job- und dann?

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Santa
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job- und dann?

Beitragvon Santa » 11. September 2007 19:15

wie macht man das dann? Also, wenn man einen Job gefunden und sogar bekommen hat...
Wo sollen wir dann wohnen, wenns auf einmal recht schnell geht?
Ich finde selten Wohnungen oder besser Häuser zur Miete. Wir würden ja schon gern kaufen, haben auch ein wenig gespart, aber ich befürchte, wenn wir dann umziehen, dann ist unser gespartes auch schon fast aufgebraucht.
Wie bekommt dann einen Kredit für ein Haus? Von der deutschen Bank oder von einer Schwedischen?
Wie habt ihr das gemacht?

Irgendwie haben wir es noch nicht geschafft (sind ja auch noch jung) genug Geld für einen Hauskauf zurück zu legen!

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Imrhien
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Re: job- und dann?

Beitragvon Imrhien » 11. September 2007 19:33

Santa hat geschrieben:Irgendwie haben wir es noch nicht geschafft (sind ja auch noch jung) genug Geld für einen Hauskauf zurück zu legen!


Hej Santa,
da seid Ihr nicht allein. Uns ging es genauso. Also, zunächst, die Lage in Schweden scheint sich im letzten Jahr deutlich verschlechtert zu haben was Kredite angeht. Also wenn jemand sagt, dass es gaaanz einfach ist, erkundige Dich lieber genau vorher. Unsere Indos sind nämlich, dass die Banken keine 100% Kredite mehr an Ausländer geben. 75% gehen wohl noch aber nur wenn man einen festen (also unbefristeten Arbeitsvertrag) in der Tasche hat. So unsere Infos.
In der Regel sind schwedische Kredite günstiger, allein schon weil man sie einfacher auslösen kann. Hinzu kommt, dass es schwer ist aus Deutschland einen Kredit zu bekommen mit einem Haus in Schweden. Das geht, aber nicht ganz einfach. In unserem Fall war es das dann zwar doch, aber wir haben die Sicherheit für die Bank. Wir haben einen Hypothekenkredit über ein anderes Haus in der Familie bekommen. Also ein Haus in Deutschland als Sicherheit für das Haus in Schweden... das bedeutet, wir dürfen den Kredit frühestens in 10 Jahren auslösen. Etwas doof aber egal. Wir sind gerade beim Umzug, wir packen Kisten und planen. In 5 Wochen ist es soweit und wir werden die Grenze überschreiten bzw. auf der Fähre sitzen.
Wenn Du irgendwelche INfos möchtest, schreib mir ne PN, ich erzähl Dir gerne wie es bei uns ist, das ist alles ganz frisch. Allerdings ist klar, dass meine Infos eben speziell auf uns zugeschnitten sind :) Manches kann man ja übertragen :)

Liebe Grüße

Wiebke

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Santa
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Re: job- und dann?

Beitragvon Santa » 11. September 2007 19:49

Hey wiebke!
Dann erstmal herzlichen Glückwunsch und einen guten Start in Schweden!
Naja, eine Hypothekenkredit könnten wir auch nicht aufnehmen.. unsere Eltern könnten uns die Möglichkeiten nicht bieten... darum haben wir wohl auch nicht die Möglichkeit gehabt schon so viel Geld zurück zu legen :D Kommen halt "nur" aus normalen Verhältnissen :)

Naja.. wenn ich sehe, dass die Häuser bei Hemnet, die uns interessieren so bei ca. 150 000 euro liegen.. ich weiß nicht, was noch an Maklergebühren etc dazu kommt. Da sind 25 % haben schon ne ganze Menge! Ein fester Job ist auch für uns Voraussetzung, bevor wir ein Haus kaufen würden.. wäre ja hier in D nicht anders! Wenn man doch sein Traumhaus vorher mieten könnte.. bis die Probeanstellung vorbei ist und man noch ein wenig gespart hat!

Lieben Gruß
Tanja

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drudenfuss
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Re: job- und dann?

Beitragvon drudenfuss » 11. September 2007 19:55

ich weiß nicht, was noch an Maklergebühren etc dazu kommt.


in schweden bezahlt der verkäufer die maklergebüren, alles andere ist unseriös.
zwecks finanzierung kann ich nur empfehlen mit ner gehaltsbestätigung zur schwedischen bank zu gehen und fragen in welcher höhe ein hauskredit aufgrund des einkommens bewilligt wird. vorher hat das eh keinen sinn, da krigt man keine verbindlichen aussagen.
vor so ziemlich einem jahr hab ich noch ne vollfinanzierung bekommen, ging aber nicht um 1,5mio kronen, eher um ein drittel
Wer etwas ändern will sucht nach Wegen, alle anderen suchen Gründe

Storstadstjej

Re: job- und dann?

