Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

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janaquinn
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon janaquinn » 4. April 2008 09:29

Hej,
ich stimme Amarok, Anja und Nobse zu, solche Auslandsprogramme sind, in meinen Augen, Verschwendung von Geldern. Die Rückfallquote ist trotzdem noch erschreckend hoch, es ist wie Perlen vor die Säue werfen....sorry für den Ausdruck.
Auch wenn ich in Schweden lebe, bekomme ich gut genug mit, was in Deutschland los ist. Da stirbt eine junge Mutter vor den Augen ihrer Familie, weil Jugendliche,aus Langeweile?, eine Holzklotz von [b]6kg!!!![b] von einer Autobahnbrücke werfen. Manch 12jähriger Bengel hat mehr Straftaten auf seinem Kerbholz als ein "altgedienter Strauchdieb" und freut sich noch drüber, weil die Staatsanwaltschaft ihn noch nicht belangen kann...noch nicht strafmündig :evil: :evil: !

Ich kann mich erinnern, als ich Teenager war, waren die Zeitungen voll mit den sogenannten CrashKids, die Auto´s gestohlen haben und damit Rennen gefahren sind. Einer wurde in mehrere Programme gesteckt, gebracht hat es nix.
Als ich nach München zog, wurde ein 15-16jähriger Türke abgeschoben, weil er einiges auf dem Kerbholz hatte.

Und dann soll der deutsche Steuerzahler diesen Herrschaften noch einen Auslandsaufenthalt zahlen? Warum?? Anderen Kindern und Jugendlichen einen Urlaub zahlen, wenn man mit eigenen nicht mal in den Urlaub fahren kann, geschweige sich traut überhaupt daran zu denken???
Es gibt genug Bereiche, die in Deutschland dringend Leute suchen, die gemeinnützlichen Behindertenvereine als Beispiel. Wobei ich mich ernstlich frage, ob ich solchen Leuten meinen Sohn anvertrauen würde.

Gruss JANA
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 09:58

Warum der Steuerzahler dafuer zahlen sollte?

Der Steuerzahler (Staat) könnte ja auch an anderer Stelle fuer "solche Biester" zahlen - in Form von Betreuung zum Beispiel. Weil viele viele Eltern nämlich 2 oder 3 Jobs brauchen, um ihre "Biester" ueberhaupt ernähren zu können. Sie haben keine Zeit, um sich um die "Biester" zu kuemmern. Und die "Biester", alleingelassen, kommen eben auf die duemmsten Ideen. Zum Beispiel.
Oder aber die Investition in Prävention. Auch eine gute Möglichkeit. Manche "Biester" sind nur deshalb so "biestig", weil sie viele viele schlimme Sachen erleben mussten. Das zu verhindern oder zu erkennen und denen zu helfen wäre doch auch eine Variante. So könnte doch verhindert werden, dass diese verletzen "Biester" dann zurueckschlagen. Wenn die Gesellschaft (der Steuerzahler, Staat) sie schon so schmälich im Stich lässt. Und wenn zur Heilung ein Auslandsauffenthalt beiträgt - warum nicht? Das wäre, in meinen Augen, das mindeste!

Und die Rueckfallquote? Also mal ehrlich: wenn du einen Jungen, der jahrelang vom Vater verpruegelt wurde, in eine Massnahme steckst. Ihm zeigst, wie schön das Leben ist (sein könnte) und er Hoffnung schöpft. Nachher, nach Ende der Massnahme, kommt er nach Hause zurueck (oder ins Heim, wo er auch bloss der gepruegelte Aussenseiter ist) - und steckt in der selben Scheisse wir zuvor, oder schlimmer. Der soll dann nicht um sich schlagen vor lauter Wut und Frust? Da sollte sich der Staat und seine Sozialpädagogen und auch der Steuerzahler wohl etwas mehr einfallen lassen. (!!!)
Zum Beispiel, Eltern eine Perspektive und Unterstuetzung zu bieten, dass sie ohne seelische und finanzielle Probleme in Frieden ihre Kinder grossziehen können. Und auch tatkräftiger und schneller durchgreifen und eingreifen, wenn es die Eltern trotz aller Unterstuetzung nicht packen.

KEIN Kind dieser Welt wird als bösartiges Monster geboren! Niemand! Und alle haben das Recht auf ein glueckliches Leben! Wenn die Kinder "austicken" ist das immer in der Gesellschaft (Staat, Umwelt, Steuerzahler) begruendet. Und die sollen sich dann auch einen Kopf machen, wie den von ihnen geschädigten Kindern geholfen werden kann. Und zwar ohne sie fuer etwas zu bestrafen, wofuer sie eigentlich nichts können.

Die Kinder sind der Spiegel der Gesellschaft. Und wenn mir die Kinder nicht passen bringt es nichts, den Spiegel zu zerschlagen!

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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon janaquinn » 4. April 2008 10:15

Hej Nicole,
natürlich kommt kein Kind als Monster auf die Welt, hat auch nie einer behauptet. Aber nicht alle der Jugendlichen Straftäter werden jahrelang geprügelt. Denen ist einfach nur langweilig! Aber statt sich z.B. Ehrenamtlich zu beteiligen, wo der Bedarf sehr sehr hoch ist (Deutsche Aidshilfe, Kinderkrebshilfe,Lebenshilfe ect...) kommen sie auf die dämmlichsten Ideen. Oder wie kann man den Vorfall mit dem Holzklotz erklären? Die Täter waren zwischen 16-20 Jahren alt!!!
Und es gibt Rückfallquoten:
http://www.wdr.de/online/news/crashkid/index.phtml

Ich habe auch nicht von Biestern gesprochen, aber ich bin der Meinung, dass viele Gelder anders und sinnvoller eingesetzt werden können, als einen Jugendlichen der schon die x-te Chance und Möglichkeit bekommen hat, ins Ausland zuschicken, wenn danach bei sicherlich 30% keinerlei Änderung zu sehen ist.

Gruss JANA
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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 10:15

Ich geb euch mal ein Beispiel (das tatsächlich so existiert und sicher kein Einzelfall ist):

Stellt euch ein Ehepaar vor (um die 40), 3 Kinder, Jungen (12, 17, 19). Der Mann ist Fernfahrer, mit vielen Ueberstunden und Wochenendarbeiten - um seine Familie zu ernähren. Die Frau ist nach der Wende arbeitslos geworden (hat Kuehe gemolken bei der LPG, die gibts nun nicht mehr) und krank, arbeitsunfähig (Rheuma und Arthrose). Sie haben von einem Gönner ein Haus geschenkt bekommen - nicht ahnend, dass mit dem Haus auch ein Berg Schulden in ihren Besitz ueberging. Das Haus stellte sich trotz vieler ehrlicher und harter Renovierungsbemuehungen als Bruchbude heraus. Aber irgendwo muss man ja wohnen. Wegen der Schulden sind sie jetzt insolvent. Wenn der Mann aller 3 Wochen mal nach Hause kommt ist er total frustriert. Denn er arbeitet hart und bekommt trotzdem nur so viel Geld, dass es gerade so zum ueberleben reicht. Er kommt nach Hause in eine Bruchbude zu einem leeren Kuehlschrank. Und vor lauter Frust verdrischt und vergewaltigt er seine Frau. Sie bleibt bei ihm, weil sie auf sein Geld angewiesen ist. Vom Amt bekommt sie nämlich nichts - sie haben ja das Haus und werden es auch nicht mehr los. Die Kinder sind vor so einer ausweglosen Situation genauso frustriert. Keine geilen Klamotten, nicht mal ein Fahrrad und Fuehrerschein ist Illusion - nicht mal ein Diskoabend ist drin. In der Gegend, in der sie wohnen gibt es auch keine Ferienjobs, nicht mal Bus und Bahn um ohne Auto oder Fahrrad irgendwohin zu kommen. Und natuerlich auch keine Ausbildungsplätze, gleich recht nicht fuer "solche Assis". Aber zumindest die beiden Grossen haben Freunde gefunden. Rechte. Aber die haben Geld und kuemmern sich. Und wenn man nachher ein paar Haltestellen angezuendet hat und einige Ausländer angepöbelt, bekommt man auch ein Bierchen und Anerkennung von denen. Und letztendlich ist es doch zu verstehen - jeder Ausländer hat es doch besser als sie.

Ich bin nicht rechts ganz im Gegenteil! Da jedoch gehen mir die Argumente aus. Ihr muesstet diese Frau und die Jungs gesehen haben - im Herzen wirklich total liebe Leute, ja auch diese rechten Jungs, die ihre Mutter ueber alles lieben und ihr Leben fuer sie lassen wuerden und die jedes Mädchen verteidigen, wenn es angepöbelt wird und damit sogar noch ihre Bewährung aufs Spiel setzen. Die leben unter Umständen, das wuensch ich meinem ärgsten Feind nicht! Und wenn ich dann höre oder lese, dass "solche Jugendliche" in ein Arbeitslager nach Sibirien gehören, da geht mir das Messer in der Tasche auf!!! :twisted:

nobse

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon nobse » 4. April 2008 10:52

Zschirli@ Das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Die, die alles haben, werden die "bösen Buben". Das war so eine Pseudoausrede mit den geschlagenen Kindern, natürlich kommt das auch vor. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder , denen es zu gut geht ,aus gutem Hause kommen ,eher zu diesen ,gelinde gesagt, Eskapaden , neigen. Lange Weile und Geltungssucht spielen dort ein große Rolle.Das setzt sich dann im Jugendalter fort. Wir dürfen das aber nicht verwechseln ,mit den Strassengangs, die es heut nicht nur in Amerika gibt. Und sogar Mädchen. Es hat also nichts mit der körperlichen Statur zu tun.
Sabine, Janaquin und Amarok haben Recht , warum nehmen sie nicht an AG teil, warum gehen sie nicht zum Mannschaftssport?
Ich habe Achtung vor jeden jugendlichen , der aus eigenem Interesse ein Hobby betreibt.Wir könnten jetzt ewig über Möglichkeiten diskutieren. Fakt ist ,wenn ich etwas ändern will, fängt es bei der Saat an. Und ich bleibe dabei , Arbeit bis zum Umfallen in solchen Fällen , uns hat es auch nicht geschadet.Trotzdem wir allen Mist gemacht haben ,haben wir unsere täglichen Aufgaben gehabt ,die nach der Schule zu erledigen waren.Selbsständig! Die Eltern haben sich um uns auch nicht kümmern können.Wir mussten Abwaschen , Hühner und Kaninchen füttern, ausmisten, Holz im Winter reinholen und im Sommer hacken, Toilettenpapier aus Zeitung reissen :lol: ! ,den Garten noch mit der Gießkanne (!) giessen ,Wasser in der Küche auffüllen usw. DANACH waren wir frei ,richtig frei.Denn die Eltern waren ja nicht da.
Übertrage das heute mal ein Kind . Spätestens nach einer Woche bekommst du zu hören:,"Keiner aus der Klasse muß so etwas machen!" oder das Jugendamt steht da ,wegen "Kinderarbeit". Schuld sind wir selber , unsere Kinder sollen es ja "besser " haben.Nur "besser" ist auch relativ zu betrachten.

Zschirli

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 11:01

ok, du hast recht. Die bösen bösen jugendlichen Straftäter haben eigentlich alles, was sie sich nur wuenschen können (Liebe, Geld, Perpektiven...). Sie langweilen sich nur... :?

nobse

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon nobse » 4. April 2008 11:11

Zschirli... jetz mal ehrlich, man kann doch nicht alles über einen Kamm scheren. Die " bösen " gibt es auch in der besten Gesllschaftsform. Die hat bloß noch keiner gefunden.
Jetzt lach mal wieder. Oder musstest du kein Toilettenpapier mehr aus Zeitungen schneiden... :lol:

Sabine

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Sabine » 4. April 2008 11:17

Meiner Meinung nach,muß man nicht unbedingt für ein Therapie-Programm eines! Jugendlichen in Ost-Sibirien(Neulich auf WDR) jeden Monat tausende!von Euros(was macht das eigentlich so teuer?)ausgeben.
Das Geld wäre hier in entsprechende Programme-Freizeit Gestaltung u.ä. besser aufgehoben.Zumal es mehr Kinder errreichen würde.
Wir müssen endlich einmal einsehen,das wir als Gesellschaft dafür sorgen müssen,das allen Kindern geholfen werden kann!Natürchlich ist das kostenintensiv-aber wer hat es verbockt???
Wie sagte mein ehemaliger Leher so schön:
"Sozialhilfe-Empfänger "machen" Sozialhilfe-Empfänger!"
Das ist leider zu häufig war,weil diese Kinder ja fast völlig von allem kulturellen Leben ausgeschlossen werden.
Kostet eben alles Geld,das nicht da ist.
Ich habe noch kein Museum gesehen,in das HartzIV-Empfänger umsonst hereinkommen!
Darüber solte man vielleicht auch einmal nachdenken.

Zschirli

Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon Zschirli » 4. April 2008 11:34

nobse hat geschrieben:Zschirli... jetz mal ehrlich, man kann doch nicht alles über einen Kamm scheren. Die " bösen " gibt es auch in der besten Gesllschaftsform. Die hat bloß noch keiner gefunden.
Jetzt lach mal wieder. Oder musstest du kein Toilettenpapier mehr aus Zeitungen schneiden... :lol:


Ich musste nicht nur Klopapier aus Zeitung schneiden. Nobse, ich hab Sachen erlebt und gesehen, das stellst du dir in deinen schlimmsten Albträumen nicht vor. Vielleicht bin ich da etwas duennfellig, kann ja sein.
Aber man sollte eben nicht alle ueber einen Kamm scheren. Es gibt ueberall böse Buben und auch Schmarotzer. Da sind wir uns schon einig. Z.B. gewisse Sozialhilfeempfänger mit Deutschlandallergie in Florida... Aber sollen wegen solcher Gestalten all die anderen wahrhaft Beduerftigen auch keine Hilfen mehr erhalten?
Ich denke schon, dass die Jungs aus meinem oben beschriebenen Fall ein wenig Sonnenseite des Lebens verdient hätten. Ihr nicht? Und wenn es eine Ausbildung oder sonst ein Camp im Ausland wär. Warum denn nicht? Und ... es gibt sie wirklich. Ich kenn die Leute persönlich und auch deren Geschichte mit allen Details (wir haben ihnen in und durch die Insolvenz geholfen, weil sie sich eine Beratung nicht leisten konnten und die kostenlosen Stellen hoffnungslos ueberlaufen waren - bis sie da einen Termin bekommen hätten, wären beide Eltern schon im Knast und die Kinder im Heim gewesen). Bei solchen Misständen kommt mir einfach das :smt078 ! Da hat Vater Staat einfach nur kläglich versagt! Und mir vergeht dabei das Lachen ... tschuldigung.

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Re: Gibt es in Schweden Wildnis Therapie Programme?

Beitragvon janaquinn » 4. April 2008 11:42

Genauso ist es Sabine!! Und genau deswegen stehe ich NICHT hinter diesen Auslandsprogrammen. Denn es kommt nur eine Minderheit zugute, ob es auch Früchte trägt ist fraglich.
Und wenn ich an meine Kinderheit und Jugend zurück denke, mir war nie langweilig. Klar haben wir auch mal Blödsinn gemacht, aber es war keiner, wo irgendwer oder irgendwas zu schaden kam, höchstesn wir und/oder unsere Klamotten.Meine Mutter war nach der Wende auch eine Zeitlang arbeitlos, aber sie hat wieder was gefunden. Sie hat dann bis zu ihrer Rente noch gute 12 Jahre bei der Polizei gearbeitet und dort saubergemacht.
Mein Vater musste nach der Wende den Betrieb "abwickeln" in welchem er gearbeitet hat. Danach hat es fast 1 Jahr gedauert, bis er wieder was fand....ÜBERQUALIFIZIERT. Am Ende hat er als Aussendienstler 3 Jahre lang Fenster verkauft, bis er gefeuert wurde...zu alt.
Ich habe nach meinen Schulabschluss nochmal 2 Jahre meine Realschulabschluss gemacht und dann eine Lehre begonnen. Seit 1995 war ich nicht einen Tag arbeitlos, habe teilweise 3 Jobs gleichzeitig gehabt, um über die Runden zu kommen.
Sind wir eine andere Generation? Denken wir soviel anders als die Jugendlichen heute??
Und ich denke, die Situation nach der Wende war für Ostdeutsche Jugendliche auch nicht unbedingt berauschend.
Ich stehe noch mit einigen ehemaligen Klassenkameraden in Kontakt, alle denken ähnlich wie ich, alle hatten einen schweren Start ins Berufsleben und trotzdem haben es alle irgendwie geschafft.
Ich brauche mir nur unseren "Findus" hier im Forum anzuschauen. Er macht ein Diakonisches Jahr in Schweden, ich finde das grossartig, denn er steckt nicht den Kopf in den Sand. Es gibt Möglichkeiten, bessere auf jedenfall als sich der Rechten Szene anzuschliessen, nur um nach Bushäusschen anbrennen und Ausländer anpöbeln ein Bier zu bekommen.
Aber vielleicht ist mein Blick nach einem Jahr Schweden einfach nicht mehr klar genug. Aber ich denke, wenn man was wirklich will, dann schafft man es auch. Auch wenn der Weg nicht eben ist, sondern voll mit Steinen und Schwierigkeiten. Wenn ich vor jedem Stein in meinem Leben gestoppt hat, wäre ich jetzt sicherlich nicht hier in Schweden, hätte keine abgeschlossene Berufsausbildung, sondern würde irgendwo rumsitzen und mich selbst bemitleiden, weil es mir ja keiner hilft.
Man muss sich erstmal selbst versuchen zu helfen, bevor man Hilfe von anderen erwarten kann.
Dies ist meine Meinung dazu, auch wenn ich dafür wahrscheinlich heftig kritisiert werde.
Aber ich habe geschafft, etwas aus meinem Leben zu machen, indem ich mir wirkliche Vorbilder gesucht habe, und nicht Leute, die einfach zur falschen Zeit am richtigen Ort waren, um mich mit ihren Rechten Parolen zu beeinflussen.

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