Kinder, die es nicht schaffen

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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon Imrhien » 10. Juni 2008 10:01

sinlalu hat geschrieben:Aber ich finde, es schadet auch nicht, vorbereitet zu sein.

Liebe Grüße Silke


Das tuts nie :)

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sinlalu
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon sinlalu » 10. Juni 2008 10:08

Hej Imrhien,

Manchmal ist es einfach nur berugigend, zu wissen, was es nioch für Möglichkeiten gibt. Dass alles dann noch anders kommt kann natürlich auch sein...

Liebe Grüße Silke
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

Storstadstjejen

Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon Storstadstjejen » 10. Juni 2008 13:21

Nichts gegen Vorsorge, man muss sich aber vor Augen halten, dass ohne den Gang auf's Gymnasium äusserst wenig läuft, ohne Studium in vielen Bereichen auch nur recht wenig. Und ich halte es schon für einen grossen Unterschied - die Frage, Gymnasium - ja oder nein und Studium - ja oder nein! Sich zu über Förderprograme zu informieren ist ja gut und schön, aber wäre es nicht sinnvoller, in die derzeit stattfindende Sprachförderung der Tochter zu investieren? Es sind noch 3 Jahre, bis sie auf's Gymnasium gehen kann, in der Zeit wird sie eine ganze Menge mehr Schwedisch lernen - wenn man ihr die Möglichkeit dazu gibt und ihr damit auf die sprünge hilft - sowohl mit Taten, als auch mit moralischer Unterstützung.

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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon Berta » 10. Juni 2008 16:29

Hallo Ihr,

klar ist es wichtig, aufs Gymnasium zu gehen und möglichst ein universitätsvorbereitendes Programm zu durchlaufen - und klar gibt es Kinder/Jugendliche, die ihre Sprachschwierigkeiten aufholen können.

Und klar gebe ich auch dir, @Storstadstjejen, recht, wenn du betonst, wie wichtig höhere Bildung ist.
Storstadstjejen hat geschrieben:Nichts gegen Vorsorge, man muss sich aber vor Augen halten, dass ohne den Gang auf's Gymnasium äusserst wenig läuft, ohne Studium in vielen Bereichen auch nur recht wenig. Und ich halte es schon für einen grossen Unterschied - die Frage, Gymnasium - ja oder nein und Studium - ja oder nein!

Aber dennoch halte ich es weder für verfrüht noch für verwerflich, sich als Mutter Gedanken zu machen über die Zukunft des eigenen Kindes - eigentlich halte ich es sogar für die Pflicht von Eltern, sich über Alternativen zu informieren und für ihre Kinder die bestmögliche Variante anzupeilen. Meistens können Eltern ihre Kinder doch recht gut einschätzen - und es gibt eben Menschen, die können keine Universität besuchen, ganz unabhängig davon, dass das fraglos für andere der beste Weg ist.

Anzustreben ist doch immer die Entfaltung der eigenen Kräfte - das ist Bildung - und m.E. soll das nicht quälend sondern individuell angemessen sein. Letztendlich sind alle gymnasialen Programme, auch das IV, dafür da, sich entsprechend seiner eigenen Fähigkeiten und Interessen zu bilden - und daher ist es auch nicht grundsätzlich verwerflich, den einen oder den anderen Weg auszuwählen.

Wenn deine Tochter, @Belanna, auch in Deutschland nicht unbedingt eine Universitätskarriere angepeilt hätte und du sicher sein kannst, dass die Schwierigkeiten in der Schule nicht nur durch die (noch) fremde Sprache und die neue Umgebung verursacht sind, sondern eher grundsätzlicherer Art sind, dann lass dich nicht irritieren von all der Fixierung auf die "besseren" gymnasialen Programme. Wichtig ist doch, dass du deine Tochter unterstützt und begleitest. Ganz egal, wohin. Und wenn du gleichzeitig auch alle Wege der Unterstützung und Förderung, die das schwedische Schulsystem deiner Tochter bieten kann, einforderst, kannst du doch gar nichts falsch machen. Und überraschen kann dich deine Tochter in den nächsten Jahren ja immer noch.

Nun denn,
so weit,
Berta.

