Körpersprache

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Imrhien
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Re: Körpersprache

Beitragvon Imrhien » 18. März 2009 11:32

[quote="Claudia_021172"Freunde" bekommt man auch nicht in zwei Jahren, Freundschaft entsteht und "wächst" über einen längeren Zeitraum. [/quote]

Nun, ich differenziere da auch sehr genau. Bekannte, Freunde, enge Freunde...
Aber wenn es passt, dann passt es. Ich muss da keine Beweise einfordern oder selber welche erbringen. Manchmal entwickelt sich ein Bekannter zu einem Freund, manchmal nicht. Manchmal kann auch Freund leider zu einem Bekannten werden... wobei das unterschiedliche Gründe haben kann.
Ich habe viele meiner besten Freunde nicht lange gekannt und habe sie als solche bezeichnet. Meine liebste Freundin aus unserem letzen Wohngebiet in Deutschland kannte ich nur eineinhalb Jahre. Uns verbindet sehr viel und wir sind uns sooo ähnlihc und doch so verschieden. Wir lieben uns auf eine spezielle Art, die man nur zur besten Freunden empfinden kann und da spielt es keine Rolle wie lange man sich kennt.

Aber ich verstehe Deinen Einwand. Und da muss ich auch gleich sagen, ich suche gar nicht nach solchen Freunden. Die finden sich eifnach von selbst. Aber auch eine Bekannte die ich regelmässig treffe und mit der ich viel Kontakt habe, könnte man als Freundin bezeichnen. Und das ist hier so schwer. Dass mir jemand um den Hals fällt und mich herzlich begrüsst oder mich täglich anlacht und mit mir über Neuigkeiten aus dem Ort redet, ist noch nicht meine Freundin. Den letzten Schritt dann zu gehen, das ist hier so schwer. Und da fragt man sich einfach woran es liegt wenn es sonst überall immer so schnell ging? Wie gesagt, ich suche keine beste Freundin. Einfach gute Freunde mit denen man abends im Sommer ein Bier trinken kann und den Kindern gemeinsam beim Spielen zusehen kann. Wir haben welche gefunden aber nciht so viele und wie gesagt, sind es AUsländer oder Schweden die mit diesen verheiratet sind.

Grüsse
Wiebke

nysn

Re: Körpersprache

Beitragvon nysn » 18. März 2009 11:54

Ich finde auch, dass es in Schweden schwerer ist, enge Freundschaften/Bekanntschaften zu knüpfen.

Möglicherweise hat es auch mit der jeweiligen eigenen Lebenssituation zu tun und dem Zeitpunkt, wann man nach Schweden kommt: Ein unabhängiger Student hat ja ganz andere Voraussetzungen Bekannte/Freunde zu treffen, als eine Mammi mit 2 Kids, Job und einem Mann, der womöglich noch dauernd auf Reisen ist.

Das Leben läuft in Schweden einfach routinierter ab und man/frau findet fast keine Zeit mehr, sich neben der Arbeit und Familie auch noch um Freunde zu kümmern.

In Bayern war es meiner Meinung (Erfahrung) nach etwas einfacher, weil sich ja auch viel draußen abspielte - den Biergärten sei Dank.

Allerdings habe ich auch gemerkt, dass sich die Schweden im Ausland ganz anders verhalten als zu Hause. Dachte ich in München noch, wie locker und lustig doch die Schweden sind und sich nicht so um Äußerlichkeiten kümmern bzw. sich darum scheren, was die Nachbarn/der Nachbar denkt, so trifft man hier ja auf das krasse Gegenteil. Es scheint hier nur noch wichtig zu sein, wie man bei dem anderen ankommt, dass man die richtigen Klamotten anhat, das richtige Haus, den richtigen Wohnort usw. - und vielleicht sogar die richtigen Freunde.

Woran das liegt und ob das tatsächlich für sehr viele zutrifft - keine Ahnung. Ich habe es bisher so in meinem direkten Umfeld erlebt. Sogar bei meinem Mann - in München hat es ihn nie gekümmert, wenn im Sommer noch die Weihnachtsbeleuchtung an den Fenstern hing - in Schweden bekommt er fast schon eine Krise, wenn die Weihnachtsgardinen im März noch an den Fenstern hängen oder im Dezember gar keine vorhanden sind.

