Hausfinanzierung über schwedische Bank?

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Volker
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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Volker » 15. April 2008 12:33

Hallo,

das mit den Preisen ist auch regional verschieden. Ich war eben mal auf http://www.hemnet.se Also da wird was in zentraler Lage für fast 6.000.000 Ausgangspreis angeboten. Wahnsinn. Es geht natürlich auch billiger. Meistens muss man auf den Ausgangspreis noch mal 20% draufschlagen je nach dem wie sich die Interessenten überbieten. Als Ausländer mit Wohnsitz im Ausland wird man dann oft vom Makler übergangen, weil ihm das zu kompliziert ist. Denn wenn der Ausländer nicht finanzieren kann, geht das ganze Spiel mit dem Bieten wieder von vorne los. Meistens gibt es zwei Besichtungstermine und an der Anzahl der Autos, die vor dem Objekt stehen, kann man schon abschätzen, wie groß die Nachfrage ist. Sondertermine macht der Makler bei der Nachfrage in der Regel nicht. Dafür hat er keine Zeit. Für Linköpings Randgebiete würde ich mal 2.000.000 ansetzen, um etwas vernünftiges zu bekommen. In Norrköping sieht es so ähnlich aus. Klingt vielleicht alles etwas hart von mir, aber ich will keine falschen Hoffungen wecken.

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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon vinbär » 15. April 2008 12:44

habe´auch gerade nochmal hemnet durchgesehen, 1,8-2 und mehr Millionen um Linköping rum, war ich ja gar nicht so schlecht gelegen. Kommt dann noch drauf an, wie der Zustand des Hauses ist (Dach, Fenster, Drainage, Heizungsanlage, Strom, Wasser...). Bin ich froh, dass das Thema bei uns rum ist. Druecke allen die Daumen, die gerade auf Immobiliensuche sind, der Markt ist ja gerade in Käuferlage, mehr Angebote, keine so ueberhitzten Budgivnings mehr wie noch vor einigen Monaten. Das wird schon.

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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Aelve » 15. April 2008 13:05

Hallo Volker,

es ist für mich höchst interessant, dass Du schreibst, man kann die Zinsen für ein Haus in Schweden, wenn man bei schwedischen Banken finanziert hat, absetzen.
Welches Formular muß man denn dafür nehmen? Ich versteuere ja die Mieteinnahmen aus unseren Ferienhäusern in Schweden, habe aber keine Rubrik entdeckt oder Formular, wo man die Zinsen einsetzen kann.

Wir haben im übrigen auch durch die bereits bestehenden Pfandbriefe ziemlich leicht Kredite in Schweden bekommen, wobei wir allerdings unser erstes Haus in D finanziert haben und erst später den dort vorliegenden Pfandbrief beliehen haben, als wir uns das zweite Haus gekauft haben, dadurch war es sehr einfach mit einer hohen Finanzierung.

In Schweden waren die Zinsen damals günstiger als in Deutschland.

Grüße Aelve
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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Volker » 15. April 2008 13:14

Hallo Aelve,

ich bin ja in Schweden wohnhaft und vom schwedischen Steuerrecht ausgegangen. Also am Montag habe ich einen Termin beim Steuerberater. Dann weiß ich mehr. Bei meinem Formular ist auch schon einiges maschinell ausgefüllt worden.

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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Aelve » 15. April 2008 13:41

Lieber Volker,

da wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du das mal in Erfahrung bringen kannst, welches Formular man benutzen muß, wenn man Zinsaufwendungen geltend machen will. Ich habe schon mal versucht, beim Skatteverket anzurufen, aber da ich kein schwedisch verstehe, verstand ich natürlich nur Bahnhof und ich habe bisher auch nicht in Erfahrung bringen können, ob man beim Skatteverket auch einen deutsch sprechenden Ansprechpartner erreichen kann. Nirgends bei den zugesandten Unterlagen des schwedischen Finanzamtes ist ein Hinweis darauf, dass man die Zinsen für ein Haus, welches man vermietet, absetzen und eintragen kann. Bisher mußte ich davon ausgehen, dass man von den Mieteinnahmen nur pauschal 20 % Kosten absetzen kann. Zwar hatte ich schon mal gehört, dass die Schweden ihre Häuser nicht abbezahlen wollen, wobei ich dann glaubte, dass evtl. nur in Schweden lebende Bürger die Zinsaufwendungen absetzen können.
Wir fahren wahrscheinlich bald wieder nach Schweden, wenn ich näheres wüßte, dann würde ich dann direkt dort zum Skatteverket gehen, um die Zinsen nachträglich geltend zu machen.

Grüße Dich Aelve
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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon stavre » 15. April 2008 13:51

hallo aelve

man muß eine personennummer haben.das ist vergessen worden zu erwähnen und möglichst in schweden arbeiten

blue

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon blue » 15. April 2008 17:54

Hej Aelve,

ich meine ziemlich genau zu wissen das Du die Zinsen nur dann "absetzen" kannst, wenn Du auch hier in Schweden Dein Geld verdienst. Es ist dann eher eine Steuerreduktion die du erhälst und ist wirklich nicht uninteressant, aber nur wenn Du hier halt Lohnsteuern zahlst.

Bis zu einem gewissen betrag sind es 30% der Rest 21%.
Da kommt dann schon ein schönes Sümmchen zusammen, was man mehr in der Lohntüte hat.
Das witzige....du kannst auch Zinsen geltend machen, die eventuelle in Deutschland zu zahlen sind.

Anmelden mußten wir beim Skatteverket nix - dank des öffentlichen Systems Schwedens - die Bank muß ja eh dem Amt alles melden.

LG
Heike

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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon Imrhien » 15. April 2008 22:26

Dazu hätte ich auch gleich eine Frage:
Weiss jemand ob ich die Zinsen auch absetzen kann, wenn ich das Haus über eine deutsche Bank finanziert habe? Ich zahle ja auch meine Raten, eben nach Deutschland. Normalerweise würde ich sagen, nein, aber wegen der EU könnte es ja doch gehen. Weiss da jemand was? Wir wissen auch noch nicht so richtig wo wir das finden. Sonst würden wir auch mal beim Skatteverket anfragen.

Grüße
Wiebke

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Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon jörgT » 15. April 2008 22:32

Ich weiss das auch nicht, aber eine Nachfrage beim skatteverket ist vielleicht sinnvoll - Du musst in diesem Jahr ja auch in Schweden steuerlich angeben, wenn Du z.B. in D. eine Immobilie besitzt ...
Jörg

blue

Re: Hausfinanzierung über schwedische Bank?

Beitragvon blue » 15. April 2008 23:06

@Wiebke

ja Wiebke ein 100% ja!!!
Wir haben es letztes Jahr so praktiziert.
Zu dieser Zeit hatten wir noch unser Haus in D, welches natürlich über eine deutsche Bank finanziert wurde.
Diese Zinsen konnten wir auf das Gehalt meines Mannes anrechnen lassen und man bekommt die volle Steuervergünstigung.
In diesem Fall muß man sich natürlich selber beim Skattervekt melden, da das Amt von den Bankgeschäften in D natürlich meistens nichts weiß.

Wenn Du die Steuer für 2007 noch nicht gemacht hast kannst Du es noch einreichen. Ansonsten ist es üblich diese Belastungen "vorab" amzumelden, sodaß auf das monatliche Gehalt abgerechnet wird.

LG
Heike


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