Grundschule Unterforderung Überspringen einer Klasse

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Östgöta Gubbe
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Grundschule Unterforderung Überspringen einer Klasse

Beitragvon Östgöta Gubbe » 15. Januar 2019 21:29

Hej!
unsere 11 jährige Tochter besucht eine kleine Wohlfühl-„Bullerbü“ Grundschule in Östergötland. Seit 2 Jahren. Bei der Einschulung stimmten wir der Rückstufung um ein Jahr (Klasse 3 zu 2) zu, um ihr Zeit zu geben, Schwedisch zu lernen. Jetzt, zwei Jahre später, spricht die Kleine akzentfrei und fliessend! (Und korrigiert mich mit meinem fürchterlichen Akzent...). Soweit, so gut.
Jetzt aber stellen wir fest, dass sie sich generell langweilt. Gut, dass die staatlichen Schulen nur bedingt auf individuelle Leistungssituationen eingehen können, ist so und akzeptieren wir auch. Denn die soziale Integration hier ist wunderbar und die traumhaft kleinen Klassen kannst Du in Deutschland vergeblich suchen.
Wir haben jetzt, nach zwei Jahren, mit der Lehrerin gesprochen und um ein Überspringen der Klasse gebeten. So, wie es mit der ersten Lehrerein, die die Schule leider verlassen hat, vereinbart war. So käme die Kleine wieder in die ihrem Alter und Ihren Voraussetzungen gerechte Jahrgangsstufe. (Kl. 5). Jetzt aber schreibt uns die Lehrerein, zwar habe sie dies mit dem Rektor besprochen und die Versetzung würde genehmigt werden, aber wir sollen bitte ein Dokument unterschreiben, dass dies quasi auf unser Risiko erfolge und die Schule keine „extra Resourcen“ bereitstellen könne.

Frage: Wer hat Erfahrungen mit dem Überspringen von Klassen in der schwedischen Grundschule gemacht und welche Regeln gibt es hierfür in Schweden? Danke im Voraus!

vibackup
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Re: Grundschule Unterforderung Überspringen einer Klasse

Beitragvon vibackup » 23. Januar 2019 22:30

Unser Sohn hat das damals gemacht; ich erinnere mich nicht, ob wir da so ein Dokument unterschrieben haben, aber es geschah (nach langen Diskussionen) in Konsensus mit der Schule.
Das war auch gut so, denn damit landete er gut in der neuen Klasse und beim neuen Lehrer.
Wenn ich an eurer Stelle wäre, würde ich ein Gespräch mit Lehrer und Rektor suchen und nachfragen, wie deren Einschätzung ist.
Es kann ja sein, dass das Dokument eine reine Formalität ist, oder aber, dass sich die Lehrerin eben nicht sicher ist, ob das eine gute Idee ist.
Und unabhängig davon: auch wenn die Lehrerin unrecht hat, macht es Sinn, das im Konsens zu lösen.

//M *der vielleicht schon zu verschwedischt ist*

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Re: Grundschule Unterforderung Überspringen einer Klasse

Beitragvon sverige_aelg » 24. Januar 2019 10:17

Hej,

grundsätzlich ist das mit dem Dokument schon völlig ok.
Denn auch die Schule muss sich rückversichern, dass ihr hinterher nicht sagt, ihr braucht extra Unterstützung.
Aber wenn alle Seiten einverstanden sind, auch der neue Lehrer, dann sollte man es probieren.
Fragt aber ruhig nach, wie es aussieht, sollte Eure Tochter sich nicht in der neuen Klasse wohlfühlen.
Mit 11 sieht die Welt anders aus als mit 9. Und das gilt auch für die schwedischen Kinder.
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse der ungenügend informiert ist. (John B. Priestley)

Tine76
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Re: Grundschule Unterforderung Überspringen einer Klasse

Beitragvon Tine76 » 25. Januar 2019 12:22

Hallo,
ich glaube auch, dass sich die Schule einfach absichern will, damit ihr vom Lehrer der aufnehmenden Klasse dann nicht Extrawürste verlangt. Ich weiß, dass "normales" Überspringen hier oft etwas misstrauisch gesehen wird (von wegen, keiner soll was Besonderes sein wollen...), insofern würde ich darauf hinweisen, dass es sich nicht um ein Springen zu älteren Schülern handelt, sondern darum, dass eure Tochter zu Gleichaltrigen kommt.

Immer den Konsens mit der Schule suchen, die hier (meiner Erfahrung) nach das Wohl des Kindes im Auge hat. Und diplomatisch vorgehen, d.h. nicht sagen "ihr ist langweilig", sondern "sie braucht mehr Herausforderung"... :wink:


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