Julskrock

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GF.Skaraborg
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Julskrock

Beitragvon GF.Skaraborg » 23. November 2011 13:59

Das schwedische Weihnachten stammt aus der Zeit vom Jahre 900. Frueher nannte man Weihnachten "Jol" oder "Joulu" und war ein Tribut an Harald Hårfager. In der Wikingerzeit "trank man Weihnachten", was bedeutete, dass es meisst sehr wild zuging. Die neue christliche Kirche uebernahm dann das Weihnachtsfeiern und 1354 erklärte Papst Liberius das Jesus Christus offizell am 25.Dezember geboren wurde. 1571 wurde Weihnachten als Feiertag ins Kirchengesetz aufgenommen.

Julskrock, man kan es als Weihnachts-Aberglaube uebersetzen, gibt es einiges hier in Schweden.
Ein wenig auch abhängig in welcher Län man wohnt, ich schreibe einfach mal ueber einige, vielleicht kommen noch mehrere dazu.

Zur "Julottan", den Weihnachtsgottesdienst am Weihnachtsmorgen, sollte man nicht zu zeitig in die Kirche kommen, man glaubte dass die Toten ihre "Julotta" vor der eigentlichen abhielten und da wollte man nicht stören. In der Kirche war es dann wichtig die Kirchenbank abzuwischen, sodass kein Mull von den Toten dort liegenblieb.

Am Weihnachtsabend (Heilig Abend) liess man das uebriggebliebene Essen auf dem Tisch stehen fuer die Toten, da man glaubte diese wuerden im Laufe der Nacht zurueckkommen. Es war auch nicht ungewöhnlich, dass man am Weihnachtstisch auch fuer diejenigen die im Laufe des Jahres verstorben waren, mit aufdeckte.

Man sollte am Heiligabend die Lichter die ganze Nacht durchbrennen lassen, man glaubte, wenn man diese ausmachte, dass ein Todesfall in der Familie vorkommen wuerde.

Es gibt auch den Aberglauben, der besagt, dass man auf verschiedene Arten seinen Bräutigam/Braut am Heilig Abend sehen könnte. Wenn man in 2 Spiegel sehen wuerde, einen vor, einen hinter sich. Oder man sollte seine zukuenftige Braut oder Bräutigam in einer Wasserfläche spiegeln sehen.

Am Heilig Abend sollte man auch Bier auf dem Tisch stehen haben fuer die Engel, dass sogenannte "Änglaöl".

Im "Risgrynsgröt" (Reisbrei) sollte immer eine Mandel sein, wer diese auf seinen Teller bekam sollte im nächsten Jahr heiraten. Wer die Mandel bekam musste einen Reim (Grötrim) aufsagen, bevor er/sie die Mandel aufessen durfte.

Gårdstomten (Hofzwerg) sollte vom "Risgrynsgröt" eine Portion herausgestellt bekommen. Vergass man dies, glaubte man, dieser wuerde Probleme im kommenden Jahr verursachen.

Man glaubte auch, dass in der Weihnachtsnacht alle Tiere sprechen konnten.

Es gibt sicher noch vieles mehr, vielleicht haben auch andere dazu etwas zu schreiben.

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Re: Julskrock

Beitragvon Freddy » 23. November 2011 21:36

Danke für die Infos :danke:

Verleiht das "Änglaöl" auch Flügel ? :lol:

:smt006 Freddy

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Re: Julskrock

Beitragvon Sverige-Fan » 24. November 2011 00:35

es war äußerst interessant Deine Infos zu lesen.
Danke
Lebenskünstler ist, wer einen Sommer so erlebt, daß er ihm noch den Winter wärmt (A.Polgar 1873-1955)


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