Kein Wohnraum für Flüchtlinge

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svenska-nyheter
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Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon svenska-nyheter » 7. Januar 2013 13:11

Die weit verbreitete Wohnungsnot in Schweden hat immer nachhaltigere Auswirkungen auch auf die Situation von Einwanderern. Nach Prognosen der Einwanderungsbehörde werden im Laufe von zwei Jahren weitere rund 10.000 Neuankömmlinge in den Auffanglagern der Behörde verbleiben müssen, da sie nicht regulär eine Wohnung beziehen können.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

Gabriele
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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Gabriele » 7. Januar 2013 21:35

Das betrifft ja nicht nur Flüchtlinge.. erstmal sollten doch bezahlbare Wohnungen für unsere Jugentlichen gebaut werden und Arbeitsplätze beschaffen werden.

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Henrik der Wikinger
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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Henrik der Wikinger » 8. Januar 2013 02:33

Manche raffen es nie: Erst Krieg, Leid und Hunger outsourcen und wenn dann Flüchtlinge kommen macht man ihnen die Tür vor der Nase zu. Da kriege ich echt nen Hals! :axe: :motz:
Mal ganz abgesehen davon das es "unsere" Jugendlichen oder "unsere" Bevölkerung nicht gibt! Es gibt nur EINE Bevölkerung auf dieser Welt und da zählen ALLE Menschen dazu! Herr Gott kann denn das wirklich so schwer sein das zu begreifen? :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Klarälvangler » 8. Januar 2013 11:26

Henrik, ich versteh dich durchaus, aber ich glaube das du da etwas nach der Pippi Langstrumpf Methode denkst " ich male mir die Welt wie sie mir gefällt". Das hat aber nichts mit der Realität zu tun.
In meinen Augen sind Politiker, egal welchen Landes, zu allererst ihren eigenen Bürgern verpflichtet und wenn sie dort ihre Hausaufgaben gemacht haben, dann können sie sich um die Zuwanderer kümmern.
Das hat weder etwas mit Nationalismus zu tun, noch mit Fremdenfeindlichkeit, sondern mit Realpolitik.
Wenn die Politik ihre eigenen Bürger vernachlässigt und für Zuwanderer bessere Bedingungen schafft als für die eigene Bevölkerung, dann spielt sie doch erst recht bewußt den Rechtsradikalen in die Hände, weil kein Volk der Welt sowas versteht. Ich habe für jeden Verständnis der an Leib und Leben bedroht oder aus politischen oder religiösen Gründen Verfolgt wird, wenn diese Personen in einem sicheren Land Asyl suchen und auch erhalten. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, auch mir gelang mitte der 80iger die Flucht in die Bundesrepublik Deutschland. Aber auch ich mußte mich anpassen, mir eine Arbeit suchen, mit den für mich neuen kulturellen und allgemeinen Lebensbedingungen zurechkommen ohne das ich irgendwelche Forderungen gestellt habe. Und du wirst es kaum glauben, Fremdenfeindlichkeit habe ich zu spüren bekommen, nicht von Deutschen sondern von Zuwanderern und Gastarbeitern speziell aus muslimisch geprägten Ländern, die mir auch offen sagten, hau ab aus Deutschland ich und meine Familie waren eher hier. Ich schreib das hier nur um zu verdeutlichen, das nicht nur Europäer zuerst national denken, sondern auch andere Volksgruppen.
Aber in dem Sinne das wir alle nur auf einer Erde und unter einer Sonne leben und uns um Verständnis und Verständigung bemühen sollten, da hast du völlig recht.
Gruß Andreas

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Henrik der Wikinger
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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Henrik der Wikinger » 8. Januar 2013 14:05

Klarälvangler hat geschrieben:Henrik, ich versteh dich durchaus, aber ich glaube das du da etwas nach der Pippi Langstrumpf Methode denkst " ich male mir die Welt wie sie mir gefällt". Das hat aber nichts mit der Realität zu tun.


