Frustrierte Lokführer und Null Feedback

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Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon svenska-nyheter » 4. November 2014 14:54

Viele schwedische Lokomotivführer melden keine Gleisfehler mehr, weil sie davon ausgehen, dass sich ohnehin niemand um die Behebung kümmern wird.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon meckpommbi » 4. November 2014 23:47

vor 20 jahren habe ich noch einen gleispruefer kennengelernt der die gleise yu fuss kontrollierte aber ich fuerchte so einen luxus giebts wohl schon lang nicht mehr

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon EuraGerhard » 5. November 2014 09:07

Hallo,

das Problem ist ja nicht das Auffinden von Gleisfehlern. Das Problem ist, dass viele Fehler trotz mehrfacher Meldung einfach nicht behoben werden. Angesichts dieser Situation hätte sicherlich auch der sorgfältigste Streckenläufer längst das Handtuch geworfen.

MfG
Gerhard

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon meckpommbi » 5. November 2014 13:11

klaro ich bin zwar in rechtschreibung eine 0 aber lesen kann ich gut :lol:
yu der eingangsmeldung passt die meldung das trotz erhoehung der mittel durch die neue regierung leute entlassen werden sollen weil angeblich keine auftr'ge vorhanden sind
schoene deutsche woerterwelt GEWINNMAXIMIERUNG
bestimmte dinge gehoeren eben einfach nicht privatisiert schule gesundheitswesen eisenbahn und communikation *meine meinung*
gruss birgit

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon EuraGerhard » 5. November 2014 18:08

meckpommbi hat geschrieben:yu der eingangsmeldung passt die meldung das trotz erhoehung der mittel durch die neue regierung leute entlassen werden sollen weil angeblich keine auftr'ge vorhanden sind
schoene deutsche woerterwelt GEWINNMAXIMIERUNG

Mit Gewinnmaximierung hat das sicher nichts zu tun. Entweder:
  • hat die Regierung ihrer Ankündigung, die Mittel für das Schienennetz zu erhöhen, bislang keine Taten folgen lassen
  • oder die Mittel reichen trotz Erhöhung immer noch nicht aus
  • oder aber die Mühlen beim (staatlichen!) Trafikverket mahlen einfach so langsam, dass die zusätzlichen Mittel noch irgendwo in der internen Bürokratie feststecken.

Wahrscheinlich Letzteres!

meckpommbi hat geschrieben:bestimmte dinge gehoeren eben einfach nicht privatisiert schule gesundheitswesen eisenbahn und communikation

Das Schienennetz ist ja in Schweden auch nicht privatisiert, es gehört nach wie vor dem Staat. Bei diesem Problem hier kann die Privatwirtschaft wirklich nichts dafür, das hat der Staat alleine verbockt.

MfG
Gerhard

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon meckpommbi » 5. November 2014 19:50

ja die gleise sind nicht privat aber das was drauffaehrt und auch wenn im 2 artikel unten das nicht die ursache sein soll sehe ich das anders aber klar ich bin kein experte
http://t.sr.se/10Fevyc
http://t.sr.se/1lfHnRK
ich bin schlicht der gegenentwurf zu privat wird alles besser 8) warscheinlich liegt die wahrheit in der mitte
aber nemen wir mal das streikchaos in d momentan
wuerden die lockfuehrer noch beamtet sein in einem reinen staatsbetrieb gaebe es keine streiks
gruetzi birgit

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Re: Frustrierte Lokführer und Null Feedback

Beitragvon EuraGerhard » 5. November 2014 20:47

meckpommbi hat geschrieben:ich bin schlicht der gegenentwurf zu privat wird alles besser 8) warscheinlich liegt die wahrheit in der mitte

Mit Sicherheit.

Ich bin auch keineswegs ein Privatisierungsfan, aber es gibt meiner Meinung nach auch Bereiche, von denen der Staat die Finger lassen sollte.

Was die Bahn betrifft, so befürworte ich auf jeden Fall, dass das Schienennetz in staatlicher Hand bleibt. Was passiert, wenn man das privatisiert, das haben die Briten gezeigt: Dort haben die Privatfirmen, die das Schienennetz übernommen haben, es so gründlich verkommen lassen, dass es deshalb mehrere schwere Unfälle mit zahlreichen Toten gegeben hat. Schließlich blieb dem Staat nichts anderes übrig, als wieder die volle Kontrolle zu übernehmen.

Wenn allerdings der Staat das Schienennetz behält, dann muss er auch seine Hausaufgaben machen und es in gutem Zustand halten. Das ist hier in Schweden ganz offensichtlich nicht geschehen. :(

Dass die eigentlichen Arbeiten dann - im Auftrag und unter Kontrolle des Staates - von Privatfirmen durchgeführt werden, damit habe ich hingegen keinerlei Problem. Im Gegenteil, gerade in einem Land wie Schweden, wo solche Arbeiten oft nur in wenigen Sommermonaten überhaupt durchgeführt werden können, wäre es völliger Unsinn, wenn der Staat die ganzen teuren Gleisbaumaschinen kauft und die dann im Winter nur vor sich hin rosten. Die sind viel besser bei europaweit aufgestellten Privatfirmen aufgehoben, die sie dann, wenn in Schweden klirrende Kälte herrscht, zum Beispiel in Italien einsetzen können.

Was ich weiterhin als unsinnig, als "Marktwurstelei" betrachte, ist wenn sich Schienenverkehrsunternehmen auf der gleichen Strecke Konkurrenz machen. Zwischen Uppsala und Stockholm kann ich zum Beispiel mit Zügen von drei, wenn nicht inzwischen sogar vier verschiedenen Gesellschaften fahren. Aber jede hat ihr eigenes Tarifsystem, und ich brauche für jede eine andere Fahrkarte. Das ist kundenunfreundlich bis dort hinaus. Wenn ich mit dem Zug von A nach B fahren will, dann sollen die Züge komfortabel, sauber und vor allem pünktlich sein. Welches Firmenlogo dann dranpappt, das ist mir sch...egal.

MfG
Gerhard


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