Der schwedische Gewerkschaftsdachverband LO will auch abgelehnte Asylbewerber in arbeitsrechtlichen Dingen vertreten. Dazu soll ihnen die Mitgliedschaft in der LO ermöglicht werden. Diese Frage ist eines der Hauptthemen des am Montag eröffneten Stockholmer Gewerkschaftskongresses. Die LO-Vorsitzende Wanja Lundby-Wedin betonte im Schwedischen Rundfunk, auch nicht behördlich gemeldete Arbeitskräfte hätten Rechte, die gewahrt werden müssten. Und sie sagte, was die Voraussetzung dafür ist:
„Das Entkriminalisieren der nicht Gemeldeten. Wir müssen erreichen, dass es nicht mehr gesetzeswidrig ist, keine Papiere zu haben. Dann können wir denen helfen, die sich ohne Papiere in Schweden aufhalten.“
Auf welche Art Hilfe können nicht gemeldete Arbeitnehmer in diesem Fall hoffen? Lundby-Wedin:
„Wir können dabei helfen, dass diesen Leuten der Unterschiedsbetrag zwischen dem Lohn, den man ihnen gezahlt hat, und dem Tariflohn ausgezahlt wird. Und falls sie vom Arbeitgeber ausgenutzt wurden, können sie ideellen Schadenersatz erhalten.“
(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)