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 Betreff des Beitrags: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 13. Juni 2008 12:22 
Schwedenfreund
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Gibt es sowas auch in Schweden?

§ 1626
Elterliche Sorge, Grundsätze

(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist.

usw.

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 13. Juni 2008 12:59 
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Ich weiss nicht, ob es sowas auch in Schweden gibt. Aber dieses Gesetz zeigt mir, wie verd....geduldig doch Papier sein kann.
Traurig ist allein die Tatsache, dass es ein solches Gesetzt überhaupt geben muss, denn eigentlich sind die angesprochenen Dinge nur Teil einer ganz normalen Erziehung und der Beziehung zwischen Eltern und Kindern.

LG JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 13. Juni 2008 13:33 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
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Logisch gibt es sowas auch in Schweden, muss es mal raussuchen, wird in Schweden in Teilen auch strenger gehandhabt, ein z.B. Kind anzuschreien, ihm anderweitig psychisch oder physisch Schaden anzutun, kann ganz schnell beim "Jugendamt" aktuell werden. Da reicht ein Hinweis von z.B. der Kindergärtnerin, der Schule oder dem Arzt ohne Wissen der Eltern. Schneller und einfacher, als in Deutschland. Muss oft daran denken, wenn deutsche Touristenfamilien hier ihre Kinder in den Supermärkten lauthals zusammenschimpfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 14. Juni 2008 10:22 
Schwedenfreund
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Strandläufer hat geschrieben:
Logisch gibt es sowas auch in Schweden, muss es mal raussuchen, wird in Schweden in Teilen auch strenger gehandhabt, ein z.B. Kind anzuschreien, ihm anderweitig psychisch oder physisch Schaden anzutun, kann ganz schnell beim "Jugendamt" aktuell werden. Da reicht ein Hinweis von z.B. der Kindergärtnerin, der Schule oder dem Arzt ohne Wissen der Eltern. Schneller und einfacher, als in Deutschland. Muss oft daran denken, wenn deutsche Touristenfamilien hier ihre Kinder in den Supermärkten lauthals zusammenschimpfen.


Das ist ja interessant, wäre cool, wenn Du was findest, schön wäre auch auf Deutsch, aber ich kann auch selber suchen.

Ja, ist manchmal, zum Glück selten, schwierig aus der Schreifalle rauszukommen. Es gibt gefährliche Momente, wie auf die Straße laufen, wo auch mir die Nerven durchgehen, aber das kennen sicher alle Eltern.

Aber Supermarkt muss nicht sein, die sind ja versichert, auch wenn man es nicht komplett zerlegen muss.

Aber auch wir sind schon genervt ohne Einkauf rausgegangen, weil sich unser kleiner Held wegen Spielzeug aufgeführt hat ;-)

Ja, es hilft nur den Streßfaktor zu vermindern, obwohl es in D damit schwierig ist.

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Kinder im Supermarkt
BeitragVerfasst: 14. Juni 2008 12:23 
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Hej Helden,
der Sressfaktor im Umgang mit den Kindern ist subjektiv in Schweden geringer als in D, weil man einfach weniger "angemacht" wird, wenn/obwohl/trotz dass man Kinder mit dabei hat. Und ist man selber entspannter ueberträgt man die Anspannung nicht auf die Kleinen und die und die Eltern "flippen" erst gar nicht aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kinder im Supermarkt
BeitragVerfasst: 14. Juni 2008 12:51 
Strandläufer hat geschrieben:
Und ist man selber entspannter ueberträgt man die Anspannung nicht auf die Kleinen und die und die Eltern "flippen" erst gar nicht aus.


Das ist mir in Schweden auch aufgefallen. Die Eltern gehen meist viel ruhiger mit ihren Kindern um und diese erschienen mir auch viel ausgeglichener. Wenn ich die wirklich tägliche Brüllerei unserer Nachbarn mit ihren Kindern hören muss, bekomme ich schon manchmal eine Krise. Die Kinder übernehmen das und schreien sich auch nur noch an.Wenn sie keinen mehr finden, ist der Hund dran und bekommt sein "Fett" weg, der gar nicht weiß, warum und weshalb und nun auch schon verunsichert ist. An dem kann man ja am leichtesten seinen Frust ablassen.
Auch ein Hund merkt, ob sein Herrchen Angst hat und er ihn verteidigen muss oder er gelassen bleiben kann, wenn man z. B. andere Hundebesitzer auf der Wiese trifft ist sofort zu merken, wie der andere Besitzer `drauf ist. So reagiert dann auch der Hund. Somit braucht es da auch kein "Gekläffe" zu geben und die Hunde spielen zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 14. Juni 2008 17:08 
Schwedenfreund
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nun ich gebe Euch allen Recht...und Auroras Vergleich mit den Hundebesitzern trifft den Nagel auf den Kopf, ist man selbst nervös aggressiv und sonstwie überträgt sich es grundsätzlich auf Hund oder Kind.

aber darf ich mal ganz provokativ in die Runde werfen, dass die Schweden auch nur einen Bruchteil der Zeit mit Ihren Kindern verbringen, als es in Deutschland bei einer Durchschnittsfamilie üblich ist?

Die Kinder haben hier ab 1 1/2Jahren einen 5-7 Stunden Tag in der Kiga bevor sie auf ihre Eltern treffen und das setzt sch in der Schulzeit natürlich fort.
Ob sich es nun positiv auf die Streßbelastung der Eltern wirkt, kann man natürlich auch diskutieren.
Aus meiner eigenen Empfindung kann ich nur sagen, dass es so ist.
Wenn meine Mutter einnmal die Woche da war und die Kleine ein paar Stunden zum spielen "übernahm", war ich auf jedenfall gelassener in den restlichen Stunden den Tages.

Dies soll natürlich kein Entschuldigung für verbale Ausfälle sein, vielleicht aber eine Erklärung
LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 14. Juni 2008 17:49 
blueII hat geschrieben:
nun ich gebe Euch allen Recht...und Auroras Vergleich mit den Hundebesitzern trifft den Nagel auf den Kopf, ist man selbst nervös aggressiv und sonstwie überträgt sich es grundsätzlich auf Hund oder Kind.

