Kommutechniker denkt über schweden nach...

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Gottfried
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Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Gottfried » 13. Dezember 2007 13:37

Hi Me!
Eigentlich antworte ich nicht auf anonyme Gäste. Aber wenn ich so etwas lese: "Leider werde ich in diesem sche**land sobald ich 50 jahre alt gefeuert. und nie wieder einen job kriegen - ob ich danach überhaupt eine rente kriege von der ich leben kann steht in den sternen." Fällt mir in Sachen Lebensberatung nur ein:
Was erwartest Du eigentlich mit so einer Einstellung? Wer bitte sollte so einen Mitarbeiter mit einer so positiven Lebenseinstellung denn beschäftigen? Da musst du schon ein Genie ein um so einen Job zu finden! Wer hat eigentlich Dein Studium bezahlt? Hoffentlich keine Leute mit Deiner Einstellung.
Überprüfe mal Dein Weltbild und rede ausführlich mit Deinem Psychotherapeuten und dann melde dich gerne wieder……
:smt023

Me

Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Me » 13. Dezember 2007 19:25

danke für eure antworten!

was möchtest du? Eine Lebensberatung? Ich denke, das ist das falsche Forum.


nach schweden auswandern bzw. eine weile im ausland würde meine lebensplanung deutlich beeinflussen. und einige hier im forum haben anscheinend schon erfahrung mit diesem auswandern.

Also: Schaff dir die bestmögliche Ausbildung, die du kriegen kannst, die
ist das wichtigste in deinem Lebenslauf. Nach meiner Erfahrung ist der Bachelor nicht richtig Fisch und nicht richtig Fleisch, die Qualität der Ausbildung ist bisweilen erschütternd. Also: Master.


interessante aussage. wobei ich mir die frage stelle: wenn ich einige jahre in einem renomierten betrieb (thyssen, siemens, BMW, EPlus,...) einem anerkannten deutschen industriebetrieb arbeite ist das doch auch ein plus für den lebenslauf wenn ich auswandern möchte? das sind alles hochtechnologiefirmen.

im moment tendiere ich aber auch eher richtung master.

Auslandserfahrung ist sicher immer gut, allerdings ist Schweden da aus deutscher Sicht eher nicht die erste Wahl, zumal du ein Sprachproblem haben wirst. Dein neu gekaufter Schwedischkurs wird dich vielleicht befähigen, im Urlaub deine korv med mos zu bestellen, aber nicht, in Schweden zu arbeiten.


ein studienkollege aus dem schwarzafrikanischen raum hat durch einen sprachkurs (volkshochschule) deutsch gelernt. er war recht schnell in der lage die recht komplizierten vorlesungen zu verstehen, inzwischen ist sein mündliches und schriftliches deutsch ebenfalls absolut ausreichend für längere gespräche. ich denke, das würde ich auch hinkriegen. :?:

wenn du nicht richtig weisst was du willst, aber arbeiten willstm dann tu das. such dir nen job in schweden (dürfte nicht unmöglich sein) und schwedisch ist für so nen nachrichtenfritze sicherlich nicht das wichtigste, so lernst du schwedisch nebenbei (fängst ja bereits an, denke ich mal) udn bewerbungen kannst du auf englisch schicken, und sobald du hier vor ort bist bekommst du auch ne bessere Vorstellung über die schweden, das land das leben hier, das rentensystem, sozialsystem etc. und natürlich das ausbildungssystem. Dann kannst du dich immer noch für nen master entscheiden.


ich will definitiv erst mein studium fertig machen. entweder bachelor fertig, oder (wahrscheinlich) auch den master.

Pkt 2: Unabhängig vom Abschluss - Momentan sieht es mit den Einsteigerjobs in Schweden recht mau aus, in vielen Bereichen. Ohne ein Kontaktnetz hast Du in den meisten Ländern wenige Chancen. Firmen, die speziell Neuexaminierte einstellen schauen schon vorher bei den entsprechenden Unis vorbei. (Master im Wunschland machen? Oder doch mit dem A*** erstmal zuhause hocken bleiben?)


bei den statistiken die ich gesehen hab, sollen auch im bereich kommutechnik bzw. Ingenieurwesen leute gesucht werden. ich würde mit meiner ausbildung quasi zwischen diesen beiden stühlen sitzen.

