Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

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Zschirli

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 12:06

tja Jana, nur ist nicht jeder stark genug, wie du und andere hier, den Parolen zu widerstehen und den Steinen des Lebens die Stirn zu bieten.

Aber es werden gerade diese Schwachen sein, die einmal den nächsten Krieg anzetteln werden.
Und das unter anderem auch, weil die Stärkeren auf ihnen rumgehackt haben, anstatt ihre Schwäche zu sehen und ihnen zu helfen und sie zu stärken - mit den richtigen und vernuenftigen Massnahmen, da sind wir uns einig.
Die Rechten haben das (leider) begriffen. Und wenn wir anderen nicht endlich aufwachen und das erkennen, wird es ein böses Ende nehmen.

An welchen Teil der deutschen Geschichte erinnert mich das nur?

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Lapplandinfiziert
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Lapplandinfiziert » 4. April 2008 12:19

Mein letzter Beitrag zu diesem Thema:

Wir müssen diesen Jugendlichen helfen wie auch immer, auch wenn die Erfolgsquote keine 100 % hat, es lohnt sich für jeden Einzelnen der es durch Hilfe geschafft hat.
Zuletzt geändert von Lapplandinfiziert am 4. April 2008 12:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Zschirli

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 12:29

:smt023 DANKE!

nobse

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon nobse » 4. April 2008 12:50

Es hat keiner gesagt ,das den Jugendlichen nicht geholfen werden soll. Das WIE ist die Frage.

Aurora

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Aurora » 4. April 2008 13:51

Oh, da habe ich in den letzten Tagen ja eine Menge verpasst. Hier geht es ja friedlich, aber voll her!
Die Ansichten müssen hier auseinandergehen, da man einfach von verschiedenen Jugendlichen spricht. Einmal sind es wirklich die eigentlich "armen Würstchen", denen man helfen muss und zum anderen geht es hier um Jugendliche, denen man mit solchen Projekten wahrlich nicht helfen kann ,wie sie im Ausgangsthread genannt wurden.
Würde man in der Schulpolitik nicht nur sparen, könnte man einige Plätze in den Haftanstalten leer lassen. Aber hier spielen noch so viele andere Faktoren eine Rolle....
Wenn ich von den Jugendlichen ausgehe, die Jana, Sabine,Nobse, Amarok und ? (weiß im Moment den Namen nicht) meinen, muss ich ihnen allen allerdings zustimmen.

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Sápmi
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Sápmi » 4. April 2008 16:01

Zschirli hat geschrieben:Warum der Steuerzahler dafuer zahlen sollte?

Der Steuerzahler (Staat) könnte ja auch an anderer Stelle fuer "solche Biester" zahlen - in Form von Betreuung zum Beispiel. Weil viele viele Eltern nämlich 2 oder 3 Jobs brauchen, um ihre "Biester" ueberhaupt ernähren zu können. Sie haben keine Zeit, um sich um die "Biester" zu kuemmern. Und die "Biester", alleingelassen, kommen eben auf die duemmsten Ideen. Zum Beispiel.
Oder aber die Investition in Prävention. Auch eine gute Möglichkeit. Manche "Biester" sind nur deshalb so "biestig", weil sie viele viele schlimme Sachen erleben mussten. Das zu verhindern oder zu erkennen und denen zu helfen wäre doch auch eine Variante. So könnte doch verhindert werden, dass diese verletzen "Biester" dann zurueckschlagen. Wenn die Gesellschaft (der Steuerzahler, Staat) sie schon so schmälich im Stich lässt. Und wenn zur Heilung ein Auslandsauffenthalt beiträgt - warum nicht? Das wäre, in meinen Augen, das mindeste!

