Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie in D?

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MilliVanilli
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Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie in D?

Beitragvon MilliVanilli » 27. November 2014 18:34

Hallo Schweden-Freunde,

leider schreibe ich hier aus der Not heraus, von daher möchte ich mich kurzfassen:

Es geht um einen Freund von mir - er ist ein Schwede aus Stockholm und leidet schon seit sehr langer Zeit unter schwersten Depressionen. In den letzten Wochen hatte er ständig ernsthafte Selbstmordgedanken, und jetzt gerade ist es wieder so weit, nur ist es schlimmer als sonst, er verliert den Verstand. Mache mir furchtbar Sorgen.

Ich versuche so gut es geht ihn aus der Ferne aufzubauen und ihm Lösungen aufzuzeigen. Leider ist er so durch den Wind, dass er zu keinen klaren Gedanken mehr fähig ist. Ich habe ihm stark geraten ins nächste Krankenhaus zu gehen und denen seine Selbstmordgedanken mitzuteilen, damit sie ihn aufnehmen und helfen können. Er wird erst nächstes Jahr volljährig und lebt noch bei seiner Mutter - sein familiäres Umfeld macht ihm sehr zu schaffen, auch privat läuft es eher schlecht. Ich denke ein längerer Aufenthalt in einer Klinik wäre für ihn das Beste. Leider hat er starke Ängste ins KH zu gehen ohne zu wissen "was genau passieren wird". Er hat große Panik davor für ein paar Stunden aufgenommen zu werden um dann nach kurzer Zeit wieder sich selbst überlassen zu werden.

Von daher die Frage an euch: Wer hat Erfahrungen bzw. kann mir sagen, wie das psychiatrische System in Schweden funktioniert. Ich kenne es aus Deutschland so (laut Erzählungen von Bekannten), dass man bei akuter Suizid-Gefahr entweder ins KH geht oder gleich zur Psychiatrischen Klinik. Dort wird man akut behandelt sowie untersucht und dann wird in Absprache mit dem Patienten entschieden, wie lange man stationär behandelt wird. Ein stationärer Aufenthalt von mehreren Wochen oder Monaten ist hier nicht unüblich.

Wie sieht es in Schweden aus? Wäre über jede Erfahrung / jedes Wissen mehr als dankbar. Insbesondere der Raum Stockholm ist von großem Interesse.

Zur Info: Ich lerne erst noch Schwedisch und es hat den ganzen Abend nicht ausgereicht um es via Google Translate zu ergooglen. Worauf ich schon gestoßen bin ist BUP, eine Krisenanlaufstelle für Kinder- und Jugendliche. die Option mitgeteilt, da hat sich herausgestellt, dass er mit denen auch schon Erfahrungen hat, und zwar leider keine positiven. Zum einen fühlte er sich nicht ernst genommen, zum anderen werden die Eltern miteinbezogen, was in seinem Fall kritisch ist - das Verständnis dafür war seitens BUP nicht da. Ich weiss, das ist alles sehr heikel. Zurück zur Frage: Kennt sich jemand mit stationären Aufenthalten in Schweden aus?

Wir wissen beide, dass ihm zur Not akut geholfen wird (mit Medikamenten und Beobachtung), dabei geht es hier bei meiner Frage nicht. Es geht darum, dass er keinen Sinn mehr im Leben sieht und es beenden will, weil ihm alles zur Last fällt. Er muss also gesund werden, damit er sein Leben ändern kann. Wenn er zum Beispiel wüsste, dass ihm mal eben "geholfen" wird, nur damit er nach wenigen Tagen wieder entlassen wird, dann wird er diesen Schritt der Hilfe-Suche nämlich gar nicht erst wagen (denn dazu gehört viel Mut, seinen Suizid-Wunsch zu benennen), weil seine Probleme so massiv sind, dass ihm ein kurzer Aufenthalt nichts bringen würde. Ich möchte ihn überzeugen es trotzdem zu versuchen, und das ginge am besten wenn ich seine Unsicherheiten, was genau bei so einem Schritt passieren wird, beseitigt werden.

