Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

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Katha
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Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon Katha » 28. September 2013 12:58

Liebe Leser des netten Schwedenforums,

ich (w, 25 Jahre) lebe und arbeite als Sozialpädagogin in Hamburg und wünsche mir sehnlichst, Järna kennenlernen zu dürfen. Als Vertreterin der Waldorfpädagogik scheint dies ein ganz vortrefflicher Ort für mich zu sein. Ich habe hauptsächlich Erfahrungen in der Sonder- und Intensivpädagogik (Intensivpädagogik: Betreuung von Kindern mit tiefgreifenden Verhaltensproblematiken durch Traumata, Bindungsstörungen, etc.).
Järna hat eine ganze Reihe von spannenden Institutionen zu bieten.
Fühlt sich hier möglicherweise ein Leser/eine Leserin angesprochen, eine Empfehlung für eine spezielle Einrichtung auszusprechen? Lebt oder arbeitet jemand persönlich in Järna und hat einen Geheimtipp auf Lager?
Ich habe verschiedene Einrichtungen mit einem Motivationsschreiben kontaktiert, bin aber weiter für jeden Hinweis dankbar!

Katha

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon tjejen » 3. Oktober 2013 22:21

Ja, eines der Forummitglieder wohnt in Järna, allerdings war sie schon eine ganze Weile nicht mehr online: mitglied/janaquinn/

Ich schick ihr mal eine PM, vielleicht hat sie ja die Möglichkeit sich zu melden.
Gnäll suger, handling duger.

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon Katha » 4. Oktober 2013 15:14

Hey, das wäre wirklich stark. Ich danke dir!

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon janaquinn » 5. Oktober 2013 06:55

Hej Katha,
ich lebe 4 Jahre in Järna, aber davon habe ich leider überhaupt keine Ahnung. Mein Sohn ist knapp 2 Jahre auf eine Waldorfschule gegangen, aber ist nun, Gsd, wieder auf einer sehr guten kommunalen Schule. Und meine Tochter geht ebenfalls auf eine kommunale Schule hier in Järna.
Diesbezüglich kann ich dir also überhaupt keine Tips geben...sorry.
Unsere Erfahrungen mit Waldorf waren auch nicht wirklich soo toll, aber darauf möchte ich nicht eingehen.
Hätte dir gerne geholfen, aber wie geschrieben...ich habe keine Ahnung von solchen Einrichtungen.
LG Jana
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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon Katha » 5. Oktober 2013 11:21

Liebe Jana,

jaaaa, Waldorfpädagogik ist so eine Sache. Es tut mir Leid, dass du schlechte Erfahrungen sammeln musste. Gerade am Anfang erhoffen sich "Nicht-Anthroposophen" sehr viel von dieser Pädagogik. Schließlich verspricht dieser Ansatz Wertschätzung gegenüber deinem Kind, die Möglichkeit, sich frei und nach eigenem Tempo entwickeln zu dürfen, etc. Das spricht viele Eltern an.
Und dann geraten sie an dogmatische Lehrkräfte und erleben, wie sich ihr Kind plötzlich gar nicht mehr wohl fühlt...
Ich wäre auch offen, in einer kommunalen Einrichtung oder Schule (etwa als Schulbegleitung für ein behindertes Kind) zu arbeiten. Ich habe Sprachen immer schnell gelernt, aber es ist nun mal eine Tatsache, dass ich derzeit noch kein Schwedisch sprechen kann bzw. bis zur Abreise nur Bruchstücke beherrschen werde. So wird das natürlich eher nichts mit dem Auswandern.
Ich würde einfach gerne vor Ort die Sprache lernen, es würde so viel leichter sein als hier zur VHS zu rennen....
Wie war das denn bei dir?

LG

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon vibackup » 5. Oktober 2013 17:23

Katha hat geschrieben:Schließlich verspricht dieser Ansatz Wertschätzung gegenüber deinem Kind, die Möglichkeit, sich frei und nach eigenem Tempo entwickeln zu dürfen, etc.

