Kinder, vorher oder nachher?

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glada

Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon glada » 17. April 2007 14:42

Skogstroll hat geschrieben:Für die Staatsbürgerschaft spielt es eh keine Rolle, und die Bürokratie über die deutsche Botschaft abzuwickeln ist ohnehin ein Alptraum.

Das kann ich nur bestätigen :smt093

Oliver :smt091

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon Imrhien » 17. April 2007 19:19

Danke Skogstroll. Das stimmt dann soweit mit dem überein was ich mir schon dachte. Da beide Schwangerschaften und Geburten bisher ziemlich gut waren und ich gute Ärzte hatte die mich nicht kirre gemacht haben mit tausend Sorgen und Nöten und kostenpflichtigen Sonderuntersuchungen, bin ich was die Dritte angeht recht entspannt. Dann kann ich mir, sollte das klappen und ich werde in Schweden schwanger, ja überlegen ob ich zwischendurch ja mal zum Ultraschall nach Deutschland gehe... bin bei den letzten Schwangerschaften ja auch mal neugierig geworden wie es denn nun aussieht und so :)

Aber danke für die Geschichten und die sind nicht gruseliger als in Deutschland, da hab ich auch schon so manches gehört. Aber wie schon gesagt wurde, es gibt gute Ärzte und die gibt es wohl überall. Man muss sie halt nur finden :)

Grüße Wiebke

glada

Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon glada » 17. April 2007 20:20

Aber wie schon gesagt wurde, es gibt gute Ärzte und die gibt es wohl überall. Man muss sie halt nur finden

Der Haken an der Sache ist, dass man in Schweden keine freie Arztwahl hat. Man muss nehmen, was die vårdcentral einen an staffetläkare vorsetzt... Und das kann manchesmal schon grauenhaft sein. Die Zahnärztin, die meinen Sohn untersuchte und dabei dreckig Fingernägel hatte, der Leiter der hiesigen vårdcentral, der nach 6 Tage nicht geduscht roch... Das gibt es in Deutschland vielleicht auch aber mit dem Unterschied, dass ich wahrscheinlich noch vor der Untersuchung die Praxis wieder verlassen würde.

Das sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen und muss nicht heißen, dass es überall so ist.

Oliver

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon Imrhien » 18. April 2007 12:33

Gibts da keine Chance was zu machen? Ich meine, die Schweden sind doch ebenso mit Nase und Augen augestattet und wenn man sieht oder riecht, dass der Arzt nicht besonders sauber ist oder gar schlimmeres, kann man dann da nicht gehen und sich irgendwo beschweren? Stört das die Schweden nicht, oder ertragen die einfach alles? Das kann ich mir auch nicht ganz vorstellen oder habe ich da echt eine zu deutsch gefärbte Sicht?
Wiebke

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon Fischkopf » 18. April 2007 12:56

Hallöchen!

Ich kann nur noch mal schreiben, daß meine Mutter eine total nette und kompetente Ärztin in Jönköping hatte. Dieses Krankenhaus war wie gesagt top modern und auch sehr, sehr sauber. Bei meiner Mutter wurde auch eine Untersuchung gemacht die man hier in D.land nicht gemacht hatte und alles wurde ihr sehr gut erklärt.
Wie es jetzt in den einzelnen vårdcentralen ist kann ich nicht sagen.

Mit bestem Gruß
Fischkopf

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon Skogstroll » 18. April 2007 13:48

Nun ist es ja nicht so, dass alle schwedischen Gesundheitseinrichtungen verdreckt sind und schwedische Ärzte sich nicht waschen. Aber das gibt es schon, und dann hat man genau das erwähnte Problem, dass man nicht so einfach den Arzt wechseln kann, weil man froh ist, überhaupt einen Termin bekommen zu haben.
Umgekehrt haben Ärzte natürlich auch keinen Druck, unbedingt ihre Patienten zu halten. Das führt dann schon mal dazu, dass der Landsting von Norrbotten seine Ärzte öffentlich mahnt, doch bitte die Hygienevorschriften einzuhalten.
Nun habe ich selbst schon erlebt, dass kein funktionierendes Blutdruckmessgerät oder Stethoskop aufzutreiben war und ich habe schon böse auf das hiesige Gesundheitssystem geflucht, aber von katastrophalen Zuständen sind wir doch noch weit entfernt.