Jetzt bin ich aber erleichtert, hatte schon Angst, ich treffe auf einen "Nichthundefreund" und meine Aussage geht nach hinten los. Nach dem Motto:"Wie kann man Kinder mit Hunden gleichsetzen" usw. Aber die Erziehung ist halt fast die gleiche. Danke Blue II . Kann jetzt beruhigt ins Bettchen. Hatte wirklich Angst,mich falsch ausgedrückt zu haben und in "Ungnaden" zu fallen. Seitdem ich die Hunde habe, arbeite ich sogar oft mit den Handzeichen und fast alle Kinder verstehen mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 16:53 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
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Wohnort: Schweden
@blueII:
ich werfe mal provokativ zurueck, dass man als Hausfrau, während die Kinder in der Schule sind, auch Entspannungsmomente kennt, und zwar mehr, als wenn man von der täglichen Arbeit direkt die Kinder abholt, sie durch den Supermarkt schleift und dann endlich nach Hause eilt um noch irgendwie ein Essen auf den Tisch zu bringen (Standardmodell in den meisten schwedischen Familien mit zwei Berufstätigen). Daran liegt´s glaube ich jedenfalls nicht, dass Kinder in S weniger "angepflaumt" werden und geduldiger mit ihnen umgegangen wird, als in D.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 18:36 
Vielleicht spielt die Größe und vor allem die Weite Schwedens auch eine Rolle. Wenn ich sehe, wie weit viele Gehöfte voneinander entfernt liegen. Natürlich betrifft dies nur den ländlichen Raum. Da kann einem wirklich kein Nachbar "auf den Keks" gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 21:47 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2008 22:43
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Strandläufer hat geschrieben:
@blueII:
ich werfe mal provokativ zurueck, dass man als Hausfrau, während die Kinder in der Schule sind, auch Entspannungsmomente kennt, und zwar mehr, als wenn man von der täglichen Arbeit direkt die Kinder abholt, sie durch den Supermarkt schleift und dann endlich nach Hause eilt um noch irgendwie ein Essen auf den Tisch zu bringen (Standardmodell in den meisten schwedischen Familien mit zwei Berufstätigen). Daran liegt´s glaube ich jedenfalls nicht, dass Kinder in S weniger "angepflaumt" werden und geduldiger mit ihnen umgegangen wird, als in D.



warum den so pieksig!!!??
es IST hier eine anderes "familienleben"!!
Nicht täglich 4-7 Nachbarkinder in der Wohnung, die mehrmals zwischen Garten und Wohnzimmer ihren Standort wechseln und abwechselnd Durst und Hunger haben.....,der Tag endete für mich in Deutschland nach diversen Bedienungen, Streitschlichtungen, Wunden versorgen mit einer allabendlichen Wohnungsrenovierung, aber hier in Schweden sind solche "gegenseitige" Kinderbesuche doch eher die Ausnahme, soweit ich das beurteilen kann.

und was wozu auf den Tisch bringen?...die Kinder werden wohl oder übelst Essenstechnisch versorgt!!!

und ich habe noch nie, NIE einen Schweden(in) durch den Supermarkt hetzen gesehen

oder galt das :smt064 der Hausfrau?

Was ich auch sehr kritsich empfinde...durch die Frühe und Lange Abwesenheit bzw. Fremdbehütung erfolgt Erziehung natürlich mehr woanders....
was jetzt ein wenig OFFtopic ist...da es nix mit Schreierei zu tun haben sollte, aber für manche(n) einen nicht unerheblichen Streßfaktor darstellen kann.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 22:34 
blueII hat geschrieben:
es IST hier eine anderes "familienleben"!!
Nicht täglich 4-7 Nachbarkinder in der Wohnung, die mehrmals zwischen Garten und Wohnzimmer ihren Standort wechseln und abwechselnd Durst und Hunger haben.....,der Tag endete für mich in Deutschland nach diversen Bedienungen, Streitschlichtungen, Wunden versorgen mit einer allabendlichen Wohnungsrenovierung, aber hier in Schweden sind solche "gegenseitige" Kinderbesuche doch eher die Ausnahme, soweit ich das beurteilen kann....
und ich habe noch nie, NIE einen Schweden(in) durch den Supermarkt hetzen gesehen
Was ich auch sehr kritsich empfinde...durch die Frühe und Lange Abwesenheit bzw. Fremdbehütung erfolgt Erziehung natürlich mehr woanders....
was jetzt ein wenig OFFtopic ist...da es nix mit Schreierei zu tun haben sollte, aber für manche(n) einen nicht unerheblichen Streßfaktor darstellen kann.


Liebe Heike, versuchte das Zitat einzugrenzen, um auf einen bestimmten Punkt zu antworten. Ist mir aber nicht sehr gelungen.Alles, was du von dir gabst, ist richtig und wichtig. Alle drei angesprochenen Punkte sind so, wie du sie dargestellt hast. So würde ich es auch beurteilen. Sind auch meine Worte. Finde ich dies auch nicht ""Off-topic". :danke:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 23:22 
Schwedenfreund
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hej Aurora,
tack

will jetzt auch keine Grundsatzdiskussoon vom Zaune brechen (hatten wir schon oft genug) :wink:

Denke nur "Die Helden" interessieren sich sehr für das Thema Kind und Schweden und wollte meine noch sehr "deutsch" gefärbte persönliche Sicht zu diesem Thema erzählen

LG
heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 15. Juni 2008 23:35 
Tak, tak Heike.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 06:27 
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Hallo blue: mein Posting sollte nicht in geringster Weise "pieksig", sondern auch nur ein Denkanstoss wie das Deinige sein. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 13:38 
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es IST hier eine anderes "familienleben"!!
Nicht täglich 4-7 Nachbarkinder in der Wohnung, die mehrmals zwischen Garten und Wohnzimmer ihren Standort wechseln und abwechselnd Durst und Hunger haben.....,der Tag endete für mich in Deutschland nach diversen Bedienungen, Streitschlichtungen, Wunden versorgen mit einer allabendlichen Wohnungsrenovierung, aber hier in Schweden sind solche "gegenseitige" Kinderbesuche doch eher die Ausnahme, soweit ich das beurteilen kann.

Was ich auch sehr kritsich empfinde...durch die Frühe und Lange Abwesenheit bzw. Fremdbehütung erfolgt Erziehung natürlich mehr woanders....

LG
Heike[/quote]

Hallo Heike,

ja, das finden wir auch skeptisch mit vielen Fremdbehütung.

Unser Sohn ist seit dem 1. Lebensjahr ca. 4 Stunden / Werktag fremdbetreut aber immer mit der selben Bezugsperson, das lief super bis er 3 Jahre alt war.

Im Kindergarten war es dann nicht mehr so super... Die Betreuung von 2 Person bei 25 Kinder finde ich nicht gut...

Wir gingen dann mehr zu Tagesmutter über, was super läuft.

Ich denke der gesunde Mix macht es. So gibt es bei uns 2 Papa-Nachmittage und bei Prüfungszeit immer Papa-Samstage, Montag ist von früh bis abend Mamatag und die anderen Tage Kiga / Tagesmutter mit gemeinsamen Abend zusammen und Familientag am Sonntag.

Aber die Besuche der Kinder und gegenseitige Beziehungspflege der Kids ist schon wichtig und das ist uns auch wichtig. Wir versuchen min. 3 x die Woche sich mit anderen Kindern zu treffen.

Es ist schon ein Schock, wenn sowas nicht möglich ist in Schweden wie hier.