Wie genau geht so eine (Selbst-)Einweisung in die Nervenklinik in Schweden von statten? Gibt es Unterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen? Tut mir echt leid, ich versuche es die ganze Zeit selbst zu ergoogeln aber mein Schwedisch reicht nicht aus und er selbst ist nicht in der Verfassung.

Bin für jede Hilfe mehr als dankbar, denn ich möchte ihn zu dem Schritt mit allen Mitteln überzeugen.

LG

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon vibackup » 27. November 2014 19:45

MilliVanilli hat geschrieben:Von daher die Frage an euch: Wer hat Erfahrungen bzw. kann mir sagen, wie das psychiatrische System in Schweden funktioniert.


Ungefähr wie in Deutschland, mit dem Unterschied, dass das System hier stark unterfinanziert und unterbemannt ist. Allerdings ist in dieser Beziehung Stockholm die beste Stelle, das im Gegensatz zum restlichen Land in etwa auf europäischem Niveau liegt, was die psychiatrische Versorgung betrifft.

MilliVanilli hat geschrieben:Wie sieht es in Schweden aus? Wäre über jede Erfahrung / jedes Wissen mehr als dankbar. Insbesondere der Raum Stockholm ist von großem Interesse.
[...]
Worauf ich schon gestoßen bin ist BUP...


BUP ist die Abkürzung für die zuständige Fachrichtung, nämlich die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

MilliVanilli hat geschrieben:Er muss also gesund werden, damit er sein Leben ändern kann. Wenn er zum Beispiel wüsste, dass ihm mal eben "geholfen" wird, nur damit er nach wenigen Tagen wieder entlassen wird, dann wird er diesen Schritt der Hilfe-Suche nämlich gar nicht erst wagen


Versuch, auf ihn einzuwirken, dass er in jedem Fall hingeht. Denn nur eines ist sicher: wenn er nicht hingeht, kriegt er keine Hilfe.

MilliVanilli hat geschrieben:Wie genau geht so eine (Selbst-)Einweisung in die Nervenklinik in Schweden von statten? Gibt es Unterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen?

Nun bin ich schon eine Zeit lang aus Deutschland weg, aber ich vermute, genau so, wie in Deutschland: man geht hin, je nach Zustand entweder in die Akutaufnahme der jeweiligen Klinik, oder in eine normale öppenvårdsmottagning, und berichtet, dass und warum man Hilfe braucht.
Natürlich kann einem weder in D noch in S im Voraus garantiert werden, dass man auf kluge, verständnisvolle Schwestern, Sozialarbeiter, Ärzte etc. trifft, aber dass man keine Hilfe bekommt, wenn man nicht hingeht, das dagegen ist sicher.
Wenn er Selbstmordgedanken hat, dann ist es wichtig, dass er das erzählt. Wenn er das nicht tut, dann weiß es das Gegenüber nicht, denn Gedankenlesen geht nicht ein in die Ausbildung von Psychiatern.

Der Unterschied zwischen Jugendlichen und Erwachsenen ist, das für Jugendliche in der Regel entweder die BUP oder eine spezielle Einrichtung (unga vuxna, junge Erwachsene) zuständig ist, und dass man oft etwas zurückhaltender mit Antidepressiva ist, weil die Evidenzlage vor allem für Kinder schlechter ist, man weiß also tw, dass gewisse Präparate nicht helfen, oder dass der Effekt kleiner ist.
Kann er mit seinen Eltern reden? Auch wenn es da Probleme gibt, kann einer von beiden ihm helfen? Oder hat er einen guten Freund, der ihn begleitet, und ihn, wenn er kneifen will, hilft, weiterzugehen?

Akutaufnahmen gibt es in Stockholm an diesen Stellen:
http://cebro.se/?q=node/20
https://mapsengine.google.com/map/viewe ... -igiOr5T04
http://psykiatrinsodra.se/mottagningare ... kholm.html (Tideliusgatan 22, 1 tr, Grindhuset, 118 95 Stockholm )
http://www.1177.se/Stockholm/Hitta-vard ... ngsholmen/ (Vårdvägen 5, S:t Görans sjukhus)
Mottagningar für unga vuxna:
http://www.psykiatrinsodra.se.space2u.c ... -MOFU.html

Hoffe das hilft?

