Freundschaften in Schweden?

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nobse

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon nobse » 29. Februar 2008 22:24

Oooch,ich hätte nichts dagegen...

Sabine

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Sabine » 29. Februar 2008 22:37

:smt040

Storstadstjej

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Storstadstjej » 29. Februar 2008 22:41

Sabine hat geschrieben:Also ich möchte nicht regelmäßig als reichster Mitbürger einer Gemeinde auftauchen.!


Da könnte man direkt ein so einen "Kölapp"-Spender vor der Tür aufstellen, nämlich für die Einbrecher. Nein Danke! Sollte ich jemals zu dem Vergnügen kommen, auch nur annähernd für die Top 10 kandidieren zu können, werde ich mit Sicherheit AUSSERHALB jeglicher Gemeinden wohnen ;-)

Sabine

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Sabine » 29. Februar 2008 22:53

Da bleibt nur noch der Wald!

nobse

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon nobse » 29. Februar 2008 23:04

Da kommen dann die bösen Trolle. Böse soll es ja auch geben, überhaupt wenn sie kein Julbier bekommen.

Wolfi
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Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Wolfi » 1. April 2008 20:34

Hej allihopa!

Ich habe leider erst vor kurzem dieses Forum gefunden und will auch gern mit anderen in Kontakt kommen, die in einer ähnlichen Situation sind!

Mathilda, dein Text spricht mir aus der Seele! Meine Situation ist wohl etwas ähnlich.
Ich habe mein letztes Studienjahr in Halmstad verbracht, wo es mir super gefallen hat und ich viele nette Leute kennengelernt habe. Allerdings: keine Schweden! Ich dachte mir, dass das wohl daran lag, dass wir Austauschstudenten auch immer viel gemeinsam unterwegs waren und schon wegen der Sprachbarriere (viele machten ja noch nicht mal einen Schwedischkurs!) nicht so 100%ig ins schwedische Studentenleben integriert waren. Doch das wäre wohl in einem anderen Land auch ähnlich gewesen.

Na jedenfalls finde ich, dass Schweden ein sehr schönes und interessantes Land ist und wollte gerne auch mehr über seine Einwohner erfahren. Die Gelegenheit ergab sich dann durch meine Arbeit, in der jemand auf Zeit als Unterstützung für die schwedische Niederlassung gebraucht wurde. Und so kam ich letzen Februar wieder in den Norden - diesmal nach Malmö. Das erste halbe Jahr war ich häufig bei einem Kunden und hatte daher unter der Woche wenig Zeit, um privat etwas zu unternehmen. An den Wochenenden war ich hauptsächlich mit einem anderen Arbeitskollegen aus Österreich unterwegs, der gerade für ein Projekt in Dänemark war und mit dem ich gemeinsam viele Ausflüge und auch eine längere Reisen durch Skandinavien unternommen habe.

Von Herbst an befand ich mich nun die meiste Zeit im Büro in Malmö und war nur noch hin- und wieder unterwegs. Hier habe ich nur acht Arbeitskollegen, von denen fast alle schon eigene Familie haben. Daher habe ich privat mit ihnen auch nur wenig Kontakt, denn sie sind ja, verständlicherweise, lieber mit Partner und Kindern zusammen. Doch nicht mal im Büro, wo wir uns ja fast täglich sehen, ist eine Nähe entstanden, die vergleichbar wäre mit dem Kontakt, den ich in Österreich mit meinen Kollegen habe. (Und viele dort traf ich bislang seltener als die Leute in Schweden!) Gespräche laufen - außer wenn sie arbeitsmäßig sind - für meinen Geschmack eher oberflächlich ab, und Witze sind zwar ironisch, aber nie doppeldeutig! Die Distanziertheit deutete ich dann auch lange Zeit als eine Art Ablehnung mir gegenüber, als ob sie mich prüften, mir aber nicht zu nahe treten wollten. Bis ich schließlich von mehreren Kollegen angesprochen wurde, ob ich denn nicht länger bleiben oder gar fix nach Schweden wechseln will! Das kann ich mir allerdings arbeitsmäßig und vor allem privat so nicht vorstellen, denn ich bin hier sehr viel alleine und habe meine Freunde und Familie in Österreich.