Beitragvon Storstadstjej » 11. September 2007 20:04

Hej Santa,

momentan würde ich Euch eher von einem Hauskauf abraten, die Immobilienpreise sind in vielen Gegenden derzeit einfach ungerechtfertigt hoch und man geht davon aus, dass bald die Deflation einkehrt, dann haben die Leute, deren Haus zum grössten Teil kreditfinanziert ist, ein riesiges Problem - denn die Bank möchte logischerweise Sicherheiten für ihren Kredit sehen. Drei Mal darf man raten, was passiert, wenn man ein Haus für 3 Millionen gekauft hat, 2,5 Millionen geliehen hat und das Haus dann nur noch 1,5 Millionen wert ist. Hier in der Gegend verzeichnet sich schon ganz leicht die Preissenkung, wird also nicht allzu lange dauern, bis man wieder bei einem halbwegs normalen Immobilienpreis ankommt.
Dazu gab es dieses Jahr mehrere Leitzinserhöhungen, was die Unsicherheit hinzukommend stört.
Ich würde hier ersteinmal ankommen, die Probezeit überstehen, sich Gegenden ansehen, den Immobilienmarkt beobachten, schauen, ob man sich hier überhaupt wohl fühlt und dann erst kaufen. Vorher werdet ihr auch kaum einen Kredit bekommen - in Schweden jedenfalls.

bjoerkebo

Re: job- und dann?

Beitragvon bjoerkebo » 12. September 2007 08:22

Wir hatten in D. ein eigenes Haus und haben es leider mit Verlußt verkauft.

Wir uns in Schweden erst einmal für die Mietform entschieden.
Somit sind wir zum einen flexibler,wenn es aus welchen Gründen hier nicht klappen sollte und wir haben nicht so große finanzielle Verpflichtungen.
(einmal reichte erst mal).
Auch hatten wir nur eine Woche Zeit um was zu finden,da der Hausverkauf ein Jahr brauchte.
Wir haben hier eine schöne DDH mit 84 qm zur Miete,mit Hausmeister und somit viel Freizeit für uns,gefunden.Und fühlen und damit pudelwohl.
Ist vielleicht etwas teuer als ein eigenes Haus.Aber was nutzt mir ein billiges Haus,wo ich dann doch viel Zeit und Geld investieren muss,da gewinn ich ja auch nichts bei.
Wir sind damals bei Blocket pfündig geworden.
Bei der Wahl des Wohnortes haben wir mit darauf geachtet,das man in der Umgebung einige Städet hat,wo man dann auch nach Arbeit suchen kann.

Soviel für den Moment.
Gruss

Miriam

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Re: job- und dann?

Beitragvon janaquinn » 12. September 2007 08:45

Hej Tanja,
wir haben es ähnlich wie Miriam gemacht, uns erstmal, wenn auch notgedrungen, für eine Mietwohnung entschieden. Es ist in Ordnung, wenn auch nicht wirklich das wahre, weil die Wohnung einfach zu klein ist. Daher sind wir auch auf der Suche nach was eigenen, aber es ist schwierig! Die Preise sind dermassen in die Höhe geschnellt, das einem übel wird, wenn man sie sieht. Teilweise sind die Häuser in ihrem Wert nicht mal annähernd wert. Aber ich habe gelesen, das sie wohl den Zenit erreicht haben und nun langsam wieder sinken. Auch kann es schwierig einen Hauskauf von Deutschland aus abzuschliessen, da ihr Besichtigungspflicht habt, vor Kauf, und eine finanzierende Bank zu finden, wird sehr schwierig. Wir haben es am eigenen Leib erfahren und immer wieder Häuser ziehen lassen müssen. Jetzt sind wir wieder wöchentlich 2-3mal bei Hemnet unterwegs, schauen nach neuen Häusern, würden auch eine längere Pendelstrecke in kauf nehmen, wenn wir UNSER Haus finden. Aber noch ist es nicht dabei gewesen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, eine halbwegs bezahlbare Mietwohnung oder Haus zufinden, nehmt dies erstmal wahr, zumal ihr euch dann in Ruhe auf Haussuche begeben könnt, zu den Besichtigungsterminen "eurer" Häuser zugehen und nebenbei könnt ihr euch, bei eurer Hausbank in Schweden, eine vernünftige Konto-History aufbauen, damit es etwas einfacher wird, wenn ihr mit dem Banker wegen einer Finanzierung verhandelt.
Ein Tip, vielleicht stimmen mir da nicht alle zu, sprecht vorher mit der Bank bis in welche Höhe sie finanzieren würden, dann habt ihr einen Anhaltspunkt für die Suche und erlebt keine bösen Überraschungen, wennsie "Nein" sagen und ihr das Haus doch nicht kaufen könnt.