_________________
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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 16:22 
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Hallo,

ich denke mal, dass von den Eltern eine sehr große Vorbildfunktion ausgehen muß, wenn man möchte, dass sich die Kinder anständig betragen. Wenn man seine Kinder laufend ausschimpft, sie sogar mit Schimpfwörtern betitelt, etwas von ihnen verlangt, was man selber nicht zu tun bereit wäre, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kinder es einem nachmachen.
Ich habe es auch immer vermieden, die Kinder laufend aus ihrem Spiel herauszureißen. Sehr viel habe ich mich belesen, um "alles richtig" zu machen, aber einiges sagt einem auch der Verstand. Wenn ein Kind in sein Spiel vertieft ist und laufend gestört wird, mach mal erst dies oder mach jetzt das, dann kann sich ein Kind nachher auch nicht lange mit einem Teil beschäftigen. Und wenn man alles verbietet, dann muß man sich nicht wundern, wenn das Kind die Verbote nicht mehr wahr nimmt. Lieber habe ich in wirklich wichtigen Dingen mal nein gesagt, das zieht dann mehr, als wenn es wegen jedem pillepalle ein Verbot gibt.
Dass die Schweden mit ihren Kindern sorgfältiger umgehen, ist meines Wissens nach schon länger so gewesen. Vielleicht sind die Schweden nicht so gestreßt wie viele hier in Deutschland oder Kinder haben generell bei den Skandinaviern einen höheren Stellenwert, genauso wie die Gleichberechtigung allgemein sowie die Behandlung von Personen mit Behinderungen ja auch in Schweden viel entspannter erfolgt.

Grüße Aelve :lol:

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Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 18:02 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
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"Dass die Schweden mit ihren Kindern sorgfältiger umgehen, ist meines Wissens nach schon länger so gewesen. Vielleicht sind die Schweden nicht so gestreßt wie viele hier in Deutschland oder Kinder haben generell bei den Skandinaviern einen höheren Stellenwert, genauso wie die Gleichberechtigung allgemein sowie die Behandlung von Personen mit Behinderungen ja auch in Schweden viel entspannter erfolgt"


So sehe ich das im allgemeinen auch. Was die "Fremdbetreuung" angeht, so kommt es meiner Meinung auch darauf an, was die einzelnen Familien daraus machen. Weder ein Kind, was in D 100% von Mami und Papi umsorgt wird, noch ein schwedisches Kind, was in die barnomsorg geht, muessen doch am Ende zwangsläufig geschädigt sein oder die besseren Menschen werden. Abgesehen kann man es auch kombinieren. Gerade die Möglichkeit die Arbeitszeit von beiden Partnern zu reduzieren und Teilzeit zu arbeiten ist in Schweden eher gegeben, als in D.
Erziehung findet selbstverständlich zu Hause statt, auch wenn die Kinder mehrere Stunden im Kindergarten und in der Schule sind.
Es zwingt einen auch keiner die Kinder in die schwedische Betreuung zu geben, wenn man es anders hinbekommt oder möchte.
Wir befinden uns in Schweden in der gluecklichen Lage unseren Kindern "Fremdbetreuung" und Familienleben ermöglichen zu können, weil beide arbeiten. In D hatten die Kinder quasi nur einen Elternteil, der "fuer die Brötchen" verantwortlich war, und das von 7-19 Uhr. Der andere widmete sich zu Hause den Kindern.
Durch die besser ausgebaute und qualitativ hochwertigere Kinderbetreuung (was wir erlebt haben) ist es auch stressärmer, als in D. Kein Rumgepuzzle mit Tagesmutter, Krippe, grossen Kindergartengruppen, Erzieherinnen, die den Kindern zum Abschied in der Frueh sagen, dass die "böse" Mami/Papi heute sehr sehr spät kommt......
Unsere Kindergartengruppe besteht hier aus 5 Kindern pro Erzieher und diese geben ihr Bestes in der Zeit, in der die Kinder bei Ihnen sind. Keine Aufbewahrung und kein schlechtes Gewissen, keine Tränen am Fenster.
Die Schweden gehen respektvoller mit ihrem Nachwuchs um, trauen ihm mehr zu, auch wenn die meisten mindestens 60% des Tages in Kinderbetreuung gehen. Dieses Rabeneltern sein, weil die Kinder in den Kindergarten gehen, das gibt es nur in D.
Selbstverständlich ist es auch möglich das Modell der Helden in Schweden zu leben, das hört sich ja auch rein yeittechnisch traumhaft an. Die Rahmenbedingungen hier oben sind guenstig, was jeder daraus macht, individuell. :P


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 18:44 
Schwedenfreund
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Strandläufer hat geschrieben:
"
Selbstverständlich ist es auch möglich das Modell der Helden in Schweden zu leben, das hört sich ja auch rein yeittechnisch traumhaft an. Die Rahmenbedingungen hier oben sind guenstig, was jeder daraus macht, individuell. :P


Hallo liebe Strandläufer,

danke für Deine Ausführungen, ich finde es sehr interessant und echt gut mit 5 Kinder und 1 Betreuer.

Wir sind uns nicht sicher ob unser Modell, dass einer arbeitet und der andere garnicht bzw. beide 50% und davon dann leben können. Beide wollen wir nicht Vollzeit arbeiten, sondern die Zeit mit den Kindern verbringen.

Zumindest in D geht es dank höherer Löhne in der IT, aber in S ist der Lohn teilweise 30-50 % von dem in D.
:-(

Und bei fehlender Absicherung vom Staat im Todesfall fehlt das Geld zur privaten Absicherung...

Wir wollen nicht reich werden, aber zumindest Musikunterricht oder so für unsere Kinder bezahlen können.

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 19:20 
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Beiträge: 1464
Wohnort: 23858 Reinfeld
Hallo,

wir persönlich sind auch in Deutschland als Ehepaar gezwungen, beide zu arbeiten, da wir mit einem Gehalt auf keinen Fall auskommen würden. Abgesehen davon arbeite ich auch gerne, könnte mir ein Leben nur zuhause nicht vorstellen.
Während die Kinder klein waren, konnte ich weniger Stunden arbeiten, das war ideal für uns. Wir haben es insofern gut gehabt, dass wir meine Mutter in eine Einliegerwohnung bei uns aufnehmen konnten, so dass die Kinder nicht gezwungen waren, früh zu einer Betreuung gebracht zu werden. Aber ich kenne sehr viele Eltern, die müssen sich vierteilen, wenn sie Kinder haben und wechselnde Tagesmütter, verschiedene Kindergärten oder Schulen vor und nach der Arbeit anlaufen müssen und dann abends noch Essen kochen müssen, weil die Kinder keine warme Mahlzeit bekamen. Für die meisten berufstätigen Eltern ist Kinderbetreuung in Schweden vorbildlich geregelt, wie ich von jungen übergesiedelten Familien mehrfach erfahren habe.
Dass die Eltern dann entspannter sind, wenn sie nicht tagtäglich einen Balanceakt vollziehen müssen, ist mir deshalb erklärlich.

