Jantelagen

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nysn

Re: Jantelagen

Beitragvon nysn » 24. September 2008 08:13

Est ist ja erstaunlich welche sg Wahrheiten man hier lesen kan.
Die Schweden sind so oder so.

Man scheint das Wesen des Schweden zu kennen und das vom Horizont einer anderen Kultur.

Das Schwedenhorn möcht ich gern mal sehen/hören.
Man sollte lieber die Zeitungen lesen was von den Schweden auf "Insändarsidan" geschrieben wird.


Hej Hans,
so krass darf man das nun auch wieder nicht sehen - das sind definitiv keine Wahrheiten, die hier zum Ausdruck gebracht werden.
Natürlich lässt sich nicht allgemein sagen - die Schweden wären so und so oder die Deutschen wären so und so.

Außerdem gebe ich dir Recht, die Insändar-Seiten der Zeitungen sind oft differenzierter als das, was die Journalisten auf den ersten Seiten schreiben. Ich habe auch den Eindruck - und das ist jetzt auch keine "Wahrheit" - dass in Schweden oft die ältere Generation tatsächlich weniger "angeberisch/protziger" ist.

Bezogen auf das Posting von Volker:

Um nur ein Aspekt zu nennen, wäre es die Angeberei und Protzerei, die mir in Deutschland manchmal auf den Keks gegangen ist. Insbesondere die kleinen mehr oder weniger subtilen Sticheleien zwischendurch,


ging ich eher von meiner eigenen Generation aus (60er-Jahre) und von dem Umfeld, wo ich lebe. Und da würde ich jetzt nicht sagen, es gäbe da einen wesentlichen Unterschied - hier in Göteborg wird nicht weniger angegeben oder geprotzt als z. B. in München - die Art, wie man das macht, ist möglicherweise nicht so deutlich und direkt - aber dass man es nicht tun würde oder weniger, das würde ich nicht unterschreiben.

S-nina

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Re: Jantelagen

Beitragvon Aelve » 24. September 2008 08:59

Hallo,

gut beschrieben, Hans. Wer weiß denn schon die Wahrheit?

Mir persönlich und ich kann ja nur von mir sprechen, wie ich es empfinde, liegt es mir so, wie es in Schweden gehandhabt wird, besser. Es ist meines Erachtens solidarischer, wenn ich sage, dass Schweden ein fantastisches Land ist und die Schweden es auch glauben, als wenn jeder von sich behauptet, der Beste und Größte zu sein. Hier in Deutschland nervt es mich oft sehr, dass viele prahlen und einer den anderen übertrumpfen will. Ich habe nichts gegen Ehrgeiz, aber oft prahlen gerade diejenigen, die nichts vorzuweisen haben und nur aus Imponiergehabe heraus so tun, als seien sie etwas Besseres. Viele Leute lassen sich sehr blenden und mir sind Blender nun einmal ein Greuel, vielleicht weil ich es durchschaue, dass oft nichts dahinter ist. Ich kenne hier wie in Schweden, Leute die einen sehr guten Beruf haben, die sich etwas erarbeitet haben oder auch ererbt, die aber damit nicht hausieren gehen, sondern ganz normal sind wie Du und ich.
Geht man in Deutschland in ein Geschäft und ist nur einfach und schlicht angezogen, dann wird man kaum beachtet oder nett bedient, da einige Verkäufer wohl glauben, man könnte es sich nicht leisten. Was ist das für eine Gesellschaft, die einen nach der Kleidung beurteilt und darauf schließt, dass man nicht wert ist, zuvorkommend bedient zu werden? In Schweden erlebe ich es anders, da habe ich nie das Gefühl, nur nach dem Äußeren beurteilt zu werden und auch, dass es niemanden interessiert, ob ich einen Nobelschlitten oder Familienwagen fahre.

Grüße Aelve :flagge: :herz: :elch:
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nysn

Re: Jantelagen

Beitragvon nysn » 24. September 2008 09:52

In Schweden erlebe ich es anders, da habe ich nie das Gefühl, nur nach dem Äußeren beurteilt zu werden und auch, dass es niemanden interessiert, ob ich einen Nobelschlitten oder Familienwagen fahre.


