getrennte Eltern - warum ?

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Tulipa
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getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Tulipa » 7. Dezember 2008 20:11

Hallo ihr Lieben,
warum es hier viel mehr deutsche Frauen als Männer in gemischten Beziehungen gibt, habt ihr ja ausführlich erörtert.
Wie sieht es mit den rein schwedischen Paaren aus ? In unserem Bekanntenkreis - überwiegend mehr oder weniger junge Eltern - erschreckt es mich immer wieder aufs Neue, wie viele dort schon getrennt sind, obwohl die Kinder noch ganz klein sind. Das kenne ich aus dem konservativen Bayern ja nun gar nicht ...
Es scheinen alle ganz locker und selbstverständlich mit dieser Situation umzugehen, selbst den betroffenen Kindern merke ICH nichts schwerwiegendes an, liegt das an mir, oder finden das alle wirklich normal ?
Absonderlich ist für mich auch die Organisation dieser Teilfamilien. üblich ist, dass die Kinder abwechselnd und gleich lang bei jedem Elternteil wohnen, also 1 Woche Papa und 1 Woche Mama oder so im 3-Tage-Wechsel. Und beide Eltern halten natürlich entsprechenden Wohnraum und doppelte Ausstattung an allem vor, koste es, was es wolle ...
Was meint ihr, woran liegt diese Entwicklung, wie sind die Folgen auf die Kinder oder auf die Gesellschaft allgemein ?
LG
Tulipa
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sinlalu
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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon sinlalu » 7. Dezember 2008 20:38

hej,

woran es wirklich liegt, dass sich so viele Paare so schnell wieder trennen, dass kann ich auch nicht sagen. Ich denke, dass aus welchen Gründen auch immer die Menschen nicht wirklich versuchen Konflikte zu lösen. Es ist sehr einfach geworden sich zu trennen. Nicht dass ich das grundsätzlich falsch fände. Ich finde es aber falsch zu schnell auf Wiedersehen zu sagen, habe aber den Eindruck, dass viele sich gar nicht die Mühe machen ihre Probleme zu lösen, sondern die Lösung in Trennung sehen. Dass man Schwierigkeiten auch überwinden kann wenn man an einem Strang zieht, scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Und dass es in keiner Beziehung ganz ohne Schwierigkeiten geht, dürfte wohl jedem klar sein.

Ich finde es toll, wenn Eltern auch nach einer Trennung versuchen gemeinsam für ihre Kinder da zu sein. Meiner Erfahrung im Bekanntenkreis nach klappt das (fast immer) nur so lange wirklich gut, wie keine neuen Partner im Spiel sind. Ändert sich das, dann kommen Eifersüchteleien dazu, die die Situation erschweren. Nur ganz wenige EX-Paare schaffen es sich wirklich gemeinsam um die Kinder zu kümmern. Entweder werden sie von einem Teil vernachlässigt, zu sehr verwöhnt, oder einem entfremdet. Das ist ja im Grunde auch menschlich. Denn wo eine Beziehung in die Brüche geht, da bleiben Verletzungen nicht aus. Diese auszublenden wenn es um die Kinder geht scheint schwer zu sein.

Das System 1 Woche hier, eine da, mal Mama, mal Papa finde ich gar nicht schlecht. Das kann aber nur wirklich funktionieren, wenn die Eltern nicht zu weit von einander entfernt leben, also in einer Stadt, Stadtteil etc. Und wirklich alles doppelt... Geht das? Ist es nicht so, dass doch immer irgendwas fehlt? Dabei geht es nicht um´s Bett oder Zahnpasta, sondern das Lieblingskuscheltier (gibt´s nicht 2 mal) oder so was. Wenn es funktioniert: gar keine schlechte Idee. Wir kennen ein Paar, das hat 2 Kinder. Sie sind seit einigen Jahren getrennt und haben 2 Wohnungen. Aber nicht die Kinder ziehen Wochenweise um, sondern die Eltern - alle 4 Wochen wird gewechselt und die Großen tauschen die Wohnung. Das funktioniert aber auch nur, weil keine neuen Partner da sind. Welche neue Freundin/Freund würde das auch Dauer auch mitmachen? Aber für die Kinder: optimal. Denn: auch die Freunde wissen immer wo sie sind und bleiben in der Nähe.

Eine perfektes Leben gibt es nicht. Eine perfekte Trennung auch nicht. Und irgendwie bleiben auch bei doppelter Ausstattung die Kinder auf der Strecke.