Und die Rueckfallquote? Also mal ehrlich: wenn du einen Jungen, der jahrelang vom Vater verpruegelt wurde, in eine Massnahme steckst. Ihm zeigst, wie schön das Leben ist (sein könnte) und er Hoffnung schöpft. Nachher, nach Ende der Massnahme, kommt er nach Hause zurueck (oder ins Heim, wo er auch bloss der gepruegelte Aussenseiter ist) - und steckt in der selben Scheisse wir zuvor, oder schlimmer. Der soll dann nicht um sich schlagen vor lauter Wut und Frust? Da sollte sich der Staat und seine Sozialpädagogen und auch der Steuerzahler wohl etwas mehr einfallen lassen. (!!!)
Zum Beispiel, Eltern eine Perspektive und Unterstuetzung zu bieten, dass sie ohne seelische und finanzielle Probleme in Frieden ihre Kinder grossziehen können. Und auch tatkräftiger und schneller durchgreifen und eingreifen, wenn es die Eltern trotz aller Unterstuetzung nicht packen.

KEIN Kind dieser Welt wird als bösartiges Monster geboren! Niemand! Und alle haben das Recht auf ein glueckliches Leben! Wenn die Kinder "austicken" ist das immer in der Gesellschaft (Staat, Umwelt, Steuerzahler) begruendet. Und die sollen sich dann auch einen Kopf machen, wie den von ihnen geschädigten Kindern geholfen werden kann. Und zwar ohne sie fuer etwas zu bestrafen, wofuer sie eigentlich nichts können.

Die Kinder sind der Spiegel der Gesellschaft. Und wenn mir die Kinder nicht passen bringt es nichts, den Spiegel zu zerschlagen!


Ganz meine Meinung. Vielen Dank. *daumenhoch*
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Sápmi » 4. April 2008 16:06

janaquinn hat geschrieben:natürlich kommt kein Kind als Monster auf die Welt, hat auch nie einer behauptet. Aber nicht alle der Jugendlichen Straftäter werden jahrelang geprügelt. Denen ist einfach nur langweilig!


Aus Langeweile zum Straftäter werden? Nicht im Ernst, oder? Kann ja sein, dass sog. Langeweile mal ein Auslöser sein kann, aber die Gewaltbereitschaft muss schon woanders hergekommen sein, d.h. im Allgemeinen aus der Erziehung. Da braucht jemand auch nicht körperlich verprügelt worden sein - oftmals wurde einfach nicht genug auf den Menschen eingegangen. Was eben auch, wie nobse schon angedeutet hat, nicht selten in sog. "höheren" Gesellschaftsschichten vorkommt.
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon janaquinn » 4. April 2008 16:07

Hej Nicole,
ich habe die ganze Zeit überlegt, wie ich dir meine Meinung rüberbringe, ohne falsch verstanden wird. (So ein Hausputz kann für vieles gut sein :wink: ).
Im Fall der 3 Jungs, von denen du erzählt hast, der mir wirklich nahe geht, dass gebe ich offen zu! Aber ganz im Ernst, was bringt es diesen 3 Jungen, wenn man sie für ein halbes Jahr ins Ausland bringt, ihnen zeigt, wie toll das Leben ist und wie schön es sich leben lässt, wenn sie danach genau in das gleiche Elend zurück müssen, wo her sie gekommen sind?? Zu einem Vater, der wenn er denn mal da ist, die Mutter prügelt und vergewaltigt, einer Mutter, die schwerkrank ist, in ein Haus, welches man als solches nicht mal bezeichnen darf.
Es erinnert mich an ein Märchen, in welchem es einem König und einen Bettler gab, die sich auf´s Haar ähnelten. Der König fand es furchtbar lustig, den Bettler in den Palast zu holen, ihm einzureden, er wäre der König, nur um ihn am nächsten Tag wieder in die Gosse zu stossen. Dieses Spiel trieb er einige Male, aber irgendwann hatten es die Höflinge es satt und der Bettler wurde König, weil er der bessere König war.