Hallo Aelve,
was du beschreibst, genau das, nervt mich auch! ABER - ich erlebe das hier in Schweden genau so auch und nicht einen Deut besser als in Deutschland. Du kannst mich ja mal besuchen kommen, ich wohne quasi in einer richtigen "Angeber"-Kommune - und erlebe dieses private Sichzurschaustellen quasi hautnah live.

Allgemeiner - was mir in Schweden eben mehr auf den Geist geht - das sind diese Schlagzeilen in den Medien - die einem immer wieder in Bildzeitungs-Manier - propagandieren, wie toll es hier doch ist.

Z. B. heute - ganz groß gleich auf dem Titel und dann in der Mitte über 3 Seiten - in meinem Käsblatt - das übrigens die größte, meistgelesenste Tageszeitung in Göteborg ist - GP - zitiert und so wortgetreu wie möglich übersetzt:

"Schweden ist das am wenigsten korrupteste Land in der Welt"
Die korruptesten Länder der Welt sind: Somalia, Burma und Irak. Wir Schweden können uns dagegen freuen, dass wir nun als diejenigen angesehen werden, die in der Welt die saubersten Hände haben. Anders dagegen in unserem Nachbarland Norwegen."


Also, was mir hier auffällt - das ist erstes der Titel und dann diese Hervorhebung "wir Schweden" und "Schweden" - gleich doppelt, dass es jeder kapiert.
Dann geht es in dem ganzen Artikel eigentlich genauso weiter - nur man erfährt tatsächlich nichts, aber auch gar nichts, darüber, über die Hintergründe. Warum ist es in Schweden besser als im Irak?
Könnte es nicht auch daran liegen, dass Schweden einen ganz anderen Hintergrund - historisch, politisch - hat als z. B. Burma? Könnte es nicht einfach auch daran liegen, dass ein relativ kleines Land am Rande Europas mit einer relativ homogenen Gesellschaft naturgemäß weniger Probleme hat, und es dann quasi gar nicht so viel dafür tun muss, um weniger korrupt zu sein?

Nein - keine Reflektion in diesem Käsblatt darüber - nur die Info "Wir sind toll" - genau wie die Bildzeitung mal geschrieben hat "Wir sind Papst" ... !!! ??? :D

Länder, die auch im oberen Drittel liegen - wie z. B. die Schweiz, Österreich (das übrigens sehr gut abschneidet), Niederlande, Deutschland (durchaus gar nicht schlecht - vor allem, wenn man die Größe, Lage und den historischen Hintergrund berücksichtigt) werden gar nicht erwähnt. Bleibt dem GP-Leser nur die Info: Wir in Schweden sind einfach mal wieder wahnsinnig gut!

Dann noch ein Thema, was auf 5 Seiten ausdrücklich behandelt wird - das "Schulmassaker" in Finnland. Hier werden die Göteborger Leser dann auch wunderbar beruhigt: "Es herrscht keine Beunruhigung an den Göteborger Gymnasien" - auch wenn es an Göteborger-Gymnasien keine Alarmsicherung gibt wie z. B. in Finnland und wenn in der Vergangenheit Schulen in Göteborg und Umgebung mehrmals "abgefackelt" wurden - sich die Leute in den Problemgebieten in den letzten Monaten einfach mal so auf der Straße abgeschossen haben - nein, wir in Göteborg haben keine Probleme. Das passiert hier nicht!

Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll - zugegebenermaßen verstehe mich möglicherweise nicht den schwedischen Code - für mich klingt das erste Beispiel wie "Angeben" und das zweiten wie "Naivität".

