große Scandinavienreise

Dein persönlicher Urlaubsbericht. Erzähle uns, was du Spannendes erlebt hast. Fotos willkommen.
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Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

nobse

Re: große Scandinavienreise

Beitragvon nobse » 15. Juli 2008 11:28

Jau! Er sagte was vom Porsanga , das müsste dort sein.

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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon frasimi74 » 17. August 2008 12:09

Hej zusammen,

hat eigentlich jemand mal wieder was von
Gerd gehört???

Wo treiben sich die zwei denn gerade rum???

LG Frank :smt006
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Swedenfan

Re: große Scandinavienreise

Beitragvon Swedenfan » 17. August 2008 15:19

frasimi74 hat geschrieben:Hej zusammen,

hat eigentlich jemand mal wieder was von
Gerd gehört???

Wo treiben sich die zwei denn gerade rum???

LG Frank :smt006


Hallo Frank
Das einzige was ich von Nobse gehört habe, war,das sie die letzten Tage gemeinsam verbracht haben.
In der Gegend von Zschirli.Vielleicht kann sie noch etwas mehr dazu schreiben.
Gruß Peter

jörgT
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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon jörgT » 17. August 2008 17:25

Gerd und Traudl haben gestern mit uns telefoniert. Sie sind in der Gegend Vilhelmina/Dorothea, wollen sich dort noch etwas umschauen und dann langsam Richtung Süden; wir erwarten sie in Orsa in der ersten Septemberwoche!
Es geht ihnen gut und sie haben viel erlebt und gesehen ...
Jörg

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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon frasimi74 » 17. August 2008 17:43

Hej Peter und Jörg,

danke für die Info.
Bin auf den Bericht dieser "Traumreise" schon
sehr sehr gespannt.

LG Frank :smt006
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Zschirli

Re: große Scandinavienreise

Beitragvon Zschirli » 17. August 2008 18:23

Swedenfan hat geschrieben:Das einzige was ich von Nobse gehört habe, war,das sie die letzten Tage gemeinsam verbracht haben.
In der Gegend von Zschirli.Vielleicht kann sie noch etwas mehr dazu schreiben.


Ich konnte die beiden leider nicht persönlich kennenlernen.
Weiss aber, dass sie vorgestern (Freitag) mit nobse und Aurora an besagter Stelle (mit den sichtbaren aber nicht angelbaren Lachsen :lol: ) am Feuer gesessen haben. Mit Feuerwasser :lol: . Aber das hatten wir ja schon an anderer Stelle :lol: .

Wer auch immer als nächster mit ihnen spricht bzw. Kontakt hat:
liebe Gruesse von uns und gute Weiterreise!!!

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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon Fanny » 17. August 2008 19:31

Auf den Reisebericht bin ich auch gespannt, wer kann schon sooooooooooo lange Urlaub machen.
Und dann noch ganz frei mit WoMo. Ein Traum.

Ich wünsche ihnen auch noch einen supertollen Verlauf für die weitere Reise.

:smt006
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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon Aelve » 17. August 2008 19:41

Hallo,

wenn Ihr Kontakt zu Nobse habt, dann grüßt ihn auch von mir recht schön. Er soll viele schöne Motive für seine Lieblingsrubrik Bilderrätsel mitbringen. Aber auf jeden Fall soll er sich auf der Reise auch gut erholen und amüsieren, das wünsche ich auch seinen Reisebegleitern von Herzen.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

legionnaire

Re: große Scandinavienreise

Beitragvon legionnaire » 30. August 2008 18:30

Hej hej Euch allen,
endlich haben wir mal wieder einen Netanschluß gefunden und können unseren Bericht an Euch senden.
Die Bieraktion war ja nun wirklich erfrischend, denn Nobse hat uns tatsächlich einen ganzen Kasten und zwei Sixpacks deutsches Bier mitgebracht, und sage und schreibe zwei ganze Salami, Mensch der dachte bestimmt ich wäre am verhungern, dabei bin ich auf dieser Reise beinahe aus den Nähten geplatzt. Aber riesig gefreut haben wir uns über die Dinge, nobes hatte Recht, was das verschenken anbetrifft und man trinkt natürlich auch mal mit irgendwem ein oder zwei Bier und dann ist irgendwann die Trockenheit im Bierfass heimisch. Gudrun hat für Traudl auch noch Wein mitgebracht und als wir ankamen haben sie uns ein Abendessen gemacht und wir haben einen getankt.......also einfach an dieer Stelle nochmals herzlichen Dank
" Ihr zwei Lebensretter", es war wirklich schön zu erfahren, daß jemand an einen denkt.
Nun aber noch den Bericht und die Route:

Hallo Euch allen,
wir wollen uns wieder mal melden um zu zeigen, dass wir am Leben sind........
Vom 01. bis 07. Juli haben wir uns in Tromsø aufgehalten, teils zwangsweise, weil ja der Schalter von der LIMA zum Kühlschrank kaputt war, doch auch die Kabel waren durchgeschmort, warum auch immer, also selbst Hand anlegen war nicht möglich, ich wollte ja auch nicht, denn ich bin ein Bastler vor dem Herrn.....
Wir haben eine Werkstatt gefunden, die auch bereit war die Geschichte in Ordnung zu bringen, aber natürlich am Montag und so haben wir das WE vom 5. auf den 7. Juli in Tromsø, bzw. in der Umgebung verbracht.

Der Montag war durch einen Bummel durch die Stadt, mit Kaffee trinken und essen gehen und anschließendem Abholen unseres Ottos ausgefüllt. Norwegische Preise rundeten das ganze ab, aber die Kühlung funzt wieder.

Wir machten uns Dienstag in der Frühe ( schamvolles Geständnis, es war 11:00 ) auf den Weg , weiter nach Norden, Richtung Hammerfest.
Die Lyngenhalbinsel war unser nächstes Ziel, dort fanden wir einen wunderbaren Platz für die Nacht, mit traumhafter Aussicht. Kein Haus in der Nähe, nichts deutete auf Privat hin, doch am Nachmittag bekamen wir Besuch, der uns unmissverständlich klar machte, noch eine Stunde und dann seid ihr hier weg...................
Noch nie haben wir Probleme gehabt, weil wir einen Platz benutzt haben, so zogen wir wie begossene Pudel von dannen und gaben die weitere Erkundung diese schönen Erdenfleckens auf, um nicht noch mal irgendwo ins Fettnäpfchen zu treten. Aber der Platz hatte nie und nimmer eine Ähnlichkeit mit einem privaten Platz..........