Du machst da gerade ein Faß auf. Wenn wir anfangen zu diskutieren was "Realität" ist wird das hier ein Mosterthread... :lol: 8)
Realtitäten sind so zahlreich wie Menschen. Was ich oben geschrieben habe hat absolut nix mit "Pippi Langstrumpf" zu tun, sondern ich lebe in einer sehr realen Welt. Ich bin bloß nicht bereit jeden Bockmist zu glauben und mitzumachen. Und schon gar nicht deswegen weil es "alle machen". Schau mal auf meine Signatur... :wink:

Klarälvangler hat geschrieben:In meinen Augen sind Politiker, egal welchen Landes, zu allererst ihren eigenen Bürgern verpflichtet und wenn sie dort ihre Hausaufgaben gemacht haben, dann können sie sich um die Zuwanderer kümmern.
Das hat weder etwas mit Nationalismus zu tun, noch mit Fremdenfeindlichkeit, sondern mit Realpolitik


Das ist auch so ein Ding das ich nicht begreife. Und auch nicht begreifen will. Immer wenn es ein "Problem" gibt rufen die Leute nach Politikern.
Politiker können keine Probleme lösen! Sie sind nämlich nicht dafür ausgebildet. Politiker können Gesetze machen und Krieg erklären und sonst sind sie so nützlich wie ein Kropf!
Gesetze sind keine Lösungen. Und Krieg ebenso wenig. Unsere sog. "Probleme" lösen können nur Techniker und Ingenieure. Alles was diese Gruppe nicht lösen kann sind keine "Probleme" sondern Konflikte. Und die gehören in die Hände von Seelsorgern.

Weißt du, natürlich gibt es unterschiedliche "Gruppierungen" von Menschen -sog. "Völker". Ändert aber nichts daran das Grenzen von Menschen gemacht sind und real nur in ihren Köpfen und Herzen existieren. Die Natur hat sie nie vorgesehen! Wir nehmen heute Grenzen als natürlich hin, weil wir in so eine Welt rein geboren werden.
Und deshalb glauben wir diesen Mist der uns überall eingeimpft wird, nehmen ihn einfach als gegeben hin und bezeichnen es als "real", ohne es jemals zu überprüfen wie "real" es denn wirklich und vor allem ob es WAHR ist was wir da glauben. Als Kind hatten wir keine andere Chance als das Zeug zu glauben was uns unsere Eltern und Erzieher gesagt haben und als wir "erwachsen" wurden haben wir es nie hinterfragt. So nach dem Motto: "so viele Menschen können ja nicht irren". Dabei plappern alle im Chor bloß das Gleiche ohne zu merken was sie da eigentlich plappern und vor allem was das mit uns macht.
Die Wahrheit ist: Die meisten Menschen sind wie Schafe von denen jeder Schäfer träumt: Sie brauchen nicht mal mehr nen nen Hund, geschweige denn einen Zaun, weil sie sich ständig gegenseitig kontrollieren und jeden der eine abweichende Meinung äußert ausgrenzen.


Klarälvangler hat geschrieben:Wenn die Politik ihre eigenen Bürger vernachlässigt und für Zuwanderer bessere Bedingungen schafft als für die eigene Bevölkerung,


Das habe ich nie gefordert! Es ging ja eben genau darum das wir als Menschen alle gleichwertig sind. Auch wenn diese Einsicht dem ein oder anderen Ego zuwider ist. Und das hat nix mit Sozialismus zu tun sondern mit einem würdevollen und aufrichtigen Umgang miteinander!

Klarälvangler hat geschrieben: Ich schreib das hier nur um zu verdeutlichen, das nicht nur Europäer zuerst national denken, sondern auch andere Volksgruppen.


Ja, es ist mir völlig klar, das es noch ein Weilchen dauert bis wirklich alle den Schuß gehört haben.

Die Logik die dahinter steht ist: "Die anderen sagen das ja auch über mich, also ist es legitim es auch über die anderen zu sagen." Das führt aber nur in die Verhärtung von Fronten und nicht in die Lösung des Konfliktes. :wink:
Aber wie kommst du auf die Idee das zu glauben was du denkst? Klar haben die meisten schon sog. "negative Erfahrungen" gemacht. Ich selbst auch... massenhaft... Versteh ich alles. Aber war das wirklich der andere der dir "weh getan" hat, oder hat er bloß deine Knöpfe gedrückt und du hast dich dadurch "verletzt" gefühlt?
Die Wahrheit ist unter Garantie letzteres. Denn es ist ein Grundgesetz des Lebens. "Verletzen" oder "Glücklich machen" KANNST nur du dich selbst und sonst niemand! Alles was dir im Außen widerfährt ist nur ein Spiegel deines Innen. Ein ganz kleines bissl weniger Gehirnwäsche und dafür ein Tick mehr Selbst-Reflektion würde uns allen und der gemeinsamen Sache hier auf Erden wirklich gut tun. Und da helfen Sprüche von "unseren Jugendlichen" einfach kein Stück weiter. Das ist spalten, nicht versöhnen!

