Jäger dürfen 233 Bären erlegen

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Swedenfan

Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon Swedenfan » 27. Juni 2008 20:34

amarok hat geschrieben:
Ich habe gelesen, dass es bei Euch in Jämtland mittlerweile so zwischen 800 und 1000 Braunbären gibt.


Und wir hoffen es bleibt so . Vor allem da wir jetzt durch Stavre erfahren haben das es noch keinen Zwischenfall gegeben hat.
Gruß Martina & Peter

nobse

Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon nobse » 27. Juni 2008 20:40

Ich kann das auch nicht glauben mit diesen "Unfällen"

Dass aber andererseits , der Tourismus seit 2001 um 100%(!) zugenommen hat und die Bären in ihren angestammten Revieren massiv gestört werden, davon schreibt keiner.
Die Menschen sollen sich doch langsam mal besinnen ,dass sie nicht das Wichtigste auf der Welt sind . Im Gegenteil! Für die Welt sind sie absolut nutzlos und schädigend.

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Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon stavre » 27. Juni 2008 20:45

in härjedalen hat man sich seit einigen jahren auf die bärenjagd"spezialisiert".es kommen dort viele großwildjäger hin,die in afrika nicht mehr jagen dürfen.in jämtland versuchen diese leute es auch.nur.................1.es ist verda.......teuer,daß schreckt schon viele ab.
2. die jagdzeit ist seeeeeehr kurz,so daßnur sehr wenige geschossen werden können.
3. es gibt auch anerkannte bärenjäger hier,nur.............die töten bestimmt nicht aus leidenschaft.


lagom!!!!!!!!!!!!!


elke

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Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon amarok » 27. Juni 2008 20:46

nobse hat geschrieben:Ich kann das auch nicht glauben mit diesen "Unfällen"


Also das mit den Unfällen stimmt auf alle Fälle. Ich glaube ein Jäger wurde direkt bei der Jagdausübung getötet. Hund fand Bär, Jäger kam dazu oder so ähnlich. Beim zweiten Fall war der Bär in eine Jagdhütte eingedrungen und fand es dann nicht soll toll, dass der Jäger auch was von den Köttbullar abhaben wollte. Nee, nee darüber macht man natürlich keine Scherze, ich weiß. Lieber noch mal im web suchen!
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Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon stavre » 27. Juni 2008 20:50

nobse hat geschrieben:Ich kann das auch nicht glauben mit diesen "Unfällen"

Dass aber andererseits , der Tourismus seit 2001 um 100%(!) zugenommen hat und die Bären in ihren angestammten Revieren massiv gestört werden, davon schreibt keiner.
Die Menschen sollen sich doch langsam mal besinnen ,dass sie nicht das Wichtigste auf der Welt sind . Im Gegenteil! Für die Welt sind sie absolut nutzlos und schädigend.


es kommt schon mal zu einem unfall,daß ein bär verletzt ist und der nicht in seinem+n winterschlaf kommen kann und n och nach nahrung sucht.aber das ist wirklich die ausnahme.

die "unfälle"sind doch meines erachtens selbst herbeigeführt.
wenn im august die bärenjagd für ca.1 woche erlaubt wird,da ab 1.september die elchjagd beginnt,kann ich mehr berichten

elke

nobse

Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon nobse » 27. Juni 2008 21:07

Der Bär ist jedenfalls nicht Schuld daran. Meine Meinung. Aber soll er nicht auch die Chanse haben sein Leben zu verteidigen? Hat eben ein anderer verloren .Ich sehe das locker. Wenn die beiden Jäger vom Auto überfahren worden wären , hätte kein Schwanz etwas gesagt. Selber Schuld. Jahr für Jahr nehmen wir ihnen den Lebensraum.

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Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon amarok » 27. Juni 2008 21:11

stavre hat geschrieben:in härjedalen hat man sich seit einigen jahren auf die bärenjagd"spezialisiert".es kommen dort viele großwildjäger hin,die in afrika nicht mehr jagen dürfen.in jämtland versuchen diese leute es auch.nur.................1.es ist verda.......teuer,daß schreckt schon viele ab.


Jagdtourismus ist für mich etwas Fürchterliches. Töten wegen dem Kick und/oder der Trophäe. Aber wohl ein gutes Geschäft.

stavre hat geschrieben:wenn im august die bärenjagd für ca.1 woche erlaubt wird,da ab 1.september die elchjagd beginnt,kann ich mehr berichten


Das wäre sehr nett von Dir.
Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

Sabine

Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon Sabine » 27. Juni 2008 21:21

Ich frage mich immer,was Menschen bewegt Geld zu bezahlen um Tiere töten zu "dürfen"!
Völlig krank!
"Normale" Jäger haben da ein ganz anderes Interesse,welches -meiner Meinung nach-meistens auch durchaus berechtigt ist.
Natürlich ist es auch etwas anderes,wenn Bären in die Dörfer kommen.Die potentielle Gefahr darf nicht unterschätzt werde.Erst recht nicht,wenn sie sich schon öfter mal etwas zun beißen geholt haben.Dann bleibt eben nur als letzter Ausweg der Abschuß um zu verhindern,das Menschen auf der Strecke bleiben.
Sonst sollte doch eigentlich der Bär Bär sein dürfen in seinem Reich.
Ein Reich,das ich betrete und in dem ich mich eben anpassen muß und das ich zu respektieren habe!