Wir hatten ja schon eine ganze Weile gestanden und ich hatte einen Mittagsschlaf eingelegt und so konnten wir in den beginnenden Spätnachmittag und Abend hineinfahren. Und wir fuhren, bis kurz vor Skjervøy, wo wir einen stillen Platz fanden.
Unterwegs haben wir einige Plätzevon 2002 gekannt, die waren alle überlaufen, Bil an Bil stand da und das mögen wir nicht, also immer noch weiter und weiter. Die Lyngen – Alpen standen im Gegenlicht, so dass man nicht photographieren konnte, bzw. die Bilder wurden nichts, zu dunkel....dort muß man am Morgen sein, so, wie wir es geplant hatten, aber man kann nicht alles haben......Schwamm drüber.

Nachdem wir kurz vor Skjervøy übernachtet hatten sind wir am nächsten Morgen dort hin gefahren, zwei Tunnels waren mal wieder zu fahren, der eine 3,2 km lang und 920 mtr. unter dem Meer. Skjervøy selbst hat uns nicht gefallen, wir dachten an ein kleines Fischerdorf, doch es ist eine aufstrebende Kleinstadt, viele Touristen und nicht unser Fall, also schnell wieder weg.

Nachdem wir ja in den Tälern keine sehr guten Erfahrungen gemacht hatten, was Stellplätze angeht, Verbote und viele private Plätze, sind wir immer nur durch die, an der E 6 liegenden, Täler gefahren und haben uns diese angesehen. Das Reisdalen war eines der beeindruckensten, aber auch hier nur Campingplätze, privat oder schon belegt, also keine Möglichkeit stehen zu bleiben. Wir fuhren bis ins Mathisdal, wo wir, als hätten wir es geahnt einen Platz gefunden haben und dort die Nacht verbrachten.
In diesen beiden Tagen sind wir die beachtliche Zahl von 688,7 km gefahren, das war so absolut nicht vorgesehen.

Am nächsten morgen fuhren wir nach Alta um dort das Museum und die Felszeichnungen die dort ausserhalb liegen anzusehen.
Mein Tagebucheintrag lautet:

Dann sind wir als erstes zu den Hellristninger gegangen, schon beindruckend, was die „Altvorderen“ da hinterlasen haben. Es muß ganz schön Arbeit gemacht haben, diese Felsritzungen zu machen, damit die Nachkommenden sehen können, wie diese Menschen gelebt haben, wie sie jagten, fischten und auch tanzten und spielten, leider konnten sie uns nicht hinterlassen, wie hart das Leben damals gewesen sein muß, das muß man sich selbst ausmalen. Aber traumhaft gewohnt haben sie, einen wunderbaren Blick auf den Altafjord hatten sie sich ausgesucht..........

Es war wirklich sehr interessant dort und als wir gegen 8:30h kamen, kaum Menschen da, als wir gegen 11:30 gingen, eine Menschenmasse wie auf dem Jahrmarkt.

Wir ließen Alta hinter uns, genossen den Weg nach Hammerfest – Forsøl, zu unserem Stellplatz von 2002, wo wir, wie befürchtet auch viele WOMOs vorfanden.

Wir haben festgestellt, dass sich der Tourismus, besonders mit Wohnmobilen und Caravans, seit 2002, immens verstärkt hat. Früher hat man sich gefreut, wenn mal ein Auto entgegenkam, heute ist es umgekehrt....

Wir werden ein paar Tage in Hammerfest bleiben, um dann Richtung Kirkenes zu fahren, immer noch hoffend, dass der Strom der WOMOs irgendwann mal nachlässt...........

Hammerfest......die Metropole mit den meisten Prädikaten nördlichste................der Welt.............
Irgendwie ist es auch nicht mehr das Hammerfest, das wir noch aus 2002 kannten; kann es sein, dass ich nur noch alles grau in grau sehe?????

Viel gebaut wurde hier, nicht schön, aber hoch.........aber wer wird denn gleich maulen.......wir sind ja selbst Touristen, vergesse das manchmal....

Unser Platz in Forsøl, den wir ja von 2002 kennen war zwar bereits fest in holländischer Hand, als wir ankamen, doch die standen alle am falschen Platz, woher sollten die Frischlinge auch wissen, dass der kleine Platz weiter vorne der beste WOMO - Stellplatz dort oben ist, man sieht direkt auf das Eismeer, nicht auf das Hafenbecken von Forsøl, mit seiner Fiskebruk.

Am Abend des ersten Tages haben wir nur einen kurzen Spaziergang ans Eismeer mit seinem herrlich weißen Sandstrand gemacht, am zweiten Abend haben wir uns als „ Bergsteiger“ betätigt, um die Mitternachtssonne zu geniessen, das haben auch ein paar Bobiler entdeckt und sind auch herauf gestiegen auf den Buckel, haben die Angel mitgebracht........?? und sind dann wieder abgestiegen. Ich hatte ja den Verdacht, dass die mit den Angeln die Flugzeuge, die jetzt über Forsøl herein kommen, vom Himmel holen wollten....ja , ja, der Lärm, er macht einen madig.......

Zwei Tage standen wir in Forsøl, um dann eine Nacht in Hammerfest zu stehen, der Sonne wegen, die uns in dieser Nacht ein Schauspiel der Extraklasse bot, eigentlich war es schade und wir wollten auch nicht zu Bett gehen, doch irgendwie muß man ja am anderen Tag wieder aufstehen. Trotzdem..........wenn die Sonne so am Himmel steht und es nachts heller ist, als manchmal am Tage, dann lohnt es sich allemal lange aufzubleiben.

Nach dieser Nacht in Hammerfest haben wir noch eine weitere in Forsøl zugebracht, um dann am Montag in der Frühe Richtung Gamvik aufzubrechen. Es mussten einige Kleinigkeiten besorgt werden, wie eine frisch gefüllte Gasflasche, ein bestimmtes Werkzeug ( Engländer) und dann konnte wir die nördlichste Stadt der Welt verlassen........

Über Skaidi führte uns der Weg auf der 94 auf die E 6, wo wir dahin zuckelten, der Verkehr liess schon etwas nach im Gegensatz zu der Hatz nach Hammerfest.
Trollholmen war unser Ziel, wo wir auch nächtigen wollten. Dort angekommen genügte eigentlich ein Blick auf Bus und WOMO´s, um zu wissen, das wird nicht unser heutiger Schlafplatz.

Die, der Sage nach versteinerten Trolle haben wir auf einem wunderbaren Spaziergang von etwa 2 Stunden besucht, alleine der Weg dahin war sehenswert, Dolomitgestein, ausgewaschen seit tausenden von Jahren hat die unglaublichsten Formen hervorgebracht, so behaupten wenigsten die Gelehrten, wir glauben doch an die andere Variante, dass die Trolle vom Tageslicht überrascht wurden und deshalb zu Stein geworden sind.......

