Im Sommer nach SWE

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A.G.S
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Im Sommer nach SWE

Beitragvon A.G.S » 4. April 2009 07:32

Moin,Moin

liebe Forengemeinde,nun ist es soweit uns meine Familie und ich haben uns enschieden den Schritt nach Schweden im Sommer diesen Jahres zu gehen.
Ich bin gelernter Mauer-und Stahlbetonbauer und meine Frau Krankenschwester.
Wir sind 31J. (Ich) 26J. (Frau) und haben 2 Söhne von 1,5 J und 3,5 J.
Allerdings steht noch nicht fest in welcher Region wir voerst aufschlagen werden und so geht es am 18.04.09 nochmal für 4 Wochen Zum Urlaub nach SWE.
Was mich im Moment brennend interessiert wie die Chancen in meinem Beruf stehen,evtl. weiß da ja jemand was von euch.
Naja ich erhoffe mir durch meine Teilnahme auch nette Leute kenenen zu lernen und hier und da gute Tipps zu erhalten :wink:
Mfg
A.G.S

:danke:

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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon Haro » 8. April 2009 22:37

Hallo A.G.S,

das mit dem Auswandern ist ja gut und schön aber da gibt es erst mal ein paar Fragen zu klären. So wie es aussieht seid ihr ja schon in Schweden gewesen und kennt daher schon etwas, aber Schweden ist groß und so vielfältig von der Landschaft und dem Klima her. Schweden besteht kann man sagen zu ca. 80 % aus ländlichen Gebieten und Wald, zu ca. 15 % aus Seen und aus ca. 8 -10 großen Städten, wobei Stockholm mit ca. 795.000 Einwohnern verglichen mit Großstädten in Deutschland in dem Sinne auch keine richtige Großstadt aber schon groß ist. Es ist aber auch nicht jedermanns Sache in Nordschweden zu Leben, wo ca. ein halbes Jahr Winter herrscht.
Als nächstes, könnt ihr die Schwedische Sprache? Ich frage das, weil ohne schwedisch Kenntnisse eine Arbeitssuche in Schweden fast aussichtslos ist. Der Beruf als Maurer und Stahlbetonbauer ist in Schweden bis auf einige Größere Städte nicht so sehr verbreitet, ist auch kein Wunder bei schätzungsweise 85 % Holzhäusern in Schweden.
Bei dem Beruf Krankenschwester wäre zu klären ob und in wie weit die Ausbildung aus Deutschland anerkannt wird. Das so habe ich schon oft gehört und gelesen ist nicht so ohne weiteres möglich, weil Krankenschwestern in Schweden einen viel größeren Wirkungskreis haben als in Deutschland.
Wegen Arbeit solltet ihr außerdem bedenken das auch hier in Schweden die allgegenwärtige Wirtschaftskrise zu finden ist und viele große und kleine Firmen sowie Kommunen Beschäftigte entlassen und die Arbeitslosenzahlen rapide steigen.
Also, der Zeitpunkt zum Auswandern ist im Moment von Euch denkbar schlecht gewählt was nicht heißen soll das, wenn man mit dem richtigen Job zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist keine Arbeit bekommt aber es wird verda... schwer werden.
Es ist schade das ich Euch nicht mehr Positive Fakten aus Schweden bieten kann aber die Lage ist im Moment nun mal leider so. Ich wünsche Euch aber trotzdem weiterhin viel Glück und Spaß beim planen eurer Auswanderung.

Viele Grüße aus Småland :flagge:
Harald
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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon Imrhien » 8. April 2009 22:45

Hej,
Eure Berufe sind schon mal nicht schlecht, grundsätzlich. Die Zeiten sind vielleicht nicht die allerbesten, das stimmt aber versuchen kann man es ja trotzdem. Könnt Ihr schon schwedisch? Das erhöht nämlich die Chancen ungemein.
Ich würde Euch empfehlen, sucht Euch eine Ecke, die gut besiedelt ist, klappert die Firmen und Krankenhäuser ab und nehmt jeweils die Unterlagen mit. Die Schweden mögen es lieber wenn man sich persönlich vorstellt.
Vielleicht kann, wenn Ihr Glück habt und eine Stelle bekommt, erst mal einer vorgehen. Das machen viele so. Wir wollten das nicht aber ich weiss, dass viele das machen.
Wichtig ist wohl sich erst mal eine ungefähre Region zu überlegen. Oder mehrere. Aber man muss wissen ob man da auch leben kann und will. Die Unterschiede sind enorm. Und wenn man die dann hat, kann man da nach Jobs suchen. Danach kommt dann der Rest wie Wohnung und so. Eure Kinder sind jedenfalls noch in einem sehr guten Alter für sowas.
Ich drück Euch die Daumen, dass IHr was findet.