Liebe Grüße Silke
Eine Umarmung ist ein großartiges Geschenk - passend für jede Größe...

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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Nyckelpiga » 7. Dezember 2008 20:55

Da ist ein sehr schwieriges Thema, was du ansprichst, auf jeden Fall für mich.

ich bin selber seit Jahren von meinm Mann geschieden und erziehe die Kinder alleine.
Mein Ex und ich waren sehr Jung ls wir zusammen kamen, und im Nachhinein kann ich sagen, ich bin mit ihm zusammen gebleiben weil alle so gegen ihn waren und ich ihn wirklich geliebt habe.
Wir hatten auch sehr schöne Jahre miteinander, aber irgendwann haben wir uns weiterentwickelt.
Ich war nicht mehr die "Kleine" sondern bin mit den Kindern und meinem Wiedereinstieg in Beruf gewachsen.
Auch er hat sich weiterentwickelt, und auf diesem Wege sind unsere Gemeinsamkeiten verloren gegangen.
Viele Dinge ereigneten sich, die mir gezeigt haben, das mein Ex-Mann mich als Person nicht mehr schätzte.
Das wäre jetzt zuviel, das hier einzustellen, und auch zu persönlich...

Er ging in seinem damaligen Studium auf...

Ich wollte mich schon eher trennen, aber eine gute Freundin, gab mir viele hilfreiche Tipps und Hinterfragte und gab mir Denkanstösse..
Aber nach einem Jahr änderte sich nichts... wir lebten eher wie Bruder und Schwester...
Meine Kids waren noch verda... klein damals ( 2 1/2+4)

Ich habe mich getrennt und mein Ex hat mir ne Zeit lang das Leben zur Hölle gemacht.
Aber wenn eine Frau "groß" wird , selbständig, erfolgreich und mit einem beliebten Freundeskreis, ist es wohl für den der Gehen muß am Schwersten.

Ich habe viel für meine Kinder ertgragen und ertrage noch, ich will und wollte ihnen nie ihre glückliche Kinderheit nehmen.
Das kann ich auch nur so schaffen, weil ich eine tolle Mama und Familie habe.
Und einen unsagbarguten Freundeskreis....
( ich danke euch allen von Herzen :heart: )
Freunde die mir in den schlimmsten Zeiten immer beiseite gestanden haben, Freunde die für meinen Kinder da sind und Freunde bei denen ich in Schweden immer Urlauben darf.

Und mein damaliger Arbeitgeber war das Beste was mir je passieren konnte... :lol:
Ich konnte meine kranken Kids mitbringen, es war immer Platz für sie, und so konnte ich mich um sie kümmern, aber gleichzeitig auch am Arbeitsplatz präsent sein.
Wir waren eine sehr große Familie, auf der Arbeit in der sich jeder wohlfühlen durfte.
( aber ich habe viel mit Freunden darüber diskutieren müssen, das ich angeblich meine Kinder vernachlässige...auch das ich sie in den Hort abgeschoben habe...)
Aber ich sehe nachwievor die Qualitative Zeit mit den Kindern....
-ups ich verzettel mich hier gerade.... :oops:

Ich meine damit, es kann Kinder nicht schaden, wenn nur ein Elternteil sie erzieht, aber es muß ein stabiles und liebevoles Umfeld dabei sein.
Viel schlimmer sind die Kinder dran, bei denen es an der Tagesordnung ist, das sich gestritten wird, und die Kinder nur ein "anhängsel" sind.

Meine Kids gehen im Augenblick alle 14 Tage am Wochenende zu Papa und freuen sich wie Wahnsinnig auf ihn.
Leider hat er bis jetzt nicht geschafft, sie mal länger als 4 Tage am Stück zu betreuen...
das ist sehr schade, denn das wünschen sie sich...

--Puuuh-- viel Text und ich könnte noch mehr schreiben.... :oops:

Liebe Grüße Anja
Mit einem Lächeln im Gesicht geht alles gleich viel leichter ... !

