Fußbodenheizung in Schweden?

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Volker
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Volker » 22. Mai 2008 18:54

Danke für den Tipp,

im Internet gibt es viele Anleitung, unter http://www.viivilla.se/bygg-och-byggmat ... -mark.aspx habe ich eine gefunden, die das Bauprinzip erklärt und wie die Fußbodenheizung direkt in die Bodenplatte einbetoniert wird. So langsam kommt man der Sache doch näher.

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Rüdiger
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Rüdiger » 22. Mai 2008 20:56

Elektro-Fußbodenheizung?? Brrrr.

In D würde jeder den Kopf schütteln, auch wenn es nur das Bad betrifft.

Ja, ich weiß, daß in Schweden komplette Heizungen für ganze Häuser per Elektro-Radiatoren realisiert sind. Erwiesenermaßen sind aber Elektroheizungen wegen des geringen Wirkungsgrades reine Primärenergiefresser.


Gruß,
Rüdiger

Jensy

Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Jensy » 8. Januar 2012 19:55

Hallo!
ich habe seid 1996 eine Legallet Fußbodenheizung also die Schweden sind gut ich bin super zufrieden.
Gruß Jens

Krümel7
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Krümel7 » 10. Januar 2012 17:52

Hej,

ich kann zwar nur von meinen Erfahrungen mit Fussbodenheizung in D berichten, möchte hier auch nur ein paar kleine Ergänzungen vornehmen. Wir haben hier eine Fussbodenheizung und einen Kaminofen als Ergänzung. Die Fussbodenheizung gibt es im ganzen Haus. Das wurde uns damals so empfohlen, da man dann nur EINE Vorlauftemperatur benötigt, nämlich die niedrigere. Wir sind sehr zufrieden damit.
Bei dem Kaminofen und einer Fussbodenheizung sollte man bereits beim Bau der Platte an das Gewicht des Ofens denken. Eine normaler Kaminofen stellt für die FbH keine Probleme dar. Anders sieht es da schon mit Kachelöfen aus, die ja ein deutlich höheres Gewicht haben und nicht unbedingt auf dem Bereich mit den Schläuchen stehen sollten, bzw. auf Sockeln in der Platte.
Für Holzfussböden ist meiner Meinung nach die Fbh nicht so günstig, da Holz ja ein schlechter Wärmeleiter ist. Wird aber trotzdem angeboten.
Insgesamt gesehen, finde ich die Problematik der Staubbelastung bei der Sache nicht ohne. Oder habt ihr diesbzgl. andere Erfahrungen. Wird in Schweden eigentlich Wandheizung angeboten?
Für deinen Zweck (Keller), wird das ja nicht so interessant sein.
Grüße
krümel7

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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Sverige-Fan » 10. Januar 2012 18:54

Also, eine Klimabodenplatte gibt es in 2 Ausführungen. Eine Wasser geführte (aus der Heizung) und eine Luftgeführte, auch Hypocausten-Heizung genannt. Arbeitet nach dem alten Prinzip der Römer. Nachteil davon, man braucht einen Erhitzer und einen Ventilator. Der Erhitzer wird wasserseitig von der Heizung gespeisst und gibt die Wärme an die Luft. Der Ventilator verbraucht Strom = Energiezusatzkosten.
Da die beste Heizung eine Kombination aus Wärmepumpe und Fußbodenheizung ist, sollte der Erhitzer = Tauscher so dimensioniert werden, dass er mit einer niedrigen Vorlauftemperatur arbeitet also groß ist = Platzbedarf. Ist er klein, muss das Delta T°C größer sein, was allerdings den COP (Coeffizient of performance= Wirkungsgrad) der Heizung wieder negativ beeinflusst. Der COP ist am höchsten wenn die Temp.-Diff zwischen entnommener Energie und abgegebene Energie am geringsten ist. Das Erdreich hat im Schnitt ca. +8°C in 1 bis 2,0 m Tiefe (je nachdem wo) und eine gut dimensionierte FBH kann mit einer Vorlauftemp. von ca. +24°C auskommen. Eine Bodenplatte wassergespeist braucht den Tauscher und Venti nicht. Allerdings ist zu empfehlen die Schlauchverbindungen außerhalb der Platte zu legen (Wasserleckagen). Bei der WP kann man Energie aus der Luft (je nachdem wo in S nicht empfehlenswert weil im Winter zu kalt) = billigste Variante, oder aus dem Erdreich nutzen= Flächenkollektor oder Tiefenbohrung.
Man sollte auch an die Warmwasserbereitung denken. Dabei auch an die Legionellenschaltung. Bei der WWB Bereitung ist der COP um einiges schlechter, da die Vorlautemperatur der WP höher sein muss um den Boiler aufzuheizen. Kollektoren mit dem Heizsystem kombinieren, nicht nur zur WWB nutzen. In der Übergangszeit liefern die Kollektoren auch genug Energie zum Heizen mit.
Wenn ein Kaminofen, dann ist am besten (Wirkungsgrad) ein Specksteinofen oder ein Kachelofen. Dabei an die Verbrennungsluft denken. diese sollte direkt von Außen kommen (sonst verbrennt der Ofen die bereits aufgeheizte Raumluft was wieder zusätzliche Energie kostet weil die benötigte Luft ja von Außen nachströmen muss und diese wiederum aufgeheizt wird. Diese Ofen Arten haben eine hohe Speicherkapazität.
Auch an die Lüftung muss gedacht werden. Man muss ja regelmässig Lüften um Schimmelpilze zu vermeiden. Da sollte man eine Lüftung wird Energierückgewinnung nehmen. Es kann ja nicht sein, dass man sehr aufwendig das Haus isoliert und abdichtet, um dann die Fenster zu öffnen und dadurch die Wärme entweichen zu lassen. Die nachströmende Luft muss ja wieder aufgeheizt werden.
Ein sehr guter, versierter und qualifizierter Handwerker ist hier gefragt, will man auf Dauer ein kostengünstiges System in der Anschaffung und im Betrieb haben. Nicht die billigste Lösung in der Anschaffung ist die beste. Die Betriebskosten über 15 bis 20 Jahre sind mit ins Kalkül einzubeziehen.
Dabei gewinnt immer eine WP + FBH+ Lüftung mit WRG.
Ich hoffe hier ein paar nützliche Hinweise gegeben zu haben.
Grüße,
Sverige-Fan
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon derkleinebarsch » 18. Februar 2012 19:11

