Gesundheit in Schweden

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polarlicht
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Gesundheit in Schweden

Beitragvon polarlicht » 29. August 2007 08:26

Hej an alle Mitlesenden,

in 14 Tagen ist es endlich soweit und wir machen unseren ersten Besuch in Schweden. Wir freuen uns riesig darauf.:huepf: Wir fahren in die Gegend von Ljungby, wo wir ein kleines Ferienhaus gemietet haben. Diese Zeit wollen wir vor allem nutzen, um uns mal umzuschauen (z. B. in Jönköping), wie es so auf dem Arbeitsmarkt aussieht.
Heute haben wir uns auch mal wieder über Zecken unterhalten. Da es ja in Schweden nun wirklich nicht wenig Wald gibt, möchten wir gerne wissen, wie es dort eigentlich so mit den Zecken bzw. den möglichen Impfungen aussieht. Nur mal so für später gefragt, da wir ja mit dem Gedanken spielen, nach Schweden auszuwandern. Wir haben uns hier in Deutschland gegen FSME impfen lassen, da wir auch einen großen Garten haben. Leider gibt es keinen Schutz gegen Borreliose. Sollte dann in Schweden mal etwas sein, ist dann auch die Therapie bei Verdacht auf Borreliose bzw. festgestellter Borreliose gesichert? Komische Frage was, aber wir haben da so gar keine Ahnung.
Da wir gerade so beim Schreiben sind, haben wir natürlich noch eine Frage zur Gesundheit. Man wird ja nicht jünger und da muss man auch mal etwas weiter denken. Weiß zufällig jemand, ob es in den Krankenhäusern in Schweden auch eine Stroke unit-Station gibt (Station nur für Schlaganfallpatienten)?

:danke: für eure Hilfe und Information.

Hej då
Eddy und Beate

Storstadstjej

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 09:44

Ja es gibt hier Borelliose, hier gibt es eine Karte, wo überall die "TBE -Zecken" vorkommen: http://www.fasting.nu/
Man kann eigentlich damit rechnen, dass in diesen Gebieten auch die borelioseweitertragenden Zecken vorkommen, eine Karte, die speziell die Boreliosegebiete zeigt habe ich leider nicht gefunden.
Falls etwas passiert - marschiert am Besten, mit Eurer EU-Krankenkassenkarte direkt zum Arzt, hier werdet ihr entsprechend untersucht und behandelt. Scheut Euch nicht, im Zweifelsfalle wiederholt auf einen Zeckenbiss hinzuweisen. Die schwedischen Ärzte tendieren manchmal dazu nicht genau zu untersuchen.

Von "Stroke Units" habe ich hier noch nie gehört. Solltet ihr einen Verdacht auf einen Schlaganfall oder auch Atembeschwerden oder Herzbeschwerden haben und im Akudvård sitzen - sagt es bei der Aufnahme, der Patient wird in dem Fall, jedenfalls bis zur Diagnose, bevorzugt behandelt.

In Eurem "Urlaubslän" gibt es übrigens zwei Krankenhäuser: Centrallasarettet Växjö und Lasarettet Ljungby.

polarlicht
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Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon polarlicht » 29. August 2007 10:04

Hej Storstadstjej,

vielen Dank für die sehr schnelle Antwort. Du hast uns sehr geholfen. Nun weiss man wenigstens schon etwas mehr darüber, war uns wirklich wichtig.

Hej då Eddy und Beate

Storstadstjej

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 11:16

Nicht vergessen, mit der deutschen Krankenversicherungskarte wedeln. Erstaunlich, wie eine Solche die Geschwindigkeit Sjuksköterskor an der Rezeption steigert!
Wünsche Euch einen zecken- und krankheitsfreien Urlaub

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Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Imrhien » 29. August 2007 11:19

Storstadstjej hat geschrieben:Nicht vergessen, mit der deutschen Krankenversicherungskarte wedeln. Erstaunlich, wie eine Solche die Geschwindigkeit Sjuksköterskor an der Rezeption steigert!
Wünsche Euch einen zecken- und krankheitsfreien Urlaub


Ehrlich wahr?
Ich frage deshalb weil ich wohl noch eine Weile in der deutschen KK drin bleiben, zumindest solange ich meinen Job nicht kündige. Ich dachte immer, dass die Schweden so sehr darauf bemüht sind keine Unterschiede zu machen. Und da sollen sie ausgerechnet Ausländer bevorzugen? Bekommen sie etwa so viel mehr Geld aus Deutschland für deren Behandlung? Meine Kinder bleiben wohl auch über mich versichert, oder? Ach, schon wieder ein Telefonat zu führen. Mit schwirrt langsam der Kopf... hab grade schon alles durch (Arbeitsamt wegen Kindergeld, Finanzamt, alle Ärzte wegen Akten und und und).
Grüße
Wiebke

Zschirli

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Zschirli » 29. August 2007 11:27

@ Wiebke:

Ich schon wieder...
du muesstest deine Krankenkasse anrufen, die brauchen deine schwedische Adresse und schicken dir dann entsprechende Formulare zu, mit deren Hilfe du dich dann auf der schwedischen försäkringskassa anmeldest. Meines Wissens gehen die deutschen KK-Beiträge nach Stockholm auf die försäkringskassa und da bist du dann auch versichert. So jedenfalls isses bei uns. Ich fand das alles reichlich kompliziert (von deutscher Seite aus). Wenn du da was wissen willst - frag ruhig!

