Hilfe für mein Referatsthema :)

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Ravana
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Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Ravana » 26. März 2009 23:32

hallo an alle user dieses forums. ich bin christian (21) und komme aus dem schönen mittelfranken eher gesagt aus neuendettslau (bekannt durch die diakonie neuendettelsau). ich besuche dort die fachakademie für heilerziehungspflege, ist praktisch eine privatschule für die ausbildung zum heilerziehungspfleger (behindertenhilfe). ich befinde mich zZ im 3ten ausbildungsjahr (noch eins dann endlich geschafft :D ). im rahmen des deutschunterrichts müssen wir ein referat halten (ca. 15 min) Ich habe das thema heilerziehungspflege im ausland bekommen, als land habe ich mir schweden ausgesucht da es ein sehr gefragtes land bei uns in der klasse sowie auch bei mir ist.
ich bitte euch hiermit um hilfe!
ich bräuchte von euch information rund um den beruf in schweden. (arbeitsgebiete, weitere aufstiegsmöglichkeiten, träger, hauptaufgaben, aktuelle arbeitslage, bezahlung, allgemeine infos usw.)
vllt würde sich jemand auch dazu bereit erklären eine art lebensgeschichte zu posten die ich (natürlich ohne persöhnlichen angaben zur person) vorlesen darf.

ich würde mich riesig über viele antworten feuen, danke schonmal im vorfeld euer chris

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Rüdiger
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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Rüdiger » 27. März 2009 19:44

Hej Chris,

was macht eigentlich ein Heilerziehungspfleger?

Die Frage ist, ob es in Schweden diesen Beruf gibt und ob dort Deine deutsche Ausbildung anerkannt wird.

Gruß,
Rüdiger

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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Ravana » 27. März 2009 19:49

Heilerziehungspflege (auch Heilerziehung) beschreibt einen Sozialberuf, der die Assistenz in allen Lebenslagen zur Aufgabe hat. Im Speziellen handelt der Heilerziehungspfleger mit Menschen mit sogenannten Behinderungen, die über eine geistige oder körperliche Behinderung verfügen.

Sprich es ist die Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung.

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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Rüdiger » 27. März 2009 20:57

Wie kann ich mir das vorstellen?

Ist es eine Tätigkeit, die den Menschen mit einer Behinderung tagtäglich begleitet, oder sie auf ein (Berufs-) Leben ohne Begleitung vorbereitet? Wie gestaltet sich diese Tätigkeit konkret?

Natürlich könnte ich googeln, halte aber die nähere Beschreibung Deiner Tätigkeit hier im Forum für wünschenswert, damit alle Foris Einblick bekommen und Dir die gewünschten Informationen geben können.

Gerade wenn Schweden ein in Eurer Branche bevorzugtes Land ist, kennst Du ja vielleicht bereits die schwedische Bezeichnung Deines Berufs.

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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Ravana » 27. März 2009 21:14

meine täglichen aufgaben sind praktisch die schwerer behinderten menschen zu pflegen und denen ein recht "normales und selbstständiges Leben" zu ermöglichen. bei leichteren behinderungsformen wie geistige oder psychischen behinderten menschen liegt der aufgabenbereich bei der assistenz, sprich ich helfe denen bei problem ich assistiere ihnen.

Die genaue bezeichnung in schwedisch ist weiss ich nicht das versuche ich ja mit dem thread hier herraus zu finden.

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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon raisalynn » 27. März 2009 21:38

Als aller Erstes dachte ich nach deiner Beschreibung, dass du so etwas wie "Personlig assistent" meinst. Ich bin mir aber nicht sicher, inwieweit das in Schweden ein Beruf ist, da ich gehört habe, dass Quereinsteiger bzw. Ungelernte diese Arbeit durchaus auch durchführen können.
Werden persönliche Assistenten gesucht, steht meistens dabei, dass sie einen Pflegeberuf gelernt haben sollten und im Umgang mit kranken und/oder beeinträchtigten Menschen geübt sein sollten.
Die Wolken sind die Gedanken der Erde...

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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon personlig assistent » 27. März 2009 21:42

Hej,

nach deiner Beschreibung könnte Dein Beruf dem des "personlig assistent" in Schweden entsprechen. Soviel ich weiß, braucht man dafür aber in Schweden oft gar keine Ausbildung dazu, das kann jeder machen, der genügend einfühlsam, körperlich stark und idealistisch/arm genug ist, um den recht geringen Lohn trotz schwerer Arbeit attraktiv zu finden. Oft braucht man auch einen Führerschein/ein Auto. - Man begleitet also täglich einen körperlich und/oder geistig sehr schwer behinderten Menschen bei den alltäglichen Verrichtungen, nach draußen, zu Ausflügen, Arztbesuchen usw.

