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 Betreff des Beitrags: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 19:27 
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Wir sind in Schweden gemeldet und versichert. Meine Frau war in Deutschland zum Frauenarzt zur normalen Untersuchung und hat diese selbst bezahlt. Wir waren einige Zeit in Deutschland und kannten einen guten Frauenarzt. Es war kein Notfall.

Man bei der Försäkringskassan einen Antrag auf Kostenuebernahme im Vorraus und auch danach stellen. Hat dieses schon mal jemand gemacht? Bezahlt die Försäkringskassan ueberhaupt was zurueck, wenn es kein Notfall ist? Wenn die Chancen gering sind, wuerde ich mir den Aufwand nähmlich gleich sparen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 19:30 
Hej,

kannste vergessen. Nicht-Notfall muss man vorher beantragen und die Chancen sind extrem gering. Erst wenn sie in S nach drei Monaten Wartezeit keine Termin bekommen hat, kann man mal darüber nachdenken, Behandlung im Ausland zu beantragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 19:47 
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Ich denke die Chancen sind gering. Soweit ich kapiert habe muesste das Ganze geplant und mit Genehmigung der FK abgelaufen sein, zB wenn ihr in angemessener Zeit keinen Termin im zuständigen län erhalten hättet können.
Nur ein Notfall wuerde wohl akzeptiert.

Förlåt fuer die umständliche Formulierung ;-)
Heike

_________________
"Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit."
Joseph Joubert


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2010 07:06 
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Vielen Dank. Das dachte ich mir schon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2010 11:25 
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Hej,
ja, so sind zumindest die Infos der FK selber.
Wenn man Glück hat, kann man das mit dem Arzt in Deutschland als Notfall bezeichnen. Dazu gehören in einer Schwangerschaft ja sogar Vorwehen. Also, ich meine, wenn die Frau plötzlich Schmerzen hat, unerwartete oder Wehen, die viel zu früh kommen... Sowas in der Art. Damit ist man ja berechtigt zum Arzt zu gehen und das klären zu lassen. Auch wenn man länger in Deutschland wäre. Das könnte der entsprechende Arzt vermerken, dass es so ein Besuch war.
In dem Fall hat man noch keine Sicherheit, aber die FK wäre dann vermutlich eher geneigt (oder gezwungen?) zu zahlen.
Ich hatte beides, leichte Wehen plus ein Anruf aus der Dagis, dass meine Tochter womöglich Kontakt zu einer ansteckenden Krankheit hatte bevor wir nach Deutschland sind. Das hat der Arzt damals so vermerkt und die FK hat es akzeptiert. Obwohl der Arzt deutlich mehr mcahte, als man hier gemacht hätte. Ich hatte allerdings eh keinen Plan was man wo machen würde und hab gesagt, er soll sein normales Programm machen. Die FK hatte dann damals so eine Art Auslandsstelle für deutsche Krankenkassen kontaktiert und denen die Rechnung geschickt. Die haben dann abgezeichnet was in Deutschland "normal" als Behandlung wäre und haben jeweils ein paar Euro als Eigenleistung abgezogen. Von der Gesammtsumme hat die FK dann noch mal in Rechnung gesetzt, dass ich den högkostnadsskyd schon hatte, den hätte ich sonst noch abgezogen bekommen. Also haben sie bei mir alles gezahlt. Sogar noch das was die aus Deutschland abgezogen hätten. Wegen des högkostnadsskyd glaube ich.
Insgesamt hat das alles ein paar Monate gedauert, war aber für mich weniger Aufwand. Musste nur ein Formular ausfüllen und alle Rechnungen schicken, und den Kontobeleg, dass wir gezahlt hatten. Den Rest hat die FK sellber gemacht und mir dann alles schön zugeschickt.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 07:28 
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Wir waren auch desshalb in Deutschland beim Frauenarzt, weil mein Vertrauen in schwedische Ärzte (zumindest in die Ärzte die hier in unserer Vårdcentral arbeiten mit Ausnahme des Hautarztes und meines Zahnarztes) äusserst gering ist.

