Hobbyauswanderer

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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Matti
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Hobbyauswanderer

Beitragvon Matti » 27. November 2008 19:31

Hallo zusammen,

muss das einfach mal schreiben.

ich wuerde mal ganz klar trennen- ich war in Schweden im Urlaub- und ich will hier leben und arbeiten.
Das sind zwei Grundverschiedene Sachen.

Das Wasser ist so blau, die Wälder sind so gruen, die Ruhe ist so herrlich- das alles gibt es auch im Schwarzwald, im Bayrischen Wald, in der Sächsischen Schweiz- wäre also auch eine Alternative, und man kann sogar deutsch sprechen und wir auch noch verstanden.
Die Leute sind alle so nett und mit meinen drei schwedischen Brocken hab ich schon ganz schön viel erreicht...und wenn das schwedisch versagt, es sprechen ja fast alle Englisch...und sogar etwas deutsch- ja klar strengen sich die Leute in den Touristebgebieten an- die wollen ja auch Geld verdienen damit. und nächstes Jahr nochmal...
Es werden ja nicht die Gesetze der Wirtschaft ausgehebelt, nur weil man 1500 km nördlich fährt.
Aber was ist dann, wenn Du hier arbeiten willst, leben willst, Deinen Alltag auf die Reihe bekommen musst?
Das kann sich auch alles schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn es die ersten Probleme gibt, dann versteht plötzlich keiner mehr Englisch, und mit drei Sätzen in schwedisch sind die Grenzen ebenfalls schnell erreicht.
Spreche da auch aus Erfahrung, und jeder, der hier lebt, ( wuerde ich fast behaupten) kann mir da auch Recht geben.
Ich möchte hier keine Angst davor machen, nach Schweden zu gehen, aber wenn ich so manche Fragen hier in diesem Forum lesen, dann denke ich, wenn manche das schon in Deutschland nicht auf die Reihe bekommen, was soll dann in einem anderen Land besser werden?
Viele Fragen sind mit zwei Mausklicks oft beantwortet- wenn man sich Gedanken macht darueber.
Die meisten hier haben Verantwortung fuer eine Familie und wollen dann mal schnell in Schweden probieren, ob das nicht besser funktioniert als in Deutschland.
In Schweden bekommst Du auch nichts geschenkt, musst ebenfalls arbeiten fuer Dein Geld, und die angespannte Situation der Finanzmärkte macht es im Moment nicht unbedingt leichter, das spuert man auch in Schweden.
Sicher kann man in so einem Forum nuetzliche Hinweise und viele gute Tips bekommen, die den Start unheimlich erleichtern, aber man sollte doch erst mit eigenen Mittel versuchen, eifacherer Dinge zu klären- weil, wenn man dann in Schweden- oder irgenwo anders ist- und keine Antworten bekommt- es muss ja trotzdem weitergehen und dann lebt - oder überlebt- man nur von Eigeninitiative.

So, und nun könnt Ihr mich steinigen.....aber das ist meine Meinung

Gruss Matti

Kissemizz
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Kissemizz » 27. November 2008 19:41

Für die Aussage wirst allenfalls 100%ige Zustimmung bekommen, lol.

Tja, aber das sind eben die Hindernisse, die sich auftun, wenn man sich entscheidet ins Ausland zu gehen. Die hat ein Franzose, wenn er nach England geht, ein Pole, der nach Österreich will und ebenso der Deutsch, den es nach Schweden verschlägt.

Aber ich seh das genauso, man sollte sich dieser Probleme bewusst sein. Naivität und Blindheit bitte vor dem Auswandern ablegen. hehe :wink:

Litelisa
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Litelisa » 27. November 2008 20:08

Hallo,

ich bin der Meinung, dass so ein Forum genau der richtige Ort ist - wenn nicht hier, wo dann - um erste Fragen zu stellen. Oft ist es wichtig ein Feedback auf eine Idee zu bekommen um eine konkrete Entscheidung zu treffen!!

Wo, wenn nicht hier, bekomme ich auf so unterschiedliche Fragen so unterschiedliche Meinungen??

