Heißes Eisen Sexualkunde

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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Auswanderer » 5. Juni 2015 14:34

Petergillarsverige hat geschrieben:Mir geht es darum: Viele Mädchen werden mit 14 - 16, oder noch früher fürchterlich unter Druck gesetzt doch endlich mit einem Jungen zu schlafen.


Von wem?

Mit 14 oder 16 ist man geschlechtsreif. Hat sich der Schöpfer da geirrt? Oder geht es darum, die Männer von der bösen Frau zu bewahren, die ja die Erbsünde weitergibt?

Petergillarsverige hat geschrieben:Viele bereuen das später, manche kriegen das nicht mehr in den Griff und landen in der Promiskuität.


Ach ja, wer gegen seinen Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen wird, reagiert mit Promiskuität darauf. So ist das also.


Petergillarsverige hat geschrieben:Mir geht es darum dem Mädchen Selbstwertgefühl zu vermitteln und das sie lernen nein zu sagen.


Aber wenn sie ja wirklich meinen, sollten sie nicht nein sagen. Es geht den Kirchen meistens darum, dass sie aus Prinzip nein sagen, weil der Körper ja sündhaft ist. Ohne diese Vorstellung, die mit der Erbsünde einher geht, fällt das Christentum in sich zusammen.
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Petergillarsverige » 5. Juni 2015 20:49

Du hast die zur Erbsünde gehörende Theologie nicht verstanden..
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon EuraGerhard » 6. Juni 2015 14:32

Petergillarsverige hat geschrieben:Mir geht es darum: Viele Mädchen werden mit 14 - 16, oder noch früher fürchterlich unter Druck gesetzt doch endlich mit einem Jungen zu schlafen.

Es ist nicht immer so, aber es gibt so etwas zweifellos. Oft geht der Druck von ungefähr gleichaltrigen Jungen aus, aber auch den Gruppendruck innerhalb einer Mädchenclique darf man nicht unterschätzen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Mädchen bereits bevor sie in diese Situation geraten, wissen was auf sie zukommt! Und leider kriegen so manche Eltern das eben nicht auf die Reihe, weshalb ein - altersgemäßer! - Sexualkundeunterricht in der Schule bereits vor dem 14. Lebensjahr unbedingt nötig ist.

Mindestens ebenso wichtig ist, dass beide Geschlechter eine positive, aber auch respektvolle Haltung zu ihrer eigenen Sexualität und der anderer Menschen entwickeln. Auch da versagen leider viele Elternhäuser. Wenn dies nicht älteren Geschwistern und Freunden oder gar dem Internet überlassen werden soll, dann müssen die Schulen hier aktiv werden, und zwar ebenfalls bereits vor dem Einsetzen der Pubertät.

Petergillarsverige hat geschrieben:Mir geht es darum dem Mädchen Selbstwertgefühl zu vermitteln und das sie lernen nein zu sagen.

Was das Selbstwertgefühl betrifft, so stimme ich Dir voll zu. Bei einer Erziehung zum Nein sagen besteht aber die große Gefahr, dass sie z.B. aufgrund einer spontanen pubertären Trotzreaktion, das kommt ja ab und zu vor :wink: , zum genauen Gegenteil führt. Mein Ziel bei meiner Tochter war daher, ihr ein positives und zugleich verantwortungsbewusstes Bild von Sexualität zu vermitteln. Sie sollte ihre Entscheidung, wann es das "erste Mal" sein soll, selbstständig und selbstbewusst treffen können. Und das geht eben nur, wenn man sich nicht auf ein Nein sagen versteift.

