Hilferuf

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Denise Müller denisefrant

Hilferuf

Beitragvon Denise Müller denisefrant » 20. November 2003 19:38

Hallo Zusammen!<br>Bin durch langes Suchen auf dieses Forum gestoßen.<br>Ich habe mich auch ein bißchen durchgelesen, aber meine Fragen beantworten sich dadurch nicht alle.<br>Mein Mann hat mir vorgeschlagen, in den nächsten paar Jahren nach Schweden auszuwandern. Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt. Doch kenne ich Schweden nur aus dem Fernsehen (Michel aus Lönneberga) und aus diversen Henning Mankell Romanen. Natürlich haben wir vor erst ein paarmal dort Urlaub zu machen. Aber irgendwie beunruhigt mich das doch alles. Wer kann mir von seinen Erfahrungen erzählen? Positives und Negatives!<br>Wir würden gerne in einem Haus auf dem Land leben, wegen unserer Tiere usw.<br>Wo bekommt man denn am besten Info´s, wie man dieses <br>" Auswandern" plant,woran man alles denken muß etc.<br>Vielen Dank an alle, die mir antworten.<br>Gruß Denise

Michael_Andresen

Re: Hilferuf

Beitragvon Michael_Andresen » 25. November 2003 20:58

Hej Denise!<p>Wir wohnen seit jetzt 1 1/2 Jahren in Norrköping/Schweden und kommen aus Deutschland. Ein paar Erfahrungen (vor allem formale Sachen) habe ich in der URL unten zusammengefasst, allerdings in erster Linie an Aerzte gerichtet (und da ist der Run wohl aufgrund der zunehmenden finanziellen Probleme der schwedischen Bundeslaender (landstingen) vorbnei...<br>Evtl. setze ich mich jetzt demnaechst noch mal ran und fasse die abweichendsten Gesetze etwas zusammen, aber dazu brauche ich Zeit...<p>Zu dem nicht so formalen:<br>Du wirst vermutlich Menschen begegnen, die sehr freundlich sind, die hoeflicher sind, als Du es von D gewohnt sind, die aber auch sehr darauf bedacht sind, Konflikte nicht direkt auszutragen und denen man leicht oberflaechlich nahe kommt; eine richtige Freundschaft baut sich aber (zumindest fuer mich und die Deutschen, die ich hier kenne) schwerer auf als in D, weil die Art der Schweden, zu kommunizieren, sehr viel "zwischen-den-Zeilen-lesen" voraussetzt, was wir nicht gewohnt sind.<br>Das ist in Skåne weniger ausgepraegt als in Stockholm, ueberhaupt ist Skåne mehr "kontinent" als der Rest Schwedens.<br>In Nordschweden war ich noch nicht, weiss ich also nicht. Allerdings hoert man von dort mehr eindeutige Stimmen von den dort wohnenden Deutschen; entweder geht es ihnen gut, oder sie halten die Dunkelheit im Winter nicht aus.<br>Natuerlich gibt es vieles zu berichten; die Sprache kann man in drei Monaten so gut lernen, dass man sich unbehindert auch in komplizierteren Zusammenhaengen ausdruecken kann, wenn man sich in die Gesellschaft hineinbegibt und sich nicht verkriecht.<br>Das Wunderland ist Schweden nicht, und die medizinische Versorgung ist fast ausschliesslich staatlich; dieses System hat gerade heftige Schlagseite und entspricht absolut _nicht_ dem Ideal, das man in Deutschland von dem System hat.<br>Letztens hoerte ich in meiner (deutschen) Heimatstadt, dass eine gewisse Form intensiver Kontrolle von Kinderkrankheiten ein "schwedisches Modell" sei; so etwas stoesst hier sauer auf, wenn man Patienten mit schweren Krankheiten erlebt, die Monate auf eine adaequate Behandlung warten muessen, weil Ressourcen fehlen und die vorhandenen nicht adaequat verwendet werden.<br>In Schweden (angeblich gilt das nicht fuer Nordschweden, diese Einschaetzung stammt aber von Mittelschweden) wird gerne und viel geredet, jeder muss an allen Entscheidungen teilhaben und darf etwas dazu sagen, auch dann, wenn es nicht zum Thema gehoert.<br>Gemacht wird dann etwas ganz anderes, zumeist wird gruendlich umorganisiert, dvs. das Klo kommt in die Kueche und umgekehrt. In zehn Jahren wird das ganze dann zurueckgedreht.<br>So, soweit meine etwas bissige Beschreibung; dennoch kann man hier gut leben, wenn man weiss, dass man nicht ins Paradies, sondern in ein real existierendes Land kommt, das gerade eine Identitaetskrise durchmacht; eventuell ist das Schweden in zehn Jahren ganz anders und nichts oder nicht mehr viel von dem trifft zu, was uich hier schreibe.<br>Viel erfolg, meldet Euch mal, wenn ihr ankommt,<p>//M<br>

Malin

Re: Hilferuf

Beitragvon Malin » 3. Dezember 2003 16:49

Hej!<p>Also, habe mir Euren Hilferuf und auch die Antwort von Michael durchgelesen. Bin in Stockholm geboren, habe aber 21 Jahre in Bremen gelebt und bin seit 7 Jahren wieder zurück in Schweden.<br>Ich finde Ihr solltet Euch selber eine Meinung über Schweden und vor allem über die Schweden bilden. Kommt am besten selber her. Ein paarmal, in verschiedenen Gegenden, zu verschiedenen Jahreszeiten, bevor Ihr Euch entscheidet. Der einzige Rat den ich Euch geben kann, ist der, dass Ihr daran denkt, dass Ihr nicht zu weit entfernt von Eurer Heimat in Deutschland zieht. Wohnt ihr in Umeå und seit aus München ist es vielleicht schwieriger für Euch und Besucher hin- und herzureisen.<br>Lycka till!<br>Malin

