Immer mehr angelegte Brände in Schulen

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svenska-nyheter
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Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon svenska-nyheter » 18. April 2008 13:35

Die Zahl von Brandanschlägen auf Schulen hat sich im Lauf von zehn Jahren verdoppelt. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. „Es handelt sich um ein wirklich groβes Problem“, sagte Björn Albinsson, Brandingenieur beim Amt für Katastrophenschutz, auf einem landesweiten Seminar in Karlstad. „Immer mehr Schulen gehen in Flammen auf.“ Im Jahr 2006 mussten die Rettungskräfte insgesamt mehr als 500 Mal zu Schulbränden ausrücken. Etwa bei der Hälfte ging man von Brandstiftung aus.




(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

nobse

Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon nobse » 21. April 2008 22:59

Wenn wir vor 40 Jahren unsere Stinkbomben angezündet haben , war das schlimmer als Tränengas und die Klasse war leer. 15 Minuten später ging der Unterricht weiter. Zwar kein Qualm ,aber mörderlich , beissender Gestank. Fazit? Du hattest ein Lineal oder Dreieck weniger.
Wenn der Verursacher erwischt worden wäre ,mit dem wäre man natürlich Schlitten gefahren, aber hatte ja niemals "jemanden" gesehen.
Feuerwehr? Phhhh.

nysn

Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon nysn » 22. April 2008 07:47

„Es handelt sich um ein wirklich groβes Problem“,


Jetzt wo die Frühlingssonne endlich scheint, kommen auch die ganzen Jungs mit ihren Mopeds wieder raus - Sammelpunkt jeden Abend - die Schule.

Am Wo-Ende kommt dann auch noch Alkohol dazu und jede Menge Langeweile - so kommt man halt auf die Idee, mal ein Feuerchen zu legen.

Der Polizei in Schweden ist das schon seit Jahren bekannt - doch leider lassen die sich am Wo-Ende fast nie auf den Schulhöfen blicken.
Wir wohnen in der Nähe einer Schule und haben schon öfters in der Nacht bei der Polizei angerufen, nachdem wir durch eine hartnäckige Alarmanlage, die einfach nicht verstummen wollte, geweckt wurden. Bei der Polizei in Halland muss man mitten in der Nacht schon viel Geduld aufbringen, bis man mal durchkommt - Warteschlange am Telefon - und wenn die dann mal eine Streife schicken, dann dauert das nochmals gut eine Stunde, bis jemand kommt. Also, warum sich wundern, wenn keine Ressourcen darauf gelegt werden?

Was mich eigentlich am meisten wundert, was machen eigentlich die Eltern dieser "noch" Kinder - die scheinen sich nämlich auch nicht zu kümmern, wenn die Kids um 3 Uhr Samstagnachts immer noch draußen rumhängen?

S-nina

P.S. Mit was beschäftigen sich eigentlich Jugendliche im Alter 15-18 in Deutschland? Gibt es dort ähnliche Probleme?

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janaquinn
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Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon janaquinn » 22. April 2008 08:59

JAAA, Nina, diese Probleme sind in Deutschland genauso vorhanden, wahrscheinlich noch mehr als in Schweden:
Komasaufen, Autorennen in volltrunkenen Zustand, Gangbildung und Schlägereien, auch durch spezielle Mädchengangs sind absolut normal.
WARUM? Keine vernünftigen Freizeitangebote und wenn doch welche vorhanden sind, dann sind sie entweder überfüllt oder überteuert.Dazu kommt noch die Jugendarbeitslosigkeit und die Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, wenn man einen Notendurchschnitt von 2,0 und keine Berufserfahrung von 25 Jahren bei einem Maximal Alter von 20 Jahren hat. Desweiteren begrüssen die zukünftigen Arbeitgeber, wenn man das Geld für den Lohn direkt mitbringt bzw. den AG dafür bezahlt, dass er einen einstellt.

JA, dass ist Deutschland

LG JANA
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nysn

Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon nysn » 22. April 2008 09:31

WARUM? Keine vernünftigen Freizeitangebote


Scheint ja ein "internationales" Problem zu sein.

Mein Sohn ist jetzt 13 und wir haben max. noch 1 Jahr, bis er auch Schulfreunde hat, die dann nachts auf dem Schulhof rumhängen. Obwohl wir in der Nähe einer Großstadt leben und die Kommune zu einer der "reichsten" in Schweden zählt, gibt es hier am Wo-Ende für die Jugendlichen fast keine Freizeitangebote. Manchmal veranstaltet die Kirche oder Schule eine Disco. Doch nach Beginn der Sommerferien steht ja alles still und es gibt ABSOLUT nichts mehr.

Ich denke nun schon mal häufig darüber nach, was wir unserem Sohn dann "anbieten" können - außer ihn in den Ferien nach Deutschland oder auf eine Sprachreise zu schicken, ist mir allerdings noch nichts Sinnvolleres eingefallen.