Ich finde es grundsätzlich schwierig, wenn sich eine pädagogische Richtung an Qualitäten definiert, die ja nie Qualitäten einer Pädagogik, sondern immer eines Lehrers sind (und oft unabhängig von der theoretischen Schule des jeweiligen Lehrers).
Daneben habe ich auch ein Problem mit der dogmatischen Vertretung einzelner pädagogischer Richtungen; als wenn ein Handwerker plötzlich die Vorteile des Hammers entdeckt und von da an nur noch damit arbeiten will. Denn genau das sind ja solche Pädagogiken oft: Isolierungen aus dem großen Mix der Methoden, bei denen die Bedeutung einer (oder weniger) Methoden besonders herausgestellt wird.
Kluge Lehrer, egal welcher theoretischen Schule, verwenden einen den Bedürfnissen der Schüler angepassten Mix.
Versteht mich nicht falsch: ich habe nichts dagegen, die Instrumente zu unterrichten, aber etwas dagegen, sie als allena saliggörande zu verkaufen.

//M

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. Oktober 2013 18:38

Nana, Michael! Das ist ja ehrlich gesagt mal so eben nebenbei oberflächlich auf den Tisch geknallt und voller Vorurteile!

saliggörande @Katha bedeutet "selig oder gluecklich machend"

lg
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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon vibackup » 5. Oktober 2013 20:06

HeikeBlekinge hat geschrieben:Nana, Michael! Das ist ja ehrlich gesagt mal so eben nebenbei oberflächlich auf den Tisch geknallt und voller Vorurteile!

Es ist eine allgemeine Aussage, die sich (bis auf den zitierten Teil) nicht auf Katha bezieht.
Inwieweit Vorurteile... tja, ich behaupte natürlich, dass ich Grund für meine Ansicht habe. Ich bin in der Erwachsenenbildung tätig und bin daher immer mal wieder mit Leuten konfrontiert, die glauben, dieses oder jenes Konzept sei das Ultimative; das hat Katha nicht beansprucht, nota bene.
Leider zieht das dann gerne die Community mit, und viele machen es mit; eine solche Welle, die gerade abklingt, ist das Problembasierte Lernen (PBL), jedenfalls in unserem Bereich (in der Schule nimmt es scheinbar gerade erst richtig Fahrt auf), das jetzt durch TBL (teambasiertes Lernen) und case ersetzt wird... und es ist interessant zu sehen, dass alle diese Moden kommen und gehen, und nur wenige lernen daraus, dass es eben nur genau das sind: Moden, die einzelne Aspekte herausheben.
Aber wie gesagt: ich kann natürlich nicht die Wahrheit für mich beanspruchen.

//M

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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon Tulipa » 5. Oktober 2013 21:53

Hej Jana,

schön, mal wieder von dir zu hören. Vielleicht erinnerst du dich noch an mich?

Ich habe so dunkel im Kopf, dass du, als du hier noch aktiver warst, sehr positiv über Järna mitsamt dem Antroposophen-/Waldorfumfeld berichtet hast. Dein Beitrag nun hört sich ja leider gar nicht mehr begeistert an. Deswegen würde es mich auch interessieren, was bei euch seitdem so gelaufen ist?

LG
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Re: Kontakt nach Järna gesucht / Arbeit für Sozialpädagogin?

Beitragvon Katha » 6. Oktober 2013 21:31

Ich habe es geahnt, ihr Lieben!
Ich wollte nur die Fühler nach Järna ausstrecken und schwupps -gibt es eine Debatte über dogmatische Pädagogen und die Anthros.

Ich darf in meiner jetzigen Einrichtung beide hier beschriebenen Phänomene erleben -und das zum Teil in einer Person: Ich kenne hervorragende Pädagogen, die die Kinder wirklich voran bringen und gleichzeitig so schräge Dinge sagen, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Hey, man muss doch seinen Verstand nicht an der Geraderobe abgeben, wenn man Steiners Welt betritt. Das muss man so objektiv wie nur eben möglich sehen. Wenn ich mir aber vorstelle, mein Kind wurde durch eine schlecht umgesetzte Pädagogik unglücklich, dann wäre ich auch verärgert oder enttäuscht, ganz gleich von welchem Ansatz wir sprechen.

Ich werde Schwedisch lernen und mir Järna angucken. Ich hätte es einfach gerne vor Ort gelernt, statt hier Vokabeln zu büffeln, aber die Grundkenntnisse erwerbe ich in Deutschland. Und dann bin ich gespannt auf diesen angepriesenen Ort!

PS: Rudolf Steiner hat seine Lehren bis zu seinem Tod immer wieder selbst in Frage gestellt und Bestrebungen gezeigt, alles umzuwerfen. Er wollte den Menschen ermutigen und befähigen, kritisch zu denken und daraus konstruktiv zu handeln. Es gibt keinen Grund, an seinen Worten dogmatisch und fundamentalistisch festzuhalten. Das wäre nicht in seinem Sinn gewesen.


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