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Re: Körpersprache

Beitragvon vinbär » 18. März 2009 12:08

...die richtige Brille, den Einheitshaarschnitt mit der richtigen Farbe, das richtige Auto, die neueste Kueche, den richtigen Beruf, die richtige Schule....
S-Nina hat´s gut formuliert

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Re: Körpersprache

Beitragvon Samweis » 8. April 2009 18:17

Hallo,

der Thread ist zwar schon "kalt", aber das Thema finde ich sehr gut. (So gut, dass er mich zur Anmeldung und zu meinem ersten Posting hier bewegt hat. :wink: )
"Körpersprache" trifft es ziemlich gut und ist mal ein etwas anderer Ansatz als: "Schweden sind so, Deutsche sind so und Türken, Franzosen oder Amerikaner sind so" als Erklärung dafür, dass man es in einer anderen Gegend schwer(er) hat.

Die Sprache zu lernen allein reicht nicht. Es müsste eigentlich ein Wörterbuch der Gebärdensprache und versteckten Signale geben, das man lernen oder nachschlagen kann.

Hier mein Beitrag dazu für das Kapitel Schweden (oder vielleicht auch nur Västernorrland):

Als wir hierherzogen, waren wir geradezu überwältigt von der Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Offenheit der Menschen hier.
Bei unseren Nachbarn wurden wir quasi aufgenommen wie Familienmitglieder. Immer, wenn wir vorbeikamen, wurde grosses Tamtam gemacht, aufgetischt, palavert - stundenlang. Zu Familiengeburtstagen, zu Weihnachten wurden wir eingeladen und feierten zusammen. Irgendwann fiel uns auf, dass es irgendwie eine Einbahnstrasse war: Wir konnten spontan "mal eben 'rübergehen" und wurden herzlich aufgenommen - aber umgekehrt fand es nicht statt. Wir mussten Einladungen teilweise sehr förmlich oder gar schriftlich aussprechen.
Wir wissen aber, dass die Nachbarn die vorherigen Bewohner unseres Hauses sehr oft besucht haben, auch spontan. Diese vorherigen Bewohner waren 20 Jahre älter als die Nachbarn, wir sind 20 Jahre jünger.
Hmmmm...... "Rangordnung"? Der Jüngere besucht den Älteren?
Als wir probeweise unsere Besuche vorübergehend einstellten, erstarb jeglicher Kontakt, es sei denn ein Nachbar hatte ein "technisches" Anliegen.

Auch interessant ist die mögliche Art der Begrüßung:
In Deutschland versteht man es als Höflichkeit, wenn man dem Gast entgegengeht und ihn an der Tür empfängt. Das habe ich hier zuerst auch probiert. Aber jedes Mal, wenn ich einen Besucher höflich an der Tür empfangen wollte, verabschiedete der sich sofort unter tausend Entschuldigungen und war nicht zum Bleiben zu bewegen.
Hier auf dem Land sind die Türen offen. Wenn man daran klopft ertönt allenfalls von drinnen ein irritiertes "Jo, kom in!" (nach dem Motto: "Wieso schlägst Du mir die Tür ein - sie ist doch offen"). Dann ist man willkommen.
Erscheint jedoch der Hausherr an der Tür, so heißt das offenbar: "Oh, ist gerade ganz schlecht, ich habe keine Zeit, und meine Frau kommt gerade nackt aus der Badewanne" oder so.

Das könnte man beliebig so fortführen. Es gibt eben viele Kleinigkeiten, die einem zunächst nicht (bewusst) auffallen - und die dadurch um so schlimmer wirken, dass sie unbewusst gesendet und unbewusst empfangen werden.

Viele Grüße

Samweis

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Re: Körpersprache

Beitragvon HeikeBlekinge » 8. April 2009 18:45

In Deutschland versteht man es als Höflichkeit, wenn man dem Gast entgegengeht und ihn an der Tür empfängt. Das habe ich hier zuerst auch probiert. Aber jedes Mal, wenn ich einen Besucher höflich an der Tür empfangen wollte, verabschiedete der sich sofort unter tausend Entschuldigungen und war nicht zum Bleiben zu bewegen.
Hier auf dem Land sind die Türen offen. Wenn man daran klopft ertönt allenfalls von drinnen ein irritiertes "Jo, kom in!" (nach dem Motto: "Wieso schlägst Du mir die Tür ein - sie ist doch offen"). Dann ist man willkommen.
Erscheint jedoch der Hausherr an der Tür, so heißt das offenbar: "Oh, ist gerade ganz schlecht, ich habe keine Zeit, und meine Frau kommt gerade nackt aus der Badewanne" oder so.