Nach dem Trollbesuch machten wir uns auf den Weg Richtung Lakselv, wo wir in der Nähe einen Platz zum Übernachten, von der Reise in 2002, kennen. Diesen Platz haben wir ohne zu suchen gefunden und wir verbringen die heutige Nacht hier, bei....natürlich......Mitternachtssonne, sie lässt uns nicht los und wir geniessen sie, es wird nur noch wenige Tage dauern, bis die Sonne sich dann am Abend wieder hinter den Horizont zurückzieht. Dann irgendwann wird auch unsere Reise die grobe Richtung Deutschland nehmen müssen..........aber, es dauert noch..........

Am 15. o7. frühmorgens haben wir uns auf den Weg Richting Gamvik – Slettnes gemacht, über die 98 und dann über den berüchtigten Nordkinnveien, der im Winter oftmals unpassierbar ist und wo es eine Fähre gibt, die nur im Winter von Kalak aus die Nordkinn Halvøya versorgt, solange der Veien unpassierbar ist.
Unterwegs gab es kleine Schmankerln wie den Silfar Canon, den Adamsfossen und die schlichte, doch reizende Kirche von Lebesby.....
Und heute galt wie schon so oft „ der Weg ist das Ziel“, unser Tagebuch hat folgenden Eintrag:
Wie so oft war heute mal wieder der Weg das Ziel. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber eben unserer.........
Diese unendliche Weiten, karge Hochebenen, windzerzauste und krüpplig gewachsene Birken, Seen, Moore, Flüsse und jede Menge Tiere, jedoch keine Elche oder Rentiere......wobei hier tausende Rene weiden......

Die Superlativen nahmen kein Ende und wir haben immer wieder gestaunt und gegafft. Ein Rastplatz hoch im Fjell hat uns eingeladen und wir sind der Einladung gefolgt, haben zwei Leute getroffen, die aus Quedlinburg kommen und ein nettes Gespräch geführt.

An unserem Ziel beinahe angekommen, sahen wir von weitem schon Bobile stehen, na ja, wir waren ja darauf vorbereitet, denn kein Platz, den wir von früher kennen ist unbeleckt vom großen Treck der Reisenden aus aller Herren Länder. Wir standen hier 2002 mit Nachbarn, die aus Tübingen im VW-Bus da standen, ansonsten war nichts ausser Renen, Möven etc., heute stehen hier 11 Bobile, ein Caravangespann und mehrere PKW´s und der Platz wurde nicht größer.................


Am zweiten Tag in Slettnes haben wir, auf das Erreichen des nördlichsten Punktes unserer Reise, eine Flasche Sekt niedergemacht

Das Wetter war leider nicht dazu angetan, in Slettnes zu verweilen, heftiger Sturm, Regen und Nebel machten uns einen Strich, durch unsere, vom Wetter 2002 geprägte, Rechnung. Aber hier oben, in der Arktis, muß man eben auch damit rechnen.
Und so zogen wir nach einem Ruhetag aus Slettnes ab, besuchten das interessante Museum in Gamvik, wo wir ein Führung bekamen, wieder mal gratis......und dabei sehr viel über die Lebensumstände der Menschen hier, aus früherer Zeit und auch aus der heutigen, erfuhren.

Ein Besuch in der Kirke ward angeschlossen und weil wir da eh schon waren, haben wir auf dem angeschlossenen Friedhof gleich unsere Wasserbestände aufgefüllt.

Nachgetragen sei, dass am zweiten Tag mit uns zusammen nur drei Bobile standen und eines am Abend nachkam.


Dann gings den Nordkinnveien wieder zurück, der wie auf dem Hinweg ein Stück Erde ist, das man als „ Nordlandfahrer „ unbedingt gesehen haben muß, wir könnten Stunden darüber berichten.......

In Ifjord ging es dann ab ins Fjell. Das Ifjord Fjell hat es in sich, sowohl als Schönheit, als auch als Marterstrecke für die Autos. Man konnte sich kaum satt sehen an den Felsen etc., aber unser Otto hat mehr als einmal sehr verdächtig geächzt, als die Straße sich auf weniger als 5 Metern dreimal in der Spur verändert hat und auch noch riesige Schlaglöcher auf die Achsen lauerten. Trotzdem würden wir diese Strecke jederzeit wieder fahren......

Als wir auf Tana bru zurollten kam ein Gewitter über uns, man sollte meinen der Regen der letzten Wochen wäre auf einmal gefallen, doch nach etwa 3o Minuten war der ganze Spuk vorbei, die Sonne hatte uns wieder, nur die Schnacken waren jetzt auf Kampf eingestellt........

Wir haben gleich noch den Weg Richtung Berlevåg unter die Hufe genommen. Ein Aussichtsplatz war unser Ziel ( 38 km nach Tana bru ), doch dieser Aussichtsplatz war nur mit einem geländegängigen KFZ zu meister, unser Otto ist ja allerhand gewohnt, aber da wären wir nie rein gekommen, ohne Schaden und raus gar nicht mehr, der Platz lag zu tief neben der Straße.......
Also ging es weiter und zwar beinahe nochmals 38 km, bis wir einen Platz gefunden haben, der uns zusagte, es waren schon andere unterwegs zu sehen, aber eben keine schönen und die beiden schönen waren bereits belegt...lache.....so ist es, wenn man frühmorgens Museen ansieht und die Reise erst gegen 13:00 beginnt.

Der Platz war sehr ruhig und am nächsten Morgen machten wir uns dann auf, nach Berlevåg zu fahren, ein sehr weiser Entschluß, denn hier war auch wieder der Weg das Ziel, einfach umwerfend, spitze Felsnadeln die wie Drachenzähne schräg in die Luft standen, Schwärme von Tauchenten, Kormorane, Fette Henne in verschiedenen Farben im Fels, also einfach schön, auch wenn das Wetter mal wieder so gar nicht mitmachen wollte, eben scandinavisch und wir wussten das und wollten hierher fahren......

Im Moment sind wir auf der Rückfahrt von Berlevåg, nach Båtsfjord fuhren wir nicht, da uns erzählt wurde, dass dort eine einzige Baustelle wäre......Baustellen haben wir hier genug gesehen und gefahren.......

Ein Rastplatz an der 890 war unsere Bleibe für diese Nacht, ruhig, an einem See gelegen. Nur ein „ Mülltourist“ aus Norwegen kam mal am Abend , seinen Dreck abzuladen.