LG Nicole
halt die Ohren steif, das wird schon! Unser Kuendigungsordner ist auf insgesamt 40 Kuendigungen gewachsen...

Storstadstjej

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 11:49

Ja, die in manchen Einrichtungen macht es einen Unterschied. Offiziell natürlich nicht. Das Personal ist angehalten "wirtschaftlich" zu arbeiten - was teilweise in katastrophaler Krankenbehandlung endet. ABER wenn ein Nichtschwede kommt, ist für die Meisten klar, dass nicht die schwedische Försäkringskassa blechen muss - dementsprechend habe ich in der Tat beobachten können, dass die Damen wesentlich netter, hilfsbereiter und genauer werden.

Sortieren wir's mal.

Sobald Du eine PN bekommst hast Du auch anrecht auf eine "Sozialversicherung" - für manche Leistungen tickt aber eine Uhr, ehe Du sie in Anspruch nehmen kannst. Im Inland bist Du aber krankenversichert. Deine Kinder werden auch sobald sie hier ihre PN haben bei der FK versichert. Es geschieht zwar nicht automatisch und bedarf ein wenig Papierkram, ist aber meistens nicht so dramatisch.
Du wirst einfach einige Wochen nach dem Du Deine PN bekommen hast Post mit den für die Anmeldung notwendigen Formularen erhalten. Hier solltest Du die KK-ausscheidebescheinigung beifügen, damit die Sachbearbeiter nicht auf blöde Gedanken kommen.
Übrigens hängt es vom Län und Sachbearbeiter ab, wieviel Papierkram zustandekommt. Meine FK-Sachbearbeiterin hat sich mehrfach irgendwelche Formulare schicken lassen und Behauptungen aufgestellt, die von den Tatsachen weit entfernt lagen, bis ich ihren Chef anrief. Also da lohnt es sich, genau zuzuhören und sich selbst zu informieren.
Übrigens kannst Du, sobald Du die PN hast, einfach zum Arzt gehen, es wird Dich keiner danach Fragen, ob Du auch versichert bist :-) Dabei wirst Du deine Patientbricka bekommen - ein Plastikkärtchen worauf deine PN steht.

Solltest Du in D aber einen Job haben, den Du nach S mitnimmst könnte es sich durchaus lohnen die dt. KV eine weile zu behalten - vielleicht kannst Du eine Adresse in D angeben?[/quote]

Manty

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Manty » 29. August 2007 12:28

bevorzugte Behandlung bei dt. Versicherungskarte :?: Kann ich nicht bestätigen, unser Kind ist noch in Deutschland versichert und hatte sich das Bein gebrochen, wir haben 7 Stunden in der Notaufnahme gesessen, dort war auch ein kleiner schwedischer Junge mit gebrochenem Arm zur gleichen Zeit, der ware lange raus, als wir immer noch dagesessen sind und ansonsten konnte ich auch nicht beobachten, daß jemand netter oder unfreundlicher zu uns war, nur weil wir Deutsche waren

Storstadstjej

Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 12:40

Ich schrieb ja es kann passieren, muss aber nicht, es hängt davon ab, wo man gerade ist, wer dienst hat, welches Wehwehchen gerade zu behandeln sind usw.
Man behauptet zwar, jeder würde gleich behandelt - aber es soll auch Fälle gegeben haben, in denen bestimmte "Personengruppen" länger warten mussten, als die anderen.

Mit 7 Stunden bist du gut dabei - ich habe 6 in der Akuten verbracht und im Abteil neben mir lag jemand (Schwede) mit einer Hirnblutung, hatte einen Anfall nach dem anderen und keiner schien sich zu kümmern... Das arme Kind 7 h im Krankenhaus ist kein schönes Erlebnis.

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Re: Gesundheit in Schweden

Beitragvon Imrhien » 29. August 2007 13:16

Hej,

danke Nicole. Das deckt sich mit dem was ich inzwischen von der KK gehört habe :)
Ich kann gar nicht aus der KK ausscheiden, da ich ja noch in Elternzeit bin. Daher bleibe ich und somit auch die Kinder in der deutschen Kasse. Für die Schweden bekomme ich ein Formular mit dem ich mich da anmelden kann. Die rechnen dann aber alles mit der deutschen Kasse ab. So bleibt es bis ich meine Arbeitsstelle kündige. Danach bin ich automatisch (nach dem üblichen Papierkram) bei der schwedischen FS versichert.

Ja, der Kündigungsordner wächst und wächst... was sich da so angesammelt hat mit der Zeit... apropos Zeit, da fällt mir ein, da muss ich auch noch anrufen. Was es wohl kostet das Abo nach Schweden schicken zu lassen?

Liebe Grüße

Wiebke


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