Kann mir jemand was Vergleichendes zwischen den Frauenärzten/Untersuchungen zwischen Deutschland und Schweden schreiben? So mal von Frau zu Mann? Meine Frau kommt nicht aus der EU und kann mir desshalb nichts dazu sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 10:19 
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Hej,
abgesehen davon, dass die Hebamme deutlich weniger machte, als ich es in Deutschland gewohnt war wärhend der Schwangerschaft, finde ich, dass es eine gute Betreuung war.
Die Gyns die ich getroffen habe, waren alle sehr nett und schienen kompetent. Informationen habe ich ausreichend bekommen und sie haben meine Fragen und Informationen ernst genommen.
Die Untersuchungen sind hier etwas weniger engmaschig, wobei das nur für "normale" Fälle gilt. Hat man/frau eine Vorgeschichte oder familiäre Vorbelastung, sind die Untersuchungen durchaus häufiger. Da muss man eben nachfragen und entsprechend berichten. Sonst wissen die das ja nicht.
Bisher konnte ich nicht klagen, ausser, dass es anders war und dass ich das Gefühl hatte mehr jammern zu müssen um das zu bekommen was ich wollte. Oder sagen wir, ich musste es mehr rechtfertigen, in manchen Fällen. Aber grundsätzlich hab ich bisher alles erhalten was wichtig genug war. Manche Untersuchungen, die ausgefallen sind, waren auch nicht sooo wichtig, dass ich drauf bestanden hätte. Da war ich eher verwundert als gestresst oder so. Andere Länder, andere Sitten.
Deine Frau hat auch hier das Recht sich den Arzt auszusuchen. Ist sie nicht zufrieden, darf sie wechseln.
Es gibt teils private Hebammenhäuser, die auch mit Frauenärzten arbeiten.
Nicht erschrecken, manches macht hier die Hebamme, was in Deutschland der Arzt macht. Das heisst allerdings keineswegs, dass sie es hier schlechter macht. Es ist einfach eine Umgewöhnung wer was macht.
Ansonsten nervt mich noch, dass manches, was sie dann doch nicht macht und zu dem ich dann zum Arzt muss, dauern kann. Da heisst es dann, wir machen einen Termin beim Arzt und da musste ich dann schon mal länger warten. So lange das nichts ernstes ist, ist das aber ja ok. Im Notfall muss man halt wieder meckern und jammern :)

Mein Fazit zur Frauenheilkunde allgemein: Anders, gewöhnungsbedrürftig aber gut.

Grüsse
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 10:27 
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Und wie ist es solange sie nicht schwanger ist? In Deutschland geht Frau ja regelmässig zum Frauenarzt. man sagte uns hier, dass man eigentlich nur kommt, wenn irgendwas ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 10:37 
der-streeck hat geschrieben:
Wir sind in Schweden gemeldet und versichert. Meine Frau war in Deutschland zum Frauenarzt zur normalen Untersuchung und hat diese selbst bezahlt. Wir waren einige Zeit in Deutschland und kannten einen guten Frauenarzt. Es war kein Notfall.


Kann man nicht einfach die blaue EU-Versicherungskarte vorlegen und damit "bezahlen"?

Wenn nicht, wofür ist die dann gut?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 16:19 
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Hej,

die Karte bringt nicht sooo viel. Der deutsche Arzt bei dem ich war, konnte nichts damit anfangen. Er hat die Nummer abgeschrieben... aber er wusste nichts damit zu machen. Eigentlich sollte er... aber er hatte den Fall noch nie.
Und das heisst trotzdem nicht, dass man damit zahlt. Selbst wenn der Arzt das nimmt und kann, dann reicht er das bei so einer Auslandsstelle für europäische Krankenkassen ein. Die verrechnen das mit der FK. Aber die kann natürlich verweigern die Kosten zu übernehmen und dann bekommt man doch wieder ne Rechnung... Also nicht mehr Sicherheit.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 17:43 
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@der-streeck:
Zu Vorsorgeuntersuchungen geht man auch hier in Schweden, dh alla 3 Jahre macht man einen Test wo nach Gebärmutterhalskrebs geguckt wird. Und ab 40 macht man Mammografie. Ansonsten sind Gynekologen mehr zuständig für alles, was aus dem Rahmen fällt ;). Sprich, ist man gesund und hat keine Probleme reicht die Vårdcentrale aus. Für Verhütungsmittel ist vielfach eine Hebamme zuständig und es gibt oftmals spezielle Abteilungen bei den Krankenhäusern, wo es nur um Verhütungsmittel etc geht. Dort wird man auch untersucht, bevor die Verhütungsmittel verschreiben.

