Höhere Wahlbeteiligung

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svenska-nyheter
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Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon svenska-nyheter » 15. September 2014 10:14

Dem vorläufigen Endergebnis zufolge ist die Wahlbeteiligung bei den Wahlen vom Sonntag um gut einen Prozentpunkt auf 83,3 Prozent gestiegen.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

Petergillarsverige
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Petergillarsverige » 15. September 2014 16:45

Alle Achtung, wir sind nur auf 71,5% gekommen.
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Henrik der Wikinger
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Henrik der Wikinger » 15. September 2014 23:50

Petergillarsverige hat geschrieben:Alle Achtung, wir sind nur auf 71,5% gekommen.


Das sind ganz eindeutig 71,5 % zu viel....!! :( Und die Schweden haben es offenbar noch weniger verstanden...
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Petergillarsverige » 16. September 2014 08:57

Wer sich nicht politisch engagiert wird dadurch bestraft, dass Leute über ihn regieren, die schlechter sind.
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Rallaren » 16. September 2014 17:23

[Das sind ganz eindeutig 71,5 % zu viel....!! :( Und die Schweden haben es offenbar noch weniger verstanden...[/quote]

Es ist wohl so, dass ich Dich nicht ganz verstehe. Ich denke, eine hohe Wahlbeteiligung sagt etwas über das Demokratieverständnis der Menschen aus. Oder hab ich was falsch gelesen?

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Henrik der Wikinger
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Henrik der Wikinger » 16. September 2014 21:31

Rallaren hat geschrieben:[Das sind ganz eindeutig 71,5 % zu viel....!! :( Und die Schweden haben es offenbar noch weniger verstanden...

Es ist wohl so, dass ich Dich nicht ganz verstehe.

Dem scheint so zu sein... ;)


Rallaren hat geschrieben:Ich denke, eine hohe Wahlbeteiligung sagt etwas über das Demokratieverständnis der Menschen aus. Oder hab ich was falsch gelesen?


Ja, so haben sie es uns ins Hirn gewaschen. Es nachzubeten macht es aber nicht wahrer. :)

Eine hohe Wahlbeteiliung ist KEIN Zeichen von Demokratieverständnis, sondern ein Zeichen das die Mehrheit der Leute die Matrix DAHINTER nicht versteht und durchschaut.
Worum sollte es denn gehen in der Politik? Doch um GEMEINWOHL oder irre ich mich da?
Und jetzt nehmen wir mal das Wort Partei auseinander: PART-ei... das Wort sagt es schon: es geht um einen Part... also einen Teil und das schließt das GEMEINWOHL kategorisch logisch aus. Parteien sind nix anderes als teile und herrsche. Bunte Farbenspielchen mit denen man die Leute gegeneinander aufhetzen und ausspielen kann... gelbe gegen grüne, schwarze gegen rote, dicke gegen doofe, Frauen gegen Männer, Christen gegen Muslime, Europäer gegen Russen und viele Spaltungen mehr.

Im alten Griechenland, das ja angeblich das Vorbild unserer sog. "Demokratie" ist, waren Wahlen streng verboten... und die alten Griechen wußten auch genau warum.

Es gäbe dazu noch wesentlich mehr zu sagen, aber leider fehlt mir die Zeit dazu. Aber ALLEIN dieser Aspekt sollte eigentlich jedem einleuchten. Und wem es einleuchtet der sollte die Konsequenzen daraus ziehen und jeglichen Wahlen fernbleiben. Und wer das nicht versteht ist m.E. (bitte nicht beleidigt sein) nach gaußscher Normalverteilung rein Intellektuell wenig geeignet darüber zu entscheiden wer dafür geeignet ist uns zu "regieren". (Was ich ja an sich auch schon ablehne. Ich kann meine Meinung und Ziele immer noch am Besten selbst vertreten und verfolgen...ich brauche dazu KEINE "Vertreter" ...oder sind es vielleicht doch eher Verräter?)

Gruß vom Wikinger :smt006
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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon EuraGerhard » 17. September 2014 08:21

Henrik der Wikinger hat geschrieben:Im alten Griechenland, das ja angeblich das Vorbild unserer sog. "Demokratie" ist, waren Wahlen streng verboten... und die alten Griechen wußten auch genau warum.

Das ist falsch! Tatsächlich gab es auch in der attischen Demokratie etliche Ämter, deren Inhaber gewählt wurden. Z.B. die Archonten. Allerdings hatte nur ein sehr kleiner Teil der Einwohner überhaupt Wahlrecht, denn z.B. Frauen, Sklaven und etliche andere gesellschaftliche Gruppen waren von vornherein ausgeschlossen, so dass nur ungefähr 10-15.000 wahlberechtigte Vollbürger übrigblieben. Aufgrund dieser im Vergleich zu heutigen Staaten sehr geringen Anzahl von Wahlberechtigten waren repräsentative Elemente in der attischen Demokratie noch nicht so wichtig.