Klarälvangler hat geschrieben:Aber in dem Sinne das wir alle nur auf einer Erde und unter einer Sonne leben und uns um Verständnis und Verständigung bemühen sollten, da hast du völlig recht.


Freut mich aufrichtig das darin bereits Einigkeit besteht. :partyman:

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Klarälvangler » 8. Januar 2013 15:07

Hey Henrik, jeder hat da so seine Erfahrungen im Leben gemacht und bildet sich daraus seine eigene Meinung bzw. Überzeugung. Das hat nichts mit Nachplappern oder Herdentrieb zu tun. Ich versuche deine Meinung zu akzeptieren und zu respektieren, aber wirklich nachvollziehen kann ich das nicht. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich werde das Gefühl nicht los, das du da auf einer art "Heiligentripp" schwebst und Realitäten ausblendest. Techniker und Ingeneure können sicher helfen Hunger, Wassermangel oder techn. Probleme zu lösen. Die Menschen egal wo sie leben brauchen aber klare Regeln und Verhaltensvorgaben, ansonsten artet es in Anarchie aus und jeder macht was er will. Das Ende wäre das Gesetz der Strasse und der Stärkere unterdrückt den Schwächeren. Was Seelsorger so alles anrichten und angerichtet haben, da brauchen wir nur ein Blick in die vergangenheit der verschiedensten Glaubensrichtungen zu werfen und auf das was die Kirchen mit ihren Seelsorgern daraus gemacht haben. Da brauchen sie sich nicht hinter den schlimmsten Politikern und Diktatoren verstecken. Was Grenzen anbelangt ist das ja keine Erfindung der Neuzeit. Ländergrenzen sind Menschengemacht, insofern stimmen wir überein. Diese sollten aber trotzdem respektiert werden, denn sonst könnte jeder sagen - aha im Land X tropft der Honig von den Bäumen, also wandert mal ebend die Bevölkerung eines Kontinents da hin. Würdest du dann im Ausgleich dafür jubelnd in die 3. Welt ziehen und unter diesen Bedingungen leben wollen?
Alle Menschen sind gleichwertig - da hast du recht und es wurde von mir auch nicht das Gegenteil behauptet.
Verletzen und Glücklichmachen kann der Mensch nur sich selbst , behauptest du. Also sind all die unglücklichen Menschen in Afganistan, Syrien, den Kriesengebieten in Afrika selber Schuld, denn sie könnten ja einfach auch glücklich sein ? Welch absurder Gedanke !
Ich denke mal das allein durch deinen Glauben, welchen ich respektiere, die Welt aber nicht besser wird sondern du dir damit nur ein etwas besseres Gewissen schaffen möchtest, frei nach dem Motto " Ich glaube an das Gute im Menschen - also schaffe ich damit eine bessere Welt".
Sorry , nimms nicht persönlich aber ich bin nun mal eher für klare Worte.
Gruß Andreas

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon meckpommbi » 8. Januar 2013 16:10

egal welche ueberzeugung nun die WAHRhEIT ist das von donna : Das betrifft ja nicht nur Flüchtlinge.. erstmal sollten doch bezahlbare Wohnungen für unsere Jugentlichen gebaut werden und Arbeitsplätze beschaffen werden.
ist ein gutes argument um den sverigedemokraten noch mehr stimmen zu verschaffen - da graust es mich wenn ich sowas lese

politik allein kann genausowenig hunger und armut bekämpfen wie fachleute - die fachleute brauchen politische unterstuetzung um ueberhaupt ihre arbeit machen zu koennen - nur in der zusammenarbeit beider läge eine Lösung die ich aber nicht sehe weil der wille gar nicht vorhanden ist
Tja mein Menschenbild im allgemeinen ist ziemlich duester !
weder glaube ich das politiker wirklich ueber den tellerand der nächsten wahl hinausdenken noch das die masse der menschen dies auch moechte

henriks satz : Die meisten Menschen sind wie Schafe von denen jeder Schäfer träumt: Sie brauchen nicht mal mehr nen nen Hund, geschweige denn einen Zaun, weil sie sich ständig gegenseitig kontrollieren und jeden der eine abweichende Meinung äußert ausgrenzen.

