Ich glaub das lerne ich nie...

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disssl
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Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon disssl » 14. Februar 2014 09:14

Hallo zusammen,

ich besuche seit drei Wochen einen Schwedischkurs.
Ich finde es unglaublich schwierig mit der Aussprache und habe die Befürchtung das ich das niemals lernen werde. Manche Laute finde ich sehr schwierig. Vokalbeln lernen ist hingegen nicht so das Problem.
Kann man schwedisch auch ohne großes Sprachtalent lernen? Wie sind eure Erfahrungen.

Gruß Tanja

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Henrik der Wikinger
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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon Henrik der Wikinger » 14. Februar 2014 10:18

Du hast doch deine Muttersprache auch gelernt... und auch das nicht in 3 Wochen.... :wink:

Daraus das du schwedisch nicht nach 3 Wochen perfekt sprichst den Schluß zu ziehen du wärst -platt gesagt- "zu blöd" oder "unbegabt" ist nicht unbedingt hilfreich für dich. Du sabotierst dich selbst. Warum tust du dir das an?

Gruß :smt006

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disssl
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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon disssl » 14. Februar 2014 10:38

Hej Henrik,

danke für deine Antwort ;)
Warum ich mir das antue? Keine Ahnung. Vielleicht bin ich eigentlich grundsätzlich zu selbstzweiflerisch.
Ich habe auch nicht wirklich erwartet das ich es nach 3 Wochen perfekt spreche. Ich tue mich mit der Aussprache nur recht schwer.
Ich werde versuchen mir selbst hilfreicher zu sein und mich nicht mehr selbst sabotieren.

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Henrik der Wikinger
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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon Henrik der Wikinger » 14. Februar 2014 11:03

disssl hat geschrieben:Warum ich mir das antue? Keine Ahnung. Vielleicht bin ich eigentlich grundsätzlich zu selbstzweiflerisch.

Ja, den Eindruck habe ich. :wink:
disssl hat geschrieben:Ich habe auch nicht wirklich erwartet das ich es nach 3 Wochen perfekt spreche. Ich tue mich mit der Aussprache nur recht schwer.

Ich würde sagen hören hören hören hören.... so hast du schließlich auch deine Muttersprache gelernt. Ein kleines Kind hört schon im Bauch seiner Mutter seine Mutter völlig klar und deutlich sprechen... (deswegen heißt es ja MUTTERsprache!!!) Und irgendwann viiiiieeel später fangen kleine Kinder an alles nachzubrabbeln... erst fehlerhaft und dann immer besser. Das ist ein langer Prozess und die Methode wie wir heute Fremdsprachen in der Schule lernen sind völliger BLÖDSINN aus Gehirnanatomischer Sicht. Ich nenne das gern Bulimielernen: Auswendig gelernt für die Prüfung, in der Prüfung erfolgreich aufs Papier gekotzt und drei Tage später vergessen....^^

disssl hat geschrieben:Ich werde versuchen mir selbst hilfreicher zu sein und mich nicht mehr selbst sabotieren.


Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Gruß :smt006

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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon EuraGerhard » 14. Februar 2014 11:40

disssl hat geschrieben:Ich tue mich mit der Aussprache nur recht schwer.

Mach Dir nichts draus! Perfekt wirst Du es wahrscheinlich sowieso nie hinbekommen (aber welcher gebürtige Schwede kann das schon :wink: ), aber Hauptsache man versteht Dich. Und ganz wichtig: Quasseln! Egal ob die Aussprache hundertprozentig stimmt oder nicht.

Es mag wohl manche Laute geben, die ein Erwachsener, der eine Fremdsprache lernt, niemals richtig hinbekommt. Kleine Kinder sind da einfach besser. Ich habe zum Beispiel auch nach 10 Jahren in den Niederlanden immer noch Schwierigkeiten mit dem "ui"-Laut gehabt, welcher sich ungefähr(!) wie "au" ausspricht. Obwohl sich ein solcher Laut im Straßennamen meiner Adresse befand, habe ich es nie so hingekriegt, dass mich die Einheimischen auf Anhieb verstanden haben.

Im Schwedischen kämpfe ich derzeit hauptsächlich mit dem Unterschied zwischen sk und sj, wenn ein "weicher" Vokal folgt.

MfG
Gerhard

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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon Volker » 14. Februar 2014 13:30

Mit einem deutschen Akzent, der manchmal für einen dänischen gehalten wird, lässt sich sehr gut leben. Der Akzent verschwindet bei den meisten Menschen nie. Königin Silvia hat nach 40 Jahren Schweden immer noch einen Akzent. Ein Akzent sagt aus, dass der Sprecher eine andere Sprache noch besser beherrscht. Also was solls?

Viel wichtiger sind eine flüssige Ausdrucksweise der gehobenen Umgangssprache und eine gutes Hörverständnis. Das alles lernt niemand in drei Wochen, sondern dauert sehr viele Jahre. Mit Sprachbegabung hat das nichts zu tun. In einem Kurs oder in der Schule können nur die Grundlagen vermittelt werden. Nur wer mit der Sprache lebt und sie in verschiedenen Situationen lebendig erlebt, kann die Sprache auch richtig lernen und situationsbedingt richtig einsetzen, ohne übersetzen zu müssen. Das sind aber Erfahrungen, welche die meisten Sprachlehrer an den Schulen noch nie gemacht haben. Sie unterrichten im Grunde alle nur das Übersetzen. Mir ist nämlich nicht bekannt, dass Sprachlehrer mindestens 5 oder 10 Jahre im Ausland gelebt haben müssen.

