dann hoffentlich eine Versicherungslücke vermieden wird.
Irgendwie mach ich mir bei Krankenkasse immer ins Hemd.

Vielleicht hab ich auch doch noch Glück in letzter Sekunde und kann in Schweden bleiben. Hab vor ein paar Stunden erfahren, dass ich doch noch ein Vorstellungsgespräch in Uppsala habe.

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Re: Krankenversicherung bei Rückzug nach Dtschl.

Beitragvon spanni » 28. Juli 2009 06:16

Na dann viel Erfolg.
Fette Grüße von Sascha

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