Gast

Re: Hilferuf

Beitragvon Gast » 16. Februar 2004 10:51

im Schwedenclub Smaland gibt's Kontake nach Schweden:<br>http://de.groups.yahoo.com/group/schwedenclubsmaland/<p>Mvh<br>Peter<br>

Dr.Wolf Reith wolf.reith@

lieber Herr Andresen,ich fand Ihre deutsche Anschrift unter

Beitragvon Dr.Wolf Reith wolf.reith@ » 7. Juni 2004 18:00

: Hej Denise!: Wir wohnen seit jetzt 1 1/2 Jahren in Norrköping/Schweden und kommen aus Deutschland. Ein paar Erfahrungen (vor allem formale Sachen) habe ich in der URL unten zusammengefasst, allerdings in erster Linie an Aerzte gerichtet (und da ist der Run wohl aufgrund der zunehmenden finanziellen Probleme der schwedischen Bundeslaender (landstingen) vorbnei...<br>: Evtl. setze ich mich jetzt demnaechst noch mal ran und fasse die abweichendsten Gesetze etwas zusammen, aber dazu brauche ich Zeit...<p>: Zu dem nicht so formalen:<br>: Du wirst vermutlich Menschen begegnen, die sehr freundlich sind, die hoeflicher sind, als Du es von D gewohnt sind, die aber auch sehr darauf bedacht sind, Konflikte nicht direkt auszutragen und denen man leicht oberflaechlich nahe kommt; eine richtige Freundschaft baut sich aber (zumindest fuer mich und die Deutschen, die ich hier kenne) schwerer auf als in D, weil die Art der Schweden, zu kommunizieren, sehr viel "zwischen-den-Zeilen-lesen" voraussetzt, was wir nicht gewohnt sind.<br>: Das ist in Skåne weniger ausgepraegt als in Stockholm, ueberhaupt ist Skåne mehr "kontinent" als der Rest Schwedens.<br>: In Nordschweden war ich noch nicht, weiss ich also nicht. Allerdings hoert man von dort mehr eindeutige Stimmen von den dort wohnenden Deutschen; entweder geht es ihnen gut, oder sie halten die Dunkelheit im Winter nicht aus.<br>: Natuerlich gibt es vieles zu berichten; die Sprache kann man in drei Monaten so gut lernen, dass man sich unbehindert auch in komplizierteren Zusammenhaengen ausdruecken kann, wenn man sich in die Gesellschaft hineinbegibt und sich nicht verkriecht.<br>: Das Wunderland ist Schweden nicht, und die medizinische Versorgung ist fast ausschliesslich staatlich; dieses System hat gerade heftige Schlagseite und entspricht absolut _nicht_ dem Ideal, das man in Deutschland von dem System hat.<br>: Letztens hoerte ich in meiner (deutschen) Heimatstadt, dass eine gewisse Form intensiver Kontrolle von Kinderkrankheiten ein "schwedisches Modell" sei; so etwas stoesst hier sauer auf, wenn man Patienten mit schweren Krankheiten erlebt, die Monate auf eine adaequate Behandlung warten muessen, weil Ressourcen fehlen und die vorhandenen nicht adaequat verwendet werden.<br>: In Schweden (angeblich gilt das nicht fuer Nordschweden, diese Einschaetzung stammt aber von Mittelschweden) wird gerne und viel geredet, jeder muss an allen Entscheidungen teilhaben und darf etwas dazu sagen, auch dann, wenn es nicht zum Thema gehoert.<br>: Gemacht wird dann etwas ganz anderes, zumeist wird gruendlich umorganisiert, dvs. das Klo kommt in die Kueche und umgekehrt. In zehn Jahren wird das ganze dann zurueckgedreht.<br>: So, soweit meine etwas bissige Beschreibung; dennoch kann man hier gut leben, wenn man weiss, dass man nicht ins Paradies, sondern in ein real existierendes Land kommt, das gerade eine Identitaetskrise durchmacht; eventuell ist das Schweden in zehn Jahren ganz anders und nichts oder nicht mehr viel von dem trifft zu, was uich hier schreibe.<br>: Viel erfolg, meldet Euch mal, wenn ihr ankommt,<p>: //M<p>

Michael_Andresen

Re: Müllverbrennungsanlage in N.

Beitragvon Michael_Andresen » 13. Juni 2004 20:00

: Muellverbrennungsanlage<p>Dies hier kann interessant sein:<br>http://www.nyteknik.se/art/26829<p>Fiskeby liegt im Westen der Stadt, ein bisschen ausserhalb, Händelö ist eine Insel im Motala ström, dort wo dieser in den Braviken mündet.<br>Habe leider im Netz keine Karte gefunden, die beide Standorte zeigt und kann aus eigener Kenntnis nicht so viel dazu sagen (hab mich nicht sooo dafuer interessiert)<br>Aber nu Butter bei die Fische, wie man in Sueddeutschland sagt:<br>was ist der Anlass der Frage?<p>Gruessse in die alte Heimat (S-H)<p>//M<br>


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