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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon Gottfried » 14. Februar 2014 14:05

Volker hat geschrieben:Mit einem deutschen Akzent, der manchmal für einen dänischen gehalten wird, lässt sich sehr gut leben. Der Akzent verschwindet bei den meisten Menschen nie. Königin Silvia hat nach 40 Jahren Schweden immer noch einen Akzent. Ein Akzent sagt aus, dass der Sprecher eine andere Sprache noch besser beherrscht. Also was solls?
..... Nur wer mit der Sprache lebt und sie in verschiedenen Situationen lebendig erlebt, kann die Sprache auch richtig lernen und situationsbedingt richtig einsetzen, ohne übersetzen zu müssen......

Wie wahr! :danke:
Ich habe 8 Jahre sehr intensiv schwedisch gelernt, mit kindlicher Verblüffung erfahren, das es auch Hammer-Dialekte gibt und nie mein Streben nach Perfektion aufgegeben. Ich konnte mich mit leichter :D tyska brütning verständigen, arbeiten und leben. Aber die Wortgewalt und den Sprachwitz seiner Muttersprache wird man wohl nie erreichen.
Interessant war, dass hier in Deutschland kein rapider Verfall der schwedischen Sprache seinen Lauf nahm. Das war die große Furcht: jetzt hast Du mühevoll die fremde Sprache erlernt, und dann ist sie weg. Das war, Gottseidank, nicht so. Ich kann mich immer noch fließend auf schwedisch unterhalten, bei der Grammatik (die ich nicht automatisch anwende) muss ich manchmal überlegen.Àber dass muss ich manchmal auch auf deutsch :D
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon Infosammler » 14. Februar 2014 17:58

Hej Tanja,
ich lerne auch schwedisch und schon sehr lange, kann es allerdings immer nur im Urlaub anwenden. Die ersten Tage im Urlaub habe ich immer einen Knoten in der Zunge. Es braucht Zeit.
Oft wechseln die Schweden ins Englische wenn sie merken das es nicht meine Muttersprache ist, und das merken sie schnell. Bei mir eigentlich immer sofort. Aber ich bleibe hartnäckig beim schwedischen und spreche kein Englisch. Mach dir keinen Kopf und lerne fleißig weiter.
Ein Wort schaffe ich bis heute nicht auszusprechen und das ist die Krankenschwester, sjuksköterska. Ich werde es wohl nie lernen.
Wer hat denn noch so ein Wort was nie annähernd richtig über seine Lippe kommt??
Gruß Claudia
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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon vibackup » 14. Februar 2014 19:43

disssl hat geschrieben:ich besuche seit drei Wochen einen Schwedischkurs.
Ich finde es unglaublich schwierig mit der Aussprache und habe die Befürchtung das ich das niemals lernen werde. Manche Laute finde ich sehr schwierig. Vokalbeln lernen ist hingegen nicht so das Problem.
Kann man schwedisch auch ohne großes Sprachtalent lernen? Wie sind eure Erfahrungen.

Hallo Tanja!

Ich kann dem hier Gesagten nur zustimmen.
Ich wohne seit 2002 in Schweden, lerne schwedisch seit 1988 (das ist ein bisschen mehr als drei Wochen). Eingeborene (ethnische) Schweden hören immer noch, dass ich kein Schwede bin, und ich kenne einen Dänen, der 25 Jahre hier gewohnt hat und immer noch einen Akzent hatte.
Das geht nicht wirklich weg.
Ich kann mich aber unbehindert unterhalten. Und womit ich mich schwer tue zu verstehen, damit haben auch die Schweden in meiner Umgebung in der Regel die selben Schwierigkeiten.

So es gibt Hoffnung, aber:
- nicht in drei Wochen; wenn du hier wohnst und arbeitest dann nach irgendetwas rund drei Monate.
In Deutschland länger; ich habe von 1988-2001 ungefähr so viel gelernt, wie hier im ersten Monat, und ich habe mich wirklich dahinter geklemmt. Das reichte, als ich kam, um Auge-zu-Auge-Gespräche zu führen und Gruppendiskussionen etwa eine Stunde zu folgen, auch wenn Leute einander in den Mund redeten.
Danach aber war die Konzentration zu Ende und ich verstand nur noch Gallimatias.

- nicht, wenn du den Akzent ganz loswerden willst. Ich kenne keine/n Deutschen, der/die das geschafft hat. Hier reicht die Palette von schwerem deutschen Akzent mit eingestreuten deutschen Wörtern und im Prinzip in völliger Verkennung sowohl der schwedischen Wortfolge, Satz- und Wortmelodie bis hin zu einem leichten Akzent, der der Sprache einen persönlichen Charakter gibt.
Ich habe den Eindruck, dass hier ein wenig Begabung eine Rolle spielt, aber viel auch die Persönlichkeit, vor allem die Dimension, wie genau man Sachen nimmt und wie hohe oder niedrige Anforderungen man an seine Kommunikationsfähigkeit stellt.

//M

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Re: Ich glaub das lerne ich nie...

Beitragvon stavre » 14. Februar 2014 19:50

Ein Wort schaffe ich bis heute nicht auszusprechen und das ist die Krankenschwester, sjuksköterska

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