Hoffnung nach Obama-Sieg

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Sápmi
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Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon Sápmi » 8. November 2008 10:14

Natürlich ist Obama nicht schwarz, aber eben "farbig" und somit nicht weiß. Afroamerikaner, kenianischer Vater, das reicht schon. Ich kann es schon verstehen, dass das für die farbigen Afroamerikaner ein historisches Ereignis ist. Deshalb ist nun eben erst mal großes Gejubel angesagt, völlig klar, aber das wird sich ja sicher bald legen und dann geht's an den Ernst des Lebens.
Unabhängig von seiner Herkunft oder Hautfarbe klingen Obamas Ziele für mich sehr vernünftig. Wie dann die Realität aussieht, wird sich zeigen. Es ist unbestritten, dass auch ein US-Präsident selbst mit den allerbesten Absichten gegen gewisse "Kräfte" von Wirtschaft und Politik nicht allzu viel ausrichten kann, aber immerhin hat er ja scheinbar doch sehr andere Absichten als sein Vorgänger, d.h. es wird sich (wenn er überlebt) vermutlich doch zumindest IRGENDETWAS ändern, sei es im Umgang mit internationalem Recht, oder in Fragen des Klimaschutzes, usw. Wenigstens eine tendenzielle Änderung der allgemeinen Haltung der USA.
Dies ist jedenfalls zu hoffen.
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

nysn

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon nysn » 8. November 2008 11:08

Dieser Jubel um seine Person und die Tatsache, dass er "anders" aussieht - eben etwas jünger und dunkler - hat ja auch dazu beigetragen, dass seine Botschaft, nämlich "CHANGE" - ein Wechsel für die USA - von vielen positiv aufgenommen wurde und auch zu Hoffnungen geführt hat. Das ist ja auch kein Wunder, denn in den USA waren sehr viele extrem müde auf die Politik von Hr. Bush - in dieser Hinsicht könnte man dann schon sagen, der Wunsch nach Veränderung ist Mainstream - also von den meisten so gewollt.

Man muss auch sagen, sein Aussehen hat ihm auch positiv genützt - es hat ihn schon rein äußerlich zum totalen Gegensatz zu McCain werden lassen, so dass man ihm auch dadurch schon mehr "geglaubt" hat - also die Verpackung war hier schon auch "wichtig".

Was jetzt weiter geschieht, das muss man abwarten - seine Ausgangslage ist ja nicht gerade günstig. Und man darf auch nicht vergessen - er ist in erster Linie AMERIKANER und amerikanischer Präsident, der in erster Linie AMERIKANISCHE INTERESSEN vertreten wird - und da kann es schon auch vorkommen, dass der Rest der Welt oder Teile davon sich in mancher Hinsicht auch wieder "benachteiligt" oder "nicht berücksichtigt" fühlen werden.

Deshalb möchte ich mich hier den Postings von Nordmann/André auch anschließen

Genau, er wird nicht die Politik machen die er möchte,
er ist wie alle anderen, eine Marionette und andere
ziehen am Strick.
Wie in der Augsburger Puppenkiste.


Machen wir doch uns nichts vor und nehmen mal die rosa Brille ab.

Es hat noch nie ein Land gegeben in dem die Politik von Politikern
gemacht wurde, weder in Deutschland,noch in Großbritannien geschweige
in denn USA. Es steht hinter allem die Wirtschaft, das ist Fakt.
Es sind einfach nur Reden, die, die Massen hintersich bringen sollen.
Ich denke es wird sich nicht allzuviel ändern und wenn nur zugunsten
einiger weniger.


S-nina

Hans

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon Hans » 8. November 2008 14:53

Was wird gemeint?

Dieser Jubel um seine Person und die Tatsache, dass er "anders" aussieht


Anders aussieht als ein Grossteil von Amerikanern?

Die ,die sich selber als Black People bezeichnen
und Jahrzehnte diskriminiert wurden?

Nur weil sie nicht Weiss waren?

Tja, wass soll man denn dazu sagen.

Grüsst
H :smt006 ans

Hans

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon Hans » 8. November 2008 21:14

Jetzt kommen sie aus dem Dunklen

Expressen heute:
Klaus Emmerich, Österreich, über Obama

"Vill inte att västvärlden ska styras av svart man"
Barack Obama är inte duglig som president - eftersom han är svart.
Det menar den österrikiska toppjournalisten Klaus Emmerich, 80.
- Och om du säger att det är ett rasistiskt uttalande så säger jag: det har du alldeles rätt, fortsatte Emmerich och jämförde Obama med djävulen. "

So hat man Olof Palme (ermordet) auch hingestellt.

Aus dem Dunklen wird die Peitsche hervogenommen.
KKK in der USA sagt dasselbe.

http://www.gruene.at/medien/artikel/lesen/37137/

Grüsst
H :smt006 ans

nysn

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon nysn » 8. November 2008 22:19

Expressen heute:
Klaus Emmerich, Österreich, über Obama

"Vill inte att västvärlden ska styras av svart man"
Barack Obama är inte duglig som president - eftersom han är svart.
Det menar den österrikiska toppjournalisten Klaus Emmerich, 80.