Ich meine, damit bei ihr relativ erfolgreich gewesen zu sein: Sie hat tatsächlich bis nach ihrem 18. Geburtstag stets "Nein" gesagt, obwohl zwei ihrer besten Freundinnen schon mit mehreren Jungs geschlafen hatten. Danach aber hat sie sich relativ bald und sehr bewusst dafür entschieden, mit ihrem Freund zusammenzuziehen und mich zum Opa zu machen. Enkelkind Nummer 1 ist jetzt bald zwei Jahre alt und entwickelt sich prächtig, und Enkelkind Nummer 2 ist unterwegs. :D

MfG
Gerhard

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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Petergillarsverige » 6. Juni 2015 20:37

Ich halte es für richtiger, wenn die Eltern die Basis für das Selbstvertrauen legen. Das fängt nach der Geburt an. Wenn die Eltern Probleme haben, sollten diese Hilfe bekommen. Gibt es heute, z.B KESS.
Leider werden viele Mädchen von den Mitschülerinnen gegrängt. Anderseits gibt es Jungen die durch entsprechende Pornoseiten genau wissen was Sex ist und nun meinen das mit den Mädchen machen zu müssen. Von daher sind Organisationen wie hier erwähnt sehr wichtig. Inzwischen haben da auch schon Gruppen nachgezogen, die nicht explizit einen christlichen Background haben. Hab da mal ein Video auf Youtube gesehen. Das Thema ist sehr wichtig, denn manche Bevölkerungskreise lassen ihre Kinder sexualethisch verwarlosen.
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon vibackup » 6. Juni 2015 21:24

Petergillarsverige hat geschrieben:Ich halte es für richtiger, wenn die Eltern die Basis für das Selbstvertrauen legen. Das fängt nach der Geburt an. Wenn die Eltern Probleme haben, sollten diese Hilfe bekommen. Gibt es heute, z.B KESS.

Was ist KESS?
Eine Internetrecherche dazu gibt alles mögliche, aber nichts, was ich mit diesem Thema in Verbindung bringen würde...

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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Petergillarsverige » 7. Juni 2015 23:12

http://www.kess-erziehen.de/

Der Kurs stellt die Entwicklung des Kindes, gestützt durch Ermutigung, und dessen verantwortungsvolle Einbeziehung in die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Mütter und Väter von Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren erhalten eine praktische, ganzheitlich orientierte Erziehungshilfe.

Wo ich mal gerade dranbin...
***
http://www.teen-star.de/

teenstar

Sexualpädagogik als Beitrag zur Persönlichkeitsbildung

Erziehung zur Liebe

Ganzheitliche Sicht der Sexualität
***
http://www.mfm-projekt.de/

Das MFM-Projekt - begleitet Mädchen, Jungen und ihre Eltern in die Pubertät


Wie Mädchen und Jungen ihren Körper erleben hat großen Einfluss auf ihr Selbstbild und Lebensgefühl. Sich als Frau oder Mann zu bejahen ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe. Die Wertschätzung des eigenen Körpers ist Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit und Sexualität, denn

Nur was ich schätze, kann ich schützen!

Die Zyklus-Show®

Dem Geheimcode meines Körpers auf der Spur


***
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Auswanderer » 8. Juni 2015 12:21

Petergillarsverige hat geschrieben:Du hast die zur Erbsünde gehörende Theologie nicht verstanden..


Dann bitte erklären.

Eva, angestachelt vom Teufel, hat Adam verführt. Danach kam es zum ersten Geschlechtsverkehr. Da jeder Mensch durch Geschlechtsverkehr gezeugt wird, ist automatisch gewährleistet, dass jede Mensch Rettung durch den Erlöser braucht, denn jeder Mensch ist ja automatisch von Anfang an von Sünde befleckt.

Darum ist die unbefleckte Empfängnis so wichtig. Dabei geht es um die Zeugung von Maria, nicht Jesus. (Jesus wurde ja---wohl um die Erbsünde zu vermeiden---von einer Jungfrau geboren, und außerdem war der Zeuger der Heilige Geist, der ja selbst durch die Erbsünde nicht belastet war.) Maria wurde auf normale Art gezeugt, aber durch ein Wunder von der Erbsünde ferngehalten.

Was ist daran falsch?

