Gehalt in Schweden

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vinbergssnäcka
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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon vinbergssnäcka » 9. Oktober 2012 20:46

:shock: Echt, ist Wasser und Strom in Deutschland billiger? Das war aber mal ganz anders...ist das in Deutschland billiger geworden? Also ich erinnere mich vor allem daran, das Wasser und Abwasser in Deutschland richtig teuer waren.
liebe Grüsse

Heike

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Keek » 9. Oktober 2012 20:52

Also um noch einmal ganz kurz auf das Fleisch zurückzukommen:
Ich bin ja gerade mal ~5 Wochen hier und habe bisher halt Fleisch immer als sehr teuer empfunden. Habe allerdings auch noch nicht so häufig Fleisch gekauft. Qualitativ kann ich da jetzt noch keinen Vergleich anstellen.

So und jetzt könnt ihr wieder zum Thema zurück kommen ;)

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Pink_Panther » 9. Oktober 2012 20:53

Also ich habe in Östersund (Kleinstadt, 40.000 Einwohner ca. 1250 € (!!!) Miete für eine 160 kvm-Wohnung (Warmmiete) bezahlt. Dafür war aber auch fast jedes Wochenende fest und Ruhestörung angesagt!
Fairerweise muß ich aber auch dazusagen, dass Östersund recht teuer ist. Das mit eigenem Brunnen hört sich ganz gut an, aber man muß auch ein bisschen Glück haben, um gutes Wasser zu erwischen. Und eine Fäkalienanlage ist ja auch nicht jedermanns Sache (da man dann meistens auch nicht an das kommunale Abwassersystem angeschlossen ist). Strom ist in Schweden etwas billiger als in Deutschland (da wo ich wohne sogar viel billiger). Das Leben auf dem Land ist aber nicht unbedingt billiger. Ich z.B. pendle täglich 140 km zur Arbeit (hin und zurück). Auf den schlechten Strassen kommen da ganz schnell immense Kosten zusammen. Aber stattdessen habe ich hier mein Häuschen, und das hat mich nur ca. 37.000 € gekostet. Dafür schufte ich jetzt aber auch fast jeden Tag mit Renovierungsarbeiten. Ruhig ist es hier auf dem Land, ich liebe es!

Aber zurück zum Thema :-) :lol:

Rein gefühlt so hat man in Deutschland schon noch mehr Geld in der Tasche. Jedenfalls verglichen mit Nordschweden - Inland, wo ein Konkurrenzvakuum herrscht und alle versuchen aus Sch.... teure Schokolade zu machen. Wenn ich nachdenke, was in Schweden billiger ist, dann fällt mir eigentlich nur der Kaffee und der Strom ein (es gibt mit Sicherheit mehr Dinge). Wenn man in Deutschland in einen großen Baumarkt geht, dann fragt man sich als deutsch-schwedischer Hausbesitzer schon manchmal, warum man eigentlich ausgewandert ist. Preise und Auswahl schlagen Schweden um Längen! Da heißt es nur, sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass man das, was man in Schweden hat, vermutlich nicht in Deutschland bekommen hätte: Diese Natur und diese herrliche Ellenbogenfreiheit und Ruhe!
Noch eine Sache die indirekt zu den Kosten hineinspielt: Das Statusdenken in Schweden ist nicht so ausgeprägt wie in Deutschland. Das spart mitunter auch ganz schön Geld ;-)

@Vinbergssnäcka: Strom ist in Schweden billiger als in Deutschland. Wasser weiss ich nicht. Gas ist in Schweden viel teurer (auf jeden Fall Campinggas).

Was in Schweden UNVERSCHÄMT TEUER ist, sind jegliche Formen von abgefülltem Wasser. Da verlangen die wirklich Wucherpreise - und das in einem Land wo es Wasser in Hülle und Fülle gibt!

/Paul

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon stavre » 9. Oktober 2012 21:03

wir zahlen für wasser und abwasser im komunalen netz pro monat 350 kronen incl. moms

wir haben auch keine wasseruhren mehr in unserer kommune. also pauschalpreis

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon oka-kate » 10. Oktober 2012 07:39

Pink_Panther hat geschrieben:Also ich habe in Östersund (Kleinstadt, 40.000 Einwohner ca. 1250 € (!!!) Miete für eine 160 kvm-Wohnung (Warmmiete) bezahlt. Dafür war aber auch fast jedes Wochenende fest und Ruhestörung angesagt!
/Paul



hej,

also ich find das ein richtiges schnäppchen die miete....ich wohn auf dem dorf mit 400 einwohnern oder so, 120 qm für KALTMIETE 900 euro!! mit nebenkosten sprich wasser und abwasser und heizung komm ich auf 1300 euro. hm immer ansichtssache was billig oder teuer ist....
grüßle katja :smt064
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Otto

Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Otto » 10. Oktober 2012 08:50