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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon belanna » 10. Juni 2008 19:41

@ alle: Vielen Dank für eure Gedanken. Bisher hat Iri in der Schule keinen speziellen Unterricht bekommen, sondern die Lehrer haben versucht, sich soviel Zeit wie möglich für sie zu nehmen. Von einer Planmäßigkeit konnte keine Rede sein.Eine Lehrerin aus D hat ihr einmal in der Woche beim Verstehen div. Aufgaben geholfen, ob das in der 6. Klasse fortgesetzt wird, wussten die Lehrer noch nicht. Nach den Ferien bekommt Iri zusätzlichen Englischunterricht. Da sie das einzige Ausländerkind in ganz Nättraby und unter 850 Schülern ist, gibt es keinen speziellen Schwedisch-Unterricht. Sie sagt, dass sie Freundschaften geschlossen hat, aber überprüfen kann ich das nicht. Sie trifft sich niemals mit irgendwelchen Freundinnen, und das, obwohl sie mit dem Fahrrad in wenigen Minuten mitten in der nächsten Siedlung wäre. Wir haben versucht, ihr mit speziellen Filmen (sie liiiebt Garfield-Gustav) oder Hörbüchern das Schwedische schmackhaft zu machen, aber sie versteht es einfach nicht. In D kam sie gerade so mit in ihrer Klassenstufe, daher erwarte ich keine Wunder. Sie hat auch mit ihrer Muttersprache zu kämpfen und die fremde Sprache mit ihren ungewohnten Lauten macht es nicht einfacher! Darum frage ich schon mal, wie es mit solchen Kindern, die zu"gut" für eine anerkannte Lernstörung und zu "schlecht" für den üblichen Bildungsweg sind, weitergeht...
Danke und wenn euch noch was einfällt...
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon HeikeBlekinge » 10. Juni 2008 19:52

... zieh in unsere Kommune ;-)
Mal ehrlich! Meine Jungs haben bis vor kurzem Schwedisch-Unterricht bekommen! Einweisungen auf deutsch... pff - is ja wohl die Höhe! Das Kind muss auf schwedisch mitkommen! Und wenn sie eine Einzellehrkraft dafür anstellen - so lief das hier auch - das MUSS sein!

Zu den Freundschaften.
Das mit dem gegenseitigen ständigen Besuchen kennen wir hier nicht so wie man es aus D gewohnt ist. Und eine Unmenge von Freunden gibt es nicht - eher 2, 3 feste. Wie schon gesagt: Auch DAS braucht seine Zeit.
Viel Kontakt haben meine Jungs speziell über den Fußball gefunden. Gäbe es da nicht einen Verein an dem Iri Interesse hätte?

Liebe Grüße
Heike
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon belanna » 11. Juni 2008 12:57

Was anderes außer reiten? Würde ein Methodisenpriester eine klingonische Trauung durchführen? Äääsch.Iri redet ja kaum mit den Reitmädelz.Und da sind einige nette dabei. Allerdings hab ich bemerkt, dass die anderen auch nicht sooo viel miteinander kommunizieren. Wenn ichs nicht bei den Karlskroniten erleben würde, dass es auch anders geht, wäre ich wohl nicht so besorgt. Aber ich muss wohl ganz still sein. Habe ja schließlich auch keinerlei Freundschaften hier schließen können und wer im Glashaus sitzt...
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Juni 2008 13:05

Nana, Bel. Ich weiß das Iri reitet. Trotzdem etwas weiteres zu machen oder sich umzuschauen schadet doch sicher nicht, oder? Wurde hier ja auch schon gesagt das es in S auch Ferienangebote gibt. Wende dich da evtl. mal an die Kirche! Bei uns gibt es z.B. so eine Art Ferienspiele.

Aber ich muss wohl ganz still sein. Habe ja schließlich auch keinerlei Freundschaften hier schließen können und wer im Glashaus sitzt...


Weiß nun wirklich nicht welche Laus dir über die Leber gelaufen ist...
Soweit ich mich entsinne sind die karlskroniten erstens schön länger in S und haben zweitens schwedische Kollegen!

Redest Du jetzt von schwedischen Freundschaften?? Die können dauern! Gibt dich doch bitte erstmal mit den deutschen zufrieden, die du doch wohl schon (oder doch nicht, ok!) hier finden kannst.

Grummel
Heike
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon belanna » 11. Juni 2008 13:19

Ohhh, Heikchen, wie kann ich deine Seele salben...natürlich seid ihr Freunde für uns. Das können wir auch gleich Samstag beim Hafenfest begießen, mit was auch immer. Wir weden uns doch hoffentlich sehen???
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Re: Kinder, die es nicht schaffen

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Juni 2008 13:21

Klaro. Auch wenns (endlich) regnen soll ;-)
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