Wahnsinn!
Da erklärt sich mir wieder etwas!
Jeden Mittwoch kommt ein Freund meinen Sohn besuchen. Er kommt direkt aus der Schule mit und seine Mutter holt ihn später immer ab. Ich kenne es auch so, das man eigentlich die Tuer aufmacht und hereinbittet, zumindest Hallo sagt. Mutter und Sohn sind ueberwiegend schnell weg. Manchmal reden wir noch ein wenig, aber meist hat sie ganz dringend was zu erledigen oder was auf dem Herd stehen.
Letzte Woche war ich oben mit was beschäftigt und wollte es erst zuende machen eh ich aufmachen ging, bzw dachte ich die Jungs unten könnten ja mal ruhig aufmachen... Denkste! Es war das erste Mal, das die Mutter nach kurzem Klopfen allein hereinkam, Hallo rief und ohne jegliche Scheu ins Wohnzimmer wanderte... (was ich mich selbst nie wagen wuerde!)
Wenn das jetzt also total anders herum ist als man es aus Deutschland kennt, fallen einem mal wieder die Schuppen von die Augen :lol:
DANKE Samweis fuer diesen erbaulichen Beitrag!
Werde mich demnächst mal immer so verhalten.

LG
Heike
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Körpersprache

Beitragvon Imrhien » 8. April 2009 19:16

Hallo und herzlich Willkommen im Forum und danke auch für die interessanten Einblicke. Das werde ich doch gleich hier im Västmanland auf den Prüfstand legen und schauen ob das hier auch gilt. Könnte ich mir teilweise sogar recht gut vorstellen... :)
Auf alle Fälle ist es sehr spannend zu hören und macht neugierig auf mehr Deiner Erfahrungen.

Viel Spaß weiterhin hier und tob Dich schön aus :)

Liebe Grüße
Wiebke

Samweis
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Re: Körpersprache

Beitragvon Samweis » 8. April 2009 19:55

Na, dann danke ich für das freundliche Willkommen.

schauen ob das hier auch gilt. Könnte ich mir teilweise sogar recht gut vorstellen...

Das Dumme ist, dass man es selten direkt fragen kann. Die Leute sind sich ja dessen gar nicht bewusst, dass es "gelerntes" Verhalten ist. Also beobachtet man, stellt Vermutungen an, kommt zu einer Arbeitshypothese und überprüft die im Experiment.
Der Schwede im Laborversuch.
Und trotzdem kann man immer noch alles missverstehen.

Aber ich kann vielleicht noch gleich einen nachlegen, um zu zeigen, wie vertrauenswürdig Antworten auf direkte Fragen sein können: :wink:


Schweden sind ja bekanntlich offen und unkompliziert. Heißt es in Deutschland.
Merkwürdig, dass, wennimmer ich zufällig jemanden beim Baden treffe (was in der dünn besiedelten Ecke hier selten genug ist), der oder diejenige zum Umziehen barfuß durch Gestrüpp und Unterholz (aua!) weit in den Wald rennt oder alternativ sich mit Handtuch und Jacke stranguliert in dem Versuch, seine Hose anzuziehen. An jedem gut besuchten deutschen Baggersee ein befremdliches Verhalten.
Da treffe ich vor ein paar Jahren ein bekanntes Pärchen beim Sonnen und Baden in meinem Lieblings-See.
"Die sind jung und unkompliziert," denke ich, "die kannste einfach mal direkt fragen."
Er schweigt, sie antwortet: "Nee, das (nackt Baden, "öffentliche Nackheit") ist in Schweden überhaupt kein Problem. Wir sind da ganz offen."
Gut. Dann haben wir das ja geklärt.
Daraufhin fängt sie an, auf Ihren Brustwarzen 3 Meter über die alte verwitterte Holzbrygga zu robben (aua!), um wieder an ihr Bikini-Oberteil zu kommen. Ich drehe mich weg und sage: "Jaha, det verkar som det inte är helt så enkelt."
Er bricht in brüllendes Gelächter aus und sagt: " Nej, så enkelt är det väl inte."

Na, gut, dass wir mal drüber geredet haben.

Viele Grüße

Samweis

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Re: Körpersprache

Beitragvon Rwitha » 8. April 2009 20:40

Hej Samweis,

auch von uns ein herzliches Willkommen hier im :schwedentor1: -Forum.

Es ist schon erstaunlich wie manches Verhalten leicht missverstanden werden kann.