Ich habe natürlich auch versucht, selbst Leute kennenzulernen. Ich war dazu z.B. in einem Yoga-Kurs, auf Konzerten (von Klassik bis Rock), im Kaffeehaus oder auch fort (was aber - so ganz alleine - nicht mein Ding ist). Wenn ich mal mit jemanden ein Gespräch anfangen wollte, kam oft auf von mir gestellte Fragen nur eine knappe Antwort, und damit war der Fall erledigt. Mehrmals erhielt ich - eher von Jüngeren - auch statt einer Antwort die Gegenfrage: "Und was machst du in SCHWEDEN?" So mit dem Unterton: "Wir wären ja froh, wenn wir nicht hier wären...", die schließlich in einer Negativliste vom Wetter über die Steuern bis zum Systembolaget endete. Die positiven Dinge an ihrem Land scheinen sie nicht zu sehen! Nettere Begegnungen hatte ich durchwegs mit älteren Menschen, die sich sichtlich freuen, wenn man ihnen z.B. die Tür aufhält oder den Vortritt lässt, was wohl nicht so üblich ist (wie es auch viele andere "Manieren" hier scheinbar nicht (mehr?) gibt, wie ein "Gesundheit" beim Niesen, ein "Mahlzeit" beim Essen oder Handvorhalten beim Gähnen).

Auch wenn ich immer mal dazwischen nach Hause fliege und ich mich schon freue, ab Sommer wieder fix nach Österreich zurückzukommen, so finde ich es doch schade, dass ich hier bislang keine Kontakte knüpfen konnte, denn ich habe auf jeden Fall vor, auch später immer wieder Skandinavien zu besuchen! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in Schweden keine tiefgehenden Freundschaften oder junge Menschen mit Interessen jenseits des oberflächlichen Alltags geben sollte!

Jedenfalls macht es Mut, zu erfahren, dass es mehreren Menschen ähnlich wie mir geht!

Liebe Grüße,
Wolfi

Hans

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Hans » 1. April 2008 21:02

Hallo Wolfi.
Tja.
Deine Erfahrungen verwundern mich nicht.

Ich wohne ja schon seit Jahrzehnten hier und meine Erfahrung ist, dass die Sprache da wichtigste ist.
In der Sprache liegt Kultur,Zukunft und Vergangenheit.
Die Sprache vermittel eine Aura und ein Gefühl, das der Empfänger einschätzen und bewerten kann.
Und die Pausen.
Und die Körpersprache.
Die Sprache vermittelt die Substanz der Gesellschaft.
Wenn ich deutsch mit unserem Hund rede geht er aus dem Zimmer raus.

Wer weiss, vielleicht treffen wir uns mal und unterhalten uns philosophisch über diese nicht leichte Sache.
grüsst
Hans

nobse

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon nobse » 1. April 2008 21:15

Was ich so mitbekommen habe ist , dass die Körpersprache mit das Wichtigste ist.

Hans

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon Hans » 1. April 2008 21:48

nobse hat geschrieben:Was ich so mitbekommen habe ist , dass die Körpersprache mit das Wichtigste ist.



Hmm.


Zusammen mit der Sprache.
Die Körpersprache verstärkt was gemeint, ist und fügt noch sehr viel dazu.
Auf schwedisch sagt manzb.
" Hmm njaaa, jag vet inte."
Das kann bedeuten.
1. Wir sind uns nicht einig.
2. Gefällt mir nicht so richtig
3. Ist das richtig
4. und noch viel mehr.

Ein kleines Beispiel.
Grüsst
Hans
:smt006

nysn

Re: Freundschaften in Schweden?

Beitragvon nysn » 2. April 2008 08:04

" Hmm njaaa, jag vet inte."


Das stimmt allerdings! Und wenn man viel Geduld hat, dann kommt man letztendlich auch mit "Schweden" in Kontakt. So nach ungefähr 5 Jahren in einem Wohngebiet mit 50 identisch aussehenden Häusern fragt dich dann mal ein Nachbar, wie du eigentlich heißt - dann nach weiteren ca. 5 Jahren, wenn du schon ausreichend bekannt bist, wirst du vielleicht mal gefragt, wie es dir geht ....

:D


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