in deutschland sind die chancen laut dieser tabellen im moment zwar besser - aber ich bin im moment jung und ungebunden. ob ich nah 10 jahren arbeit noch die chance habe einfach so da hoch zu ziehen weiß ich nicht. ich glaube es zumindest nicht. frau und kinder schränken die mobilität schon merklich ein - und auch sowas wird möglicherweise irgendwann kommen.
Pkt 4: Gut ausgebildete Schweden gehen liebend gern nach Deutschland - schliesslich winken da höhere Gehälter und unter Umständen auch wesentlich bessere Karrieremöglichkeiten - Schweden hat nur 9 Millionen Einwohner, Deutschland hat 82... Wer allerdings mittelmässig ist und mittelmässig bleiben will, der ist gut damit bedient just in Schweden zu arbeiten (ausser man ist Ausländer - schliesslich hat der Arbeitgeber schon genügend mittelmässige Schweden zur Auswahl).


ich möchte ein leben und einen job der spaß macht. eine großstadt wie stockholm mit natur ringsherum erscheint mir erstmals reizvoll. ein paar hundert euro bezahle ich gerne für etwas mehr lebensqualität.

ob ich gut oder "mittelmaß" bin werde ich nach einigen jahren im job entscheiden :wink:

Pkt 5: Ich kenne hier in Schweden keinen einzigen Schweden namens Sven, dafür aber eine Menge Deutsche, die so heissen. Der leise Rassismus macht sich nicht nur bei dunkelhäutigeren Menschen bemerkbar, sondern bei Nichtschweden. Blonde Haare und blaue Augen machen Dich leider nicht zu einem "Einheimischen".


ich möchte nicht rassischtisch wirken. aber bei meinen bisherigen nebenjobs habe ich bisher gemerkt, dass menschen mit einer sichtlich anderen herkunft (schwarzafrika, etc.) teilweise nur sehr schwer in gruppen integriert werden. das mag sicherlich auch auf die sprachschwierigkeiten zurückzuführen sein - ein unterbewusster rassismus ist aber wohl bei vielen vorhanden.

ob man jetzt "sven" oder "ali" heißt macht bei vielen personalcheffs leider immer noch einen großen unterschied.


Pkt 6: Auslandssemester? Macht sich nie falsch im Lebenslauf, gibt einen guten Einblick in ein eventuelles Wunschland, klar, eventuell hat man die wertvolle Studienzeit verbummelt - ähnlich wie Deine Ausbildung kannst Du deiner Erfahrungen nicht beraubt werden.


auslandssemster auf jeden fall nicht. erst will ich meinen abschluss schwarz auf weiß in meiner tasche haben bevor ich anfange mit meinem leben zu experimentieren.

ich rede nicht von deutschen Bewerbungen die auf englisch hinweisen und eigentlich nix können, sondern von einer Bewerbung für nen technischen Job die auf englisch geschrieben wird, da die schwedischkenntnisse noch nicht gut genug sind, sich aber tagtäglich verbessern, sprich jemand der fachlich und sprachliches Engagement zeigt und auch hat. Habe mich selbt auch vor mehereen Jahren auf englsich beworben und das Vorstellungsgespräch auf schwedisch-englisch "gemeistert" och det gick hur bra som helst. Habe auch mit Kollegen und Servicetechnikern zu tun deren schwedisch teilweise sehr dürftig ist, aber : who cares?!


dito. wenn man bereit ist sich zu integrieren (einen schwedischen freundeskreis zulässt, schwedische nachrichten schaut, schwedische bücher liest,... )wird man nach ein oder zwei jahren sicher integriert sein.

Eigentlich antworte ich nicht auf anonyme Gäste.


das du mir diese ehre erweist - was hab ich doch für ein glück 8)

Was erwartest Du eigentlich mit so einer Einstellung?


ich bin bereit zu arbeiten - erwarte dafür ein gesichertes leben. das ist wohl ziemlich uncool sowas.

Wer hat eigentlich Dein Studium bezahlt?


meine eltern ein paar nebenjobs. und meine erzeuger finden die überlegungen mit dem auswandern durchaus positiv...

Überprüfe mal Dein Weltbild und rede ausführlich mit Deinem Psychotherapeuten und dann melde dich gerne wieder……


danke für das angebot, könntest du mir für diesen fall möglicherweise deine handynummer schicken? ich finde ein gespräch viel persönlicher als das posten in einem forum :P

Storstadstjej

Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Storstadstjej » 13. Dezember 2007 23:08

Me hat geschrieben:bei den statistiken die ich gesehen hab, sollen auch im bereich kommutechnik bzw. Ingenieurwesen leute gesucht werden. ich würde mit meiner ausbildung quasi zwischen diesen beiden stühlen sitzen.