Am nächsten Morgen ging es weiter, zunächst war Tana bru unser Ziel, zum entsorgen und einkaufen, dann ging es weiter, Richtung Varangerbotn, wo wir auf die E 75 fuhren um einen CP für das WE zu finden, der an der Route nach Vardø liegt; doch leider....entweder waren wir mit Blindheit geschlagen, oder unsere Karte hat Einträge, die so nicht stimmen. Wie dem auch sei, bis Vardø haben wir keinen CP gefunden, wenn man davon absieht, dass natürlich in Vestre Jakobselv einer ist, das war uns aber noch zu früh am Tage.............es ist nicht einfach, uns alles recht zu machen.

So landeten wir in Vardø, wo wir aber nicht stehen bleiben wollten, also zurück, durch den Tunnel auf dem Vardø, über Land, nur zu erreichen ist, 2942 Mtr. lang 88 Mtr. unter dem Eismeer, richtig schöne steile, ähnlich wie der von Skjervøy, aber viel heller beleuchtet..........

Die alte Mole von Svartnes hatte es uns dann angetan und wir benutzen sie heute als Stellplatz, mal sehen, vielleicht bleiben wir morgen auch noch hier stehen, oder wir rollen weiter und machen es uns in Kirkenes oder Umgebung gemütlich...

Also, wir haben uns entschlossen am nächsten Tag nach Hamningberg - Skjåvika zu fahren, das äusserste Ende der Welt, das man hier oben mit dem Auto erfahren kann und wir haben es nicht bereut.........diese Landschaft hatte etwas urzeitliches an sich, spitze, schroffe, steile, schräg noch oben stehende Schieferplatten, dazwischen Sandstrände, weiß wie in der Südsee......
Ein traumhaftes Stück Erde, wie viele die wir schon gesehen haben, doch das war etwas ganz besonderes, natürlich auch wieder nur für die, die so etwas gerne mögen, wie immer im Leben.

Aber auch hier hatte das Wetter kein Einsehen mit unseren Wünschen nach Trockenheit, Sonne hätte es ja gar nicht sein müssen......und so sind wir am nächsten Tag einfach weiter gefahren, Richtung Kirkenes und haben dort in der Nähe, in Hesseng, auf einem CP drei Tage gestanden, aber nicht nur um besseres Wetter abzuwarten, grinse, nee wir haben Wäsche gewaschen, dies und jenes umgestellt und gespielt, denn der Regen war unaufhörlich zu Gange.

Am zweiten von den drei Tagen sind wir nach Kirkenes gefahren, etwas einzukaufen und dann haben wir die Gelegenheit am Schopfe gepackt und sind nach Grense- Jakobselv gefahren, im Regen, bei Schmuddelwetter und haben dort vier WOMOS angetroffen, also auch dieser Platz „ Touristenverseucht“, na ja, wir dachten es uns schon........
Das Wetter hatte uns nicht eingeladen und das drumherum auch nicht, so sind wir wieder auf unseren CP in Hesseng zurückgeeiert.

Dann stand der Øvre Pasvik Nasjonalpark auf dem Plan und immer noch hat es geregnet........trotzdem, dort wollten wir unbedingt nochmals hin, denn wir hatten 2002 sehr schön dort gestanden. Die Piste dahin ist zwar grauenhaft, mehr Löcher als Grusweg, doch wir kamen an und was fanden wir vor.......Deutsche mit WOMO und PKW..........also, man kann nirgendwo mehr alleine sein, nur mitten im Wald und selbst da kann man noch irgendwen antreffen.........

Wir haben einen Tag dort verbracht, die Schnacken haben usn auf zwei Spaziergängen beinahe aufgefressen, das hatten wir bis dato nicht gehabt, die ganze Reise waren diese Viecher auf ein erträgliches Maß vorhanden.

Am Abend des zweiten Tages sind wir dann weitergezogen, nachdem es WE war und eine Horde Jugendlicher mit Kanus ankam und Feuer machten und dabei einen Lärm vollführten, na wie diese „ Kinder „ halt so sind, wir waren letztlich ja irgendwann auch mal jung......
Die Nacht haben wir auf einem schönen Platz zugebracht, den wir aus 2002 annten und am nächsten Morgen haben wir beschlossen, nicht über Neiden, Sevettijärvi nach Kaamenen in Finnland zu fahren, sondern zurück bis Tana bru und von dort aus die E 6 und die E 75 zu nehmen, da die E 75 als besonders schöne Strecke gilt und das hat sich komplett bestätigt.
Die Landschaft war natürlich eine ganz andere, Rentiere ohne Ende und die dazugehörigen Schnaken ebenso ohne Ende.
Die Nacht verbrachten wir auf einer Hochebene mitten im Rentierzuchtgebiet, alleine, ohne WOMO´s, nur mit Renen zusammen.....
Um dann am anderen Morgen weiter Richtung Schweden zu fahren, weil wir dort Freunde treffen wollten, aber dazu waren ja mehrer Grenzübergänge zu absolvieren, was hier oben ja nichts besonderes ist, man knattert vorbei und gut ist............
Die nächste Nacht verbrachten wir nochmals im Rentierzuchtgebiet, zusammen mit einer solchen Menge an Schnaken, dass wir beinahe Reißaus genommen hätten, doch wir waren müde und es war keine bessere Mögliche in Sicht die nächsten zweihundert KM.

Nun ging es am Morgen weiter, durch Finnland bis zur schwedischen Grenze in Muonio. Ich habe meiner Fahrerin das erste mal eine falsche Angabe wegen der Route gemacht und promt mussten wir deshalb 70 km mehr als geplant fahren, aber auch das passiert eben mal, besonders, dann, wenn man frühmorgens zu faul ist, die Karte nochmals anzusehen und glaubt, man kenne ja alles.............ha,ha,ha......

So kamen wir auf einigen Um – und Irrwegen nach Vittangi und haben dort erst mal wieder etwas eingekauft, in einem total versifften ICA, aber Idee-Kaffee hatten die und der Preis wäre auch nicht schlecht gewesen, gerade mal 50 ct. Mehr als in D.....

Als wir dann in Piilijärvi ankamen, w unsere Freunde schon seit zwei Tagen waren, war großes Hallo und big Tam Tam und es gab ein eiskaltes deutsches Bier.....wie köstlich, denn unser Stoff ist schon lange alle, wir haben zuviel verschenkt........

Die beiden haben uns doch tatsächlich eine ganze Kiste Beir mitgebracht und zwei Six-packs, dazu 2 riesengroße Salami´s der edlen Sorte und zum Abendessen waren wir auch gleich noch eingeladen, Mensch ging es uns an diesem Abend gut....nicht dass wir sonst gedarbt hätten, aber eben deutsches Bier, deutsches Brot und deutsche Wurst........
Die Nordländer haben ja wirklich auch gutes Brot und Wurst, aber die Wurst ist irre fett und das Brot in Norwegen, wo wir ja her kamen ist auch nicht das Wahre, wenn man rein beisst, hat man Luft zwischen den Zähnen. Aber wir wollen ja hier nicht meckern, sondern einfach aufzeigen, dass es mehr als einen Grund gibt, Euch alle, mal irgendwann wieder heimzusuchen.........ist ein Versprechen....keine Drohung........