wiederspiegelt genau meine ansicht und ich sehe da beim besten willen keine positive veränderung
ich habe vor einiger zeit mal ein bild gemahlt das genau auch dieses thema behandelt


Bild

Über "Sündenböcke - wer ist der Nächste ?":
Erster Teil eines Triptichons über menschliche Verhaltensweisen
dieses Thema beschäftigt mich schon lang ist aber jetzt gerade für mich sehr aktuell geworden.
Wie sieht es aus in unserer Welt im Moment ?
Wer ist im Moment der Schuldige am Elend an der Krise am sozialen Niedergang am eigenen Fehlverhalten ?
Warum brauchen Wir immer einen Sündenbock ?
Warum fallen wir immer wieder auf geschaffene Feindbilder bzw Suendenbockangebote herein ?


Bild

Über "Trauer macht keinen Unterschied ":
Zweiter Teil eines Triptichons über menschliche Verhaltensweisen
Es ist egal wo wir auf diesem Planeten wohnen oder welcher Glaubensrichtung wir angehören. Alle sind wir Menschen die Respekt und Achtung verdienen.

Bild

Über "Sind wir schon wieder soweit ?":
Dritter Teil eines Triptichons über menschliche Verhaltensweisen.
Ein bisschen Angst macht es mir manchmal schon gerade als ex DDRler die difuse spürbare Sehnsucht der Massen nach einem neuen starken Mann.
Genauso wie wir immer wieder Sündenböcke brauchen genauso gross ist der Wunsch nach einem Führer, jemandem der sagt wo es lang geht, wer die schuld hat und wo alles besser wird, kurze Zeit war Obama solch eine Lichtgestalt, mich hat dieser Hype aber eher erschreckt.


das ganze
Demokratie erfahren,bewahren,erwerben,schützen!
Bild


ich habe lange ueber das thema nachgedacht bevor ich es aufs holz brachte aber ich fuerchte es ist auch noch in hundert jahren aktuell
gruss birgit

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Gabriele » 8. Januar 2013 17:58

Henrik der Wikinger hat geschrieben:Manche raffen es nie: Erst Krieg, Leid und Hunger outsourcen und wenn dann Flüchtlinge kommen macht man ihnen die Tür vor der Nase zu. Da kriege ich echt nen Hals! :axe: :motz:
Mal ganz abgesehen davon das es "unsere" Jugendlichen oder "unsere" Bevölkerung nicht gibt! Es gibt nur EINE Bevölkerung auf dieser Welt und da zählen ALLE Menschen dazu! Herr Gott kann denn das wirklich so schwer sein das zu begreifen? :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:

Gruß :smt006

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Irgenwie musste es doch sein das jemand wieder ein Grosses Drama machen muss:(( Muss man denn wirklich alles rassistisch winkeln nur weil ich nicht sage: macht Türen und Tore auf? Natürlich gibt es meine und andere Jugentliche .. und die wird es auch so lange geben wie die Länder verschiedene Namen haben. Tatsache ist das es nicht genug Arbeit oder Wohnungen gibt um die die schon in Schweden leben zu ernähren oder zu behausen. Mein Sohn ist 25 jahre alt und kann nicht von zuhause ausziehen weil es einfach keine Wohnungen gibt die sich normale Jugentluche leisten können. Wenn man Flüchtlinge entgegen nimmt muss man doch auch sicherstellen das sie hier auch richtig "Leben" können? Die Arbeitslosigkeit steigt immer weiter.. das geld wird immer knapper? Aber da du ja so sozial eingestellt bist dann mache du den ersten Schritt und öffne deine Türen und Tore.. so wie nach dem Krieg wo man ganze Familien in ein Zimmer steckte. Du brauchst doch sicherlich auch nur ein Bett und ein Stuhl, den rest kannst du dann Teilen! Wenn du schon grosse töne Spucken willst dann geh mit gutem Beispiel vorran!

