Kinder und das Gesundheitssystem

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Krümel7
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Krümel7 » 16. Januar 2007 23:07

Hej,
auch wenn ich die Antwort vielleicht nicht interessiert, da die Verhältnisse in Schweden erfragt werden.
In Deutschland sind die Grenzen für die steuerliche Absetzbarkeit- die sogenannte zumutbare Belastung) durchaus unter Umständen noch höher als
4 % des Gesamtbetrages der Einkünfte ( nicht des Einkommens). Hängt von der Veranlagungsart ( Grundtarif oder Splittingtarif) sowie der Anzahl der Kinder ab.
Die Grenzen sind sehr hoch und da man für Kinder ab 12 ( meine sind älter als 12) alle nicht verschreibungspflichtigen Medikamente selbst bezahlen muss und man selbst auch immer mehr zahlen muss, wird die Belastung immer höher.
Einen schönen Abend noch an alle die wach sind.
Krümel7

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oka-kate
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon oka-kate » 16. Januar 2007 23:11

hääää?

egal zahlen muß ich so oder so!

katja
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Maelle » 28. Januar 2007 14:03

Hallo,
ich interessiere mich sehr für die Versorgung der Kinder, weil ich vorhabe mit 2 Kleinen Kindern, eins ist 2 Jahre, eins ist ein paar Monate alt zu dem Zeitpunkt wenn wir auswandern möchten.
Versteh das jetzt nicht ganz mit den Arzt- bzw. Medikamentenkosten.
Muss man in Schweden alles selbst zahlen ? Für Erwachsene und auch für die Kinder ? Also ich meine die Arztbesuche, Medizin usw. ?
Und wie ist das mit Vorsorgeuntersuchungen für Kinder in Schweden und Impfungen ? Bei uns gibt es ja das Vorsorgeheft mit den verschiedenen Terminen. Ist das in Schweden auch so ?
Danke für eure Hilfe im voraus. Mir ist das Thema sehr wichtig denn ich möchte ja nicht das meinen Zwergen was fehlt und ich kenn mich nicht aus.
LG Maelle

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Joerg
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Joerg » 28. Januar 2007 20:38

@oka-kate
Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, es soll auch kein trommeln sein nach dem Motte: Mein Haus, mein Auto... . Aber eines brennt mir auf der Seele. Du hast geschrieben bei 50000€ muss man nicht jeden Euro umdrehen. Das ist so nicht richtig. Ab dieser "Preisklasse" wirst Du von Haus aus ganz einfach eingestuft. Bei allem die höchste Zuzahlung. Sei es die Zahnspange für die Kinder (ich habe 2 davon) da zahle ich dann schon mal einige hundert Euro ( und nur für die Kassenmodelle), Kindergartenplatz....Bingo. Egal was kommt, man zahlt immer den höchsten Tarif. und dann kann ich Dir sagen, dann bleibt nicht mehr viel. Und nicht zu vergessen, die Steuer. Von 50000€ bleibt dir nicht viel, weil auch beim Steuerzahlen bist Du der größte. Das kann sich jemand der viell 25000 € verdient kaum vorstellen. Aber mich ärgert es immer wenn ich am Monatende die Lohnabrechnung bekomme und feststelle, dass ich allein von meinen Abzügen einen Facharbeiter ein Bruttomonatsgehalt zahlen könnte. Ich habe 48% Abzüge. Die hat keiner der 25000€ verdient. Also glaub mir, so viel ist es nicht wenn man 50000€ verdient. wenn Du jetzt noch den Streß gegenrechnest und die Folgen, dann rate ich jedem, seid froh mit einem Job bei dem ihr 25000€ verdient. Denn im gegenzug hat der der 25000€ meistens einen 8 Stundentag und Zeit für seine Familie. Ich für meinen Teil habe einen 12 - 16 Stundentag, bin mit meinen 40 Jahren bereits Herzkrank so das man schon von Rente spricht. Da stellt man sich die Frage, war es das Wert? Das ist der Grund warum ich mit meiner Familie nach Schweden will. Ich habe hier in einem anderen Thread gelesen:" Ab wann ist man Glücklich? Wenn man ein volles Bankkonto hat?" Ein klares NEIN. Was würde ich darum geben, wenn ich wieder uneingeschränkt mit meiner Familie in den Zoo könnte. Aber nicht in diesem Zustand. Deshalb wollen wir in ein Land wo es etwas ruhiger zugeht. Sobald ich wieder arbeiten kann eine Arbeit aufnehmen mit der ich ein normales Leben ermöglichen kann, aber nur noch arbeiten um zu leben. Die restliche Zeit für die Familie. Das wäre für mich wahres Glück.