Tja, statistisch sieht vieles gut aus - oder auch schlecht, je nach dem wie man es sehen möchte.

ich möchte nicht rassischtisch wirken. aber bei meinen bisherigen nebenjobs habe ich bisher gemerkt, dass menschen mit einer sichtlich anderen herkunft (schwarzafrika, etc.) teilweise nur sehr schwer in gruppen integriert werden. das mag sicherlich auch auf die sprachschwierigkeiten zurückzuführen sein - ein unterbewusster rassismus ist aber wohl bei vielen vorhanden.

Ok, ich ändere den Begriff ab und sage dazu "Ausländerfeindlichkeit". In Schweden wärest Du ein Ausländer, hättest zwar keinen afrikanischen, dafür aber einen deutschen Namen und einen Akzent.

ob man jetzt "sven" oder "ali" heißt macht bei vielen personalcheffs leider immer noch einen großen unterschied.

Ja, und ob Du Sven oder Kalle heisst ist ebenfalls ein Unterschied.

auslandssemster auf jeden fall nicht. erst will ich meinen abschluss schwarz auf weiß in meiner tasche haben bevor ich anfange mit meinem leben zu experimentieren.


Verzeihung, aber: schön blöd. Eine einfachere und nebenher lohnenswerte (aus lebenslaufbezogener Sicht) Möglichkeit ein Leben jenseits der Heimatgrenzen kennenzulernen gibt es nicht. Von dem Plus der persönlichen Entwicklung abgesehen...

dito. wenn man bereit ist sich zu integrieren (einen schwedischen freundeskreis zulässt, schwedische nachrichten schaut, schwedische bücher liest,... )wird man nach ein oder zwei jahren sicher integriert sein.


Dann erzähle mir mal, wie man einen schwedischen Freundeskreis aufbaut.


ich bin bereit zu arbeiten - erwarte dafür ein gesichertes leben. das ist wohl ziemlich uncool sowas.


Wie gesagt, wäre schade wenn unsere Generation, nichts aus den Fehlern der vorangehenden gelernt hätte... ABER, ich zweifle auf Grund des untenstehenden überhaupt an der Lernfähigkeit:
Me hat geschrieben:
Wer hat eigentlich Dein Studium bezahlt?


meine eltern ein paar nebenjobs


Gehört Übung im logischen Denken nicht zum Dipl. Ing. Studiengang - denn Vorraussetzung kann es kaum sein. Hast Du eine Idee, was Dein Studium kostet? Da nun in dem Thread genügend Polemik gefallen ist, darf ich auch mal: Die Denkweise der deutschen Jugend - nicht weiter als die eigene Nasenspitze reichend!

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Skogstroll
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Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Skogstroll » 14. Dezember 2007 08:34

Hej Storstadstjej & Gottfried,

lassen wir's doch einfach! Der Fall ist doch alles andere als neu. Dieser junge Herr hat seine Entscheidung doch längst getroffen und möchte sie hier nur bestätigt finden. Meistens findet sich auch jemand, der das tut, und alle sind glücklich. Jedenfalls bis zur Ankunft in der Realität.
Bis dahin wird Information gefiltert: Was in den Kram passt, wird akzeptiert, was nicht, wird bezweifelt oder ignoriert.
Sorry, aber ich muss nichts schreiben, was sowieso niemand zu Kenntnis nehmen will.
Ha det gott igelkott!

Skogstroll

Storstadstjej

Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Storstadstjej » 14. Dezember 2007 09:37

Ja Skogstroll, LEIDER hast Du recht. Mich k*tzt nur dieser permanent Unwille "der Jugend" an weiter zu sehen als seinen eigenen Tellerrand. Tritt das Phänomen vereinzelt auf, so ist es durchaus traurig für den speziellen Einzelnen, tangiert aber die gesamte Gesellschaft wenig, tritt das Phänomen allerdings in Horden auf, so wird es in der Tat zu einem grossen Problem in allen sozialen Zusammenhängen. Tritt das Phänomen in einer älteren Generation auf, ist es natürlich blöd und nicht gerade förderlich, aber jede nachkommende Generation sollte "es" doch ein bisschen besser machen, oder täusche ich mich da?

Gast

Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Gast » 14. Dezember 2007 12:26

Mit der schwedischen Sprache wird er sich leicht tun. Die durchgängige Kleinschreibung der Substantive beherrscht er schon.

Tjej

Storstadstjej

Re: Kommutechniker denkt über schweden nach...

Beitragvon Storstadstjej » 14. Dezember 2007 13:28

Anonymous hat geschrieben:Mit der schwedischen Sprache wird er sich leicht tun. Die durchgängige Kleinschreibung der Substantive beherrscht er schon.

Tjej


Jain - zur Perfektion hat er's noch nicht gebracht.

//Das andere tjej


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