Habt ihr Vorschläge oder Erfahrungen diesbezüglich?

S-nina

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Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon nordmann-5444 » 22. April 2008 10:08

janaquinn hat geschrieben:JAAA, Nina, diese Probleme sind in Deutschland genauso vorhanden, wahrscheinlich noch mehr als in Schweden:
Komasaufen, Autorennen in volltrunkenen Zustand, Gangbildung und Schlägereien, auch durch spezielle Mädchengangs sind absolut normal.
WARUM? Keine vernünftigen Freizeitangebote und wenn doch welche vorhanden sind, dann sind sie entweder überfüllt oder überteuert.Dazu kommt noch die Jugendarbeitslosigkeit und die Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, wenn man einen Notendurchschnitt von 2,0 und keine Berufserfahrung von 25 Jahren bei einem Maximal Alter von 20 Jahren hat. Desweiteren begrüssen die zukünftigen Arbeitgeber, wenn man das Geld für den Lohn direkt mitbringt bzw. den AG dafür bezahlt, dass er einen einstellt.

JA, dass ist Deutschland

LG JANA



Jawohl Jana, genauso ist es, du triffst den Nagel auf den Kopf. Man muß aber auch
zugeben den Jugendlichen fehlt auch Eigeninitiative um sich vernünftig zu beschäftigen.
Ich sehe das an meinen Söhnen (16 / 20 ) TV, Playstation, PC oder irgend wo rumhängen,
und wenn man als Eltern was sagt kommen irgendwelche Sprüche. Dabei habe ich mit meinen
Söhnen noch die kleinsten Probleme, aber wenn man sich so umschaut ist das schon schlimm.


LG André
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst!

nobse

Re: Immer mehr angelegte Brände in Schulen

Beitragvon nobse » 22. April 2008 11:39

Dieses Thema hatten wir hier schon häufiger. Wir hatten früher auch keine "Freizeitangebote" , wir mussten uns selbst beschäftigen. Die Psychologen würden heute sagen,: "Wir müssen bei ihrem Kind ,die Kreativität fördern",
gehen sie doch mal zu der oder der Selbsthilfegruppe.
Später in der Schule hatten wir diese "Abgebote" in Form von AG. Das hat Spass gemacht. Weiter in der Entwicklung ging es mit dem (Wer war es von den hier schreibenden Damen?) mit dem " Mädchenvirus". Komischer Weise wusste man mit dem "Freizeitangebot" ohne Anleitung umzugehen, sogar ohne AG.
In dieser Zeit stand der Kopf also nach ganz anderen Dingen und um die Sache immer ein bisschen zu verstecken wurden mit einem Male die Rufe nach einem "Jugendclub" laut. Diese ,wenn sie gegründet wurden und einen Raum hatten ,ja nur zwei , drei Jahre in Gange waren,weil "unmoralische Tätigkeiten" entdeckt wurden. Ja und dann kam schon die Lehre und die Armee. Diesen Verlauf ,kann ich hier an Hand von zig Beispielen bestätigen.
Was ist nun heute anders , ausser die schon verkommende Gesellschaft? Erstens gibt es keine Lehrstellen um später einen Beruf auszuüben der einen ja ernähren und Spaß machen soll. Mit das größte Manko.
Zweitens werden die Schüler mit Bussen ,Taxis und Bahn aus der ganzen Gegend heran gekarrt, was für viele bedeutet ,dass gar keine Chance haben ,an einer AG teilzunehmen. Dafür fahren unsere Heimischen Schulpflichtigen zu den Orten ,aus denen die auswärtigen Schüler hier herran gekarrt werden.(haben alle aber eine tolle Bussfahrt täglich,sogar ohne Gurt und im stehen) Tja und wenn wir im Alter noch weiter zurück gehen, seht euch doch mal die Kinderzimmer an. Die sind so voll mit "Spielzeug"
gehauen , da bleibt gar kein Platz zur Kreativität.Höchstens mit der Pistole oder dem Gewehr , die Fernsehsendungen nachzuempfinden.Vielleicht mal schnell "Witwe Bolte" umbringen.
Übrigens Winnetou und Konsorten kannten wir damals auch noch nicht. Fernseher hatte so gut wie keiner und die Bücher von Carl May wurden damals noch versteckt .
Trotzdem hatten wir schon selbstgebaute "Flitzebogen und Pfeile". Das wir noch alle Augen haben wundert heute .
In Schweden ist die natürlich die Sache ,durch die geringe Bevölkerungsdichte ,noch angespannter, aber die früheren Generationen sind doch auch groß geworden.
Dieses Thema ist zu weitläufig ,um es hier kurz abzuhandeln. Deshalb höre ich mal lieber auf und fange erst gar nicht noch mit dem Einfluss der Gesellschaft, der Politik, des Sportes ,der Moral, des PC usw.usw. ,an


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