Fazit: Das Christentum ist auf Sexualscham aufgebaut. Kein Wunder, dass Sexualität von der Kirche bekämpft wird.
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Petergillarsverige » 9. Juni 2015 14:39

Den Text dazu findest du in Römer 5. Die Kernaussage:
12 Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben [...]
Es mag ein paar Leute geben, die der Geschlechtlichkeit gegenüber etwas verkrampft sind. Aber deshalb das gesamte Christentum in Sippenhaft zu nehmen ist falsch.
Mir scheint deine Argumentation eher ein Spiegel deiner eigenen persönlichen Probleme zu sein.
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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon Speedy » 9. Juni 2015 17:46

...mensch lasst doch mal diese Diskussionen. Zwischen Religion und Nichtgläubigen klafft ein so grosser Spalt, leider. Und beide Seiten können die Meinung des anderen nicht axzeptieren. Ich finde das beängstigend. Wir lassen Dir (Peter) Deine Meinung aber lass uns Auch unsere haben. Die Biebel hat nicht immer Recht!?! Oder?

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Re: Heißes Eisen Sexualkunde

Beitragvon vibackup » 9. Juni 2015 20:51

Auswanderer hat geschrieben:Eva, angestachelt vom Teufel, hat Adam verführt. Danach kam es zum ersten Geschlechtsverkehr. Da jeder Mensch durch Geschlechtsverkehr gezeugt wird, ist automatisch gewährleistet, dass jede Mensch Rettung durch den Erlöser braucht, denn jeder Mensch ist ja automatisch von Anfang an von Sünde befleckt.

Das ist eine ungewöhnliche Deutung des Geschehens, wie es in Genesis 3 beschrieben wird. Folgt man der Deutung der Bibel, dann macht sich Gott um ganz andere Dinge Sorgen:
Genesis 3, 22 hat geschrieben:Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses; und nun, daß er nicht etwa seine Hand ausstrecke und auch (noch) von dem Baume des Lebens nehme und esse und ewig lebe!
Rev Elberfelder, 1985

Dieser Umstand, nämlich dass der Mensch Erkenntnis gewinnt und Gut und Böse unterscheiden lernt, ist die üblichere Deutung; und damit endet das Paradies, der Mensch muss jetzt selber entscheiden, die vollständige Fürsorge endet, und der Mensch ist von Gott getrennt (Sünde hängt mit sondern, absondern, trennen zusammen).
Es gibt dazu Theorien, dass hier das Heranwachsen des Menschen metaphorisch dargestellt wird, dass also die "Erbsünde" (die ja so in der Bibel gar nicht genannt wird) den Vorgang darstellt, dass der Heranwachsende aus der Symbiose mit den Eltern heraustritt und beginnt, sein eigenes Leben zu gestalten (und damit das Paradies der Kindheit verliert) und dass der hier beschriebene Konflikt den Konflikt zwischen den heranwachsenden Kindern und den Eltern darstellt; einen Beleg findet man eben in diesem Zitat, in dem Gott ja offensichtlich besorgt ist, dass die Menschen werden wie "einer von uns".
Der Geschlechtsverkehr kommt erst nach der Vertreibung aus dem Paradies, wie üblich im AT fein umschrieben:
Genesis 4,1 hat geschrieben:Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger... (selbe Quelle)

Allerdings sind die Bezeichnungen im AT mit Vorsicht zu genießen; es gibt eine teilweise unterbrochene Sprachtradition im Hebräischen, so dass die Übersetzungen zum Teil schlicht gutes Raten sind. Ein solches Beispiel ist gerade die Frucht vom Baum der Erkenntnis; das Wort für diese Frucht kommt nur an einer Stelle vor, was es schwer macht, hier eine korrekte Übersetzung zu finden. Der sprichwörtliche Apfel ist möglich, aber keinesfalls sicher.

