Imobilien in Schweden

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Wunschtraum
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Imobilien in Schweden

Beitragvon Wunschtraum » 12. Januar 2009 20:34

Möchte mir eine Imobilie zu legen in Schweden. Was muss ich denn alles beachten.

:danke:

Blizzy
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Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon Blizzy » 12. Januar 2009 21:11

Hej,
viel zu beachten gibt es hier nicht bei einem Immobilienkauf. Kaufst Du von privat, brauchst Du noch nicht einmal einen Notar gehst zur Bank, eröffnest ein Konto und alles was Du für die Immobilie brauchst wie Versicherung und Grundbucheintrag, wird dann auch von dem Bankmitarbeiter gemacht. Kaufst Du über einen Makler dann erledigt der Makler alles für Dich! Bei Kauf über einen Makler musst Du wissen, dass hier in Schweden die Maklerprovision schon im Kaufpreis mit enthalten ist, weil hier die Verkäufer die Provisionen zahlen müssen, schlagen diese die natürlich auf den Kaufpreis mit rauf!

Du kannst gerne unser Haus kaufen! Region Halland ca. 32 km von Halmstad Landeseinwärts ( Westküste) ! Architektenvilla 6 Zimmer mit Sauna; Kaminzimmer, Doppelgarage mit 2 Werkstatträume! Wenn Du echtes Interesse hast, schick ich Dir Expose und Bilder. Finanzierungshilfe kann ich Dir absolut zusichern!

Liebe Grüße aus Schweden
Blizzy

nysn

Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon nysn » 12. Januar 2009 21:27

viel zu beachten gibt es hier nicht bei einem Immobilienkauf. Kaufst Du von privat, brauchst Du noch nicht einmal einen Notar gehst zur Bank, eröffnest ein Konto und alles was Du für die Immobilie brauchst wie Versicherung und Grundbucheintrag, wird dann auch von dem Bankmitarbeiter gemacht. Kaufst Du über einen Makler dann erledigt der Makler alles für Dich! Bei Kauf über einen Makler musst Du wissen, dass hier in Schweden die Maklerprovision schon im Kaufpreis mit enthalten ist, weil hier die Verkäufer die Provisionen zahlen müssen, schlagen diese die natürlich auf den Kaufpreis mit rauf!


Auch in Schweden gilt: AUGEN auf beim Hauskauf!

Ganz wichtig: Kaufe niemals ein Haus, ohne eine fachmännische Besichtigung/Gutachten ausgeführt zu haben.
Nach schwedischem Recht haftet der Verkäufer 10 Jahre lang für versteckte Mängel, die man bei einer Besichtigung nicht entdecken konnte. Verzichtet der Käufer auf diese Besichtung, verliert er jegliche Ansprüche gegenüber dem Verkäufer!

Auch bei Käufen über Makler gilt diese Regelung. Für Käufe über Makler gibt es eine Broschürensammlung auf Deutsch, was beim Hauskauf zu beachten ist. Die findest du hier:

http://www.fastighetsmaklarnamnden.se/d ... px?id=1885

und hier:

http://www.fastighetsmaklarnamnden.se/S ... obilie.pdf

Die Tücken beim Hauskauf in Schweden sind vielzählig und du kannst auch hier auf dem Forum die Suchfunktion verwenden - es wurde schon viel darüber geschrieben, u. a. Radon, Feuchtigkeit usw.

Eine ersten Überblick bezüglich Immobilienangeboten und Preisen findet man unter

http://www.hemnet.se

Die meisten Häuser werden in Schweden über Makler verkauft und sind daher auf Hemnet zu finden.

S-nina

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Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon Haro » 14. Januar 2009 20:29

Hejsan,

na ja, das es hier beim Hauskauf nicht viel zu beachten gibt scheint mir ein wenig übertrieben, ich weiß nicht ob es prickeln ist mit Holzschwamm, Holzwürmern oder sonstigem Getier unter einem Dach zu leben. :wink: Man sollte sich die Häuser wie schon geschrieben ganz genau anschauen. In der Tat ist ein Hauskauf in Schweden um einiges einfacher und günstiger als in Deutschland. Worauf man alles achten sollte jetzt hier zu schreiben dauert ein wenig lange. Wir haben die Erfahrungen die wir bei unserem Hauskauf erlebt haben auf unsere Homepage niedergeschrieben und eine Menge weitere Infos und Links zu diesem Thema eingefügt.
http://www.h-y-kehne.de.tl/Unser-Hauskauf.htm
Wenn es dich interessiert kannst Du ja mal reinschauen.

Gruß aus Småland :flagge:
Harald
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.

http://www.ferienhaus-smaland.se

bjoerkebo

Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon bjoerkebo » 17. Januar 2009 17:18

Wenn ich richtig informiert bin werden auch bei der Finazierung über die Bank 10% Eigenkapital vom Kaufpreis gefordert.
Korrigiert mich wenn es nicht stimmt.

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Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon blueII » 17. Januar 2009 19:32

bjoerkebo hat geschrieben:Wenn ich richtig informiert bin werden auch bei der Finazierung über die Bank 10% Eigenkapital vom Kaufpreis gefordert.