So Leute, nun muß mal wieder Schluß sein.......ach nee, beinahe hätte ich vergessen, dass mein Freund gestern einen Hecht mit 115 cm gefangen hat, Bilder werden es beweisen und ich hab einen mit 90 cm....geschenkt bekommen, von einem Finnen, den haben wir, den hecht natürlich, gestern gleich als Fischsuppe verarbeitet. Und heute gibt es Renken, so was wie Felchen, die hat uns unser CP-Besitzer gestern im Netz gefangen.
Wir freuen uns schon darauf................mmmmhhhhhhmmmmmm.......
Und sie haben sehr gut geschmeckt, geräuchert habe ich auch welche und die wurden auch verhaftet, herrlich, so frisch aus dem Rauch.

Sechs Tage standen wir insgesamt in Piilijärvi, wir hatten wunderschöne Tage dort, saßen mit Freunden einen Abend in einer Kota die wunderschön ausgestattet war, leider konnte man keine Bilder machen, denn eine Kota ist sehr privat und das ist den Sami heilig.

Bei der Abfahrt hat unser Otto irgendwas wie Klakkern von sich gegeben, schnell war der Grund bekannt, die Wohnraumbatterien waren einfach runter, 8 + 12 Jahre alt, wen wundert das........so durften wir uns zwei neue Batterien kaufen, aber nun dürfte das auch ausgestanden sein.

Die Batterien haben wir in Luleå gekauft, wo wir hingefahren waren, weil es da einen Händler gibt der Batterien vorrätig haben sollte.........
Wir fuhren von Piilijärvi über Gällivare auf der E 10 nach Luleå, eigentlich war diese Strecke über Jokkmokk und dann auf der 97 und ab Edefors auf der rechten Seite des Luleälven geplant, doch manchmal kommt es anders als man denkt.
Und der Kauf von zwei Batterien hat sich als nicht ganz einfach dagestellt, zwei Läden hatten keine Gelbatterien auf Vorrat, Bestelldauer zwei – drei Tage, aber wir brauchten ja welche, bei VOLVO wurden wir fündig nachdem ich bei einem Reifenhändler um Rat gefragt hatte, wo man so ein Teil denn bekommen könne.......
Sogar den Einbau hat man uns gemacht, ein junger Man bot sich an, das zu machen, nehmen wollte er nichts dafür als ich nach den Kosten fragte, also hat mal wieder eine Flasche Schnaps den Besitzer gewechselt und ich war froh darüber, denn man musste den Beifahrersitz demontieren........

Nun stehen wir doch in der Nähe von Edefors, wo wir geplant hatten etwas zu stehen, nahe der 97, am Kraftwerk auf einem CP, der wunderbar gelegen ist. Ich möchte meine Batterien voll laden, deshalb nochmals CP.
Wir standen zwei Tage, es war so herrlich ruhig und auch landschaftlich schön.

Danach fuhren wir auf einer Nebenstraße ohne Nr. weiter bis Boden, dort haben wir mal wieder Gas gekauft, das teuerste bis jetzt, 11 kg stolze 590,00 skr. in D bekommt man so was für 12,oo -13,00 €.

Und nun kommt was ganz irres, wir haben in Norwegen, ganz im Norden in der Nähe von Vardø unser hinteres Kennzeichen vom WOMO verloren, wo genau wissen wir auch nicht. Damit sind wir über alle Grenzen gefahren, an der Grenze von Norwegen nach Finnland das erste mal angehalten worden, es war aber nur eine Befragung, für unser fehlendes Kennzeichen hat sich niemand interessiert.
In Boden haben wir dann überlegt, dass wir doch endlich was tun müssten. Nach langem suchen haben wir dann einen Laden gefunden, der auch Schilder macht. Dort rein, gefragt, ob es möglich wäre so ein ähnliches KZ zu machen und es ging. Der junge Mann ging mit ans husbil, hat ausgemessen und dann hat er uns ein Klebeschild gefertigt und selbst an unserem Otto angebracht. Solange er das Schild gemacht hat, habe ich zwei Flaschen Pils aus dem Auto geholt und ihm dann für den Service gegeben, denn ursprünglich sollten wir ca. 5 Std. warten bis es fertig wäre, erst die Bitte, es doch wenn möglich gleich zu machen hat es dann ermöglich auch gleich danach los zu fahren.
Als der junge Mann das Schild am WOMO fetsgemacht hatte, haben wir uns verabschiedet und er wünschte noch gute Reise.....doch dann , als er schon weg war, hat mich Traudl gefragt, was es denn gekostet hätte....oh weh, das hatte ich vergessen und so ging ich stracks zurück und wollte das Schild bezahlen....aber denkste, der Mensch sagte doch glatt:“ Du hast das mit zwei deutschen Bieren doch bezahlt, nein, nein, das kostet Dich nichts.....und er bleib dabei, sein Partner der auch schon vorher dabei saß hat sich gekugelt vor Lachen, weil ich das Schild partout bezahlen wollte.
So haben wir ein neues, kostenloses, wenn man vom Bier absieht das mich auch nichts gekostet hat, Schild. Zwar kein originales, doch ein originelles....

Wir fuhren dann nach Luleå – Gammalstaden. Einer sehr alten Kyrkstad mit einer sehr schönen Kirche und auch unserem Hauptziel „ Margaretas Värdshus“ hier hatten wir 2002 fürstlich gespeist und das hatten wir auch dieses mal vor, vorweg gesagt, es ist uns auch gelungen......

Nach einem Rundgang in der Kyrkstad und einem Besuch der Kirche sind wir dann weitergezogen und wollten in Rosvik, neben der E 4, auf einem Platz den wir kannten stehen, doch Fehlanzeige, den Platz gab es so nicht mehr und was davon übrig war, lud nicht zum Bleiben ein.......so fuhren wir weiter, bis Jävre, auch an der E 4, dort gab es einen Platz für Durchreisende husvagn och husbiler und wir nahmen den dankend an, da wir schon in Piteå im havsbad gesucht hatten und auch sonst unterwegs alle möglichen Ecken abgeklappert hatten, denn wir wollten eigentlich an diesem Tag nicht mehr sehr weit fahren, nachdem wir gegessen hatten.

