Kein Film mehr ohne Untertitel

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vibackup
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Re: Kein Film mehr ohne Untertitel

Beitragvon vibackup » 15. Dezember 2014 23:02

Volker hat geschrieben:wo [wird] das beste Schwedisch gesprochen
[...]
Norrköping und Örebro könnten also noch weiterhin zu den möglichen Kandidaten gerechnet werden.

Als ich noch in Norrköping wohnte, erzählte man sich dort gerne eine Witz, der den eigenen Dialekt aufs Korn nimmt:
Vem är det:
  • Är röd,
  • ungefär så här lång,(man macht mit den Händen eine Geste, bei der die Hände ca 70 cm auseinander sind)
  • bor i skogen
  • och börjar med "o"?
Na?















Antwort:
Oäven! (Räven in öchötska)
;-)

//M

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HeikeBlekinge
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Re: Kein Film mehr ohne Untertitel

Beitragvon HeikeBlekinge » 15. Dezember 2014 23:58

hä??


Wohl eindeutig kein rikssvenska.
Das beherrschen wir hier unten nämlich.
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

unbekannt

Re: Kein Film mehr ohne Untertitel

Beitragvon unbekannt » 17. Dezember 2014 15:00

Mir ist noch was eingefallen. Einer der häufigsten Floskeln der schwedischen Alltagssprache lautet "Vad sa du?". Diese Floskel sollte eigentlich in jeder ersten Lektion eines Schwedischkurses vorkommen.

https://www.flickr.com/photos/41215023@N07/9401694005/

Das sagt man also, wenn man was akustisch nicht verstanden hat. Auf Deutsch also "Hääähh?". Höflicher wäre "Förlåt?", also "Bitte?".

Warum immer diese Undeutlichkeit und Nuschelei der Schweden? Naja, die schwedische Schüchternheit ist ja auch schon sprichwörtlich. Wer schüchtern ist, traut sich nicht so recht mit der Sprache herauszurücken, oft aus Angst vor Ablehnung, und dann kommt ihm seine Nuschelei vielleicht gerade recht, um sich eventuell hinterher herausreden zu können es nicht so gemeint zu haben. Ich denke da ist etwas kulturprägendes daran. Wenn Schüchternheit als nicht so schlimm angesehen wird, dann ist Nuscheln auch ganz normal.

Und aus diesem Umstand wird im Film daraus noch eine Tugend gemacht, weil es angeblich natürlich klingt. Vielen Schweden, besonders den Älteren mit Hörproblemen, gefällt das aber nicht. Also warum nicht gleich deutlich reden statt einen Untertext einzuführen? Man stelle sich nur mal eine aus Schüchternheit dahingenuschelte Liebeserklärung vor, die ihren Adressaten nicht erreicht? Was für ein Drama, die das ganze Leben verändern könnte. Aus Sicherheitsgründen wäre vielleicht eine Untertitelung der Liebesbotschaft angebracht. Mit dem allgegenwärtigen Smartphone ist das kein Problem. Sicherlich gibt es schon ein "Liebeserklärungs-App". Aber für mich alten Knacker sind Apps nicht unbedingt meine Welt. :lol:

Aber ein App, dass gesprochene Sprache direkt in Schriftform darstellen kann, wäre für viele hörgeschädigte Menschen sicherlich ein Segen. Ansätze dafür gibt es genug. Leider sind sie nicht sehr zuverlässig, besonders wenn jemand nuschelt.


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