Grüße Aelve :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 19:41 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
Beiträge: 28
Wohnort: Schweden
Das Lohnniveau gerade fuer einen Softwareentwickler kann in S schon erschreckend niedrig sein, verglichen mit dem in D. Ihr könntet aber u.U. auch preiswerter wohnen/die Ansprueche senken oder eben beide Teilzeit arbeiten. Kosten fuer Musikunterricht etc. sind den niedrigeren Löhnen angepasst. Unsere Kinder haben von 8-14 Uhr Schule, das wären ja schon fast eine 75% Stelle, ohne dass die Kinder was von eurer Abwesenheit mitbekommen wuerden. Oder wollt ihr sie von der Schulpflicht befreien und zu Hause unterrichten? Wenn die Kinder älter sind, geht die Schule dann auch bis 16 Uhr.
Und was wenn das Kind erstmal 15 ist? Also ich bin froh, dass ich auch Teile des Tages was anderes mache, als sie vom Ballett zum Fussball kutschieren zu duerfen, bei aller Liebe, Fuersorge und Aufopferung fuer meine Kinder.
Den Erziehungweg, den ihr eingeschlagen habt, denn könnt ihr fortfuehren, egal wo ihr seid, ihr seid doch die Eltern, nur muesst ihr selbst entscheiden unter welchen Rahmenbedingungen und wo ihr das tun wollt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2008 20:44 
Aelve hat geschrieben:
Hallo,

wir persönlich sind auch in Deutschland als Ehepaar gezwungen, beide zu arbeiten, da wir mit einem Gehalt auf keinen Fall auskommen würden. Abgesehen davon arbeite ich auch gerne, könnte mir ein Leben nur zuhause nicht vorstellen.
Während die Kinder klein waren, konnte ich weniger Stunden arbeiten, das war ideal für uns. Wir haben es insofern gut gehabt, dass wir meine Mutter in eine Einliegerwohnung bei uns aufnehmen konnten, so dass die Kinder nicht gezwungen waren, früh zu einer Betreuung gebracht zu werden. Aber ich kenne sehr viele Eltern, die müssen sich vierteilen, wenn sie Kinder haben und wechselnde Tagesmütter, verschiedene Kindergärten oder Schulen vor und nach der Arbeit anlaufen müssen und dann abends noch Essen kochen müssen, weil die Kinder keine warme Mahlzeit bekamen. Für die meisten berufstätigen Eltern ist Kinderbetreuung in Schweden vorbildlich geregelt, wie ich von jungen übergesiedelten Familien mehrfach erfahren habe.
Dass die Eltern dann entspannter sind, wenn sie nicht tagtäglich einen Balanceakt vollziehen müssen, ist mir deshalb erklärlich.

Grüße Aelve :wink:

Alles gesagt, was zu sagen ist, kann nichts ergänzen.Es ist einfach so!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 09:06 
Schwedenfreund
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Strandläufer hat geschrieben:
Das Lohnniveau gerade fuer einen Softwareentwickler kann in S schon erschreckend niedrig sein, verglichen mit dem in D.


Ja, wenn man wie ich 5 Jahre studiert, mit Kind auch immer sehr anstrengend, möchte man auch diese Zeit und Investition ein bischen anerkannt haben und nicht die gleiche Einstufung wie ein angelernter Job.

Strandläufer hat geschrieben:
Ihr könntet aber u.U. auch preiswerter wohnen/die Ansprueche senken oder eben beide Teilzeit arbeiten. Kosten fuer Musikunterricht etc. sind den niedrigeren Löhnen angepasst.


Das machen wir eh schon, um von einem Gehalt leben zu können, kein Haus sondern Mietwohnung im Dorf neben der Stadt.
Geld ist nicht das wichtigste für uns, aber wir sollten davon leben können und was fürs Alter zurücklegen können. Haus oder so wollen wir eh nicht, da wir uns nicht auf eine Gegend festlegen wollen in D oder S.

Strandläufer hat geschrieben:
Unsere Kinder haben von 8-14 Uhr Schule, das wären ja schon fast eine 75% Stelle, ohne dass die Kinder was von eurer Abwesenheit mitbekommen wuerden. Oder wollt ihr sie von der Schulpflicht befreien und zu Hause unterrichten?


Es war eine Überlegung, aber ich denke wir können es nicht leisten...
Eine bekannte Familie in S mit 9 Kindern macht es, aber da ist auch der Vater Pastor und somit zuhause. Bei 9 Kinder lohnt es sich denke ich schon, wenn man es fachlich leisten kann.


Strandläufer hat geschrieben:
Wenn die Kinder älter sind, geht die Schule dann auch bis 16 Uhr.


Wir wollen dann auch Zeit für uns, mein Mann möchte gerne seine Künstlerkarriere weiterverfolgen, die er jetzt mal für die Familie zur Seite gelegt hat.
Es fing gerade so an, als er mich kennenlernte, wo er die ersten Bilder verkaufen konnte.

Wenn dann ab 16 Uhr Familienleben beginnt, ist ja auch ok, aber nicht, dass dann wieder Hausaufgaben und lernen dran ist ;-( Dann ist es wie in D.

Strandläufer hat geschrieben:
Und was wenn das Kind erstmal 15 ist?

Dann wird er selber seine Termine wahrnehmen und schon große Teile seines Lebens selbstständig gestalten...

Strandläufer hat geschrieben:
Den Erziehungweg, den ihr eingeschlagen habt, denn könnt ihr fortfuehren, egal wo ihr seid, ihr seid doch die Eltern, nur muesst ihr selbst entscheiden unter welchen Rahmenbedingungen und wo ihr das tun wollt.


Ja, gerade die Rahmenbedingungen sind es, die wir gerade erforschen.

Danke für die lieben Beiträge!

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Schöne Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 09:17 
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Wohnort: Regensburg
Aelve hat geschrieben:
Für die meisten berufstätigen Eltern ist Kinderbetreuung in Schweden vorbildlich geregelt, wie ich von jungen übergesiedelten Familien mehrfach erfahren habe.
Dass die Eltern dann entspannter sind, wenn sie nicht tagtäglich einen Balanceakt vollziehen müssen, ist mir deshalb erklärlich.

Grüße Aelve :wink:


Kann ich verstehen Aelve, aber uns geht es nicht um die langen Betreuungszeiten, in Linköping hätten wir zur Wahl von 06:00 - 18:00 Uhr.

Das tut unserem Sohn nicht gut, der Mix ist uns wichtig.