Am nächsten morgen haben wir gesehen, da+ auf der anderen Straßenseite ein Servicehaus steht und sind dorthin gefahren, um zu entsorgen und zu bunkern und was sahen wir da....eine Säule, an der man hätte Strom abnehmen können, sogar kostenlos.......beinahe hätte ich mich in den
A.......allerwertesten gebissen, denn Strom ist wichtig, funktioniert doch unser Kühlschapp, seit Wochen, nicht mehr mit Gas. Na ja, das ist eben Künstlerpech.

Am nächsten Tag fuhren wir bis Skellefteå um von dort eine, als sehr schön auf der Karte eingezeichnete, Route zu fahren. Nach insgesamt 86, 2 km war bei uns schon Schluss, wir fanden einen sehr netten Badsplats, wo wir stehen geblieben sind. Ein Mann mähte gerade die Wiese und da haben wir gefragt, ob wir eine Nacht stehen bleiben könnten, na klar meinte er, kein Problem und er gab uns Tips, wo wir Erdbeeren holen könnten und schenkte uns als Krönung noch eine ganz frische Salatgurke. Ein schöner Abend und eine ruhige Nacht haben wir hier verbracht.
Am Morgen ging es auf dieser schönen Route weiter, dann nach Skelleftehamn und auf einer Straße ohne Nr. wieder auf eine sehr schöne Route, auf der wir einen Badsplats entdeckt haben, eigentlich waren woir schon am Schild vorbei, doch ich dahcte, wenn das ein schöner Platz ist....dannn.....und es ist einer. Ein ganz langer Sandstrand mit Umkleidekabinen etc. Bänken und Tischen, Basballplatz und keine Menschenseele weit und breit, zumindest als wir ankamen. Doch es ist WE und wir wussten, hier werden noch viele Menschen kommen um zu baden.
Und sie kamen in Scharen, doch alles sehr kultiviert und ruhig.
Traudl machte uns einen Kaffee und es gab feine Schoko-Kekse dazu, schwedische natürlich. Ein paar Leute saßen da auch schon und wir haben uns an einen Tisch gesetzt, hej, hej gesagt und das wars dann auch.
Schweden gehen sehr selten auf einen zu um ein Gespräch anzufangen, so stellt es sich uns dar, auch aus unseren früheren Urlauben hier.
Dann gingen die alle nach etwa 20Min. weg und wir waren wieder alleine, bis einer der Leute mit einem Boot wiederkam, da hat es mich doch gejuckt und habe ein Gespräch angefangen und siehe da, es war lustig.

Wir erfuhren, dass, an diesem Freitag ein Kräftekalas ist, also ein Fest an dem Krebse gefangen werden. Dieses Erlebnis findet jeden zweiten Freitag im August statt und geht von 18:00 abends bis morgens um 6:00, in dieser Zeit dürfen Krebse gefangen werden mit mindestens 9 cm Länge.
Wir wurden eingeladen uns am Abend am Strand wieder einzufinden um das Schauspiel zu erleben. Das haben wir auch wahrgenommen und ich wurde sogar eingeladen, mit auf den See zu fahren, weil ich fragte, mit was und wie man die Krebse fängt. Es waren kleine Netzreusen mit Leber darin und in zweien davon sogar Krebse, bis auf einen waren aber alle zu klein und so blieb die Ausbeute bei meinem „ Fischer“ auf 19 Stck. begrenzt, aber er hatte ja noch die ganz Nacht........

Irgendwann sind wir dann nachhause gegangen und haben ausgiebig geschlafen.

Heute gibt es Renken zum Mittagessen, mit Salzkartoffeln und Tomatensalat und morgen werden wir Elchsteaks haben, eigentlich sollte ich dazu ja Spätzle machen, Preisselbeeren haben wir ja..............
Nun aber gut, ich möchte Euch ja nicht den Mund wässrig machen..........

Nach beinahe drei Ruhetagen sind wir dann wieder auf dieser, als sehr schöne Strecke auf der Karte eingezeichneten Route weiter gefahren. Doch nicht sehr weit, gerade mal 69,2 km, bis wir an der Ostküste in Sikeå einen kleinen, doch herrlich gelegenen CP gesehen haben, auf dem wir eine Nacht blieben, wir brauchten etwas Strom für das Kühlschapp.......und weil es uns so gefiel, blieben wir zwei tage dort...

Dann fuhren wir entlang des Vindelälven bis Rosinedal und standen dort eine Nacht im Wald, um am nächsten Tag die Route fortzusetzen und einen Stellplatz direkt am Vindeln zu suchen, wo wieder Gudrun und Norbert auf uns warteten, die Koordinaten hatten wir ja.
Die Strecke am Vindelälven entlang ist wunderschön, trotzdem die Straße teilweise......u.a.S. ist, aber das kennen wir ja.

Nach zweie Nächten haben wir dort unsere Zelte wieder abgebrochen und sind weiter gefahren, auf der 365, wieder eine wunderbare Strecke und wieder haben wir eine Nacht mitten im Wald zugebracht.
Am anderen Tag in der Frühe haben wir einen Buntspecht beobachtet, der absolut nicht scheu reagierte obwohl er uns bemerkt hatte.

Dann ging es weiter auf der 365, der 45 und der 90, bis wir, wenige km vor Åsele, einen wunderbaren Stellplatz fanden, der mit einer Schutzhütte und einer Feuerstelle ausgestattet war und wie schon oft, brannte am Abend das Lagefeuer und wir saßen und tranken genüsslich ein Bier..........

Am nächsten Morgen, es war bereits der 18.08. und 11:00 fuhren wir über die 90 nach Åsele, wo wir beim Tanken ein Paar aus HD getroffen haben, ein ausgiebiger Schwatz war die Folge und dann ging es weiter auf der 92 nach Dorotea, wo wir ein paar Dinge eingekauft haben. Auch da trafen wir wieder drei Paare aus D und auch hier wurde wieder getratscht....dann noch schnell in der Apotheke ein Schmerzmittel kaufen und dann aber los, so dachte ich jedenfalls.....
Doch was sehe ich plötzlich hinter unserem Otto herfahren, ein uns bekanntes WOMO, ich glaubte es kaum, denn die beiden wähnte ich schon auf der Heimreise.....es waren wieder Gudrun und Norbert, die wir ja noch vor einigen Tagen getroffen hatten.
Wir fuhren einige Km zusammen um zu frühstücken, zwischenzeitlich war es 15:00 Nachmittags, danach fuhren die beiden, mit unseren guten Wünschen versehen weiter, zurück zur 45 und dann Richtung Heimat in Brandenburg.
Wir beide zottelten, im strömenden Regen Richtung Borgafjäll, wo wir am Abend auch Station machten.
Am nächsten Morgen zogen wir weiter, es waren etwa 25 km bis die Straße endete, dort haben wir eine Rast eingelegt um danach weiter zurück zu fahren und in der Nähe von Storbäck dann abzubiegen in Richtung Strömnäs, um dort nochmals den Vildmarksvägen, den wir bereits dreimal befahren haben, zuletzt am 11.06. diesen Jahres, in der Gegenrichtung zu bewältigen.