Viele Dinge spielen eine Rolle. In Schweden ist immer noch die Elektroheizung aktuell. Bloß für welchen Preis? Strom ist immer noch teuer und
viele Alternativen gibt es eigentlich dazu. Ich stand auch auf dieser Schiene. Jedoch eine solche Heizung war mir zu teuer. Ich habe mir lieber einen Kamin eingebaut und dafür billiges Holz gekauft. Das bringt mir mehr, als eine Fußbodenheizung. Auch habe ich Wärme im Haus, wenn einmal der Strom weg ist, was bei uns zu jeder Zeit passieren kann? Viel wichtiger war für mich auch die Isolierung des Hauses. Hier kann ich mehr sparen. Die Fußbodenheizung ist zwar eine Alternative, doch zu welchen Preis?
Und beim Kamin sollte man sich hier Informieren. Eine Alternative wäre der Kamin Smaland. Gerade von meinen Schornsteinfeger ist dieser Kamin
von seinen Werten und dem Preis eine echte Alternative.
Nachzulesen unter http://www.kaminexperten.se
LG derkleinebarsch

Drottningen

Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Drottningen » 18. Februar 2012 19:19

Elektrofußbodenheizung im Bad- habe vor Jahren mein Bad neu machen lassen und wusste damals nichts davon, leider:-(

Gibt es nicht eine Art Badteppich, ähnlich einer Heizdecke , Feuchtraumgeeignet. Das würde ich toll finden und sofort kaufen!!


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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Sverige-Fan » 18. Februar 2012 20:32

Hallo regina,
eine solche Matte kenne ich nicht. Wohl gibt es Heizkörper mit Öl gefüllt welche elektrisch geheizt werden. Diese kann man als Handtuchwärmer/Zusatzheizkörper an der Wand montieren. Sie haben 2 Funktionen; zum einen den Raum aufwärmen und zum zweiten als "Strahlungselement" zu dienen. Hat den Vorteil, dass sich der Raum nicht so kalt anfühlt wenn die dusche ausgeschaltet wird.
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon Petergillarsverige » 18. Februar 2012 21:18

In Schweden wird der Strom CO2 frei erzeugt, da ist es nicht so übel wie in Deutschland. In Norwegen wird der Strom zu 100% aus Wasserkraft erzeugt. Da kann man auch bedenkenlos damit heizen. In Schweden gibt es viele Wärmepumpen. Bei 8 ct/kWh Strompreis liegt man preislich rtwa da wo in Deutschland eine moderne Ölheizung liegt.
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Re: Fußbodenheizung in Schweden?

Beitragvon stavre » 18. Februar 2012 21:20

wir haben in unserem wohnwagen wärmematten.vielleicht meint sie sowas

http://www.grohatherm.de/html/fuss-warmematten.html


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