S-nina

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Re: Jantelagen

Beitragvon Aelve » 24. September 2008 10:14

Hallo S-Nina,

dass Schweden bei der wenigsten Korruption ziemlich oben steht, kam gestern hier auch in den Nachrichten. Habe mich sofort darüber gefreut und gedacht, dass in Deutschland Korruption doch ziemlich verbreitet ist. Soll heißen, dass ich es tatsächlich glaube, dass es in Schweden nicht so verbreitet ist wie z.b. in den Ländern, die am Ende der Skala stehen.
Ich selber sehe dieses Hervorheben auch nicht als Prahlerei an, sondern als Meßlatte, dass alle versuchen sollen, sich ideal zu verhalten. Ich habe schon öfter davon gehört, dass die Schweden zum Perfektionismus neigen, mag das evtl. der Grund dafür sein, dass sie es hervorheben, wenn alles gut klappt, wenn wieder ein Stück Idealismus erfüllt wurde?
Und da sieht man auch, dass es darauf ankommt, wie jemand es empfindet. Ich finde Streben nach dem Idealen nicht als verwerflich, ich finde es verwerflich, wenn jemand angibt, ohne dass es was zum Angeben überhaupt gibt und nur um den anderen klein werden zu lassen. Das eine (also Hervorheben der Leistungen) empfinde ich als Stolz, dass die Anstrengung zum Erfolg geführt hat, das andere finde ich als Prahlerei ohne Hintergrund.

Wie äußert sich denn in Deinem Wohnort, dass Angeberei an der Tagesordnung ist?
Vielleicht muß ich mal Beispiele nennen, was mir hier in Deutschland so mißfällt bei der ganzen Angeberei. Hier kenne ich viele Leute, die hauen auf den Senkel, geben mit ihren Autos an, fühlen sich als was besseres, weil sie evtl. mal ein Semester studiert haben. Schaut man dann aber hinter die Kulissen, sind es nur Schaumschläger, sie haben abgebrochene Studien nachzuweisen, das Auto ist nicht bezahlt - aber eine Luxuslimousine und die Kinder sind ganz was besonderes, obwohl sie nicht bis drei zählen können. Dann kenne ich Personen, da weiß ich definitiv, dass sie es zu was gebracht haben, dass sie redlich sind, dass sie hart arbeiten, die kehren das aber nicht hervor.
Da wir ja nur ab und an in Schweden sind, dann auch viel mit Deutschen zusammen kommen, mit Schweden nur gelegentlich, kann ich noch nicht aus eigener Erfahrung sagen, ob es in Schweden auch so ist oder ob man diese Spezies von Angebern hier in Deutschland ebenso vorfindet wie in Schweden. Und das man eben diese Prahlerei oder Angeberei einfach nur besser wahrnimmt als die positive Art, dass es zum Angeben keinen Grund gibt.

Grüße Dich Aelve
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unbekannt

Re: Jantelagen

Beitragvon unbekannt » 24. September 2008 10:47

Hallo S-Nina und Mitleser,

ich würde solche Tageszeitungen nicht so Ernst nehmen. Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser deren Inhalte ebenfalls nicht für besonders aussagefähig halten. Die Redakteure stehen unter Zeitdruck und haben keine ZeitThemen gründlich zu recherchieren, die am nächsen Tag wieder vergessen sind. Du liest sie ja auch, obwohl dir klar ist, dass viele Inhalte für den Papierkorb sind. Ich habe noch keinen Bild-Zeitungsleser kennengelernt, der diese Zeitung für wirklich informativ hält. Man kauft sie des Unterhaltungswertes wegen. Ich kann mich natürlich auch irren.

Der typische Narzisst ist nicht in der Lage, sich selbst zu reflektieren oder gar Selbstkritik zu üben. Seine Grundhaltung lautet: "Die Welt ist schlecht und die Schuld liegt immer bei den anderen und nie bei sich selbst.".

Die Schweden, soweit man die Schweden überhaupt verallgemeinern kann, sind aber durchaus fähig sich selbtskritisch zu beobachten. Vor etwa zwei Jahren lief im SVT die Sendereihe "Världens modernaste land - men världens osäkraste folk?", in der man versucht sich selbst zu ergründen. Wenn so eine selbstkritische Sendung in Deutschland käme, würde mich das wirklich sehr wundern.

Am besten finde ich ja den "Schweden-Test" von dieser Sendreihe, der unter http://www.svt.se/svt/jsp/Crosslink.jsp?d=61788 online zu machen ist. Er wurde auf 29.999 Testpersonen "normiert". Man sieht für jede Frage, wie man vom Durchschnitt abweicht. Ganz bierernst sollte man solche Tests nicht nehmen, aber sie sind trotzdem lehrreich und lachen musst ich auch noch dabei. Und das ist gesund. Ich habe ihn mit 80% bestanden. Kein Wunder also, dass ich mich hier recht wohl fühle.