//M

MilliVanilli
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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon MilliVanilli » 27. November 2014 20:12

Vielen lieben Dank, insbesondere für die Links! Einige davon kenne ich nicht. Das hilft echt weiter.

Mir wäre es wichtig zu genau zu wissen, dass es in Schweden so läuft wie in D. Vielleicht kennt sich noch jmd. etwas besser aus bzw. weiss genau, wie so eine Einweisung genau abläuft.

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon meckpommbi » 28. November 2014 00:39

es ist vieleicht leichter wenn du ihn ueberreden koenntest die bei der telefonnummer
08-123 492 00
fuer akkut anzurufen und dort sich beraten zu lassen

sollte dies alles nichts bringen dann kannst du auch versuchen in englisch die dortigen stellen auf deinen freund aufmerksam zu machen

also ich kann dir aus eigener erfahrung sagen nachdem ich am telefon einer therapeutin akkut selbstmordgefaehrdet vorkam hat sie die polizei geschickt die dann so lange auf mich einredeten bis ich mitgefahren bin in die akkuten
ich bin allerdings schon etwas aelter aber ich denke sie wuerden auch deine meldung ernst nemen
gruss Birgit

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon vibackup » 28. November 2014 20:35

MilliVanilli hat geschrieben:Mir wäre es wichtig zu genau zu wissen, dass es in Schweden so läuft wie in D. Vielleicht kennt sich noch jmd. etwas besser aus bzw. weiss genau, wie so eine Einweisung genau abläuft.

Da jede Situation und jeder Patient anders ist, weiß das im Vornherein niemand so genau.
Oft wird man von der Schwester entgegengenommen, die die wichtigsten Daten abfragt und - jedenfalls bei uns - eine Selbstmordskala abfragt, wenn der Verdacht besteht.
Erreicht man hinreichend viele Punkte, veranlasst das den diensthabenden Arzt, eine strukturierte (dh mit Hilfe einer Frageliste) solche Beurteilung durchzuführen. Was dann geschieht ist aber sehr von der Beurteilung des Dienstarztes abhängig. Aber OBS: das ist die Beschreibung, wie es in Örebro abläuft, die Routinen im St Göran kenne ich nicht.
Die von Meckpommbi genannte Telefonnummer ist die Nummer des länsakuten.
Der Tip ist nicht so schlecht, wenn es denn wirklich so lang gegangen ist, dass die Polizei eingeschaltet werden muss. Die hat tatsächlich das Recht, jemanden in die Psychiatrische Klinik zu bringen, notfalls auch gegen seinen Willen (§47 LPT). Und natürlich kann jeder die Polizei zu Hilfe rufen, auch die länsakuten. Aber eben auch jeder andere; in der Psychiatrie ist man daher damit etwas zurückhaltend, weil man ja nie die Situation kennt, und es eben genauso gut jemand sein kann, der dem Betroffenen etwas Böses will (und daher aus gutem Grund die Polizei nicht selber anruft). Und dafür will man sich nicht gerne instrumentalisieren lassen. Aber wie gesagt: vieles hängt davon ab, wie man die Situation einschätzt.

//M

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon HeikeBlekinge » 29. November 2014 22:23

Gestern Abend habe ich mit meinem kleinen Nexus-dingsda diesen trött gelesen und habe versucht ihn zu kommentieren. Leider bin ich zur Zeit mehr als beschäftigt - mein Kommentar als Gastschreiber ging wohl nicht durch und ich versuche nun ihn zu wiederholen:

Sch...e, ff, verfl.. nochm...!!!

Was soll dieser Schit-Kommentar von dir @Doc Michael!??
Du bist damit das beste Beispiel schwedischer Vårdcentral-Kultur!
Und das ist ibland unterstens Niveau!
Wobei genau DU ja nun angeblich an der Spitze sitzt und trotzdem nicht in der Lage scheinst einem Hilfesuchenden "schnelle und effektive Hilfe" zu vermitteln.
Birgits - wohlgemerkt vor Schreibfehlern strotzender - Beitrag vermag mehr sinnvolle Hilfe zu vermitteln als deine wohlgeschliffenen, gut verpackten (ausufernden) Sätze!!!