Zahlreiche andere Ämter wurden übrigens nicht per Wahl vergeben, sondern verlost! Ob jetzt eine Wahl oder ein Losverfahren besser geeignet ist, einen geeigneten Kandidaten für ein Amt zu bestimmen, darüber kann man natürlich trefflich streiten. :wink:

Zugegeben, an der heutigen Parteiendemokratie gibt es Etliches auszusetzen. Allerdings sehe ich in Staaten wie Schweden mit über 7 Millionen Wahlberechtigten, oder gar Deutschland mit fast 65 Millionen Wahlberechtigten, keinerlei Möglichkeit, sämtliche politischen Entscheidungen per direkter Demokratie zu fällen. Vielleicht ändert sich das in Zukunft mal (Stichwort: "Elektronische Demokratie"), aber derzeit sehe ich das noch nicht.

Es gibt allerdings ein meiner Meinung nach extrem wichtiges Element einer Demokratie, das heute in den meisten demokratischen Staaten ganz gut funktioniert: Nämlich die Möglichkeit, eine amtierende Regierung gegen deren Willen abzuwählen! Genau das ist nun in Schweden einmal wieder geschehen.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach kann sich ein Staat erst dann wirklich demokratisch nennen, wenn genau dies nicht nur möglich ist, sondern auch mindestens einmal in der Praxis geschehen ist. Nicht zuletzt deswegen nehme ich aus voller Überzeugung an jeder Wahl teil, zu der ich berechtigt bin.

MfG
Gerhard

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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon knut245 » 17. September 2014 09:12

Henrik der Wikinger hat geschrieben:*Geschwurbel*


Du meine Güte.

1. Treten sämtliche Parteien (vordergründig) durchaus für das Gemeinwohl ein. Jede mit dem Konzept, das ihrer Meinung nach am besten dafür geeignet ist. Die Konzepte, die dem zugrundeliegen, sind allerdings von der theoretischen Grundlage her ausgesprochen unterschiedlich. Was in der Praxis daraus wird, ist eine andere Sache, und nicht wenige, die mit Idealismus in die Wahlkämpfe ziehen, werden durch Ämter und Einfluss korrumpiert. Aber das ist keine Frage des Systems der parlamentarischen Demokratie.

2. Wenn jeder seine Interessen selber in die Hand nimmt, wird es ein Hauen und Stechen geben, wie es immer der Fall war und ist, wenn es einer Gesellschaft nicht gelingt, sich auf bestimmte Umgangsformen zu verständigen. Dann gilt einfach das Recht des Stärkeren und es gibt keine Instanz, die allgemeingültige Leitplanken ziehen kann. Wenn ausgerechnet Du der Stärkste sein solltest, kannst Du Deine Interessen durchaus durchsetzen. Ob das dann mehr zum Gemeinwohl beiträgt als das bisherige System, darf wohl bezweifelt werden.

3. Wenn, wie Du es willst, niemand zur Wahl geht, wird der Eine, der dann doch geht (und wenn es der Spitzenkandidat selbst ist), 100% der abgegebenen Stimmen erhalten. Das ist dann eine Art Monarchie und wir sind wieder bei 2. Geben weitere Personen aus deren Umfeld ihre Stimmen auch noch ab, wirds nicht besser. Erst wenn möglichst viele auch abweichende Mandate in der Urne landen, wird ein Gesamtbild daraus. Und ich denke mal, an dem Grundsatz, dass jeder Mensch gleichermaßen stimmberechtigt ist, sollten wir nicht rütteln. Sonst hätten wir den Feudalismus auch behalten können. Wobei Du

4. ja doch für eine Art Elitenherrschaft einzutreten scheinst, wenn Du Leuten, die Deiner Einschätzung nach
Henrik der Wikinger hat geschrieben:rein Intellektuell wenig geeignet

sind, das Stimmrecht verweigern willst. Das muss ich nicht weiter kommentieren, das disqualifiziert sich von selbst.
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon HeikeBlekinge » 17. September 2014 09:35

:danke: Knut, dass du dir die Muehe gemacht hast.
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

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Re: Höhere Wahlbeteiligung

Beitragvon Petergillarsverige » 17. September 2014 14:01

Demokratie ist bestimmt nicht das Paradies auf Erden, aber doch immerhin die am wenigsten schlechte aller Staatsformen.
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!


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