Aber ihr seit noch jung, es muss ja nicht gleich was eigenes sein.

Liebe und aufmunternde Grüsse nach Deutschland
JANA :wink:
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

bjoerkebo

Re: job- und dann?

Beitragvon bjoerkebo » 12. September 2007 09:48

Ich stimme Jana voll zu.

Denke es ist gut sich erst mal etwas aufzubauen,denn du fängst ja doch bei "0" an.Und wer weiss,vielleicht gefällt einem der Ort,den man erst so toll fand,dann auf einmal doch nicht mehr.
Und dann kommst nicht so schnell weg.

Wir haben hier uns verkleinert,von 102qm auf 84qm.
Aber im Nachinein haben wir gewonnen.
Wir haben vier Zimmer,wovon eins als Gästezimmer genutzt werden kann.
Meine Tochter hat zwar nur ein kleines Zimmer,ist aber die meiste Zeit eh nur noch draußen zum spielnen.
Wir haben zwar nur eine schöne Terasse,ich auch ein Blumenbeet.Aber unser Haus steht auf einem über 3000qm Grundstück,das wir nutzen können um z.B.mit Kind und Hund zu toben. Aber ich muss nur mein eigenes Beet sauber machen. Und das mache ich gern.
Den Rest macht der Hausmeister.
Wir haben zwar nur alte Nachbarn und gewerblich genutzte Whng,aber mit keinem Probleme.Das Hausmeisterpaar sind die besten Freunde unseres Hundes.Und es ist toll mit anzusehen wie ein fast 80jähriger Mann beim toben wieder zum Kind wird.

Wir haben hier freie Hand,können die Wohnung so gestalten wie wir wollen.Zum Einzug wurde alles frisch renoviert und wir hatten das Glück,das wir sogar die Tapeten selbst wählen konnten......

Nein,wir haben wirklich gewonnen,an Lebensqualität und Zeit für schöne Dinge. Auch ohne eigenes Haus!

Wir haben auch erst nach eigenen Häusern geschaut,aber keine Lust gehabt wieder vom Regen in die Traufe zu kommen,wie beim alten Haus in Deutschland.

Es ist gut so,wie es ist.

Storstadstjej

Re: job- und dann?

Beitragvon Storstadstjej » 12. September 2007 09:55

bjoerkebo hat geschrieben:Wir haben hier freie Hand,können die Wohnung so gestalten wie wir wollen.Zum Einzug wurde alles frisch renoviert und wir hatten das Glück,das wir sogar die Tapeten selbst wählen konnten......


Das ist wiederum keinesfalls ein MUSS - viele Wohnungen darf man nicht verändern - man darf in vielerlei Fällen nichteinmal ein Loch in die Wand bohren. Es gilt hier einfach ein anderes Grundprinzip - man renoviert die Wohnung eben nicht nach dem Auszug. Glücklicherweise haben wir auch eine nette Vermieterin, ist aber kein muss:
Als ich unseren Flur ummalen wollte, meinte Sambo, es ginge nicht, weil das ja eine Mietwohnung ist - woraufhin ich ihn erstmal darüber aufklären musste, dass es in D durchaus Gang und Gebe ist, die Wohnung an seine wünsche anzupassen und bei Auszug wieder alles weiss zu streichen. Ähnliche Reaktionen kamen aus dem Bekanntnkreis. Und jetzt finden sie alle unseren Flur toll ;-)

bjoerkebo

Re: job- und dann?

Beitragvon bjoerkebo » 12. September 2007 10:18

Ja,das sind natürlich Ausnahmen.
Mietet man eine Wohnung von einer Wohnungsgesellschaft wird es schwieriger sein.
Aber z.B. bei Blocket findet man ja auch private anzeigen,wo man das ja dann vorher abklären kann.


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