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon jörgT » 18. April 2007 22:35

Also Klaus, das Stethoskop (mein höchst persönliches!) habe ich immer in der Kitteltasche ...
Ihr klopft hier wirklich deutsche Klischees, das einem schlecht werden kann ...
Wenn man die Beiträge so liest, schämt man sich, Arzt geworden zu sein -dreckig, faul und inkompetent ...
Seid Ihr schon mal auf den Gedanken gekommen, dass Ihr so mir nichts, Dir nichts eine ganze Berufsgruppe verunglimpft! Langsam ist mir das wirklich zu dumm ...
Jörg :(

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon janaquinn » 19. April 2007 06:58

Hej, also ich schliesse mich Jörg´s Meinung an, nur weil einige Vertreter einer Berufszunft es nicht fertigbringen, die tägliche Körperhygiene auf die Reihe zu bekommen, sind doch nicht alle gleich.
Es mag in manchen schwedischen Gegenden schwierig sein, den Arzt zu wechseln, einfach weil es nicht soviele gibt, aber deshalb einfach alle über einen Kamm zu scheren ist nicht die feine englische Art.
Wir werden sehen, welche Erfahrungen wir im Vårdcentral hier in Stuvsta machen, aber erstmal gehen wir unvoreingenommen daran.

Zu den Untersuchungen hier in Deutschland kann ich nur sagen:
Mein Frauenarzt hat in der Schwangerschaft mit Yannic nicht erkannt, daß der Kopf für die Schwangerschaftswoche viel zu gross war und die Ventrikelhörner im Gehirn erweitert waren, obwohl er das neueste Gerät hatte. Mit Müh und Not, das er gesehen hat, das ich vorzeitige Wehen hatte.
Die Ärzte im KK haben sofort gesehen, das was nicht stimmt und alle möglichen Test´s gemacht, aber nichts entdeckt. Den Balkenmangel erkannte man erst beim Ultra-Schall nach der Geburt, ebenso den kleinen Herzfehler.
Die besten Untersuchungen können keine absolute Sicherheit geben, es gibt immer die Möglichkeit trotz allem ein behindertes Kind zu bekommen, aus eigener Erfahrung sage ich, es ist ein riesiger Schock, ein langer Lernprozess, aber trotzallem ein wunderschönes Leben, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Hejdå JANA
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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon Skogstroll » 19. April 2007 07:48

Hej Jörg,

entschuldige bitte, es war bestimmt nicht meine Absicht, ganze Berufsstände zu diffamieren. Ich dachte eigentlich, das ginge aus meinem Beitrag hervor, aber vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.
Es gibt in Schweden wie überall auf dieser Welt hochkompetente und nette (und meinetwegen auch gewaschene) Ärzte, und es gibt genauso wie überall die schwarzen Schafe. Wenn ich nun in Deutschland den Verdacht hatte, dass ein Arzt vielleicht nicht die Kompetenz / Freundlichkeit / Ausstattung.... hatte, die ich mir als Laie gewünscht hätte, dann habe ich eben den Arzt gewechselt.
Das kann ich hier nicht. Ich kann nicht mal in eine andere vårdcentral gehen, weil die, wenn sie meinen Wohnort sieht, mich sofort an die verweist, der ich eben aufgrund dieses Wohnortes zugeteilt bin. Und selbst die andere vårdcentral nützt mich nichts, weil ich da zu dem Arzt komme, der gerade einen Termin frei hat, und das kann jedesmal ein anderer sein.
Bitte Jörg, ich spinne hier nicht rum, alles was ich schreibe beruht auf eigener Erfahrung oder auf direkten Erfahrungen aus meinem allernächsten Freundeskreis, es ist keine Aussage Dritter oder vom Bekannten eines Bekannten dabei. Habe ich das alles also nur geträumt, weil nicht sein kann was nicht sein darf?

Skogstroll

P.S.: Ach ja, eine Richtigstellung: Das mit dem Blutdruckmessgerät ist nicht in einer vårdcentral des Landstings passiert, sondern in einer Praxis der företagshälsovård. Die einzige vorhandene Manschette hatte ein Leck. Das mit dem nicht vorhandenen Stethoskop ist im Februar in der akuten im Gällivare lasarett passiert.

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Re: Kinder, vorher oder nachher?

Beitragvon jörgT » 19. April 2007 08:42

Ist schon klar, selbstverständlich gibt es, wie in jeder anderen Berufsgruppe auch, schwarze Schafe unter den Medizinern.
Wahr ist sicher auch, dass es in Norrbotten noch grössere Versorgungslücken gibt als z.B. in Südschweden.
Was ich kritisiere, ist nur die Art des Herangehens.
Du, aber auch Oliver, klingt so, als ob Ihr in Schweden noch keinen kompetenten, freundlichen (und gewaschenen :wink: ) Arzt getroffen hättet - und dagegen verwehre ich mich. Ich arbeite jeden Tag mit kompetenten, freundlichen und bemühten Kollegen zusammen - und das sollte man, bei allem Verständnis für Deine persönlichen Erfahrungen, auch mal sagen dürfen!
Also: Schwamm drüber ... :goodman:
Jörg


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