Im übrigen halte ich die schwedische Gesellschaft für wenig narzisstisch. Der Nährboden dafür ist einfach schlecht. Die meisten heranwachsenden Menschen lernen hier schnell, dass sie mit der Angeber- oder Protzmasche schlecht ankommen. Das sind aber nur grobe Erklärungsversuche von mir. Das Thema hat das Potenzial für viele Tausend Seiten wissenschaftlicher Untersuchungen. Wenn jemand mit Quellenangaben aus dem Internet beitragen könnte, wäre ich dankbar. Ich habe nichts gefunden.

nysn

Re: Jantelagen

Beitragvon nysn » 24. September 2008 11:28

ich würde solche Tageszeitungen nicht so Ernst nehmen. Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser deren Inhalte ebenfalls nicht für besonders aussagefähig halten. Die Redakteure stehen unter Zeitdruck und haben keine ZeitThemen gründlich zu recherchieren, die am nächsen Tag wieder vergessen sind. Du liest sie ja auch, obwohl dir klar ist, dass viele Inhalte für den Papierkorb sind.


Ich nehme die GP schon lange nicht mehr ernst - der Haken: dies ist die "große" Zeitung hier in der Göteborger Region - sozusagen die Süddeutsche von Göteborg - als Alternative steht hier nur noch die GT, Aftonbladet usw. zur Verfügung - also es gibt nichts, mit echter Substanz. Darin sehe ich allerdings die Gefahr, dass dann die Leute (die Leser und Leserinnen) nach und nach die Meinung dieser Zeitung übernehmen - ich bin auch nicht der Meinung, dass die meisten Leute den Inhalt "reflektieren" - die nehmen das so, wie es steht.

Die Schweden, soweit man die Schweden überhaupt verallgemeinern kann, sind aber durchaus fähig sich selbtskritisch zu beobachten.


Ja, Gott sei Dank! Sonst würde ich hier wohl auch nicht mehr leben!

Im übrigen halte ich die schwedische Gesellschaft für wenig narzisstisch. Der Nährboden dafür ist einfach schlecht.


Ich denke, ich habe auch nicht gesagt, ich würde die schwedische Gesellschaft für "narzisstisch" halten. So wie ich es gemeint habe: Hier in Schweden ist es nicht besser.

Das Thema hat das Potenzial für viele Tausend Seiten wissenschaftlicher Untersuchungen. Wenn jemand mit Quellenangaben aus dem Internet beitragen könnte, wäre ich dankbar. Ich habe nichts gefunden.


Das verstehe ich nun nicht ganz - meinst du jetzt spezielle Angaben hinsichtlich Schweden oder allgemein über den "Narzissmus von Ländern"?

Aelve:
Wie äußert sich denn in Deinem Wohnort, dass Angeberei an der Tagesordnung ist?


Ganz genau so, wie du es auch beschrieben hast. Kein Unterschied!
Großes Getue - große Klappe - nichts dahinter!

S-nina

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Re: Jantelagen

Beitragvon Aelve » 24. September 2008 11:57

Hallo S-Nina,

dann treibt sich diese Spezie von Angebern also auch dort in Schweden rum.
Da hilft nur eins, ignorieren. Es ist wohl so, dass Personen, die keine Lust zur Anstrengung haben, die gescheitert sind oder ihre großartigen Pläne nicht erfüllen konnten, sich dieses nicht eingestehen können und das überspielen sie dann am besten durch Angeberei und Aufschneiderei. Es ist im Grunde gesehen, auch eine Art Unsicherheit, sie wollen auch wichtig genommen werden oder sie nehmen sich eben auch sehr wichtig. Solche Leute kann man wohl leider nicht ausrotten.