Wir wollen die Zeit mit unserem Sohn bzw. später Kindern mehr geniesen und nicht nur Abendessen und dann kurz spielen und ins Bett. Dann hätten wir auch auf Kinder verzichten können, wenn wir sie täglich bis 18:00 Uhr wo hingeben.

Weiter wollen wir die Kinder auch selber erziehen und da jede Betreuung auch mit erzieht, möchten wir den größten Einfluß haben.

Danke für Deine Erfahrungswerte, die sind ganz wertvoll für uns und unsere Entscheidungen. Ein echt tolles Forum!

:schwedentor2:

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 09:35 
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helden hat geschrieben:

Wir wollen dann auch Zeit für uns, mein Mann möchte gerne seine Künstlerkarriere weiterverfolgen, die er jetzt mal für die Familie zur Seite gelegt hat.
Es fing gerade so an, als er mich kennenlernte, wo er die ersten Bilder verkaufen konnte.


Da fällt mir ganz spontan eine Geschichte einer Bekannten ein. Sie ist Künstlerin und sie wollte nnur ein 1/2 Jahr nach Schweden, um die Zeit hier zu überbrücken die der Ehemann, durch eine Versetzung einer deutschen Firma, hier verbringen mußte.
Sie sind geblieben...die Inspiration durch die Landschaft und der Absatzmarkt / Auststellungsmöglichkeiten war es ihnen wert.(sind aus Berlin)
Ich weiß natürlich nicht wieviel sie dem Familieneinkommen beisteuert, aber in unserer Region gibt es viele "Künstler" und ob es sich durch die Konstellation Uralubsregion/Nähe Göteborg ein guter Markt darstellt entzieht sich meiner Kenntnis. aber irgendwie scheinen diejenigen die hier Leben ja davon Leben zu können.

Strandläufer hat geschrieben:
Den Erziehungweg, den ihr eingeschlagen habt, denn könnt ihr fortfuehren, egal wo ihr seid, ihr seid doch die Eltern, nur muesst ihr selbst entscheiden unter welchen Rahmenbedingungen und wo ihr das tun wollt.


So hatte ich mir auch versucht Mut zuzureden..."werde unsere gewählte Familienkonstellation ja nicht zwingend aufgeben müssen"...gestaltet sich hier nur ein wenig schwer, mangels Spielkameraden am Nachmittag.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 09:58 
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Hallo Ihr alle,

ich finde es auch nicht ideal, wenn die Kinder von morgens früh bis abends 18 Uhr im Kindergarten weilen. Das hatten wir auch nicht nötig, weil wir meine Mutter bei uns im Haus hatten und ich weniger Stunden arbeiten konnte, als die Kinder klein waren. Unsere Kinder wären sicherlich nicht gerne den ganzen Tag in einer Betreuungseinrichtung gegangen, sie mochten lieber zuhause sein, hatten aber dort auch Garten und Betreuung durch Oma und mein Mann hatte auch geregelte Arbeitszeiten und war bereits gegen 16 Uhr zuhause. Trotzdem empfanden wir es schon schwer mit doppelter Berufstätigkeit, Haushalt und den Kindern gerecht zu werden.

Deshalb ich finde es wichtig und richtig, dass man die Möglichkeiten der Betreuung hat, wenn es sein muß. Ich kenne viele alleinerziehende Mütter, die ganztags arbeiten mußten, die Kinder waren Schlüsselkinder, das fand ich sehr schwer für die Familie.
Der Druck für die Mutter ist dann ja auch enorm, in Schweden besteht aber die Möglichkeit je nach Arbeitszeit die Kinder gut versorgt zu wissen, das würde ich mir für Deutschland auch so wünschen.
Ich denke auch, dass man in Schweden mit dem Geld auskommt, wenn beide Ehepartner evtl. nur 3/4 Zeit arbeiten oder einer 3/4 und der andere 1/2.
Wenn Ihr, liebe Helden, dann durch Eure künstlerische Tätigkeit ein zusätzliches kleines Einkommen habt, dann bin ich fest davon überzeugt, dass es klappt.
Es gibt in Schweden oft Märkte, auf denen man etwas verkaufen kann wie z.b. selbstgebackenes Brot, Kunstartikel oder andere, nette Gebrauchsartikel. Auch ich habe in Mölndal bei Göteborg einen Handwerkermarkt erlebt, dort boten Künstler, Handwerker oder einfache andere Leute ihre selbsterstellten Dinge zum Kauf aus und man könnte ja auch übers Internet einiges verkaufen, wenn man sich damit beschäftigt.
Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 10:14 
Schwedenfreund
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Aelve hat geschrieben:

Deshalb ich finde es wichtig und richtig, dass man die Möglichkeiten der Betreuung hat, wenn es sein muß. Ich kenne viele alleinerziehende Mütter, die ganztags arbeiten mußten, die Kinder waren Schlüsselkinder, das fand ich sehr schwer für die Familie.
Grüße Aelve


Das stimmt Aelve, gebe Dir vollkommen recht.
Ich möche nur daraufhin weisen, dass 90% der Schweden auf eine lange Betreuung zurück greifen, die Gründe will ich gar nicht kommentieren.
Jedenfalls ensteht dadurch ein sehr anderes "Straßenbild" in Schweden.
Spielende Kinder am Nachmittag im Garten snd da eher die Ausnahme.
Natürlich kann man gemäß seiner Lebensvorstellung die Kinder gegen Mittag aus dem kiga abholen, es fehlen dann nur die Spielkameraden. Da ich ein Einzelkind habe - im Kindergartenalter - ist dies nicht unerheblich.
LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 10:49 
Alter Schwede
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Hej Hej,
ich finde die Kinderbetreuung in Schweden optimal. Gerade bei unserer Familienkonstellation ist es wichtig, dass Taima für einige Stunden einfach nur Kind sein kann und nicht immer auf die Bedürfnisse des grossen Bruders rücksicht nehmen zu müssen.
Sie war von 8.00-15.30 Uhr bei ihrer Tagesmama, ich war mit Yannic in der Schule und meine Schwester konnte sich zuhause in Ruhe um den Haushalt kümmern.

Thema Schlüsselkinder: Ich war auch ein Schlüsselkind, beide Elternteile haben ganztags gearbeitet, geschadet hat es mir nicht. Ich war, wie alle meiner Generation, nur früher selbstständig und hatte meine häuslichen Pflichten.

Aber ich habe meinen Standpunkt bezgl. Ganztagsbetreuung schon oft dargelegt. Ich finde es gut und richtig, die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringe, ist nicht weniger und nicht weniger intensiv, wie als Hausfrau.

LG JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 13:40 
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Ja, wenn man wie ich 5 Jahre studiert, mit Kind auch immer sehr anstrengend, möchte man auch diese Zeit und Investition ein bischen anerkannt haben und nicht die gleiche...

