Kleines Schwedenhäuschen gesucht

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blueII
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Re: Kleines Schwedenhäuschen gesucht

Beitragvon blueII » 15. Januar 2009 10:24

Hej Aelve + Haro

ist es denn nicht auch so, dass deutsche Makler eigentlich gar nicht die Zulassung haben, die Abwicklungen eines schwedischen Maklers komplett zu übernehmen? :hmm:

Ich meine damals zur unserer Suchzeit sowas gelesen zu haben.
Natürlich wollten wir auch erst diesen "bequemen" Weg nehmen, mußten aber schnell feststellen, dass es gar nicht so kompliziert ist mit den schwedischen Maklern, wenn man die Spielregeln verstanden hat.

Lg
Heike

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Re: Kleines Schwedenhäuschen gesucht

Beitragvon Aelve » 15. Januar 2009 11:21

Hallo Heike,

es stimmt, die deutschen Makler haben wohl keine Zulassung für Schweden. Einer dieser Makler behauptete uns gegenüber jedoch, er wäre zugelassen - als einziger Deutscher.

Im Grunde läuft es dann so ab:
der deutsche Interessent, der sich mit den schwedischen Maklerseiten nicht auskennt, sieht auf deutschen Maklerseiten Angebote der schwedischen Häuser. Der deutsche Interessent weiß ja nicht, dass in Schweden der Verkäufer den Makler bezahlt, diese Gebühr auch in der Regel in seinen geforderten Kaufpreis einkalkuliert hat. Der deutsche Makler ist ja auch nicht völlig untätig gewesen, er holt sich die schwedischen Maklerangebote, übersetzt diese auf deutsch, stellt sie dann auf seine Webseite ein und bietet sie dann den deutschen Interessenten an. Dafür verlangt er in der Regel seine 5 -6 % Provision, manche bieten auch Besichtigungsfahrten an, helfen bei den Übersetzungen usw. Selbstverständlich kann der deutsche Makler das nicht kostenlos leisten. Aber dass das angebotene Haus auch in Schweden auf den Seiten http://www.hemnet.se usw. veröffentlicht ist, das weiß der Interessent ja nicht. Evtl. kann er ja die Angebote auf Hemnet gar nicht übersetzen bzw. bevor er überhaupt Kontakt zu dem schwedischen Makler bekommt, ist das Haus schon verkauft.

Wenn jemand nun ganz unbedarft ist, auch die Hilfe des deutschen Maklers gerne in Anspruch nimmt, weil er evtl. nicht selber nach Schweden fahren kann, dann ist das Geld für den deutschen Makler ja auch angebracht. Bloß der Käufer weiß es nicht, dass er praktisch die Maklercourtage doppelt bezahlt, einmal im Kaufpreis einkalkuliert des schwed. Maklers und einmal die selbst bezahlte Maklergeb. an seinen deutschen Makler.
Man kann wohl sagen, dass der deutsche Makler dem schwedischen Makler Kunden zuführt. Dieser erledigt dann die Formalitäten mit der Grundstückseintragung usw. Als ich mich noch gar nicht auskannte, war ich der Meinung, dass der deutsche Makler von dem schwed. Makler eine Provision abbekommt, sie sich sozusagen die Maklercourtage teilen würden. Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein, der schwedische Makler arbeitet wahrscheinlich nur mit dem deutschen Makler etwas zusammen, weil er von diesem deutsche Kunden zugeführt bekommt.

Schlimm ist es, wir hatten auch den Fall, wenn man auf ein deutschen Angebot zugreift, dann bekommt man sofort den Hinweis, dass die Maklergeb. fällig wird, auch wenn man das Haus dann selbst beim schwed. Makler kaufen würde. Man glaubt als Interessent, dass der deutsche Makler den Alleinauftrag vom schwedischen Verkäufer hat und das Objekt weiter nicht irgendwo zum Verkauf angeboten wird. Tatsächlich aber, so meine gesammelten Erfahrungen, könnte man gleich an den schwedischen Makler herantreten und zahlt dann nur die im Kaufpreis einkalkulierte Maklergebühr.

Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn man von Anfang an weiß, dass das Objekt ein schwedischer Makler im Angebot hat, aber aufgrund der Tatsache, dass man diese Angebote nicht lesen kann bzw. nicht weiß, wo man überhaupt suchen soll, wenig Zeit dafür aufzubringen in der Lage ist, dass man dann einen Deutschen einschaltet, der nach einem bestimmten Objekt sucht, dafür dann auch Gebühren bezahlt, wenn sicher gestellt ist, dass der deutsche Makler dann auch die Hausbesichtigung vornimmt, einen auf Mißstände aufmerksam macht bzw. alle Formalitäten für einen erledigt, die man selber zu erledigen nicht in der Lage ist. Dann wäre eine Gebühr von 2.000 oder 3.000 Euro ja sinnvoll angelegt.

Ich habe schon viel über diese Sachen gehört und gelesen sowie selber diese Erfahrungen gemacht. Man füllt aus, an welchen Objekten man Interesse hat, was man anlegen kann an Kaufpreis, welche Prioritäten man hat usw. Ich erhielt dann beispielsweise Angebote, die in keiner Weise auf meine vorher geäußerten Wünsche eingingen. Von 10 Angeboten kamen evtl. 1 oder 2 Häuser in Betracht. Auf Nachfrage nach den Häusern entpuppte sich dann plötzlich, dass es sich um ein Pachtgrundstück handelte, was nicht in der Offerte offenbart wurde. Der Makler tat dann alles, um mir die Vorteile eines Pachtgrundstückes schmackhaft zu machen. Oder das einzige gute Objekt war dann auch sofort schon verkauft. Das waren meine Erfahrungen, deshalb bin ich froh, dass ich keine Verträge eingegangen bin, die eine Kostenpflicht auslösten, da ich eine weitere Zusendung unterband.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

zottel

Re: Kleines Schwedenhäuschen gesucht

Beitragvon zottel » 15. Januar 2009 13:09

@ Aelve und andere

Ich möchte dir/ euch ein grosses Kompliment machen. Dass ihr eure positven und negativen Erfahrungen an uns Neulinge weitergibt, finde ich einen Applaus wert. Meistens behält man die neativen Erfahrungen für sich; der andere soll selber schauen und auf die " Schnautze " fliegen.

Danke, dass wir aus euren Fehlern lernen dürfen und unserem Ziel näherkommen :danke:

Grüsse

zottel


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Re: Kleines Schwedenhäuschen gesucht

Beitragvon Aelve » 15. Januar 2009 13:19

Liebe Zottel,

herzlichen Dank für Dein nettes posting. Ich bin der Meinung, dass man ein Forum deshalb auch nutzt, um positive wie negative Dinge zu erfahren. Denn gerade negative Erlebnisse können dafür sorgen, dass man die Lust an einer Auswanderung oder an einem Urlaub in Schweden verliert. Man kann zwar immer irgendwo reinfallen, aber wenn man etwas mehr Bescheid weiß, dann kann man einiges im Vorfeld vorsichtiger betrachten und angehen.

Es freut mich, wenn Euch meine Erfahrungen ein wenig davor bewahren, selber schlechte Erfahrungen machen zu müssen.

Herzliche Grüße Aelve
:D
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