In Schweden gibt es soweit ich weiß auch noch die Einrichtung "Familjehem" - dort kann man Unterstützung bekommen, wenn z. B. in einem solchen Fall die Eltern/Großeltern noch zu jung und noch selbst Vollzeit berufstätig sind oder aus anderen Gründen dann nicht unterstützend einspringen können.
Zitat:
Deutschland ist mit Sicherheit kein kinderfreundliches Land, nur weil man mehr Kindergeld in D bekommt, heißt das nicht das hier Kinder gewollt sind, gebraucht werden Sie auf jeden Fall.
Schweden gilt in D als "kinderfreundlich" - das mag in vieler Weise stimmen, besonders im Hinblick auf die Dichte/das Angebot von Kinderhorten/Kindergärten.
Was die Akzeptanz von Kindern in der Gesellschaft insgesamt betrifft, so sehe ich eigentlich nicht so einen Riesenunterschied.
Bin im selben Kulturkreis aufgewachsen, in dem du wohnst Oka-Kate. Dass 16-Jährige schwanger werden, kommt auch dort vor. Dass der Haussegen dann anfänglich schief hängt und solche Aussagen wie "solange du an meinem Tisch sitzt ..." kommen, kenne ich auch. Kenne selbst 2 Fälle - zwei aus meinem Grundschuljahrgang (vor fast 30 Jahren) sind mit 15 oder 16 schwanger geworden - in beiden Fällen kam es zu großen Familienauseinandersetzungen - in beiden Fällen hat sich der Sturm nach einer Weile gelegt. Nach dem Motto:
"So was kommt in den besten Familien vor. Aber des Kind bringen wir auch noch groß."Gerade bei Euch im Südwesten würde ich sagen, sind die Sprüche anfänglich oft hart - meiner Erfahrung nach haben die Leute aber meistens einen ganz weichen Kern und es regelt sich alles - auch ohne Abtreibung.
Ich denke der Unterschied zwischen Schweden und Deutschland ist nicht so groß. Ist das Kind erst mal da, dann zählt doch nur das neue Leben und für die allermeisten bedeutet ein Kind Lebensfreude.
S-nina