Hej,
Das Statusdenken in Schweden ist nicht so ausgeprägt wie in Deutschland. Das spart mitunter auch ganz schön Geld

das stimmt vielleicht auf dem Land - das Statusdenken in den Großstädten, wie Stockholm oder Göteborg ist immens. Du wirst danach "bewertet", wo du wohnst, wie du wohnst (Haus oder Eigentumswohnung), nach deinem Beruf, usw. Es kann sogar sein, dass wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, dein Wohnort/dein Stadtteil von Nachteil sein kann - hast du Rinkeby, Angered oder Rosengård als Adresse, landet man in Schweden sofort in einer "Schublade" und wird unter Umständen "aussortiert".
Deshalb sind Mikro-Wohnungen auf Östermalm z. B. auch extrem teuer ...
Schweden ist nicht überall gleich - ein kleines Reihenhäuschen aus den 40er Jahren in z. B. Bromma kostet leicht mal 5 Mio. SEK.

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Petergillarsverige » 10. Oktober 2012 09:14

Petergillarsverige hat geschrieben:Ich finde man darf nicht vergessen was man hier in D und in Schweden für das Wohnen bezahlt. In den Städten ist es teurer, aber wer bescheiden auf dem Land leben kann, bezahlt für ein Häuschen deutlich weniger. Dann Wasser und Strom. Beides in Deutschland günstiger, vor allen ein Brunnen.
Fehlt nur noch ein Job wie freischaffender Dichter oder so....



Entschuldigung, beides ist in Deutschland teurer. Ich zahle für Wasser und Abwasser etwa 100 Euro im Monat. Für 3.500 kWh sind so etrwa 920 Euro fällig.
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Berta » 10. Oktober 2012 20:08

Hej Paul,
Paul hat geschrieben:Also ich habe in Östersund (Kleinstadt, 40.000 Einwohner ca. 1250 € (!!!) Miete für eine 160 kvm-Wohnung (Warmmiete) bezahlt.
Ich finde, das hält sich noch in Grenzen, auch wenn es natürlich sehr viel ist. Für mein letztes WG-Zimmer (!) im zugegeben teuren Tübingen habe ich 420 € bezahlt. Ich kenne dort niemanden, der weniger als 1200 € warm für eine Wohnung mit ca. 100 qm bezahlt.

Hier in Göttingen ist es etwas besser. Man kann hier mit rund 10 € warm pro qm rechnen.

Alle (!) Menschen in meinem Umfeld und Alter (Leute mit so zwei bis drei Jahren Berufserfahrung und Hochschulabschluss) geben etwa die Hälfte des Netto-Einkommens für die Warmmiete aus. In älteren Generationen sieht es ein wenig besser aus (die ziehen aber auch nicht für befristete Halbtagsjobs durch ganz Deutschland und müssen nicht ständig neue Mietverträge unterzeichnen).

Ansonsten kann ich zur Diskussion nicht viel beitragen.

Gruß
Berta.

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Pink_Panther » 10. Oktober 2012 20:18

Ok, ich muß mich hier korrigieren :-)

Für schwedische, ländliche Verhältnisse (Östersund ist Provinz) bezahlte ich eine Wuchermiete. Ich dachte wohl, ich könnte einige hier damit abschrecken :lol:
Ich dachte allerdings nicht, dass sich die Mieten in Deutschland auch nach oben entwickelt haben. Allerdings muß ich dazusagen, dass sich im Schwedischen Hinterland (mit den dortigen Löhnen, für Ballungsgebiete gelten wieder andere Maßstäbe) nicht sehr viele eine solche Miete leisten können/wollen.

/Paul

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Re: Gehalt in Schweden

Beitragvon Berta » 10. Oktober 2012 20:28

Hallo Paul,

die Entwicklung auf dem Mietmarkt ist ein steigendes, drängendes Problem in Deutschland.

Eine Meldung von gestern - Bundesregierung warnt vor Wohnungsmangel, darin:
Tagesschau hat geschrieben:Zwar drohe keine allgemeine Wohnungsnot, aber es gebe vielerorts deutliche Verknappungen und Versorgungsschwierigkeiten vor allem für Einkommensschwächere, verbunden mit hohen Wohnkosten.

Dem Bericht zufolge gab es bei den Mieten vor allem in Ballungszentren und Städten im vergangenen Jahr bereits einen klaren Aufwärtstrend. Die beim Abschluss neuer Mietverträge oder bei Mieterwechsel fälligen Mieten erhöhten sich demnach in Berlin etwa um 7,4 Prozent, in Hamburg um 7,5 Prozent und in Greifswald sogar um 10,4 Prozent. Auch in kleineren Städten stiegen die Preise, etwa wegen steigender Studentenzahlen.

Im bundesweiten Schnitt erhöhten sich die Mieten für Neuvermietungen im vergangenen Jahr demnach um 2,9 Prozent. Es gebe aber weiter große regionale Unterschiede.

Es gibt dazu – und auch zu den Entwicklungen im Bereich Mietwohnungsinvestment und Mietmarkt allgemein – einige interessante Artikel. Viele Leute sind sehr beunruhigt.

Gruß
Berta.


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