Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 765
Registriert: 4. Mai 2008 21:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon blueII » 5. Mai 2008 23:12

@ S-Nina: :smt023 ...hihi ... aber es stimmt ja halt auch!!!

gruss heike

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1463
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Aelve » 6. Mai 2008 07:19

Hallo,

ich kann mich S-Nina und Heike nur anschließen. Wir haben, da wir Ferienwohnungen an der Ostsee besitzen, die wir in D finanzieren mußten sowie Ferienhäuser in S, die wir in Schweden finanziert haben, dass die Finanzierung in S viel entspannter verlief als in D. In Deutschland ist soviel Bürokratie dabei, alle Ausgaben und Einnahmen mußten haarklein aufgelistet werden, trotzdem war es bis zuletzt eine Zitterpartie, ob die Bank das Darlehn nun rausrückt oder nicht. Ganz anders in Schweden, die Bankbeamtin hat innerhalb 5 Minuten gesagt, welche Summe sie bei dem Objekt der Begierde finanzieren würden, wenn eine Berufstätigkeit vorliegt, wir hätten es nicht einmal nachweisen müssen, dass wir zu zweit arbeiten, ich habe von mir aus meinen Gehaltsstreifen vorgelegt.
Auch jetzt läuft alles optimal, wir erhalten jeden Monat einen Auszug über die Zinsen, die Tilgung und das Restdarlehn, so dass wir immer auf dem laufenden sind, wie hoch die Darlehen sind. Auch waren die Darl.-Zinsen niedriger als in D und wir konnten auch wählen, ob wir Festzins vereinbaren wollten oder Variabelzins, bzw. haben wir auch die Darlehen gesplittet, so dass man dann schneller etwas abbezahlen kann.
Ich weiß nicht, wie die das in Schweden hinbekommen, aber wir sind mit der ganzen Bedienung beginnend mit dem Darlehnsantrag, der mündlichen Sofortzusage über Darlehnsauszahlung und jetzt Rückzahlung hundertprozentig zufrieden. Die mündliche Zusage wurde hundertprozentig und ohne Wenn und Aber dann auch eingehalten, es gab keine plötzlichen Überraschungen. Auch wurde seitens der Bank gleich die gesamte Summe genannt, die aufzubringen ist inkl. Eintragungsgebühr sowie der sogenannen Grunderwerbssteuer. Wir brauchten keine Angst zu haben, dass das Darlehn nicht rechtzeitig zur Übergabe des Hauses bereitstehen würde, die ganze Abwicklung (inkl. der Eintragungsgeb. sowie Steuer) wurde seitens der Bank erledigt, wir brauchten nur noch die Unterschrift leisten und gut wars.

Grüße Aelve :wink:
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

gellmi

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon gellmi » 6. Mai 2008 17:29

S-nina hat geschrieben:Dann spart man sich auf einmal: 250-300 Euro - denn dieses Gutachen macht die schwedische Bank kostenlos und die kennt auch die schwedische Marktlage viel besser als ein unabhängiger "Gutachter", der evtl. auch noch seitens des (deutschen) Maklers beauftragt wird.

In Schweden ist es nicht unüblich bis zu 90 % zu finanzieren - bei guten bis sehr guten Objekten und guter "Einkommenslage" des Käufers sogar bis zu 100 %.

Bei der Finanzierung verlangt die schwedische Bank meistens keine Zinsfestschreibung - das kann man selbst wählen. Auch kürzere Festschreibungen sind möglich, z. B. 3 Monate, 2 oder 3 Jahre.

Tilgung wird oft auch nicht verlangt - nur der Anteil, der über die 80 % hinausgeht, muss in der Regel

Hallo,

der schwedische Gutachter vor Ort wird von der Bank beauftragt und ist unabhängig. Ein Gutachten von einer schwedischen Bank ist auch nicht kostenlos sondern wird auch irgendwo im Zins eingepreist. Variable Zinssätze können auch nach hinten losgehen. Da bietet eine Zinsfestschreibung schon Planungssicherheit. Ein Darlehen ohne Tilgung zu vereinbaren ist auch nichts für jedermann.

Ist es wirklich so einfach für einen Deutschen, der seinen Hauptwohnsitz in Deutschland beibehält, ein Sommerhaus über eine schwedische Bank zu finanzieren wenn er sein Einkommen in Deutschland bezieht?