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Henrik der Wikinger » 8. Januar 2013 18:38

Klarälvangler hat geschrieben:Hey Henrik, jeder hat da so seine Erfahrungen im Leben gemacht und bildet sich daraus seine eigene Meinung bzw. Überzeugung. Das hat nichts mit Nachplappern oder Herdentrieb zu tun.


*Smile* ... Ja, das glaubst du! Das ist auch in Ordnung das du das glaubst, mache ich dir keinen Vorwurf draus. Ich habe auch einmal genau so argumentiert wie du das hier tust. Insofern kann ich dich bestens verstehen und nachvollziehen was du schreibst. Es ist aber trotzdem eine Illusion. :wink:

Klarälvangler hat geschrieben: Ich versuche deine Meinung zu akzeptieren und zu respektieren, aber wirklich nachvollziehen kann ich das nicht. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich werde das Gefühl nicht los, das du da auf einer art "Heiligentripp" schwebst und Realitäten ausblendest.


Ja, das sagt der Verstand immer wenn ihm nix besseres mehr einfällt gegen das was vom Herzen kommt und ihm nicht gefällt. Wie gesagt... habe auch mal so gedacht.

Klarälvangler hat geschrieben:Techniker und Ingeneure können sicher helfen Hunger, Wassermangel oder techn. Probleme zu lösen. Die Menschen egal wo sie leben brauchen aber klare Regeln und Verhaltensvorgaben, ansonsten artet es in Anarchie aus und jeder macht was er will.


Du scheinst gar nicht zu wissen was Anarchie eigentlich ist. Wissen übrigens die wenigsten, die Anarchie ablehnen und schlecht darüber reden. Insofern bist du da in guter Gesellschaft. Anarchie bedeutet "Ordnung ohne Herrschaft". Das was du meinst ist Anomie. Das ist aber etwas völlig anderes. Es hat in der Geschichte zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Gegenden immer wieder stabile anarchische Kulturen gegeben die nur deswegen untergegangen sind weil es Menschen von außen nicht gepasst hat das sie dort keine Kontrolle ausüben konnten, sowie aus Angst das die "eigene Bevölkerung" das auch wollen könnte. (s. z.B. bestimmte Indianer Südamerikas oder sogar in Spanien Anfang des 20. Jahrhunderts)

Klarälvangler hat geschrieben:Das Ende wäre das Gesetz der Strasse und der Stärkere unterdrückt den Schwächeren.


Wie kommst du darauf? Das ist eine Lüge die an jeden Stammtisch erzählt wird! Genau das ist es was ich meine mit Herdentrieb und "nachplappern". :wink:

Klarälvangler hat geschrieben: Was Seelsorger so alles anrichten und angerichtet haben, da brauchen wir nur ein Blick in die vergangenheit der verschiedensten Glaubensrichtungen zu werfen und auf das was die Kirchen mit ihren Seelsorgern daraus gemacht haben. Da brauchen sie sich nicht hinter den schlimmsten Politikern und Diktatoren verstecken.


Ich meine mit Seelsorge nicht irgendwelche kirchlichen Gangster oder private Scharlatane. Da hast du völlig recht, das wäre fatal. Ich meine damit menschlich-psychologisch geschulte Leute die wissen wie man Konflikte löst. Die Gangster von den sog. Kirchen tun genau das Gegenteil! Ich bin kein Freund von Kirchen.

Klarälvangler hat geschrieben: Was Grenzen anbelangt ist das ja keine Erfindung der Neuzeit.


Stimmt. Absolut. Grenzen sind schon in der Steinzeit entstanden. Aber leben wir in der Steinzeit, oder sollte es nicht erlaubt sein diese alten verkrusteten Strukturen im 21. Jahrhundert zu hinterfragen und aufzubrechen? Wir haben doch auch Hexenverbrennungen und Inquisitionsgerichte abgeschafft.... und die waren im Mittelalter, nicht in der Steinzeit....