Deine leichte Art zu schreiben gefällt mir sehr gut. Du kannst gerne über weitere Erfahrungen berichten - sehr interessant :smt006
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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Re: Körpersprache

Beitragvon Imrhien » 8. April 2009 22:27

Rwitha hat geschrieben:
Deine leichte Art zu schreiben gefällt mir sehr gut.


Dem kann ich mich anschliessen.
Ja, das mit dem direkten Fragen ist so eine Sache. Wir kennen ein paar Schweden, die man mal was fragen kann. Die auch teils genug Abstand haben um nicht beleidigt zu sein oder auch ehrlich. Die Frage ist halt, ob sie es selber wissen. Wie Du schon sagtest, es ist erlernt und man muss nicht darüber nachdenken. Dann kenen ich einen Schweden, der selber von sich behauptet, dass er kein Schwede ist. Er lebte so lange im Ausland, dass er sich selber hier manchmal wie einer fühlt. Trotzdem hat er natürlcih díe Sozailisation in der Kindheit hier erfahren, auch wenn ihm das nicht bewusst ist.
Naja, wir schauen aber mal. Das mit der Nacktheit war mir nicht bewusst. Da muss ich im Sommer dohc gleich mal drauf achten. :)
Beim Firmenfest im Sommer waren jedenfalls alle zusammen in der Saune, wobei da, glaub ich nur die Männer dabei waren. und die sind dann hinterher teils nackt in den See gehüpft. Aber wie gesagt, nur Männer unter sich. Und etwas Bier...

Grüsse
Wiebke

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Re: Körpersprache

Beitragvon Samweis » 9. April 2009 15:01

Hallo S-Nina,

etwas OT, etwas persönlich und vielleicht etwas provokant, aber trotzdem.
S-nina hat geschrieben:Ich finde auch, dass es in Schweden schwerer ist, enge Freundschaften/Bekanntschaften zu knüpfen.
In Bayern war es meiner Meinung (Erfahrung) nach etwas einfacher,

Hmmmmm, ich könte mir vorstellen, dass dem nicht jeder Norddeutsche zustimmen wird.... :wink:

Ich denke, zusätzlich zu den Dingen, die man lernen kann wie Sprache, Körpersprache, sogar Dialekt, kommt da noch etwas, das man nicht lernen und nicht verändern kann.
Wenn Du in München aufgewachsen bist, hast Du mit allen, die ebendort aufgewachsen sind eine gemeinsame Basis. Du kannst über eine Schule, einen Biergarten usw. reden und ihr habt dieselben Assoziationen.
Ziehst Du fort (und sei es nur nach Freising), bist Du ein Zuagreister, Inegschmeckter, Zugezogener, Aussätz - äh, Auswärziger, oder so.
Und nach 10 oder 20 Jahren kannst Du nicht einmal mehr nach München.

Überall, wo Du hinkommst, gibt es "hiesige" - und Du bist keine.
Hiesige geben dir eine Ortsbeschreibung wie: "und dann biegst Du dort, wo früher mal die Tankstelle war, rechts ab."
Schon bist Du gefangen, enttarnt, entlarvt.

Macht aber nix. Das ist nämlich m.E. nicht nur Fluch sondern auch Segen. Schließlich ist Fremdes per se auch interessant. Verbirgt man es, wird man eher uninteressant, aber dennoch kein "hiesiger".

S-nina hat geschrieben: Allerdings habe ich auch gemerkt, dass sich die Schweden im Ausland ganz anders verhalten als zu Hause.
...
Sogar bei meinem Mann - in München hat es ihn nie gekümmert,

Eben. Er hat sich vielleicht gedacht: "Det qvittar mig lika, vad de tyskarna tror."
Statt den von vornherein erfolglosen Versuch zu unternehmen, ein Bayer zu sein, hat er vielleicht seine Karte der "Andersartigkeit" ganz offensiv gespielt?

Ich meine: Wie weltoffen sind denn die Schweden? Und sind sie darin wirklich so anders als andere Menschen?
Nyfiken sind sie. Ja. Und wie! (Vorsicht, unzulässige Verallgemeinerung...)
Aber weltoffen?

Vor ein oder zwei Jahren gab es in einer Stadt in Västernorrland einen schwarzen Asylbewerber.
Als vd von TeliaSonera wäre er undenkbar gewesen, aber nach kurzer Zeit hatte er eine schwedische Freundin und konnte sich vor Teilnehmern an seinem "afrikansk dans gympa" nicht retten. Sehr viele haben sich für ihn eingesetzt.
(Abgeschoben haben sie ihn trotzdem.)

Viele Grüße

Samweis


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