Grüße
Frank

nysn

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon nysn » 6. Mai 2008 18:13

Ein Gutachten von einer schwedischen Bank ist auch nicht kostenlos sondern wird auch irgendwo im Zins eingepreist.


Das stimmt wohl so nicht ganz - in Schweden haben die Banken und Makler Zugriff auf ein zentrales Register, wo alle Käufe/Verkäufe der letzten Jahre exakt registriert sind - die Immobilien haben auch sog. Standard-Punkte, woran die Bank dann sehen kann, wie gut das jeweilige Objekt ist. Das ist ein Vorteil von Schweden, dass alles ziemlich transparent ist. Mit anderen Worten: die Bank braucht gar keinen teueren Gutachter loszuschicken, die bekommt die Info quasi per Knopfdruck in nur wenigen Sekunden per Computer.

Die Zinssätze der einzelnen Banken kann man in der Tagespresse z. B. unter http://www.di.se nachschauen - höhere Zinssätze als diese muss man in der Regel nicht bezahlen. Das kann ich mir also kaum vorstellen, dass die noch irgendwelche Gutacherkosten "verstecken" würden - warum auch?

Die Zinsfestschreibung bestimmt man selbst - wer auf Nummer sicher gehen will, vereinbart eben eine 10-jährige Festschreibung, da haben die Banken kein Problem damit.

Ich kann mir auch denken, dass eine schwedische Bank einem Deutschen mit Wohnsitz in Deutschland einen Kredit gewährt - vorausgesetzt er kann ein Einkommen nachweisen. Als Sicherheit hat die Bank ja die Immobilie.
Das Risiko für die schwedische Bank ist doch nicht höher als das Risiko für die deutsche Bank.

S-nina

gellmi

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon gellmi » 6. Mai 2008 19:42

Mit Gutachter meine ich einen Sachverständigen, der sich das Haus anguckt, auf Mängel untersucht und dann den tatsächlichen Preis ermittelt. Dies gibt auch dem Käufer eine Sicherheit. Das würde ich als Kunde immer machen wollen, auch wenn ich mir in Deutschland ein Haus kaufe. Als Laie würde ich kein Haus wirklich objektiv einschätzen können.

Benutzeravatar
Faxälva
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 429
Registriert: 10. Februar 2008 15:42

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Faxälva » 6. Mai 2008 23:01

..als ich auf haussuche war hab ich meiner bank die objekte meiner begierde mitgeteilt... und die haben mir dann gesagt, ob das haus ueberteuert ist, ueberhaupt etwas taugt oder zu teuer fuer meinen geldbeutel ist... tja, und das haus, was von der bank fuer gut befunden worden war, hab ich dann gekauft bzw. die bank hat mir das geld dafuer geliehen... sie hat auch alles was fuer einen eigentuemerwechsel notwendig ist in die wege geleitet... der service war einmalig... ich hatte ja ueberhaupt keine ahnung von häusern und ein schwedenforum hatte ich noch nie gelesen...
:smt006
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.

nysn

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon nysn » 7. Mai 2008 07:36

Mit Gutachter meine ich einen Sachverständigen, der sich das Haus anguckt, auf Mängel untersucht und dann den tatsächlichen Preis ermittelt.


Diese Art von Gutachter werden in Schweden erst dann beauftragt, wenn man sich schon für ein Objekt entschieden hat und die Finanzierung geklärt ist.

Der Käufer ist sogar dazu verpflichtet, das Objekt auf Mängel hin zu besichtigen/besichtigen zu lassen - man hat eine sog. "Untersuchungspflicht". Manchmal erfolgt diese Besichtigung bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird und manchmal auch erst danach (in diesem Fall wird ein Rücktrittsrecht vereinbart).

Es ist wirklich "einfacher" und "unbürokratischer" in Schweden ein Haus zu kaufen. Siehe auch die Postings von Aelve und Heike - die schwedische Bank bietet in der Regel exzellenten Service und man wird schnell und gut beraten.

Ich arbeite übrigens NICHT bei einer Bank - kann das auch nur aus Kundensicht bestätigen.