Liebe Helden,
diese Einstellung ist allerdings in Schweden völlig unangebracht und ganz und gar unpopulär. Wir haben beide mit mehreren Kindern studiert, das entscheidet ja jeder selbst, und ich fand Kinder im Studium leichter, als Kinder im Berufsleben. In Schweden studieren die meisten mit Kind, insofern hier nichts Ungewöhnliches. Von der Vorstellung als Akademiker automatisch mehr zu verdienen muss man sich einfach verabschieden, wenn man nach Schweden geht, es sei denn Du wirst entsandt oder hast auch hier eine 70Stunden Woche in einem Topjob, aber das strebt ihr ja eher nicht an. Ihr hättet mit euren Ausbildungen trotzdem keinen Grund zum Klagen und ein vergleichsweise gutes Auskommen. Apropos, mit dem Kauf eines Hauses legen sich die wenigsten Schweden fest; nachdem es unueblicher ist zu mieten, wird halt wieder verkauft, wenn man den Job oder die Stadt wechselt, auch wenn´s nach einem Jahr ist. Keiner denkt hier daran sein Haus an die Kinder zu vererben. Das ist eher deutsches Denken.
Hej då


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 13:54 
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blueII hat geschrieben:

Jedenfalls ensteht dadurch ein sehr anderes "Straßenbild" in Schweden.
Spielende Kinder am Nachmittag im Garten snd da eher die Ausnahme.
Natürlich kann man gemäß seiner Lebensvorstellung die Kinder gegen Mittag aus dem kiga abholen, es fehlen dann nur die Spielkameraden. Da ich ein Einzelkind habe - im Kindergartenalter - ist dies nicht unerheblich.
LG
Heike


Ja, die Befürchtung haben wir dann auch, was hilft es wenn wir uns Zeit nehmen und er hat keine Freunde in seinem Alter die Zeit haben nur zu zweit zu spielen?

Unser Sohn hat momentan mit gerade 4 geworden zu 14 Kindern Beziehungen, viele gleichaltrig oder etwas älter, die wir regelmäßig im Kleinspiel (2-3 Kinder) fördern, was ihm echt gut tut.

Wird uns sowas in S auch gelingen?

Ansonsten, für die Ermutigungm für S:

:danke: :danke: :danke: :danke: :danke: :danke:

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 18:39 
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Bis die Helden nach Schweden kommen wäre es doch fuer euren Sohn sowieso an der Zeit eine Vorschulklasse oder gar die Schule zu besuchen, da hat er dann im Handumdrehen und völlig ungekuenstelt die Möglichkeit unzählige Kontakte zu Gleichaltrigen zu knuepfen und muss am Tag mindestens vier Stunden in der Schule verweilen. Die Zeit wuerde er auch brauchen, um die schwedische Sprache zu lernen, wenn ihr ihn nämlich dann immer nach 2 Stunden schon wieder abholt, wird er es mit dem Spracherwerb und dem Freunde finden schwerer haben. Freunde zu finden, muss ihm selbst gelingen nicht ihr findet Freunde fuer ihn. Habe noch gar nicht wirklich abgezählt wieviele soziale Kontakte meine Kinder pflegen.
Uebrigens laden unsere Kinder ihre Freunde nach dem Kindergarten/Schule zu uns ein, d.h. ich hole meine und die "Spielkameraden" nach der Arbeit (arbeite Teilzeit) vom Kindergarten/Schule ab, und dann wird z.B hier gespielt, die Eltern holen sie dann abends von uns ab (weil ja viele bis 17Uhr arbeiten). Sonst könnten sie sich unter der Woche nicht treffen, da Kinder wie Eltern nach einem vollen Arbeits/Kindergarten/Horttag einfach platt sind. Das Wochenende gehört dann oft ganz den Familien, so erleben wir das jedenfalls hier oben.
Abgesehen davon gibt es Sportgruppen, Musikschulen,Schwimmen....wo ihr euch mit euren Kindern engagieren könnt und aktiv eure Tage gestalten könnt, wenn ihr die Zeit dazu habt.

Das Strassenbild am Vormittag ist auch anders als in D. Fast keine Kleinkinder ueber 18 Monate mit ihren Muettern, dafuer Väter mit Kindern unter 18 Monaten auf dem Spielplatz. Die (meisten) anderen arbeiten.
Soweit mein subjektives Erleben hier.
:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 18:45 
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Hallo Strandläufer,

Du schilderst ja tatsächlich das Leben in Schweden noch positiver als ich es wage zu beschreiben. Da bedaure ich es beinahe noch mehr, nicht schon in den 80er Jahren nach Schweden ausgewandert zu sein .... solch Mist, dass man sich immer nicht traute.

Aber so wie Du es schreibst, so erzählen es mir auch die Deutschen, die nach Schweden ausgewandert sind und nicht wieder zurück gehen würden, auch wenn man in Schweden vielleicht ein paar andere Sorgen dafür hat.

Grüße Aelve :flagge:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 21:47 
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Strandläufer hat geschrieben:
Das Strassenbild am Vormittag ist auch anders als in D. Fast keine Kleinkinder ueber 18 Monate mit ihren Muettern, dafuer Väter mit Kindern unter 18 Monaten auf dem Spielplatz. :wink:


Besonders diese Passage sowie auch alles andere stimmt haargenau und erleben ich hier auch so.
Mir war es echt mal ganz merkwürdig, weil ich mit meiner Kleinen fast als einzigste Frau zwischen den anderen Vätern in so einem Indoorspielplatz rumgekrabbelt bin .
jetzt weiß ich wie man sich als Deutscher Pappi zwischen all den Frauen fühlt, wenn man einmal Ausnahmsweise das Babyturnen oder ..schwimmen ect übernimmt :lol: :lol: :lol:

Aber dies -auch an Aelve - ist die Realität..leider meist ohne Alternative und die passt halt nicht auf jedes Lebenskonzept und ist nicht zwangsläufig für jeden rosarot.

Ich denke wie Strandläufer schreibt, ist er/sie schon etwas länger in S etabliert, denn so schnell geht es nicht, dass die Schweden einem Ihre Kinder anvertrauen und so holt man (ich) mein Kind mittags ab während die anderen Kinder noch bis 15,16,17 Uhr drinnen bleiben.
Und so eine Etablierungszeit in einem fremden Land, dauert einfach länger als im Eigenen.
Das kann für die Kleinen schon eine längere Durststrecke bedeuten, die ich zur Zeit hautnah erlebe und aufgrund dessen tiefstes Bedauern für meine Tochter empfinde.
Vorbei die Zeit, in der sie selbstständig lospirschte und sich in der Nachbarschaft die Spielkameraden aus den Häusern klingelt.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 21:52 
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Liebe Heike,

Du hast Recht, denn wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht.
Die Vorteile für den einen, treffen nicht immer auf den anderen zu sondern können sogar nachteilig sein.