Gruß Jörg
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glada

Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon glada » 28. Januar 2007 20:57

Hallo Joerg,

ich bin mir nicht sicher, ob die Verhältnisse diesbezüglich in Schweden wirklich besser sind. Der hohe Krankenstand und die Anzahl der Frühpensionierten in Schweden sprechen dagegen. Ich glaube, sehr viel entscheidender ist, dass man bei einem solchen Schritt bewusst die Dinge in seinem Leben noch mal neu sortieren kann, sozusagen Tabula rasa macht, Schwerpunkte auf Familie und Gesundheit legt und nicht auf Karriere und Geld.
Insofern ist die Wahl des Landes meiner Meinung nach nebensächlich. Wichtig ist, dass man sich selbst verändern will und bereit ist, Abstriche zu machen um Neues zu gewinnen.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben, auf dass du das findest, was du suchst.

Oliver

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belanna
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon belanna » 28. Januar 2007 21:05

Hej och varma hälsningar fran heidesee, :?: ich bin auch etwas ahnungslos, was die Kinder-arzt-kosten angeht. Speziell die Kieferorthopädie und ihre Kosten interessieren mich, da genau das bei uns so richtig aktuell ist.
meine Kleine soll eine voraussichtlich vier jahre dauernde Behandlung anfangen, aber bereits im Sommer werden wir nach S ziehen. Sollten wir lieber noch warten? in D müssen wir einen Teil der Kosten tragen, der nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung erstattet wird. Wenn wir aber weg sind- wie soll das gehen? weiß einer rat?
Bel :)

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Joerg
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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Joerg » 28. Januar 2007 21:55

@ Juni-Olli
Du hast Recht mit dem was Du sagst. Die Erleichterung sehe ich auch nicht in dem Land, sondern an den Begleitbedingungen. Das Geld was ich hier zur Verfügung habe (Erspartes) reicht in Schweden für ein Haus. In Deutschland müßte ich mich noch bei einem Hauskauf für locker 20 Jahre hoch verschulden. Wenn ich also rechne, dass ich mir in dem neuen Land bereits eine Bleibe leisten kann (Abtragsfrei) dann brauche ich lange nicht mehr so viel Geld um leben zu können. Bei uns in Deutschland macht der Abtrag zwischen 700 biss 1000€ aus. Diese Belastung nicht mehr zu haben, macht das Leben erheblich leichter. Die Nebenkosten rechne ich in etwa wie in Deutschland, genauso die Verpflegung. Wenn ich da dann einen Strich drunter ziehe, dann noch die ruhigere Mentalität zuzähle, und von dem die Ellenbogenmentalität der Deutschen abziehe, dann sind das 6 Richtige.
nenne mich naiv, aber ich erhoffe mir das von unserem neuen Leben in Schweden. Und einfach die Zeit für meine Familie. Und eine Zukunft für meine Kinder.
Haleluja. :lol: :lol:

Gruß Jörg
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Sylvie

Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Sylvie » 5. Juni 2007 12:44

belanna hat geschrieben:Hej och varma hälsningar fran heidesee, :?: ich bin auch etwas ahnungslos, was die Kinder-arzt-kosten angeht. Speziell die Kieferorthopädie und ihre Kosten interessieren mich, da genau das bei uns so richtig aktuell ist.


Ja, das ist eine sehr interessante Frage. Wie schaut es aus mit den Kosten für z.B. eine Zahnspange. Die Kassen hier erstatten die 20 % die man selbst erst einmal aufbringen muss ja nur bei erfolgreicher Behandlung. Nur wie soll das denn gehen? Muss man dann wieder nach Deutschland zum bestätigen lassen?
Man wird das Geld ja kaum von der Schwedischen Kasse bekommen.... wäre zwar nett aer zu verschenken haben die ja auch nichts.

Danke schon mal im Voraus für eure Antworten.
Grüße
icflower

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Re: Kinder und das Gesundheitssystem

Beitragvon Imrhien » 5. Juni 2007 13:34

Ganz ehrlich? Ich glaube (!) dass Du das Geld nie mehr sehen wirst, wenn Du erst mal aus der deutschen Kasse raus bist. Sowas lässt sich wahrscheinlich schon buchhalterrisch schwer machen.... die zahlen schon ungern was aus wenn Du noch Mitglied bist, aber wenn Du in Schweden in der Kasse bist, glaube ich kaum, dass die deutsche Kasse noch was zahlt... auch nicht wenn es eine Rückzahlung ist... aber sicher bin ich nicht und wer weiss? Fragen kostet nix oder nur die Telefonkosten. Am Besten denke ich, wäre es da direkt bei der eigenen Kasse zu fragen wie solche Dinge vereinbart werden. Vielleicht gibt es da einen Vertrag?

Viel Glück

Wiebke


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