S-nina

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1463
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Aelve » 7. Mai 2008 09:19

Hallo,

nochmal zur Ergänzung, eine zehnjährigen Zinsfestschreibung wollte unsere Bank in Schweden nicht akzeptieren, als Grund wurde genannt, dass nur in Schweden lebenden Bürgern eine zehnjährige Zinsfestschreibung bewilligt wird. Wir konnten den Zinssatz für 5 Jahre fest vereinbaren. Da die Zinsen in Schweden, als wir unsere Häuser finanziert haben, um ca. 0,50 % -1,00 % günstiger waren als in Deutschland, konnten wir nicht feststellen, dass dort irgendwelche Kosten für Gutachter oder ähnliches eingeflossen sind. Aber umgedreht in Deutschland werden in der Regel 150-300 Euro oder auch mehr für die Beleihungsprüfung erhoben, das fiel für unsere Finanzierung in Schweden nicht an.
Ich kan nur wiederholen und wir haben nicht nur 1 Objekt beliehen in Deutschland sowie in Schweden, das ich vom schwedischen System total begeistert bin, es lief wirklich alles sehr konstruktiv, sehr angenehm, sehr reell ab. Dazu muß ich sagen, dass ich bei geldlichen Dingen recht vorsichtig bin und in Deutschland hatte ich schon oft das Gefühl, dass ich übern Tisch gezogen werden sollte, dieses unangenehme Gefühl hatte ich in Schweden bisher bei unserer Bank nicht.

Grüße Aelve :D
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

helden

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon helden » 7. Mai 2008 16:18

Aelve hat geschrieben:Hallo,

Dazu muß ich sagen, dass ich bei geldlichen Dingen recht vorsichtig bin und in Deutschland hatte ich schon oft das Gefühl, dass ich übern Tisch gezogen werden sollte, dieses unangenehme Gefühl hatte ich in Schweden bisher bei unserer Bank nicht.

Grüße Aelve :D


Hallo Aelve,

das macht ja richtig Mut! :smt006

Schöne Grüße

Rita

KalleW
Neuling
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: 17. Februar 2014 15:58

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon KalleW » 9. Dezember 2016 05:35

Aelve hat geschrieben:Hallo,

ich kann mich S-Nina und Heike nur anschließen. Wir haben, da wir Ferienwohnungen an der Ostsee besitzen, die wir in D finanzieren mußten sowie Ferienhäuser in S, die wir in Schweden finanziert haben, dass die Finanzierung in S viel entspannter verlief als in D. In Deutschland ist soviel Bürokratie dabei, alle Ausgaben und Einnahmen mußten haarklein aufgelistet werden, trotzdem war es bis zuletzt eine Zitterpartie, ob die Bank das Darlehn nun rausrückt oder nicht. Ganz anders in Schweden, die Bankbeamtin hat innerhalb 5 Minuten gesagt, welche Summe sie bei dem Objekt der Begierde finanzieren würden, wenn eine Berufstätigkeit vorliegt, wir hätten es nicht einmal nachweisen müssen, dass wir zu zweit arbeiten, ich habe von mir aus meinen Gehaltsstreifen vorgelegt.
Auch jetzt läuft alles optimal, wir erhalten jeden Monat einen Auszug über die Zinsen, die Tilgung und das Restdarlehn, so dass wir immer auf dem laufenden sind, wie hoch die Darlehen sind. Auch waren die Darl.-Zinsen niedriger als in D und wir konnten auch wählen, ob wir Festzins vereinbaren wollten oder Variabelzins, bzw. haben wir auch die Darlehen gesplittet, so dass man dann schneller etwas abbezahlen kann.
Ich weiß nicht, wie die das in Schweden hinbekommen, aber wir sind mit der ganzen Bedienung beginnend mit dem Darlehnsantrag, der mündlichen Sofortzusage über Darlehnsauszahlung und jetzt Rückzahlung hundertprozentig zufrieden. Die mündliche Zusage wurde hundertprozentig und ohne Wenn und Aber dann auch eingehalten, es gab keine plötzlichen Überraschungen. Auch wurde seitens der Bank gleich die gesamte Summe genannt, die aufzubringen ist inkl. Eintragungsgebühr sowie der sogenannen Grunderwerbssteuer. Wir brauchten keine Angst zu haben, dass das Darlehn nicht rechtzeitig zur Übergabe des Hauses bereitstehen würde, die ganze Abwicklung (inkl. der Eintragungsgeb. sowie Steuer) wurde seitens der Bank erledigt, wir brauchten nur noch die Unterschrift leisten und gut wars.

Grüße Aelve :wink:



Ist nun schon etwas her, wie sieht der Zins nun aus?


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast