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Sicher gibt es Möglichkeiten; ich hatte zwei hier in der nachbarschaft wohnen, die das gemacht haben. Die eine ist allerdings wieder nach deutschland zurueck, der andere hat sich ein haus am anderen Ende der Stadt gekauft (ist also noch da).<p>Sozialarbeiter arbeiten hier als sozionom (kommun, socialförvaltningen oder andere soziale Dienste) oder kurator (landstinget, vård, z.B. im Rahmen einer psychiatrischen ÖV-mottagning.<p>Dabei gibt es Bedarf vor allem fuer echte kuratoren, also nicht solche, die dann sofort als Psychotherapeuten verschwinden, sondern wirklich an der Front arbeiten und Patienten mit schwierigen Problemen helfen... die Motivation dazu ist nicht unbegrenzt, leider.<p>Dass das Geld nicht sonderlich locker sitzt weder bei den kommunen noch beim landstinget, ist ja wohl allgemein bekannt. Daher ist man auch eher zurueckhaltend mit Neueinstellungen.<p>Und dass Du gut schwedisch sprechen solltest, ehe Du Dich bewirbst, ist wohl auch klar; Du hast sonst eine erhöhte Chance, schon in der Vorsortierung rauszufallen, da das Geld fuer die Sprachausbildung und die Zeit, die das dauert nicht da ist. Daher sollte auch Deine Bewerbung auf schwedisch verfasst sein.<p>Welche Regionen?<br>Sozialarbeiter werden wohl ffa in den 4 Grossstadtregionen gebraucht, dvs Stockholm, Göteborg, Malmö/Lund und Linköping/Norrköping.<p>Stockholm wuerde ich nachlassen, da das landstinget fantastisch verschuldet ist und ueber mehrere Jahre sparen muss. Die Arbeitsplätze dort sind einfach nicht sicher. Eine Wohnung bekommt man schon mit hinreichend viel Geld oder Zeit oder beidem, wobei hinreichend allerdings sehr sehr sehr gross sein muss.<p>Göteborg ist eine abgemilderte Version von Stockholm, was die Wohnungslage betrifft.<br>Västergötland duerfte es (abhängig davon, wie sich GM entscheidet) ganz gut gehen, da der Staat jetzt recht massiv auf Trollhättan setzt, um es in der konkurrenz zu Ruesselsheim zu stärken, wovon auch Göteborg auf Sicht profitieren duerfte.<br>Ausserdem ist es eine schöne Stadt.<p>Malmö/Lund kann ich nicht viel zu sagen, ist ja auch ohnehin Skåne...<br>;-)<p>Östergötland hat jetzt ein budget in balans (und den wohl meistgehasstesten landstingsdirektör ganz Schwedens), da sollte also der Einstellungsstopp bald aufgehoben werden können, spätestens wenn die Buergerlichen die Steuerung des landstinget uebernehmen (was wohl wahrscheinlich ist, nach dem, was sich die Sozialdemokraten hier geleistet haben). Da kann man sich also bewerben. Zumindest in Norrköping sind die Wohnungspreise moderat, in Linköping kanske eine Ahnung höher. Beide kommunen sind allerdings ziemlich verschuldet. Aber das trifft vermutlich auf die meisten kommunen zu.<br>Das ist die Gegend Schwedens, die ich am besten kenne, da ich hier (noch) wohne und arbeite...<p>Ansonsten gibt es diese Aufgaben natuerlich ueberall in Schweden, also auch in Värmland (Karlstad ist sehr huebsch), Örebro, Uppsala, Kiruna, Umeå mm.<p>Eine Anmerkung dazu: die Deutschen, die herkommen und in Sued- Mittelschweden landen, geben meist gemischte Rueckmeldungen. Man ist mit manchem zufrieden, mit anderem unzufrieden.<br>Diejenigen, die in Nordschweden landen, sind da oft digitaler: entweder sie sind hochzufrieden, oder sie kehren ganz schnell nach Deutschland zurueck.<p>Ich werde am Freitag den besagten Sozialarbeiter treffen, da werde ich mal sehen, ob ich noch weiteres erfahre. Melde mich dann noch mal.<p>Sicher interessiert Dich auch, was man formell machen muss...<br>Daher siehe beigefuegte URL, die ich ffa fuer Ärzte geschrieben habe, viele Teile sind aber allgemeingueltig. Ob das socialstyrelsen auch fuer die Anerkennung als sozialarbeiter zuständig ist weiss ich nicht, vermute es aber.<p>//M
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