Hier kann man z.B. Info's dazu auf Schwedisch finden:

http://www.lssassistans.se/

http://www.socialstyrelsen.se/Publicera ... 6/HTML.htm

Ansprechpartner für persönliche Assistenten sind jeweils die Kommunen, Abteilung LSS.

Du könntest z.B. mal bei http://www.google.se nach "personlig assistent" suchen oder auch beim Arbeitsamt http://www.ams.se unter "Yrken & Studier" unter dem gleichen Stichwort suchen, da taucht dann die ausführliche Berufsbeschreibung mit allen Info's auf Schwedisch auf.

Viel Erfolg mit Deinem Referat!

hansbaer

Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon hansbaer » 27. März 2009 21:50

Dann meinst du wohl den "personlig assistent"

Dazu kann Dir wohl Janaquinn im Detail mehr sagen.
Ich kenne es nur von meiner Freundin, die in dem Beruf gearbeitet hat.

Grob ist es so, dass behinderte Menschen Anspruch auf Assistenten haben, die sie betreuen. Je nach Betreuungsumfang ist die Betreuung dann 24 Stunden am Tag, teilweise sogar mehr als ein Betreuer gleichzeitig. Organisiert wird das im Normalfall von den Kommunen, aber es kann auch an private Anbieter übergeben werden.

Bei meiner Freundin war es so, dass der private Anbieter einen Verantwortlichen bezahlte, der die Schichten einteilte und für den Fall der Fälle Backup sein musste. Bei der Kommune gab es eine zentrale Verteilerin, die dann die Leute einteilte. Beides lief - naja - mittelmäßig.

Man braucht keine spezielle Vorausbildung, und so machen das viele als Nebenjob zum Studium. Viele Eltern arbeiten bei ihren behinderten Kind, was natürlich schon eine etwas seltsame Konstellation ist.

Von der Bezahlung und Ausbildung her bilden persönliche Assistenten im wesentlichen das untere Ende der Gehaltsskala. Dementsprechend sind auch die Aufstiegschancen: dass man vielleicht derjenige ist, der die Schichten einteilt, ist schon so ziemlich das höchste der Gefühle. Je nachdem werden auch Fortbildungen angeboten, die der Arbeitgeber bezahlt. Insgesamt ist persönlicher Assistent aber selten etwas, das man sein Leben lang machen möchte.

Das Problem dabei ist nämlich nicht nur die mäßige Bezahlung und die häufig unstete Schichteinteilung, sondern auch, dass man oft nur für eine Person arbeitet. Manche betreute Personen leiden unter schweren Krankheiten, und sollte es zum Äußersten kommen, dann ist das wegen der engen Beziehung ein schwerer persönlicher Schlag.

Ravana
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Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon Ravana » 28. März 2009 01:51

Danke für eure Antworten.

Ich finde das sehr krass man macht in Deutschland ein 4 jähriges "Studium" zum Heilerziehungspfleger und dann wird man in einem anderen als unterste Gehaltsklasse eingestuft. Hier in Deutschland verdiene ich mit dem Beruf ab 2500 (brutto je nach Träger) aufwärts.
Man arbeitet in Heimen sprich Wohngemeinschaften von 8 bis zu 20 personen mit einer behinderung. Dort sind die Aufgaben von Pflege über den Medizinischen, Hauswirtschaftlichen bis hin zum pädagogischen Gebiet. Mit dem Abschluss kann ich zum Beispiel als Chef so eine Wohngruppe mit 7-10 Mitarbeitern leiten.
http://www.diakonieneuendettelsau.de/
Das ist die Diakonie Neuendettelsau es ist der größte Soziale Träger Europas. Sie bauen nicht nur Heime für Behinderte Menschen sondern auch zB. altersgerechtes Wohnen in Spanien oder Krankenhäuser in Polen alles auf Deutschem Standart.

Deswegen finde ich das dieser Persöhnlicher Assistent nur von den Aufgaben her ein bisschen mit meinem Beruf übereinstimmt aber nicht mit dem Schwerpunkten des Studiums. (Schwerpunkte: Medizin, Pädagogik, Pflege, Psychologie, Praktisches und Kreatives Arbeiten)

hansbaer

Re: Hilfe für mein Referatsthema :)

Beitragvon hansbaer » 28. März 2009 08:03

2500 € brutto überschreitet man in Schweden nicht so schnell - selbst eine Krankenschwester, die in Schweden ein Hochschulstudium machen muss, hat in der Regel deutlich weniger. Von daher kann man diese Löhne nicht in direkte Relation setzen.

Solche Wohngemeinschaften, wie du sie beschreibst, kenne ich hier nicht, aber wird es vermutlich auch geben. Ich weiß nur von sogenannten "Korttidshem", die behinderte Menschen vorübergehend betreuen, um die Eltern zu entlasten. Die Leute dort haben aber auch in der Regel keine spezielle Ausbildung oder nur die allgemeine gymnasiale Pflegeausbildung.


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