Den Jungen und den anderen Jugendlichen wär mit Lehrstellen mehr geholfen, als mit einem Auslandsaufenthalt, der eben dieses Geld, welches man für die Schaffung von Lehrstellen benötigen würde, kostet.
Aber solange in Deutschland immer weniger Menschen immer mehr Arbeit für immer weniger Geld leisten, wird dies ein Wunschtraum sein.
Und wie Aurora schon angesprochen hat, an der Schul-und Bildungspolitik muss etwas getan werden, sonst sieht es in wenigen Jahren noch schlimmer als jetzt aus.

Versöhnliche Grüsse
JANA

@Sapmi´: Wenn man danach geht, müssten meine Geschwister und ich Schwerverbrecher sein, denn wir wurde sowohl verprügelt, meine Geschwister mit dem Armeegürtel meines Vaters, und Ignoranz von Seiten der Eltern, war auch mehr als ausreichend vorhanden.
Aber ganz ehrlich, wie bitte erklärst du dir den Vorfall mit dem Holzklotz? Wie zum Teufel kommen Jugendliche auf solche Ideen?? Und jetzt mit nicht mit Ego-Shootern anfangen, ich kenne genug Menschen, die eben diese Spiele spielen und keiner Fliege was zu leide tun können. Mein Mann spielt ebenfalls, wenn er einen anstrengenden Tag hatte 1-2 h Counters Strike, ohne gleich auf die Kinder oder mich loszugehen. Selbst die Mücken muss ich erschlagen, weil er es nicht kann.
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Sápmi » 4. April 2008 16:21

janaquinn hat geschrieben:@Sapmi´: Wenn man danach geht, müssten meine Geschwister und ich Schwerverbrecher sein, denn wir wurde sowohl verprügelt, meine Geschwister mit dem Armeegürtel meines Vaters, und Ignoranz von Seiten der Eltern, war auch mehr als ausreichend vorhanden.
Aber ganz ehrlich, wie bitte erklärst du dir den Vorfall mit dem Holzklotz? Wie zum Teufel kommen Jugendliche auf solche Ideen?? Und jetzt mit nicht mit Ego-Shootern anfangen, ich kenne genug Menschen, die eben diese Spiele spielen und keiner Fliege was zu leide tun können. Mein Mann spielt ebenfalls, wenn er einen anstrengenden Tag hatte 1-2 h Counters Strike, ohne gleich auf die Kinder oder mich loszugehen. Selbst die Mücken muss ich erschlagen, weil er es nicht kann.


Das ist es eben: Man kann und darf nicht pauschalisieren. Nicht jeder, der als Kind Opfer von körperlicher oder psychischer Gewalt wurde, wird später selbst zum Täter. Ein Teil schafft es zum Glück, nicht in diesen Teufelskreis abzurutschen, sondern um ein eigenes, positives Leben zu kämpfen. Warum? Bin kein Psychologe, aber was eine Persönlichkeit ausmacht, hängt eben von so vielen Faktoren ab, wobei die meisten eben doch in der Familie bzw. dem näheren Umfeld zu suchen sind.

Ich hab als Kind auch mal 'ne Barbiepuppe (bzw. so 'ne barbie-ähnliche Ballerinapuppe) zerstückelt und bin später trotzdem nicht zur Gewalttäterin geworden.
:wink:

Andererseits gibt's ja immer wieder diese Fälle von Überraschugnstätern wie z. B. Amokläufern, die bisher immer ganz unauffällig waren, aus "gutem Hause", etc., und keiner hatte auch nur die geringsten Anzeichen gemerkt. Ich denke, solche Sachen sitzen viel tiefer.

Ich hab zu dem Thema übrigens mal ein paar nette Bücher von so'ne Psychotypen namens Arno Gruen gelesen, die kann ich wirklich empfehlen (z. B. "Der Verlust des Mitgefühls", "Der Wahnsinn der Normalität", etc.).
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon janaquinn » 4. April 2008 16:25

Du hast also eine arme Barbie gemeuchelt?? :lol: Meine Puppen wurden zwar nicht zerstückelt, aber sie haben einige, na sagen wir mal, eigenartige "Unfälle" gehabt :twisted: !!


LG JANA
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