Solche Aussagen sind selbstverständlich "superdoof", "einfältig" bis "saudumm"!!

Trotzdem finde ich dass man die Hautfarbe von Hr. Obama nicht so stark thematisieren sollte - er selbst tat es ja in seinem Wahlkampf auch nicht und ist sich wohl auch bewusst darüber, dass er sich durch seinen Hintergrund nicht unbedingt zu den "diskriminierten/unterdrückten Schwarzen" in Amerika rechnen kann.

Das sehen übrigens auch andere so, hier z. B. die Stimme des schwarzen Schriftstellers und Pulitzer-Preisträgers Edward P. Jones (http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~ ... t77~cm.asp).

Noch jubeln die Massen ihrem Hoffnungsträger Obama zu, denn erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten hat ein Farbiger realistische Chancen, Präsident zu werden. „Change“ ist das Zauberwort der Afro-Amerikaner. Der Wechsel soll der schwarzen Bevölkerung auch endlich die Gleichberechtigung bringen, die Martin Luther King jr. noch als Traum beschrieben hat. Doch Edward P. Jones dämpft die hohen Erwartungen an den Kandidaten. Nüchtern stellt er fest: „Schwarze waren bisher auf der Verliererseite und werden es auch künftig sein“. Er kennt die bittere soziale Realität der Schwarzen in den USA - als Schriftsteller und aus eigener Erfahrung. Barack Obama gehört für Edward P. Jones zu den Privilegierten im Lande - gebildet, gut situiert, mit weißen Wurzeln und weit entfernt von den wirklichen Problemen der schwarzen Bevölkerung.


Auch ich wünsche ihm eine langes Leben und möge er wenigsten für eine kleine Veränderung der aktuellen Probleme der USA wirken können - ein Messias oder ein Retter wird er nicht sein können - weder schwarz, noch weiß, noch rot noch gelb und auch nicht gemischt.

Und Nomen non semper est omen - auch wenn das manche wohl gerne so hätten - "Benedictus" oder "Mubarak" der Gesegnete - wird sich wohl im Gegensatz zu seinem Namensvetter in Rom vorwiegend mit profanen Dingen beschäftigen müssen.

Inschallah - God bless him!

S-nina

Hans

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon Hans » 8. November 2008 22:37

Gefärhlich, nicht saudumm

Solche Aussagen sind selbstverständlich "superdoof", "einfältig" bis "saudumm"!!


http://www.disclose.tv/action/viewvideo ... ill_OBAMA/

Es erinnert mich an einen kleinen Mann aus Österreich.
Den hat man auch als einfältig angesehen.

Grüsst
H :smt006 ans

glada

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon glada » 9. November 2008 09:57

Na, wenn das nicht der ultimative Beweis ist...

Lasst den Mann doch erstmal seine politischen Ämter antreten und abwarten was passiert, bevor ihr hier das Ende der westlichen Kultur vorausspinnt.

Im Übrigen habe ich - bis auf in diesem Forum - nirgends nur den Ansatz solcher Vermutungen in anderen Medien gelesen.

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janaquinn
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Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon janaquinn » 11. November 2008 07:53

Guten Morgen,
ich habe die diesjährige Wahl mal ausnahmsweise nicht komplett verfolgt, bei den letzten Wahlen sassen wir vor dem Fernseher...die gesamte Nacht über...
Wir haben im Juli die Rede Obama´s Rede in Berlin per Livestream im Internet gesehen und wären spätestens da, zu überzeugten Wählern geworden, bzw. mein Mann.
Im gesamten amerikanischen Freundes-und Familienkreis sind ausschliesslich Demokraten, die auch Obama gewählt haben. Am 5.11. liefen die Leitungen heiss zwischen den USA, Deutschland und Schweden und alle, selbst die 85jährige Grossmutter meines Mannes, haben vor Freude und Erleichterung geweint.
Wir haben die letzten 8 Jahre keine USA-Reisen unternohmen, haben dieses Land und seinen "Präsidenten" boykottiert, so wie übrigens viele im Ausland lebende Amerikaner, jetzt reisen wir wieder und freuen uns auf unsere Lieben in Reno, Seattle usw.
Wir als deutsch-amerikane Familie freuen uns über den Sieg und setzen grosse Hoffnungen in unseren neuen Präsidenten. YES, WE CAN!!!!

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

glada

Re: Hoffnung nach Obama-Sieg

Beitragvon glada » 11. November 2008 12:18

Heute im Spiegel-online gelesen:

"Palin betet für eine Karriere in Washington"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 68,00.html

Lasst uns kollektiv gegen anbeten, dass das nicht passieren möge. Die Frau ist doch die geballte Inkompetenz und lässt den Sieg Obamas in einem noch größeren Glanz strahlen, weil er "das" der Welt erspart hat... :wink:

Oliver :D


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