Für mich ist das Forum ein Club gleichgesinnter bzw. gleichinteressierter auf einem mehr oder weniger hohen Wissenslevel, an die ich mich vertrauensvoll wenden kann. Hier erwarte ich zumindest eine freundliche, sachliche Antwort und kein abgenervtes "guck wo du deine Infos findest" oder "du musst auch mal richtig suchen" oder sonstige "kluge" Sprüche.

Ob alt oder jung - hier - und das ist meine Meinung - hat jeder das Recht Fragen zu stellen und zumindest repektvolle Antworten zu bekommen.

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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Aelve » 27. November 2008 20:17

Hallo,

genauso ist es. Bei jeder Veränderung muß man sich sagen, danach ist auch nicht alles Gold was glänzt. Wenn ich meinen Arbeitgeber wechsel ist es genauso, wie wenn ich in Deutschland in ein anderes Bundesland ziehe. Wenn ich mit guten Freunden breche, weil die neuen Bekannten anfangs interessanter sind. Es gilt für alle Lebenslagen. Entweder habe ich mich gut informiert über Vor- sowie Nachteile oder ich wandere auf blauen Dunst aus und merke spätestens am Einwandererort, dass es dort auch nicht alles 100 % optimal ist.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der nicht weiß, dass er sich auf ein Wagnis einläßt, wenn er sich verändert. Auch im Beruf kann man sehr reinfallen und vom Regen in die Traufe kommen, nur weil man vorher mit einem Kollegen Streß hatte und glaubt, das wird in der neuen Firma besser.
Es bringt nichts, wenn man immer zurückschaut. Ehrlich gesagt, ich habe noch nie eine Entscheidung, die ich getroffen habe für eine Veränderung, bereut. Weder beim Arbeitsplatzwechsel noch sonstwo.
Wenn ich auswandere, dann ist das so gut durchdacht, dass ich davon überzeugt bin und das traue ich auch den meisten hier im Forum zu. Und wenn man später wirklich sagt, dass es nicht so toll ist, wie vorher gedacht, dann wird man auch damit leben können.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon janaquinn » 27. November 2008 20:31

Hej Matti,
gesteinigt wird hier keiner, solange er seine Meinung offen, klar und im Rahmen der Nettigkette sagt. Sollte man mal über die Strenge schlagen wollen, dafür haben wir unsere "Trollwiese", dort kann gemeckert und geschimpft werden soviel man will.... der Admin. und wir Mods. schauen dort weniger rein bzw. mischen uns dort nicht ein.

Aber nun zum eigentlichen Thema.
Natürlich kann man viele viele Info´s durch die Suchfunktion finden, weil 99,9% der Fragen bereits gestellt und beantwortet worden. Aber es geht ja hier im Forum nicht nur darum, sondern auch um das normale Austauschen von Erfahrungen, neueste Info´s zu einem bestimmten Ort, Hilfestellungen bei kleineren oder grösseren Problemen und man kann hier auch Freunde finden.
Unser Schwedentor ist ein sehr aktives Forum, wir treffen uns regelmässig, mal im privaten Rahmen und mal auf offiziellen Forentreffen, die immer wieder toll und voller Lachen sind.
Unsere Mitglieder sind eine eingeschworene Gemeinschaft, eine grosse Familie die sich gegenseitig immer wieder hilft. Und genau das macht unser Schwedentor wirklich einzigartig und wunderbar.
Es macht mir Spass anderen Foris zu helfen, manchmal über´s Netz und manchmal auch im reelen Leben. Ich weiss, ich habe hier Menschen, die mir zuhören, wenn ich mal die Nase voll habe von gewissen Sachen, ob sie jetzt mit Schweden zu tun haben oder eben auch nicht.

Und wenn meine persönlichen Erfahrungen, auch wenn man sie nicht 1:1 übertragen kann, weil die Situation etwas anders ist, helfen kann....warum denn nicht.


LG JANA
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Matti » 27. November 2008 20:34

[quote="Litelisa"]Hallo,

ich bin der Meinung, dass so ein Forum genau der richtige Ort ist - wenn nicht hier, wo dann - um erste Fragen zu stellen. Oft ist es wichtig ein Feedback auf eine Idee zu bekommen um eine konkrete Entscheidung zu treffen!!