Eine sehr gute Idee, wie wir gemeinsam feststellten, denn das Wetter wurde schön, der Regen war zu Ende, zumindest bis Abends und in der Nacht schlafen wir ja nun wieder, die Mitternachtssonne ist ja nicht mehr zu sehen.
Die Trappstegsforsarna waren von einigen WOMO´s frequentiert und so zogen wir hinauf in Marsfjäll, wo wir eine einsame Nacht zubringen durften.

Am nächsten Morgen sind wir dann zu den Trapstegsforsarna gefahren, haben dort von weitem schon einen Bus mit Touris stehen sehen. Wir haben sehr nette Menschen getroffen und einige Gespräche geführt. Nach etwa 2,5 Std. sind wir weiter gefahren, bis nach Fatmomakke, gerade mal 47,3 km. Dort haben wir die Nacht verbracht, doch zuvor einen sehr langn Spaziergang gemacht, die Kyrkstad angesehen, die wir 2002 schon sahen, doch damals waren die Kirche und die umliegenden Gebäude verschlossen und dieses mal hatten wir Glück, alles war anzusehen. Das Wetter war uns sehr hold, denn die Sonne schien den ganzen Tag und wir konnten zum essen draußen sitzen, erst am Abend spät kam Bewölkung auf und es regnete. Die ganze Nacht hat es geregnet, doch am Morgen sah es nach Aufklarug aus.....doch es war nicht die erhoffte Sonne, denn die Helligkeit ging bereits in Klimpfjäll wieder in Regen über.

In den letzten beiden Monaten hatten wir eigentlich nun genug Regen, doch wir wissen auch, dass wir in Scandinavien sind und , dass wir inden ersten Monaten der Reise einen riesigen Dusel mit dem Wetter hatten........


Am nächsten Tag, kamen wir bereits nachmittags in Ankarede an, der zweiten Sami – Kyrkstad, die an diesem wunderschönen Vildmarksväg liegt. Hier kann man noch Duschen für 5,- skr., Wasser ist wie überall gratis, aber auch der Strom kostet nichts und Toiletten sind auch vorhanden, richtige WC´s wie wir sie kennen und alles sehr, sehr sauber. Und auch eine richtig gut eingerichtete Küche, mit großem Herd und einer Dopperlspüle.

Eigentlich wollte ich ja erst morgen ein sehr gutes Essen zaubern, zu unserem „ Kennelernungstag“ und meinem Geburtstag,doch als ich da an die Arbeit dachte, habe ich es bereits heute gemacht. Zunächst standen Linsen mit Spätzle auf dem Küchenzettel, hier fehlten die Saitenwürstle....dann war Gaisburger Marsch im Gespräch, doch da muß man lange Zeit kochen, im Auto nicht so das idelale, wegn dem vielen Dampf.
Daß wir hier in Ankarede stehen ahnten wir nicht, sonst wäre der Einkauf anders gelaufen.....also gab es der Deutschen „ Lieblingsgericht „,
Sauerkraut, Purreé und gesalzener Schweinebauch und dazu eine der letzten Dosen Weißbier, Mann hat das geschmeckt.........und so gibt es heute eine leichte Pasta mit Tomatensalat und dazu eine Flasche Chianti.
Wir fahren heute auch nur wenige km, denn wir werden den Tag und die Nacht in Jorm verbringen, wo wir bereits 2002 unseren „ Feiertag“ verbracht haben. Dort kann man herrlich sitzen und angeln und dabei was trinken und quatschen.......

Nach dem Tag in Jorm sind wir aufgebrochen um zur Höga Kusten zu fahren und diesen Teil Schwedens noch anzusehen, ehe wir nun endgültig langsam südwärts fahren müssen....., aber es wird ja noch einige Tage dauern, bis es soweit ist.

Am Anfang der Reise erschien uns die Zeit unendlich lange, nun sehen wir, dass auch diese Reise irgendwann endet, was wir natürlich wussten, doch plötzlich vergeht die Zeit irgendwie schneller, zumindest glaubt man das.

Hoting war das erste Etappenziel zur Höge Kusten, wir stehen hier an einem Platz, den uns Gudrun und Norbert empfohlen haben.....

Der Abend war erfüllt vom Schreien dreier Schwäne, die sich gegenseitig jagten, von Abendrot und vom Schnappen der Fische im See.

Der Morgen danach, ein Nebel, man sah die Hand vor den Augen nicht und ich hatte Traudl versprochen, sie kann aus unserer „Haltebucht“ raus fahren, wenn sie sich traut............und sie hat sich getraut und diese Sache mit Bravour gemeistert......Norbert weiß, wo wir standen, er hat gesagt, dass er sich da nicht getraut hatte, weil es nach Regen aussah, und das verstehe ich sehr gut, es sind Wurzeln, Sand und sonst nichts als Untergrund gewesen.
Es ging weiter, wir wollten auch an diesem Tag alles in Ruhe angehen lassen und uns bald einen Lagerplatz suchen........doch wie es so oft im Leben ist, denken darf man, nur nicht denken .............

Lange Rede kurzer Sinn, es wurde eine Fahrleistung von 468,5 km erbracht und denn lieben langen Tag nach einem ordentlichen Platz gesucht. Entweder stand da, wo einer war ein Haus dahinter, war ein Sperreboom davor, ein Verbotsschild angebracht für Camper, oder der Platz erwies sich als nicht tauglich..................so kann man diese Fahrleistung erbringen. Zu guter Letzt haben wir uns auf einen Rastplatz ( Höga Kustenbron ) an der E 4 gestellt, wo wir sogar eine ruhige Nacht verbrachten. Die Strecke zu beschreiben würde den Rahmen dessen sprengen, was ich noch gerne schreibe......

Nach der Nacht an der E 4 haben wir die Gegenrichtung angetreten, auch auf der E 4 und sind bis Ullånger gefahren, wo wir zur Höga Kusten abbogen. Wir fuhren lauter Straßen ohne Nr. daher macht es auch wenig Sinn, die genaue Route zu beschreiben, wer möchte, erhält sie natürlich ausführlich beschrieben von uns, aber das normale Kartenmaterial gibt es nicht her......

Wir fuhren als Ausgleich für den Vortag nur knapp 24 km an diesem Tag und fanden zudem noch einen Platz, der einmalig war. Ein Strandbad in Omne, auf der Route nach Norrfällsviken. Am Abend hatten wir uns mal wieder ein Lagerfeuer gemacht und saßen, wie meist, mutterseelenalleine und glücklich zusammen am Feuer. Klar, dass ein Glas Wein und ein Bier getrunken wurde. Wir hätten Euch gerne mal eingeladen, so etwas zu erleben.