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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Tulipa » 7. Dezember 2008 22:06

Vielen Dank ihr beiden, für eure ausführlichen und persönlichen Antworten.
Ja, ich kann nachvollziehen, was ihr erklärt, und stimme im Wesentlichen zu.
Vielleicht ist es gerade das, was mich hier in Schweden an solchen Verhältnissen stört, es scheint nichts reflektiert, nichts wirklich durchdacht, kaum etwas mit Energie und auch einer gewissen Leidensfähigkeit (ja!) versucht zu werden, um den Kindern beide Elternteile zu erhalten.
Irgendwie stört mich auch dieses "nach-einer-Trennung-beste-Freunde-sein", ich denke da immer, dann hätten sie auch zusammen bleiben können, und sei es der Kinder wegen ... selbstverständlich meine ich damit nicht, dass man unbedingt an einer Beziehung festhalten soll, wenn es nur noch Streit gibt und man sich täglich fast die Köpfe einschlägt.
Aber bringt es das wirklich, die Kinder hin und her zu karren, oder monatelange Organisationspläne für sie zu entwerfen, wo sie wann sind und wer sich dann um was kümmert. Oder wird die Welt mit einem neuen "låtsas-" oder "Plastpappa" sowie neuen Stief- und später Halbgeschwistern wirklich besser ?
LG
Tulipa
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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Fanny » 7. Dezember 2008 22:35

Die Welt für Kinder in einer harmonischen Familie kann man nie verbessern - es ist das Optimum.
Wenn sich etwas daran ändert, ändert das auch sehr viel im Leben der Kinder, was sie nie vergessen werden.
Für manche wird es zum Trauma und führt zum Bruch mit der Familie.
Auch wenn es heute mittlerweile Standard ist sich zu trennen denke ich, dass die Kinder immer die Arschk... haben.
Jedes Kind freut sich, wenn es zu Hause Vater und Mutter antrifft.
Wenn Vater und Mutter sich nicht mehr ertragen können haben die Kinder natürlich auch nichts davon, dann ist der Weg nach Hause schon unangenehm. Gewünscht wird das aber von kleinem Kind und man sollte versuchen einen freundschaftlichen Abgang zu machen.
Ist natürlich nicht einfach, aber es geht doch in erster Linie um die Kinder.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon blueII » 8. Dezember 2008 00:22

Tulipa hat geschrieben:Irgendwie stört mich auch dieses "nach-einer-Trennung-beste-Freunde-sein", ich denke da immer, dann hätten sie auch zusammen bleiben können, und sei es der Kinder wegen
LG
Tulipa


ja, es ist wirklich unglaublich, wieviele Patchworkfamilien es hier gibt.

Wie uns Anja so offen un dauch Silke berichtete, ist so eine Trennung nie einfach und schon gar nicht die Aufrechterhaltung der Kommunikation zum Wohle der Kinder.
Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld auch nur fast dramatische Verhältnisse nach Trennungen, die mit Entäuschung und Verletzung der alten Liebe zusammen hängen. Und eine Neue Liebe bringt dann noch mehr Verwirrung in die Gefühle aller Beteiligten.

Vielleicht muß man die Gegenfrage stellen.
Warum schaffen soviele schwedische "EX-Paar" so ein harmonische fast freundschaftliche Trennung??

Wenn das Kind von Woche zu Woche den Wohnort wechselt, bedarf es einer guten Kommunikation der Expartner.
Wo sind dann die Gefühle, die ich in einer solchen Situation empfinden würde??
Wut, Enttäuschung, Eifersucht, Kränkung, Trauer........

LG
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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon BettinaZ » 8. Dezember 2008 08:51

HeJ alla,
das mit den Patchwork-Familien ist mir auch schon aufgefallen!

Allein in meinem Kollegenkreis (von nur 15 Leutchen) gibt es vier solcher Konstellationen!! Vielleicht ist ein möglicher Grund, dass viele Paare in Schweden bereits sehr jung eine Familie gruenden? Ich finde es zumindest super-erstaunlich, eine 26jährige Kollegin zu haben, die bereits 3-fache Mutter ist. Das war ich von Deutschland, wo alle immer später Eltern werden, gar nicht gewöhnt.

Vielleicht trennen sich in Schweden gar nicht mehr Paare als in Deutschland - vielleicht fällt es nur mehr auf, weil sie bereits Kinder haben? Natuerlich ist das nur mein subjektiver Eindruck - aber ich (kinderlos) bin hier der krasse Aussenseiter (alle, aber wirklich ALLE meine Kollegen haben Kinder) währenD in Deutschland das Verhältnis eher 50:50 war.

Hm... ist fast schon ein neuer Tread - haben Schwedische Paare frueher Kinder... aber ich glaube, dass das wirklich einer der Gruende fuer die Patchworkfamilien ist.