Wo, wenn nicht hier, bekomme ich auf so unterschiedliche Fragen so unterschiedliche Meinungen??

Für mich ist das Forum ein Club gleichgesinnter bzw. gleichinteressierter auf einem mehr oder weniger hohen Wissenslevel, an die ich mich vertrauensvoll wenden kann. Hier erwarte ich zumindest eine freundliche, sachliche Antwort und kein abgenervtes "guck wo du deine Infos findest" oder "du musst auch mal richtig suchen" oder sonstige "kluge" Sprüche.

Ob alt oder jung - hier - und das ist meine Meinung - hat jeder das Recht Fragen zu stellen und zumindest repektvolle Antworten zu bekommen.

ANTWORT


Nichts für ungut

ein Feedback auf den Plan, sein Leben komplett umzustelllen, in einem anderen Land, mit einer anderen Sprache, mit anderen Gepflogenheiten, wo man niemanden kennt....

und das mit Antworten aus einem Forum...nee, is klar.

noch Bremen, danach kommt "Schlaraffenland" oder???

Vernuenftige Fragen, wo man auf einen gewissen hintergrund schliessen kann- ok, sehr gern.

WischiWaschi- nein.


Matti

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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Litelisa » 27. November 2008 20:38

Hej Matti,

bitte richtig lesen um zu antworten :smt056

Aus dem Vorort vom Schlaraffenland
Lisa

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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon Matti » 27. November 2008 20:43

was habe ich falsch verstanden?

blueII
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon blueII » 27. November 2008 20:45

@ Jana und Litelisa

Ich glaube ihr habt Matti´s Aussage falsch interpretiert.
Er zielt auf eine bestimmte Frager-Gruppe und nicht den allgemeinen Erfahrungsaustausch.

Also, ich denke ich verstehe was Matti meint und schließe mich dem vollkommen an.
Manche Blauäugigkeit geparrt mit totalem Unwissen ist schon erschreckend.
Wenn ich irgendwo schreibe "ich wandere aus.." setze ich voraus dass man sich schon mal eingehend mit Schweden beschäftigt hat bzw mindestens mit den Einwanderungsbedingungen (behördlich). Solche Dinge sind nun wirklich einfacher und verbindlicher!! in Erfahrung zu bringen.

LG
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Re: Hobbyauswanderer

Beitragvon janaquinn » 27. November 2008 20:55

Hej Heike,
ich denke auch, dass ich mich vielleicht falsch ausgedrückt habe...fahre gerade zweigleissig, weil ich in meinem Blog schreibe :oops: :oops: .

Also: In meinen Augen gibt es wahrlich nichts schlimmeres, als blauäugig in ein anderes Land auszuwandern, egal in welches. Viele Info´s kann man einfach nur bei den richtigen Stellen bekommen, dem Raphaelswerk zum Beispiel oder auch bei den Botschaften bzw. Konsulaten der dementsprechenden Länder.
Wer sich einzig auf die tollen Bilder aus den einschlägigen Dokus verlässt....naja, der ist verlassen.

Stellt man die richtigen Fragen, zu dem jemand aus einem Forum die richtige und vorallem qualifizierte Antwort hat, ist es wunderbar. Ansonsten sollte man sich ausschliesslich an die offiziellen Stellen wenden.

Und um es noch mal klar zu sagen: Wer in Deutschland frustriert mit seinem Leben ist, der wird auch im Garten Eden frustriert sein. Denn er nimmt sein Leben mit, ein Mensch kann sich nicht häuten wie eine Schlange, in der Hoffnung ein neuer Mensch zu werden.
Schweden, Dänemark, Australien oder welches Land auch immer, ist KEIN Allerheilmittel für persönliche Probleme, ganz im Gegenteil, die können im Ausland ins unermessliche wachsen.
Für eine Auswanderung muss man mehr machen als nur das Land zu wechseln, man muss sich mit sich selbst ausseinandersetzen können, gewillt sein Frust, Ablehnung, Probleme und Einsamkeit hin nehmen zu können.
Wenn man diese Stärke allerdings in Deutschland schon nicht hat, sollte man eine Auswanderung erst garnicht oder zumindest nicht so schnell in Angriff nehmen.


LG JANA, wieder am bloggen :smt006
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