Da ist jemand selbstmordgefährdet und dir fällt nichts besseres ein als die Aspekte zu beleuchten. Jemanden der ehrlich fragt wie er seinem Freund, der sich wohl in einer akuten Phase befindet, helfen kann, dem erklärst du die Punkte-Liste, stellst von vorneherin nicht viel Aussicht auf Erfolg ein ohne zu benennen was dafuer nötig wäre.

Komm mal runter!!!


@MilliVanilli:

Birgits Tipps sind gut!
Ich ergänze: Im Akutfall kann dein Freund jederzeit die örtlichen Psych-Akuten aufsuchen - er selber kann, soweit er in der Lage ist oder jemand ihm nahestehendes kann, die 1177 anrufen, denen erklären was ist und Hilfe wird eingeleitet!
Mach(t) das!

LG
Heike
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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon vinbergssnäcka » 30. November 2014 09:51

Ring telefonnumret + 46 771-11 77 00 när du är utomlands och vill komma i kontakt med 1177 Vårdguiden för sjukvårdsrådgivning.


wäre vielleicht auch noch wichtig, denn ich vermute mal der TE befindet sich nicht in Schweden? Wenn ich es richtig verstanden habe.

Versuche es auf deutsch oder Englisch.....
liebe Grüsse

Heike

meine Seite: http://figeholm.jimdo.com

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon meckpommbi » 30. November 2014 17:16

naja mal davon abgesehen das ich nicht weis in wie fern michael vieleicht gegen die ärtzliche flicht verstoesst wenn er nicht alle hebel in bewegung setzt bei genannten akkuten selbstmordgedanken finde ich es viel interessanter das uns MilliVanilli ne rueckmeldung giebt
wie geht es deinem freund hat sich etwas getan ?
gruss birgit

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon MilliVanilli » 30. November 2014 20:11

Hallo Ihr Lieben,

Vielen lieben Dank für eure Mithilfe! Meinem Freund geht es den Umständen entsprechend gut. Er hat mir versprochen, dass wenn er das nächste Mal diesen starken Drang hat und es kaum noch aushalten kann, dass er mir Bescheid gibt und wir gemeinsam die nötigen Schritte einleiten werden. Ich konnte ihn davon überzeugen, dass es der richtige Weg ist und dass er wenn es darauf ankommt nicht alleine ist. Die Überwindung Hilfe zu suchen ist derzeit zu groß, doch er ist sich sicher, dass die Hemmungen geringer sein werden, "wenn es wieder so weit ist" - er hat beschlossen im diesen Fall 112 anzurufen. Vorher möchte er nochmal 1177 anrufen um sich beraten zu lassen - auch das fällt ihm sehr schwer. Ich bin mir aber sicher, dass wir das schaffen werden. Vielen, vielen Dank für eure Mithilfe - werde euch auf dem laufenden halten.

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Re: Hilfe - Psychiatrische Klinik / Selbsteinweisung - Wie i

Beitragvon HeikeBlekinge » 30. November 2014 20:47

Alles, alles Gute ihm - und dir.
Das Beste was einem in solchen Fällen passieren kann sind liebe
Freunde/Familie wenn da, und ein sofortiges Handeln. Die Hemmschwelle bei einem selbst ist gross, ich kann das absolut nachvollziehen, war selber mal in der Situation.
Was damals ein lieber Arzt in der psykakuten zu mir meinte war "Du fuehlst dich jetzt einfach nur schrecklich, das weiss ich. Wichtig ist das du weisst das du das auch darfst! Doch ich verspreche dir, dass dies vergehen wird, egal wie schlimm es jetzt auch ist! Dabei helfen wir dir nämlich!"
Mir geht es heute prächtig und manchmal denke ich das alles was einen nicht töten kann, einen nur noch stark machen kann. Gerade die Menschen die "mehr fuehlen als Normalos" sind in Wahrkeit die Stärkeren. Der Weg zu dieser Erkenntnis ist in der heutigen Gesellschaft leider nicht ohne.

Deswegen nochmal: Alles Gute!
Heike
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