Ist eine gute Faustregel, kann aber je nach persönlicher finanzieller Lage nach oben oder unten abweichen.

Was aber wirklich weiterhilft, wenn die Immobilie bei den Käufer sehr beliebt ist, wäre ein Persilschein von der Bank.
Komme gerade nicht auf die offizielle Bezeichnung, aber unsere Bank hat uns eine Zahlungszusage über eine bestimmte Summe schriftlich mitgegeben. Die konnten wir bei Kaufinteresse den Maklern zeigen. Diese waren immer sehr erfreut, sichert man doch damit eine unkomplizierte Kaufsabwicklung zu und erhöht die Chance, bei mehreren Bewerbern, den Vorzug zu bekommen.

LG
Heike

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Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon Imrhien » 18. Januar 2009 11:45

Zu den 10% würde ich gerne mal fragen wann das war. Bei uns wurde damals von 25% gesprochen. Daran scheiterte es nämlich, dass wir das Haus in Schweden finanzieren konnten. Wir hatten einfach nicht so viel Eigenkapital für unser Haus. Wir haben es nun in Deutschland finanziert und zahlen entsprechend jeden Monat nach Deutschland, was leider grad ja nicht sooo billig ist.
Hab grade mal geschaut, zur Zeit macht das jeden Monat etwa 1500 Kronen weniger in der Tasche aus... Echt schade ums Geld.
:twisted:
Grüße
Wiebke

bjoerkebo

Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon bjoerkebo » 18. Januar 2009 12:42

Wenn ich im Allgemeinen sehe was wir an Miete+ Nk zahlen könnten wir auch gut und gern ein "normales Haus abzahlen"
aber bei uns wuerde es halt auch am Eigenkapital und dem sicheren Job scheitern :-(

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Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon Aelve » 18. Januar 2009 13:09

Hallo,

was ich während der langen Suche nach unserem ersten Haus festgestellt habe, ist die Tatsache, dass einige schwedische Makler
auf deutsche Anfrage nicht sofort anspringen. Ich denke, es wäre schon von Vorteil, wenn man gleich mitteilt, wieviel Eigengeld vorhanden ist. 10 % scheint mir ziemlich wenig zu sein, ich denke, dass die Banken eher 20 % Eigengeld sehen wollen, bevor sie einer Finanzierung eines Hauses in Schweden zustimmen. Wenn man in Deutschland wohnt, ist es ohnehin schwerer, eine Finanzierung zu erhalten als wenn man in Schweden wohnt und dort ein Einkommen nachweisen kann. Unser erstes Haus haben wir komplett in D finanziert. Das zweite Haus ließ sich dann leichter finanzieren, da wir dann bereits als Bankkunde bekannt waren.
Ein Vorteil ist es meines Erachtens, wenn das Haus bereits einen Pfandbrief hat = pantbrev. Da ist das Haus bis zu dem Wert des Pfandbriefes leichter zu finanzieren, weil die Bank das Objekt bereits in der Höhe eingeschätzt hat.
Man sollte auch wissen, dass viele angebotene Häuser in echt nicht so gut aussehen, wie in den Offerten dargestellt. Viele Interessenten aus Deutschland sind schon enttäuscht wieder abgereist, weil das Haus in den Anzeigen sehr viel besser dargestellt wurden, als die Wirklichkeit dann zeigte.
Insofern bietet es sich beim Wunsche eines Objekts in Schweden vielleicht an, während seines Urlaubs in Schweden mehrere Häuser zu besichtigen, weil man von Deutschland aus ja nicht immer sofort zur Besichtigung nach Schweden aufbrechen kann.
Für uns war unser erster Hauskauf von einem Deutschen sehr erfolgreich, da wir alles besser verstanden und der Deutsche das Haus auch schon sehr verbessert hatte. Auch jetzt hilft er uns noch sehr, weil wir nicht vor Ort wohnen und er hat uns in viele Dinge eingewiesen.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

nysn

Re: Imobilien in Schweden

Beitragvon nysn » 18. Januar 2009 13:11

Was aber wirklich weiterhilft, wenn die Immobilie bei den Käufer sehr beliebt ist, wäre ein Persilschein von der Bank.


Das ist das sog. "lånelöfte" . Manchmal gibt es auch eine Zusammenarbeit zwischen Makler und einer bestimmten Bank (z. B. swedbank, länsförsäkringar usw. sind sowohl Makler als auch Bank).

In den letzten Jahren der Hochkonjunktur waren die Banken meistens mehr als zufrieden, wenn 10 % Eigenkapital vorhanden war. Swedbank hat in der Regel auch bis 100 % ausgeliehen. Voraussetzungen waren:
mindestens ein fester Job und Wohnsitz in Schweden.

Zurzeit ist die Situation anders - die Banken sind wieder restriktiver und wenn man Ausländer ist, dann schauen sie vor allem auf das Eigenkapital - je höher, desto besser. Bei 25-30 % EK dürfte es allerdings kein Problem geben, denn das kommt auch bei Schweden nicht sehr häufig vor.

S-nina


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