Sabine
(die deshalb auch nicht laut klatschend durch die Gegend läuft)

nobse

Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon nobse » 27. Juni 2008 21:39

Sabine hat geschrieben:Ein Reich,das ich betrete und in dem ich mich eben anpassen muß und das ich zu respektieren habe!

Sabine


Beifall , von Gudrun und von mir . :danke: Aber eben kann nur der Bär oder der Wolf beispielsweise so etwas auslösen , die anderen , Vögel ,Pflanzen,Insekten, nimmt keiner wahr, in ihrem Leid und ihrer Vertreibung.
Deshalb lasst den Bär mal alle freilebenden Individuen
vertreten.
Überpopulationen gilt es zu bekämpfen , das ist richtig , aber wo fängt die an? Und in den meisten Fällen , ja fast in allen ,ist dieses Wort unberechtigt. Ich versuche immer zu sagen ,: Seit wann existiert das Leben auf der Erde, seit wann der Mensch? Und erst in den letzten hundert Jahren , einem Wimpernschlag vom Leben eines Menschen,verglichen zur Existenz des Lebens auf der Erde, wollen wir erklären , dass es ohne uns nicht ginge.

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Re: Jäger dürfen 233 Bären erlegen

Beitragvon Skogstroll » 27. Juni 2008 21:45

Das mit den Bären ist so eine Sache.

Zunächst stimmt es natürlich: Ausnahmslos alle Unfälle ereignen sich mit Jägern. Also gewissermassen mit (legalen oder illegalen) Bärensammlern. Beerensammler wurden hingegen noch nicht gefressen. Die Bären scheinen ein guten Gefühl für diesen feinen orthographischen Unterschied zu haben.

Aber die Medaille hat auch ihre Kehrseite. Der Bärenstamm hat nämlich tatsächlich erheblich zugenommen, was dazu führt, dass immer wieder Bären in Siedlungsgebiet (sogar in Stadtgebiet) eindringen und dort Mülltonnen als prima Nahrungsquelle entdecken. Das ist natürlich nicht ungefährlich, weil die Tiere dabei ihre Scheu vor dem Menschen verlieren, weshalb solche Bären auch meist abgeschossen werden. Sofern man ihrer habhaft wird.
Auch ca. 1km von meinem Haus entfernt wurde unlängst ein Bär beobachtet. Und ganz ehrlich: So doll erpicht bin ich nicht auf eine direkte Begegnung. Weiss ich, ob der Bär noch im Vollbesitz seiner Scheu vor mir ist? Weiss er, dass ich ihm sein Futter keineswegs wegnehmen will?

Dabei haben es die Bären noch gut: Ihnen wird nämlich enorm viel Akzeptanz entgegengebracht, und in den Medien ist meist ganz niedlich vom "nalle" (Teddy) die Rede. Wölfe sind da viel schlechter dran. Gestandene Norrlänningar haben panische Angst vor Wölfen und argumentieren öffentlich, sie könnten ihre Kinder nicht mehr raus lassen, wenn sich im Umkreis von 500km auch nur ein mageres Wöfchen befände.
Dabei gibt es mit Wölfen nun gleich gar keinen dokumentierten Zwischenfall, weder mit Bären- noch mit Beerensammlern. Da sind unglaublich viele völlig irrationale Ängste im Spiel. Samt einer ordentlichen Portion einfacher Dummheit.

Klar kann man sehr idealistisch argumentieren, die Bären wären zuerst dagewesen, es ist ihr Reich, und wir müssen uns anpassen. Das ist lobenswert, aber realitätsfremd und genau die Sichtweise, die die Norrlänningar immer den Stockholmern vorwerfen. Sollen wir Norrland nördlich von Mora evakuieren?
Man wird wohl nicht ganz daran vorbeikommen, den Bärenbestand zu reduzieren. Das könnte den Bären sogar nützen (wenn auch nicht im tragischen Einzelfall), wenn sie dadurch "nalle" bleiben dürfen und nicht zur menschenfressenden Bestie stilisiert werden, wenn sie - dem sozialen Druck ausweichend (auch Bären kennen sowas) - immer mehr in dicht besiedeltes Gebiet vordringen. Wenn das erste Kind von einem Bären angefallen wird, dann kippt nämlich die Stimmung, und dann werden auch Politiker zur Bärenhatz blasen.

Ob nun diese Quote zu hoch oder zu niedrig oder "lagom" ist, dazu fehlt mir schlicht das Wissen.

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