Gruss
Nanna


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 18:37 
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Diese Karte hat ja keinen Chip, desshalb kann sie nicht so verwendet werden wie die Karten aus Deutschland. Ich hatte das schon mal bei einem Arzt und es hat auch funktioniert. Hatte starke Bauchschmerzen in Deutschland, denke mal der Arzt hat es als notfall deklariert.

Weiss aber nicht ob ich das richtig verstanden habe. Der Arzt in Deutschland nimmt einfach irgendeine Krankenkasse und schickt die Rechnung an diese und diese deutsche Krankenkasse schickt die Rechnung an die Schwedische.

Falls diese dann doch nicht zahlt, muss man die Rechnung selber zahlen. Wenn der Arzt weiss wie das läuft, kann man es versuchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 15:05 
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Der Arzt schickt die Rechnung nicht an irgendeine Kasse, sondern es gibt da eine zentrale Stelle für Auslandskrankenkassen. Wie die noch mal heisst weiss ich nicht. Aber die ist speziell für die Zusammenarbeit mit den europäischen Kassen. Umgekehrt vermute ich, dass auch Dinge aus dem Ausland da landen, wenn es da Fragen gäbe...
Auf alle Fälle ist das sonst so richtig. Der Arzt schickt das dort hin. Meiner wusste das nicht, ich damals auch noch nicht. Daher hab ich die Rechnung selber bekommen. Normal schickt der das direkt dort hin. Die prüfen und schicken nach Schweden weiter (oder eben ein anderes Land, wenn man da lebt). Und dann schauen die was diese Stelle in Deutschland genehmigen würde, schauen was sie selber genehmigen würden hier im Land und machen eine Rechnung draus. Entweder zahlen sie alles oder man bekommt einen Brief in dem steht welchen Teil sie übernehmen und was man selber noch zu tragen hat. Das war bei mir alles genau aufgeschlüsselt. Ich hatte ja Glück und sie haben alles übernommen. Trotzdem stand da genau wer was wie zahlen sollte und warum ich dann doch nicht zahlen musste.
Wenn der Arzt das aber nicht weiss, kann er natürlich einfach eine Rechnung schreiben. Dann muss man das Geld überweisen oder Bar zahlen und dann mit dem Beleg zur FK gehen und eine Erstattung beantragen. Dauert länger und man muss vorlegen. Andersrum ist natürlich einfacher. In Zukunft würde ich vermutlihc vorher schauen wie diese zentrale Stelle in Deutschland heisst oder den Arzt bitten bei einer beliebigen Krankenkasse nachzufragen. Die müssen das ja wissen.
Denn dann muss man nicht in Vorleistung gehen. Man weiss aber auch nicht genau was an Kosten auf einen zukommen kann...

Grüsse
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Kostenerstattung von Försäkringskassan
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2010 11:15 
der-streeck hat geschrieben:
Und wie ist es solange sie nicht schwanger ist? In Deutschland geht Frau ja regelmässig zum Frauenarzt. man sagte uns hier, dass man eigentlich nur kommt, wenn irgendwas ist?


Hej!

Ja, genau, das ist wohl der allergravierendste Unterschied für Nicht-Schwangere. Vorsorgetermine existieren praktisch nicht, dafür aber eine regelmäßige Probenahme zu Gebärmutterhalskrebsvorsorge, zu der frau ungefragt bestellt wird (also es gibt automatisch einen Termin). Und ähnliches dann später mit Mammografie. Aber einen Termin nur weil man mal alles kontroliieren lassen will gibt es nicht bei der Barnmorska.

Hälsningar
Fjosok


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