Liebe Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 17. Juni 2008 21:57 
Schwedenfreund
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blueII hat geschrieben:

Mir war es echt mal ganz merkwürdig, weil ich mit meiner Kleinen fast als einzigste Frau zwischen den anderen Vätern in so einem Indoorspielplatz rumgekrabbelt bin .
jetzt weiß ich wie man sich als Deutscher Pappi zwischen all den Frauen fühlt, wenn man einmal Ausnahmsweise das Babyturnen oder ..schwimmen ect übernimmt :lol: :lol: :lol:


Ja, man kommt sich schon teilweise komisch vor, aber noch schlimmer sind die Kollegen, die einen für einen Zombie halten, weil man nicht Bier trinkt, zum Fussball trifft sondern lieber die Lieblingshose des Sohnes näht...


blueII hat geschrieben:

Aber dies -auch an Aelve - ist die Realität..leider meist ohne Alternative und die passt halt nicht auf jedes Lebenskonzept und ist nicht zwangsläufig für jeden rosarot.



Ja, Heike, das sehe ich auch so, da sind wir noch in der Entscheidungsfindung...


blueII hat geschrieben:

Das kann für die Kleinen schon eine längere Durststrecke bedeuten, die ich zur Zeit hautnah erlebe und aufgrund dessen tiefstes Bedauern für meine Tochter empfinde.
Vorbei die Zeit, in der sie selbstständig lospirschte und sich in der Nachbarschaft die Spielkameraden aus den Häusern klingelt.



Ja, Heike Du sprichst mir aus dem Herzen!

Ich weiß nicht ob ich das meinem Sohn antun möchte...

Danke für Deine ehrlichen Eindrücke!

:danke: :danke: :danke: :danke:

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 08:36 
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Hej,
es muss aber nicht zwangsläufig so sein, wie es bei Heike ist. Wir haben mit unserer Wohnlage wirklich Glück, gegenüber wohnt eine Familie mit Kindern und auch die "Grossen" spielen gerne mit unserer 2,5jähriger und kümmern sich rührend um sie. Morgens ist es natürlich ein wenig langweilig, weil alle in Schule oder Daggis sind, aber am nachmittag geht hier echt die Post ab und Taima ist 4-5h am Stück draussen.
Bei der "Verköstigung" sind die Kids leicht zu händeln: wir haben immer ein Paket Butterkekse und eine riesen Kanne "Blandsaft" vorbereitet, sollte jemand Durst oder Hunger bekommen, wird es durch´s Fenster gereicht.
Bei den Nachbarn ist es genauso, die verköstigen unsere Kurze auch mit.
Ich denke, es kommt immer auf die Gegend drauf an, wo man lebt, ob die Kinder leichter oder schwerer Kontakt bekommen. Je mehr Kinder dort wohnen, umso leichter wird es auch. So haben wir es jedenfalls erlebt.
ICh habe es schon erlebt, dass 15 Kinder auf unserer Strasse gespielt haben, in allen Altergruppen: von 2-11 Jahren, war alles dabei. Und alle haben friedlich gespielt und mir als Mutter war dabei wohler ums Herz, als wenn Taima allein draussen ist.

LG JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 11:31 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
Beiträge: 28
Wohnort: Schweden
Unsere Kinder waren wirklich vom ersten Tag des Umzuges, als die Nachbarskinder und Schulkameraden staunend den riesigen Umzugs-LKW beobachteten mit den anderen schwedischen Kindern unterwegs. In der zweiten Woche waren sie zu den ersten Geburtstagsfesten eingeladen und das Haus war von da an voller schwedischer Kinder oder die unsrigen waren mit den schwedischen Kindern unterwegs. Kann das also nicht auf unsere lange Wohndauer in Schweden schieben. Gibt es fuer Dich, Heike, keine Möglichkeit die Kontakte aktiv zu fördern, was sagt den das Kindergartenpersonal zur Situation? Tiefstes Bedauern fuer sein Kind zu empfinden, davon wird es ja mit Verlaub nicht besser, sondern schlimmer. Unser Kindergarten hat Elterninitiativgruppen, man streicht, bäckt, grillt, renoviert etc. zusammen. Alle drei Monaten treffen sich die Eltern abends, ohne Kinder zum gemuetlichen Beisammensein. Haben Eltern konkret nein gesagt, wenn Dein Kind einen Freund aus dem Kiga mit nach Hause einladen möchte? Habt ihr vielleicht schon mal einen Kindergeburtstag oder ein Sommerfest etc arrangiert, um in Kontakt zu kommen? Die Kirche und andere Organisationen bieten Eltern-Kind Treff/Kleinkindermusikgruppen/Sport und ähnliches auch vormittags an. Lasst euch bei allen kindbezogenen Aktivitäten am Nachmittag sehen, dann findet euer Kind ganz schnell Anschluss.
Wie eingangs erwähnt, die Kinder haben leicht Freunde gefunden, habe auch nichts anderes bei anderen ausgewanderten Familien erlebt. Fuer uns hat es ein bisschen länger gedauert, bis die Eltern mal endlich beim Abholen der Kinder einen Kaffee annehmen konnten/wollten.....aber das ist ja wieder eine andere Sache....Viele Schweden sind sicherlich erstmal uebarrascht von der Offenheit, wenn man sie einlädt, aber nein gesagt hat hier noch keiner.
Wuensche Euch alles Gute :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:09 
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Strandläufer hat geschrieben:
Gibt es fuer Dich, Heike, keine Möglichkeit die Kontakte aktiv zu fördern, was sagt den das Kindergartenpersonal zur Situation? Tiefstes Bedauern fuer sein Kind zu empfinden, davon wird es ja mit Verlaub nicht besser, sondern schlimmer. Unser Kindergarten hat Elterninitiativgruppen, man streicht, bäckt, grillt, renoviert etc. zusammen. Wuensche Euch alles Gute :)


Habe jetzt echt überlegt, ob ich darauf antworten soll.

Ich wollte jetzt eigentlich nicht auf die Beratercouch und habe nicht um Tipps gefragt,...schon gar nicht sizte ich tatenlos weinend auf der Wiese und bedauere mein Kind.