Klarälvangler hat geschrieben:Diese sollten aber trotzdem respektiert werden, denn sonst könnte jeder sagen - aha im Land X tropft der Honig von den Bäumen, also wandert mal ebend die Bevölkerung eines Kontinents da hin.


Du hast den Gedanken nicht zu Ende gedacht, sondern mitten drin aufgehört. Wenn es keine Grenzen mehr gibt, gibt es keine Länder mehr, dann ist endlich alles EINS! Und wenn alles eins ist, ist es völlig egal WO du bist! :wink:

Klarälvangler hat geschrieben: Würdest du dann im Ausgleich dafür jubelnd in die 3. Welt ziehen und unter diesen Bedingungen leben wollen?


Es gibt keine "3. Welt" . Dieser Begriff ist in sich schon ein Widerspruch und es war ein echtes Verbrechen ihn zu erfinden. Es wird Zeit das wir damit aufräumen und diese Unterscheidungen sein lassen! Warum ist es denn in diesen Ländern so "schlecht"? Weil sie vom Westen unterdrückt werden, der Westen ihnen unmenschliche Bedingungen aufzwingt, ihnen Waffen verkauft, die wir bei uns nicht haben, aber auf den Profit nicht verzichten wollen- Hey... wir leben im 21. Jahrh. und es schießen immer noch Menschen auf Menschen! WACH WERDEN!!!!!
Ich für meinen Teil werde diese Knöpfe so lange und so oft drücken bis es der letzte Volltrottel kapiert hat!

Klarälvangler hat geschrieben:Verletzen und Glücklichmachen kann der Mensch nur sich selbst , behauptest du. Also sind all die unglücklichen Menschen in Afganistan, Syrien, den Kriesengebieten in Afrika selber Schuld,


Ja! Jedes "Volk" hat die Regierung die es verdient. Alles was passiert auf dieser Welt hat einen tieferen Sinn und Grund.
Klar ist das furchtbar und es ist ganz einfach sich darüber zu empören. Ich behaupte, das wir keine Ahnung haben von dem was dort wirklich passiert. An objektiven Journalismus glaube ich nicht!
Ein "Hitler" war schrecklich, kein Einwand. Aber warum er in der Geschichte auftaucht wird verständlich wenn man sich damit beschäftigt. Deutschland hatte ihn damals verdient! Wenn er nicht "Hitler" geheißen hätte, hätte er anders geheißen. Dieser Politiker war das Ergebnis einer tiefen Verletzung der sog. "Volksehre" durch die Erniedrigung durch den Versailler Vertrag und trennendes Gedankengut in der Bevölkerung. Hitler, der Nationalsozialismus und der zweite Weltkrieg waren notwendig damit Deutschland (und Europa) zu Frieden kommen konnten!
Hast du solche Detailkenntnisse über die Krisengebiete in der Welt? Z.B. in Syrien?

Klarälvangler hat geschrieben:Ich denke mal das allein durch deinen Glauben, welchen ich respektiere, die Welt aber nicht besser wird sondern du dir damit nur ein etwas besseres Gewissen schaffen möchtest, frei nach dem Motto " Ich glaube an das Gute im Menschen - also schaffe ich damit eine bessere Welt".


Dieser Vorwurf ist absurd. Es geht nicht um mich! Es geht auch nicht um mein Gewissen.
Es geht mir ums große Ganze. Ich habe auch nicht für alles DIE heilsbringende Lösung. Aber ich beschäftige mich seit etwa 2 bis 3 Jahren intensiv mit diesen Fragen und gebe zu das das nicht immer leicht ist. Aber im Endeffekt lohnt es sich.
Was die Änderung der Welt angeht kann ich dir sagen das das Gegenteil der Fall ist von dem was du vermutest. Ich habe zwar keinen direkten Einfluss auf die ganze Welt, aber in meiner unmittelbaren Umgebung sind schon nach dem einen Jahr das ich jetzt fast hier in Schweden bin Veränderungen feststellbar. Wenn sie auch nur kleine und zarte Pflänzchen sind: Sie werden irgendwann Früchte tragen.