Hier in Deutschland gibt es evtl. noch mehr Bühne, wo sie sich darstellen können, denn manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die meisten Leute auch blenden lassen. Ich denke mir, dass es die Blender in Schweden nicht so leicht haben, da ja Aufschneiderei dort eher verpönt ist. Vielleicht sind diese Spezies deshalb besonders unangenehm, da sie ja ihre Anerkennung, die ihnen offenbar fehlt, nirgends richtig bekommen können. Wenn es so weiter geht, liebe S-Nina, werden wir beide noch zum Psychologen, so genau durchschauen wir diese Machenschaften.
Spaß beiseite, bleibe Du wie Du bist, frage doch öfter mal nach, was es denn groß zum Angeben bei ihnen gibt, schaue mal hinter die Fassaden, dann wirst Du sehen, dass es manchmal nur arme Wichte sind, die sich irgendwie hervortun müssen.

Liebe Grüße sendet Dir Christa
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nysn

Re: Jantelagen

Beitragvon nysn » 24. September 2008 12:32

Hej Christa,

dann treibt sich diese Spezie von Angebern also auch dort in Schweden rum.
Da hilft nur eins, ignorieren.


Du sagst es - die gibts wohl oder übel, überall. Manchmal kommen sie an bestimmten Orten eben häufiger vor - und die Nähe zu einer Stadt oder ein größeres Land (wie D) bedeutet ja für diese Klientel immer auch eine größere Bühne, größeres Publikum - denn ohne das, macht das Ganze keinen Sinn und wohl auch keinen Spaß!

Ich denke mir, dass es die Blender in Schweden nicht so leicht haben, da ja Aufschneiderei dort eher verpönt ist.


Es läuft vielleicht etwas anders ab - und es hat schon eine Weile gedauert, bis ich gemerkt hatte, wie man es erkennt. In München z. B. war es viel einfacher / offensichtlicher.

Übrigens finde ich immer noch, dass, wenn es ums Angeben geht, die Haseaten (sagt man eigentlich auch Hamburger?) - dezenter sind als die "barocken" Bayern.

So - nachdem ich nun alle etwas "aufgemischt" habe - quasi von Nord nach Süd und umgekehrt - hier noch mein Ergebnis der Umfrage von svt - welchen "lagom" (also mit anderen Worten "schwedisch" ) Grad ich schon erreicht habe:

59 % - lagom - "Es reicht für einen sicheren Fahrradhelm". - Was immer das nun auch bedeuten soll.

Die Schweden haben es wohl nicht so leicht mit mir. :D

Herzlichst
S-nina

P.S. Christa, melde dich doch einfach mal, wenn du in Halland bist. Es gibt außer "den Angebern" auch viel Schönes und Spannendes im nördlichen Teil der Kommune Kungsbacka.

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Re: Jantelagen

Beitragvon Aelve » 24. September 2008 15:28

Liebe S-Nina, :danke:

danke Dir für Deinen konstruktiven Beitrag und selbstverständlich für die liebe Einladung, die ich mit Sicherheit gerne annehme bzw. auch gerne erwidere.
Wenn ich jetzt im Winter mal wieder in Schweden bin, dann müssen wir uns unbedingt mal treffen -hier oder dort- also in Röllese oder in Deinem Wohnort oder Göteborg - ich würde mich freuen, die nette S-Nina persönlich zu treffen.
Es macht Spaß, mit Dir zu diskutieren.

Liebe Grüße sendet Dir Aelve :lol:
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Re: Jantelagen

Beitragvon Imrhien » 25. September 2008 18:58

Volker hat geschrieben:Ich habe noch keinen Bild-Zeitungsleser kennengelernt, der diese Zeitung für wirklich informativ hält. Man kauft sie des Unterhaltungswertes wegen. Ich kann mich natürlich auch irren.


Ich hoffe Du irrst. Den unterhaltsam ist was anderes. Die Bildzeitung ist einfach nur traurig und ich bin immer wieder erstaunt/entsetzt wieviele sie dann doch lesen.
Viel interessanter und auch unterhaltsamer ist da doch das http://www.bildblog.de/
Da werden Artikel der Bildzeitung bzw. des Onlineteils der Zeitung auf Wahrheitsgehalt und Fehler geprüft. Sehr spaßig kann ich nur sagen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass wohl die Schreiber der Bildzeitung auch das Bildblog lesen, denn schon mehr als einmal wurde eine Meldung auf der Bildzeitungsseite geändert, nachdem im bildblog über ein Fehler berichtet wurde. Dass denen das nicht peinlich ist...

Grüße
Wiebke


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