Hej,
abgesehen davon, dass die Hebamme deutlich weniger machte, als ich es in Deutschland gewohnt war wärhend der Schwangerschaft, finde ich, dass es eine gute Betreuung war.
Die Gyns die ich getroffen habe, waren alle sehr nett und schienen kompetent. Informationen habe ich ausreichend bekommen und sie haben meine Fragen und Informationen ernst genommen.
Die Untersuchungen sind hier etwas weniger engmaschig, wobei das nur für "normale" Fälle gilt. Hat man/frau eine Vorgeschichte oder familiäre Vorbelastung, sind die Untersuchungen durchaus häufiger. Da muss man eben nachfragen und entsprechend berichten. Sonst wissen die das ja nicht.
Bisher konnte ich nicht klagen, ausser, dass es anders war und dass ich das Gefühl hatte mehr jammern zu müssen um das zu bekommen was ich wollte. Oder sagen wir, ich musste es mehr rechtfertigen, in manchen Fällen. Aber grundsätzlich hab ich bisher alles erhalten was wichtig genug war. Manche Untersuchungen, die ausgefallen sind, waren auch nicht sooo wichtig, dass ich drauf bestanden hätte. Da war ich eher verwundert als gestresst oder so. Andere Länder, andere Sitten.
Deine Frau hat auch hier das Recht sich den Arzt auszusuchen. Ist sie nicht zufrieden, darf sie wechseln.
Es gibt teils private Hebammenhäuser, die auch mit Frauenärzten arbeiten.
Nicht erschrecken, manches macht hier die Hebamme, was in Deutschland der Arzt macht. Das heisst allerdings keineswegs, dass sie es hier schlechter macht. Es ist einfach eine Umgewöhnung wer was macht.
Ansonsten nervt mich noch, dass manches, was sie dann doch nicht macht und zu dem ich dann zum Arzt muss, dauern kann. Da heisst es dann, wir machen einen Termin beim Arzt und da musste ich dann schon mal länger warten. So lange das nichts ernstes ist, ist das aber ja ok. Im Notfall muss man halt wieder meckern und jammern
Mein Fazit zur Frauenheilkunde allgemein: Anders, gewöhnungsbedrürftig aber gut.
Grüsse
Wiebke