Klarälvangler hat geschrieben:Sorry , nimms nicht persönlich aber ich bin nun mal eher für klare Worte


Du brauchst dich nicht entschuldigen. Ich habe ja auch klare Worte verwendet und außerdem kannst du mich gar nicht treffen. Genau das meinte ich mit "Verletzen kann sich nur jeder selbst".

AtropaBellaDonna hat geschrieben:Irgenwie musste es doch sein das jemand wieder ein Grosses Drama machen muss:((

Stimmt. Solche Pauschalierungen kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. :wink:

AtropaBellaDonna hat geschrieben:Tatsache ist das es nicht genug Arbeit oder Wohnungen gibt um die die schon in Schweden leben zu ernähren oder zu behausen.

Nein, das stimmt so nicht. Natürlich gibt es genug Arbeit. Es gibt Arbeit ohne Ende! Es ist nur so, das sie falsch verteilt ist. Die einen reißen sich den Ar*** auf, und wissen nicht wie sie es gebacken bekommen sollen und die anderen kriegen keine Arbeit. Aber nicht weil es keine gibt!
Die Lösung ist aber nicht die Arbeit anders zu verteilen, sondern die "niederen Arbeiten" (sog. Niedriglohnsektor) durch technische Lösungen zu eliminieren (=Ingenieure und Techniker!) und das Geld abzuschaffen damit der Mensch frei wird aus der Sklaverei des Kapitalismus!

AtropaBellaDonna hat geschrieben: Wenn man Flüchtlinge entgegen nimmt muss man doch auch sicherstellen das sie hier auch richtig "Leben" können? Die Arbeitslosigkeit steigt immer weiter.. das geld wird immer knapper?

Ja, stimmt zwar nicht (Geld wird nicht knapper sondern de facto immer mehr... deswegen gibt es ja Inflation), aber meinetwegen könnte Geld heute am Tag abgeschafft werden. Nicht so halbherzig wie in Schweden... nur das Bare, sondern komplett!

AtropaBellaDonna hat geschrieben: Aber da du ja so sozial eingestellt bist dann mache du den ersten Schritt und öffne deine Türen und Tore.. so wie nach dem Krieg wo man ganze Familien in ein Zimmer steckte. Du brauchst doch sicherlich auch nur ein Bett und ein Stuhl, den rest kannst du dann Teilen! Wenn du schon grosse töne Spucken willst dann geh mit gutem Beispiel vorran!


Woher nimmst du den Glauben das es nicht so ist, ohne mich zu kennen? Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen lebe ich das was ich sage! Ich habe kein Problem damit das Wenige das ich habe zu teilen. Ich lebe sehr spartanisch und einfach, ohne dogmatisch auf alles zu verzichten. Ich sch*** nicht in den Eimer und ich habe fließend warmes Wasser im Haus. Trotzdem würdest du hier auf dem Hof keinen unnützen Krempel finden!

AtropaBellaDonna hat geschrieben:Natúrlich ist es erstrebenswert Menschen in Not zu helfen.. es ist sogar unsere Pflicht! Aber nur soweit wie es auch Schaffen können!


Nein, das greift zu kurz. Es geht einfach nicht Waffen und Hühnerfüße zu liefern und wenn die Menschen an den Ar*** packen an dem sie abgewischt wurden, ihnen die Türe vor der Nase zu zu schlagen!

Gruß :smt006

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Re: Kein Wohnraum für Flüchtlinge

Beitragvon Gabriele » 8. Januar 2013 18:46

Du scheinst dich wirklich selber gern zu lesen.. so gern das es mir einfach zuviel ist alles selber zu lesen:)) da du ja anscheinend sooo Klug bist und die Lösung für alles hast frage ich mich warum du "nur" in der Landwirtschaft tätig bist (deinem Profil nach) und Tiere abballerst anstatt dich um die Weltordnung zu kümmern? Ich werde es in Zukunft so halten deine Beiträge zu überlesen. Wenn man schon grosse Töne spuckt sollte die "handlungen" nicht weit dahinter sein.. ansonsten ist man nichts anderes als ein grosskotziger Schaumschläger:))

Mit freundlichen Grüssen...
... ein ganz normaler "Normalo" die nicht mit so tollen Worten um sich schmeissen kann aber dennoch eine Meinung hat und sauer wird wenn man sie Absichtlich falsch versteht!


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