Kurz: die Erbsünde wird also üblicherweise nicht als Folge der Sexualität verstanden, sondern als Folge der Tatsache, dass der Mensch gegen Gottes Gebot verstieß, in der Folge selber erkennen konnte, was Gut und Böse war, und damit auch böse handeln konnte, was vorher ja nicht möglich war.
Es geht also um die in der ursprünglichen Sünde eingetretene Trennung von Gott, die von Seiten des Menschen nicht mehr überwunden werden kann, wohl aber von Gottes Seite. Ob das nun durch den bloßen Glauben (protestantische Position) oder durch das Empfangen der Sakramente (katholische Position) geschehe, wird unterschiedlich gesehen; gelegentlich gibt es in sehr evangelikalen Gruppen auch Tendenzen zu einer sogenannten Werkgerechtigkeit, also eine Gerechtigkeit die sich eben doch (teilweise) durch menschliches Handeln einstellt.

Was aber die Sexualität betrifft:
Im Gegenteil, das AT ist sehr positiv gegenüber der Sexualität eingestellt, der Mensch kriegt den expliziten Auftrag:
Genesis 1, 28 hat geschrieben:Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Erde

und zwar mehrfach, nicht nur an dieser Stelle.
Aus diesem Grunde gibt es im Judentum (das ja quasi der Vater/die Mutter des Christentums ist) auch eine recht positive Einstellung zur Sexualität. Nun ist das (die Einstellung des Judentums zur Sexualität) ein etwas schwaches Argument, denn vermutlich wirst du mir jetzt entgegenhalten, dass das Judentum auch keine Erbsünde kennt, was korrekt ist.

Auswanderer hat geschrieben:Darum ist die unbefleckte Empfängnis so wichtig.

Über dieses Dogma wirst du selbst in der katholischen Kirche sehr unterschiedliche Ansichten finden.
Leg nicht zu großes Gewicht darauf, sonst hast du nur noch eine recht kleine Gruppe innerhalb der christlichen Ideologien übrig, auf die deine Theorien zutreffen können.

Auswanderer hat geschrieben:Fazit: Das Christentum ist auf Sexualscham aufgebaut.

Nja, halbrichtig.
Das Christentum hat, zumindest in guten Teilen seiner Spielarten, eine recht negative Einstellung zur Sexualität, vor allem, wenn sie als Genuss und nicht zur Fortpflanzung ausgeübt wird.
Die Wurzeln dafür sucht man aber am besten nicht in dem Alten, sondern im Neuen Testament, und dort kommt auch erst die Erbsünde ins Spiel:
Römer 5, 12 hat geschrieben:Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil/woraufhin sie alle gesündigt haben

Auf diese Stelle bauen die Kirchenväter dann die Erbsündenlehre auf.
Paulus ist aber an vielen Stellen gut für eine sexualfeindliche Einstellung; ob die Stellen im damaligen Kontext (es handelt sich um Briefe an konkrete Gemeinden, die erst im Nachhinein als Teile der Bibel verstanden wurden) genauso verstanden wurden, wie wir sie heute lesen, wage ich zu bezweifeln, denn die damaligen Christen befanden sich in einer Diaspora und teilweise auch in einer Verfolgungssituation, in der viele der Ratschläge einfach schlau sind um einerseits unabhängig zu sein (ein Mensch im politischen Widerstand mit Familie ist verletzlicher als ein solcher ohne) und andererseits um nicht unnötig Ärger und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Das hat man dann später umgedeutet; allerdings kam das Zölibat erst recht spät in die katholische Kirche; noch Paulus empfiehlt:
1. Timotheus 3, 2 hat geschrieben:Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig

Das Wort "Aufseher" heißt im griechischen ἐπίσκοπος, von ἐπί, über/auf, und σκοπος, jemand der sieht, was dann zum Bischof wurde.
Noch um 1000 war die Frage des Zölibats Gegenstand heftiger Debatten und keinesfalls der Normalfall in der katholischen Kirche.
So viele Quelle führen zum heutigen Bild, wobei auch Machtfragen eine Rolle spielten.
Mvh

//M


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