Liebe Grüße
Wiebke

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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon A.G.S » 9. April 2009 07:03

Moin zusammen,
also meine Englisch Kenntnisse sind nachweislich schonmal sehr gut (16 P.IELTS - Test) .
Unser Schwedisch ist ehrlich gesagt auf Anfängerniveau,aber es lernt sich doch erstaunlich gut.
Ab dem 18.4. sind wir erstmal für 4 Wochen da um uns eben um alles zu kümmern,Arbeit,Unterkunft etc. .
Dabei wollen wir letzendlich auch schauen in welcher Region es uns am besten gefällt,aber letzendlich ist ja auch entscheident wo finden wir Arbeit :roll:
Gott sei Dank haben wir Rücklagen und können auch einiges an Zeit überbrücken wenn wir nicht sofort einen Job finden.
wir hatten uns nunmal Mitte dieses Jahres als Ziel gesetzt und darauf hin auch unser Unternehmen und Haus verkauft.Deswegen ziehen wir das jetzt auch durch , die Weltwirtschaftskrise schlägt eh überall zu :evil:
Wenn man so etwas vor 2 Jahren bedacht hätte wäre man ausgelacht worden :lol:
Damit will ich nur sagen, das man das nicht wissen konnte und somit es unplanbaer war :(
Aber erstmal denken wir positiv,ich hoffe das ist auch noch in 5 Wochen so :D
Danke erstmal für eure Antowrten,wir hoffen hier noch einiges an Tipps und tricks von euch zu erfahren!
:danke:

hansbaer

Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon hansbaer » 9. April 2009 08:38

Wenn deine Frau "normale" Krankenschwester ist (d.h. keine Kinderkrankenschwester, Altenpflegerin etc.), dann kann sie in aller Regel die schwedische Anerkennung problemlos bekommen. Jedoch ist auch in dieser Branche der notorische Fachkräftemangel einem weitgehenden Einstellungsstopp gewichen.
In deinem Beruf dürfte es entsprechend schwer sein.

A.G.S hat geschrieben:Dabei wollen wir letzendlich auch schauen in welcher Region es uns am besten gefällt,aber letzendlich ist ja auch entscheident wo finden wir Arbeit :roll:
Gott sei Dank haben wir Rücklagen und können auch einiges an Zeit überbrücken wenn wir nicht sofort einen Job finden.
wir hatten uns nunmal Mitte dieses Jahres als Ziel gesetzt und darauf hin auch unser Unternehmen und Haus verkauft.Deswegen ziehen wir das jetzt auch durch , die Weltwirtschaftskrise schlägt eh überall zu :evil:
Wenn man so etwas vor 2 Jahren bedacht hätte wäre man ausgelacht worden :lol:


So lustig ist das leider nicht. In Deutschland reden derzeit alle von der Krise, aber in erster Linie ist es Kurzarbeit, die in der Realität zu sehen ist. Man nimmt das weit weniger ernst als in Schweden, denn hier ist die Krise viel realer. Es gab schon Massenentlassungen, und die Zahl der Arbeitslosen ist um 32% im letzten Jahr gestiegen. Die relative Arbeitslosigkeit liegt mittlerweile bei 8,0%, also nicht viel weniger als in Deutschland, und sie soll noch bis 12% steigen. Ihr werdet euch also einer erheblichen Konkurrenz ausgesetzt sehen - und das ist eine Konkurrenz, die fließend schwedisch spricht.

Die Gefahr, dass ihr bei dem Vorhaben eine Menge Geld verbrennt, ist also nicht unerheblich. Ich würde es ehrlich gesagt nur machen, wenn zumindest einer von euch einen Job hat.

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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon A.G.S » 9. April 2009 10:03

@hansbaer

genau deswegen sind wir u.a. ab 18.04 vier Wochen vor Ort um die Jobfrage zu klären.
Allerdings habe ich eine Alternative von Zuhause aus für jemanden in D zu arbeiten,wir sind da wirklich flexibel.
Unsere Idee dahinter es jetzt durchzuziehen sind u.a die Kinder,ich denke das es nun Zeit wird um einen leichten Übergang zu gewährleisten.
In D sieht man die Krise in der Tat relativ locker undlachen find ich es nicht,da hast du mich falsch verstanden.
Aber als ich Ende 2007 im Freundeskreis sagte das der Dax überbewertet ist und die Immobilienfinazierung in den USA zum Himmel stinkt und dies extreme Folgen haben wird wurde ich als Schwarzmaler hingestellt,das meinte ich.