Liebe Gruesse,
Bettina

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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Tulipa » 8. Dezember 2008 10:55

Hallo,
das ist ja eine ganz neue Theorie, wenn ich das richtig verstanden habe:
Die Deutschen bekommen erst später Kinder, wenn sie sich vorher schon genügend oft getrennt haben. Deshalb (Nase voll nach mehreren Trennungen, weniger Auswahl, weniger Elan jemand Neues zu suchen ... ... ) bleiben sie dann beständiger beim Kindsvater/-mutter und es gibt weniger Patchworkfamilien ...
Muss ich erst mal drüber nachdenken, bin in Eile, melde mich später wieder.
LG
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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon BettinaZ » 8. Dezember 2008 11:11

Neee... ganz so habe ich das nicht gemeint, es gibt ja auch andere Gruende, bei seinem Partner zu bleiben :-)

Ich glaube, dass sich einige in jungen Jahren evtl. leichtfertiger trennen und erst später bei einem Partner bleiben, weil sie nun die innere Reife fuer eine feste Bindung haben und nicht mehr dem "Ewig-Verliebtsein" hinterherrennen und auch gelernt haben, dass es die "perfekte" Beziehung nie gibt. Das zumindest war bei mir so der Fall - und muss natuerlich keinesfalls allgemeingueltig sein.
LG Bettina

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Re: getrennte Eltern - warum ?

Beitragvon Imrhien » 8. Dezember 2008 11:31

Hej,
Deutschland ist dabei diesen Trend aufzuholen. Dass es bisher nicht so war, liegt einfach daran, dass Deutschland insgesamt bei Familienthemen etwas konservativer ist. Man trennt sich schwerer, wenn man kein eigenes Einkommen hat, nur als ein Beispiel...
Ich kenne auch in Deutschland Familien die dieses Wechselmodel betreiben. Ich bin kein Fan davon. Es hat natürlich seine Gründe und es ist sicherlich auf den ersten Blick fair und toll, wenn die Kinder gleich lange bei beiden Elternteilen sind. Man will es ja gerecht machen. In vielen Fällen mag es klappen. Nicht in allen. Vorsicht dabei nur auf die Zeit zu achten. Die Kinder fühlen sich ständig wie zerrissen. Sie müssen jede Woche neu anfangen sich einzuleben. Wie gesgat, es mag Familien geben wo das das Optimum (kleinstes Übel oder wie man es nennen mag) ist. Aber ich kenne Kinder die damit nicht gut umgehen können. Sie müssen ständig hin und herfahren weil was vergessen wurde. Die Eltern müssen sich noch mehr absprechen als sonst schon. "Hast Du den Arzttermin ausgemacht?" "Kaufst Du neue Kleider, Schulbücher...?" "Kannst Du zum Elternabend?"
Es gibt viel mehr Chancen was zu verpassen und nicht abgesprochen zu haben. Das hängt dann an den Kindern.
Die müssen ihren Freunden ständig sagen wo sie anrufen sollen... Diese Woche bin ich bei Papa, nächste Woche habe ich eine neue Nummer.
Das sind nur Kleinigkeiten... Äusserlichkeiten. Sie machen es aber kompliziert. Der Computer steht vielleicht bei Mama. Was also in der Woche wo man bei Papa ist? Den Computer mitschleppen , oder sich zu Weihnachten einen 2. wünschen obwohl man auch ein neues Rad bräuchte??
Und dann denke man bitte noch an die neuen Partner. Wie gesagt, diese Eltern kommunzieren im Besten Fall sehr oft und lange miteinander. Sie treffen sich möglichst und besprechen viel. Nicht jeder neue Partner kommt damit klar.
Für viele mag das klappen. Wie gesagt, ich kenne leider Gegenbeispiele. In diesen Fällen wäre es deutlich einfacher, wenn die Kinder grundsätzlich bei einem sind und dann zu Besuch zum Anderen gehen. Klingt doof, ist sicher auch nicht ganz fair, aber für manche Kinder einfacher zu verkraften.
Es gibt ja auch nicht überall die gleichen Regeln und so weiter.

Für die Kinder, die damit gut können, kann es allerdings sogar eine Bereicherung sein. Ich finde, man sollte dabei einfach sehr sehr gründlich auf die Kinder hören. Notfalls gemeinsam mit allen Betroffenen zu einer Beratungsstelle gehen und die Modelle durchspielen und schauen wer womit kann. Das machen leider die wenigsten.

Grüße
Wiebke


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