Am Tage nach diesem schönen Abend waren wir wieder auf Tour, diesmal waren es 153,7 km und die waren auch nicht von schlechten Eltern, es ging laufend bergauf, bergab, mal wie eine Achterbahn und mal wie ein Karussell und meist löchrig wie Schweizer Käse, echte Crashpisten und mir so richtig Spaß bereitend beim Fahren, Traudl konnte heute nicht, sie hat ein dickes Auge.......allen Gerüchten zum Trotz........nicht von meiner Faust.....sie hatte vor Tagen schon mal am anderen Auge so ein Ding, wir vermuten Zugluft, wissen aber wirklich nichts genaues und weh tut es auch nicht.......
Auch an diesem heutigen Tag taten wir uns mit dem Platz finden schwer, es war ähnlich wie vor zwei Tagen und wie wir es auch schon von der Südlichen Schärenküste kannten. Man kann ja auch verstehen, dass die Menschen hier ihre schönen Plätze alleine genießen wollen und die sahen wir zuhauf. Eine wunderbare Ecke diese Höga Kusten Landschaft.
Am Nachmittag haben wir einen Platz direkt am Bottnischen Meerbusen gefunden, hoch darüber allerdings und kaum zugänglich.

Wir hatten eine sehr ruhige Nacht, trotz naher Straße.....aber frühmorgens kam dann doch ein Neugieriger, der unbedingt wissen wollte was auf unseren Kisten denn drauf steht, er fuhr direkt hinter uns ran, las und entschwand sofort wieder.......aber das haben wir schon mehrmals erlebt, auch gefragt wurden wir schon, was das bedeute......

Am nächsten Tag haben wir mal wieder so richtig viel Geld ausgegeben, denn Diesel, Gasflasche, Scheibenklar und 2 Taktmischung standen auf dem „ Einkaufszettel“ , mal locker rund 150,- € weg, dafür haben wir die nächsten Tage keine Sorge wie wir warm bekommen, oder kochen.....lache.

Der Tag war mal wieder total verregnet und wir fuhren irgendwo im Busch herum, seit Tagen stimmen die Straßenschilder nicht mit den in der Karte eingezeichneten Ortsnamen überein.........klar findet man seinen Weg, doch es ist manchmal recht mühsam, wenn man an einer Gabelung oder Kreuzung steht, wo keinerlei Hinweis auf die Ortschaften ist, die man auf der Karte sieht. Genug gejammert.....aus........
Wir fanden heute einen wunderbaren Platz, wieder am Bottnischen Meerbusen, doch diesmal kann man den Busen anfassen, betatschen wollte ich gerade schreiben.......ein ehemaliger Militärischer Schießplatz ist hier als ein idyllisches Plätzchen hergerichtet worden. Man steht völlig im Busch und sieht trotzdem das Meer, hat sogar Strom und Wasser am Platz und kann die Sanitären Anlagen des Cafe´s benutzen, einschließlich der Dusche. Die Leute sind mehr als freundlich hier, wie eigentlich überall wo wir gewesen sind und das nach einer Saison mit vielen Touris.
Das Café hatte eigentlich gar nicht mehr geöffnet, wir hatten Glück, eine Schülergruppe war hier und so bekamen wir auch Kaffee und Kaneelbullar, leider gab es keine Vafflår mehr, die sind in Schweden etwas ganz besonderes. Wir haben noch einen kleinen Gang zum Meer gemacht und uns die tobenden Wellen betrachtet. Leider hörte der Regen heute gar nicht auf und nun kommt auch noch starker Wind aus dem Bottn. Meerbusen herein.


Am Morgen danach sah das Wetter auch nicht besser aus, es trommelte Regen aufs Dach und schüttete wie aus Eimern, die See war wie gestern am Abend im Nebel verschwunden. Trotzdem würden wir jederzeit gerne wieder hierher kommen.
Unsere Fahrt ging weiter, zurück zur E4 bis Timrå, dann auf einer Nebenstraße bis Kovland und ab da auf der 86 bis Bispgården, unterwegs sahen wir uns den Thaländischen Pavilljong in Utanede an. Ein Monument das an den Besuch des Thailändischen Königs Chulalongkorn den V erinnert, der hier im Jahr 1897, auf einer Visite der intern. Kunst – u. Industrieaustellung weilend, die Gemeinde Ragunda besuchte.
Danach ging es weiter bis Bispgården, wo wir die 87 nahmen um Richtung Östersund yu fahren, dort wollen wir ein paar Tage stehen um uns mal wieder richtig zu duschen, Wäsche zu waschen und unseren Otto wieder aufzumöbeln. Vor allem aber wissen wir, da+ wir dort einen I-Netanschlu+ bekommen werden, damit endlich dieser elendiglich lange Bericht rausgehen kann.

Die Route kann ich im Moment nicht anhängen, technische Probleme mit dem Netanbieter.
Dann wünschen wir Euch allen noch schöne tage, gesundheit und alles was Ihr Euch wünscht.
Für all die Fragen nach uns, die Grüße und die Wünsche danken wir an dieser Stelle mal allen pauschal, wir wollen nach der Reise mal persönlich schreiben.
Eure Traudl und Gerd

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Sápmi
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Re: große Scandinavienreise

Beitragvon Sápmi » 30. August 2008 19:32

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Hab nun erst mal nur die erste Hälfte gelesen. :wink:

legionnaire hat geschrieben: Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber eben unserer.........
Diese unendliche Weiten, karge Hochebenen, windzerzauste und krüpplig gewachsene Birken, Seen, Moore, Flüsse und jede Menge Tiere, jedoch keine Elche oder Rentiere......wobei hier tausende Rene weiden......


Ach, solche Landschaften sind doch immer die schönsten, oder? :D


legionnaire hat geschrieben:und haben dort in der Nähe, in Hesseng, auf einem CP drei Tage gestanden,


Dort hab ich letztes Jahr eine Nacht im Zelt übernachtet. Voll verspießt, oder? Aber eben schon sehr ruhig.

legionnaire hat geschrieben:Dann stand der Øvre Pasvik Nasjonalpark auf dem Plan


Der würde mich auch mal reizen, aber da gibt's gar keine richtigen Wanderwege, also markierte, oder?


legionnaire hat geschrieben:beschlossen, nicht über Neiden, Sevettijärvi nach Kaamenen in Finnland zu fahren,


Schade, denn diese Strecke ist gerade besonders schön, aber ok, ist natürlich auch Geschmackssache. :wink:

Jedenfalls insgesamt tolle Route, freue mich schon auf Bilder.
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)


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