Mfg

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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon Aelve » 9. April 2009 10:42

Hallo A.G.S.

da geht es Dir so wie mir. Ich bin schon so oft Vorreiter gewesen, bin gegen eine Mauer gelaufen, wenn ich mal irgend etwas angemerkt habe.
Das wurde abgetan, als ob ich zu schwarz sehe. Mir ging es schon in einigen Miteigentümer-Gemeinschaften so, dass ich feststellte, dass die Verwalter die Wohnungsgemeinschaft betrogen. Obwohl ich als Rechnungsprüferin dieses merkte, es auch der Eigentümer-Gemeinschaft sofort bekannt gab, glaubte man mir zuerst nicht. Denn Verwalter sind oft Blender, zwei Verwalter konnten es so darstellen, dass nachher die Eigentümer ihm mehr Glauben schenkten als meinem Mann und mir.
Als es später tatsächlich herauskam, dass die Verwalter unsere Gemeinschaft schändlich betrogen haben, da wurde lapidar gesagt, na da hatten sie ja Recht, gut dass sie nicht locker gelassen haben. Durch diese ganzen Erlebnisse weiß ich, dass die meisten Leute einen nicht glauben, obwohl man selber weiß, dass man im Recht ist und man den Durchblick hat.

Deshalb kannst Du Dir zwar viele Tipps geben lassen, aber Deine Sache mußt Du selber für Dich entscheiden. Wenn man sich immer auf andere verläßt, dann wird man feststellen, dass man nicht weiterkommt mit seiner Sache. Du alleine weißt, ob Ihr eine bestimmte Zeit überbrücken könnt. Ihr selber müßt wissen, was Ihr Euch zutrauen könnt, ob ihr aus Schweden heraus auch Arbeiten übernehmen könnt, die Euch erstmal ein Einkommen sichern.
Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, Handwerker sind nach meiner Erfahrung immer gesucht.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon vinbär » 9. April 2009 12:39

Wegen dem Alter der Kinder wuerde ich mir keine Sorgen und keinen Druck machen, die gehen auch in 5 Jahren noch problemlos in ein neues Land mit. :wink:

hansbaer

Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon hansbaer » 9. April 2009 13:49

A.G.S hat geschrieben:@hansbaer

genau deswegen sind wir u.a. ab 18.04 vier Wochen vor Ort um die Jobfrage zu klären.
Allerdings habe ich eine Alternative von Zuhause aus für jemanden in D zu arbeiten,wir sind da wirklich flexibel.
Unsere Idee dahinter es jetzt durchzuziehen sind u.a die Kinder,ich denke das es nun Zeit wird um einen leichten Übergang zu gewährleisten.
In D sieht man die Krise in der Tat relativ locker undlachen find ich es nicht,da hast du mich falsch verstanden.
Aber als ich Ende 2007 im Freundeskreis sagte das der Dax überbewertet ist und die Immobilienfinazierung in den USA zum Himmel stinkt und dies extreme Folgen haben wird wurde ich als Schwarzmaler hingestellt,das meinte ich.

Mfg


Absolut - momentan jubeln alle noch über diese alberne Abwrackprämie, obwohl die dauerhaft nichts bringen wird.

Ich denke, mit der Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten, kannst du schon etwas abdecken. Allerdings musst du dir da bewusst sein, dass du dabei wahrscheinlich ziemlich gesalzene Abzüge hast und auch die oft von schwedischen Arbeitgebern gezahlten Zusatzpensionen nicht erhalten wirst. Wichtig ist vor allem, dass du genügend Rücklagen hast, um eine Personnummer zu erhalten und das Aufenthaltsrecht zu registrieren. Da spricht man üblicherweise von 10.000 € pro Person und Jahr.

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Re: Im Sommer nach SWE

Beitragvon A.G.S » 9. April 2009 17:34

@hansbaer

ja mit der Abwrackprämie werden sich noch einige umsehen.Denn u.a. werden aktuell in D weit mehr D -KFZ abgegrackt als zugelassen.
Alleine der Ersatzteilemarkt,Reperaturmarkt etc. bricht dort weg usw.
Die Rücklagen werden reichen,aber mein Ziel ist eigentlich schnell Arbeit vor Ort zu finden,alleine wegen der Eingewöhnung und die Sprache lernt man doch viel besser im täglichen Umgang auf der Arbeit.
Nun wir werden sehen was rauskommt,auf jeden Fall werde ich hier schreiben wie es vorangeht!


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