Also Strandläufer, es gibt diverse Gründe, warum es so ist, wie es ist..

seit 6 Monaten haben wir (noch ) keine Nachbarn - Neubaugebiet (hätte mir auch in D passieren können, aber..)
die Nachbarn (davon 4Familien mit Kindern von 3-8 Jahre) die einziehen werden sind super nett, wir freuen uns aufeinander.....aber ich kenne bereis jetzt deren Lebensituationen (Volltagsjobs, studierend in Göteborg ect...) also werden die Kinder nicht vor 16Uhr zu Hause sein!!
Die weitläuferige Nachbarschaft = dito...Kinder sehe ich erst am Wochenende auf der Straße
Mein Kind fragt noch nicht aktiv nach Verabredung, da sie erst 4 jahre alt ist und sie beginnt die Kinder gerade erst namentlich zu unterscheiden.
Die besagten Vormittagsgruppen sind für Kleinstkinder; also die Pappis mit Kindern unter 18 Monate (hast doch selbst in diesem Zusammenhang erwähnt dass Du keine Kinder über 18 Monate auf der Straße siehst)
Tanzen, Turnen wird angeboten; wir stehen auf der Warteliste seit einiger Zeit und die Termine werden SONNTAGS sein, weil die Mütter unter der Woche keine Zeit haben, die Kiddis am Nachmittag zu irgendwelchen Terminen zu fahren, da sie ja arbeiten.
Unser Kiga IST eine Elterninitiative und ich habe an diversen Elternabenden teilgenommen, Arbeitssamstagen und Sommerfest sowie diverse Kindergeburtstage erlebt, alles wunderbar.
Wenn es mir gelingt ein Treffen der Kinder am Nachmittag zu organisieren, so ist es die Ausnahme da es für die "abholenden" Eltern meist mit langen Umwegen nach Ihrem Job verbunden ist...und solche Verabredungen sind nun mal nicht die Regel schon gar nicht täglich...und das Wörtchen morgen oder gar nächste Woche ist eine unendliche Zeitspanne für ein Kind von 4 Jahren.

So wird es mir wohl bald wie ein Bekannte hier in Schweden gehen, deren Kinder gehen freiwillig länger in den Kiga(Frittids) weil es zu Hause sonst so langweilig wäre.
Paradoxerweise hat man in Schweden genau die konträre Situation zu Deutschland....leider aber fast ohne Alternative.

Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:23 
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Hej Heike,
wollte Dich doch gar nicht beraten oder anpieksen, tut mir leid, wenn Du mein Posting als so negativ aufgefasst hast, Dein Posting klang aber auch arg gefrustet. Aber es wird sich ja dann bei Euch bald alles hoffentlich zum Besseren wenden. Neubaugebiet mit jungen Familien und Kindern, die alle neu zuziehen und dementsprechend kontaktfreudiger sind, und mit denen ihr euchh gut versteht, das klingt doch ziemlich gut. Wir haben hier 80% Rentner im Wohngebiet.
Genauso wenig wie Deine Eindruecke jedoch das Leben in ganz Schweden widerspiegeln, tun es die unsrigen. Hoffe es geht bald aufwärts mit den sozialen Kontakten eurer Kinder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:24 
Schwedenfreund
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Wohnort: Regensburg
Hallo Heike und auch an die anderen Eltern!

Wenn hier Leute wie ihr Eindrücke schildert,

wäre es nett auch die anderen einfach stehen zu lassen.

Wenn es nicht gut läuft, muss man es nicht noch die Situation bewerten und die "Schuld" dem Verfasser in die Schuhe schieben.

So ein Forum lebt von vielen verschiedenen Eindrücke und es ist auch wichtig zu wissen, dass es nicht nur gut laufen kann.

So was kann Familien vor falschen Gründen auszuwandern schützen.

Also seid etwas netter zueinander, denn ihr kennt die persönliche Situation des anderen so gut wie garnicht. :smt064

Und nun mein Eindruck von Linköping: Ich sah nur leere Spielplätze und volle Kindergärten, nie ein Kind draussen zum Spielen in 7 Monaten :shock:

Tja, wir machen sicher nochmal Urlaub bis wir nach Schweden gehen und werden uns diesen Punkt noch genauer ansehen.

Vielen Dank für Eure Eindrücke! :danke:

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Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:35 
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Registriert: 27. April 2008 18:24
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Wohnort: Schweden
Wir waren doch immer nett zueinander, oder? In Schweden ist man auch höflich und lieb miteinander :goodman: Und es hat niemand einem anderen die Schuld an irgendwas gegeben, ausgewandert oder nicht, sind wir alle individuell. Wenn die einzelne Ansicht zu einem Thema oder gutgemeinte Ueberlegungen nicht mehr gefragt sind, dann wäre es Schade und dass die meisten anfangs Startschwierigkeiten in irgendeiner Form nach dem Auswandern hatten, ist ganz natuerlich, persönlich habe ich noch niemand getroffen, bei dem alles gleich perfekt gewesen wäre (sofern man das anstrebt). :wink:
Ich bin dafuer mit anderen Dingen hier oben ungluecklich, aber.....
Wuensche allen ein superschönes Midsommarfirande ohne Regenguesse :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:36 
Schweden Guru
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Hallo Helden,

das habt Ihr gut gesagt, denn es ist wichtig, dass man auch Negatives berichtet und berichten darf.

Ich war jahrelang im Elternverein Legasthenie ehrenamtlich tätig.
Viele Eltern trauten sich nicht, ihre Probleme mit den legasthenen Kindern zu schildern, immer aus der Angst heraus, angegriffen zu werden oder Schuldzuweisungen zugewiesen zu bekommen. Das war auch ein Grund, dass viele Eltern mit Lehrkräften nicht klar kamen, da jeder immer nach einem Schuldigen gesucht hat. Aber es war wie es war, es hatte keiner verursacht und die Gründe, weswegen die Kinder davon betroffen waren, waren sehr vielschichtig.
Man konnte den betroffenen Kindern und den Eltern nur helfen, wenn sie Hilfe annahmen und nicht aus Scham die Tatsachen verschwiegen. Man muß sich deshalb davor hüten, bei Sachen die nicht reibungslos klappen, bei irgend jemanden die Schuld zu suchen, es sind auch oft die Umstände, auf die man keinen Einfluss hat, die man aber evtl. verstehen und dann auch verbessern kann.

Und ich finde, dass hier so gut wie nie Schuldzuweisungen erfolgen, es ist ein supernetter Umgangston in diesem Forum.

Liebe Grüße Aelve :goodman:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es in S ein Gesetz zur elterlichen Fürsorgepflicht?
BeitragVerfasst: 18. Juni 2008 15:44 
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Strandläufer hat geschrieben:
, Dein Posting klang aber auch arg gefrustet.
.


Ja wollen es dabei bewenden lassen.
Gefrustet bin ich nämlich auch nicht, weil für mich dieser Zustand in S keine Überaschung ist.

Bereits vor dem Umzug habe ich, wie die Helden, diesen Punkt Schwedens sehr kritisch betrachtet und bei den Vorabbesuchen in S genauso bemerkt wie Kinderleer die Straßen sind.
Darauf gekommen bin ich ebenso durch eine damalige Diskussion im Forum...schon damals gab es sehr kontroverse Ansichten zu diesem Thema.

Tack an die Helden.... :oops: :lol:

Heike


ups hatte jetzt etwas länger auf meiner Antwort gehangen und nicht Aelve und Strandläufers Posting gesehen..

nun denne :goodman:


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