Fragen zur Geburt

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der-streeck
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Fragen zur Geburt

Beitragvon der-streeck » 26. Dezember 2010 21:00

Meine Frau hat die peruanische Staatsbürgerschaft und ich die deutsche. Kann mir jemand sagen, ob unser Kind beide Staatsbürgerschaften bekommt oder nur eine und was ich nach der Geburt tun muss um das zu regeln?

Muss ich unser Kind bei der Försäkringskassan anmelden oder läuft das automatisch?

Wie ist es in Schweden mit den Impfungen? Können die Eltern mitbestimmen, welche Impfungen das Kind bekommt? Welche Impfungen werden in welchem Monat normalerweise gegeben?

Ich habe mich erst sehr kurz mit dem Thema beschäftigt und bin recht erschrocken über die Infos, die man im Netz so findet.

Über Rötel, Masern, Mumps muss ich mich noch mehr informieren aber eine 6-fach Impfung bei einem 2 Monate altem Säugling kann ich nicht zulassen. Ich würde dazu auch gerne persönliche Meinungen lesen.

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon Infosammler » 26. Dezember 2010 21:28

Hej hej,
so viel wie ich gelesen habe bekommt in schweden ein Kind automatisch die Staatbürgerschaft der Mutter. Über Impfungen kann ich dir keine Auskunft geben.
Viele Grüße Claudia
Var inte för optimistisk, ljuset i slutet av tunnel kan vara ett tåg. Franz Kaffka

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon irni » 26. Dezember 2010 21:40

Mit der Geburt hat das aber nicht viel zu tun!

Anmeldung an Skatteverkeket geht automatisch (macht die Hebamme), das Kind wird angemeldet und bekommt seine Personennummer und ihr bekommt auch ein Formular um den Namen des Kindes anmelden zu können, auch die Frage um Staatsbürgerschaft ist da geregelt: Är båda föräldrarna utländska medborgare bedöms barnets medborgarskap efter vad de utländska medborgarskapslagarna säger. Bei Fragen würde ich mich da direkt an die zuständige Behörde/Botschaft wenden.

Impfungen werden laut Schema von der zuständigen barnavårdcentralen gemacht und sind was ich so verstanden habe völlig freiwillig (siehe Socialstyrelsen). Man bekommt da eine Vorladung zu regelmässigen Untersuchungen und den Impfungen. Da bekommt man auch die nötige Info. Die erste Dose im Alter von drei Monaten. Beide meiner Kinder haben ihr Impfprogramm ohne Probleme überstanden auch wenn ich gewisse Bedenken hatte, Mehrfachimpfstoffe bei einem so kleinen Wurm, das klingt ja recht brutal.

Gratulierre jedenfalls und wünsche euch viel Glück

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon Auswanderer » 27. Dezember 2010 20:49

der-streeck hat geschrieben:Wie ist es in Schweden mit den Impfungen? Können die Eltern mitbestimmen, welche Impfungen das Kind bekommt? Welche Impfungen werden in welchem Monat normalerweise gegeben?

Ich habe mich erst sehr kurz mit dem Thema beschäftigt und bin recht erschrocken über die Infos, die man im Netz so findet.

Über Rötel, Masern, Mumps muss ich mich noch mehr informieren aber eine 6-fach Impfung bei einem 2 Monate altem Säugling kann ich nicht zulassen. Ich würde dazu auch gerne persönliche Meinungen lesen.


Lasst euch nicht von den Impfgegnern blenden lassen! Ja, im Internet findet man alles: Homöopathie
funktioniert, Bush hat den Anschlag vom 11.09.2001 selbst inszeniert, Nina Hagen ist vom UFO entführt
worden. Nur weil es im Internet steht---wo jeder etwas scheiben kann---muss es nicht wahr sein.

Erst informieren, dann sagen, ob man es zulassen kann oder nicht. Ja, man liest dass die Impfindustrie
Ärzte besticht, damit sie mehr impfen und mehr Geld bekommen. Alles Quatsch. Impfung ist gut für
das Kind und auch für andere Kinder, denn viele Krankheiten können sich nur dann ausbreiten (auf
Kinder, die zu jung für eine Impfung sind oder die aus medizinischen Gründen im Moment nicht
geimpft werden dürfen) wenn es eine gewisse Anzahl ungeimpfter gibt. Die sehr seltenen schlechten
Reaktionen auf Impfungen sind nicht so schlimm wie die schweren Verläufe einer Krankheit. Die Impfung
selbst ist nicht so schlimm wie die Krankheit, und wenn es Impfkomplikationen gibt sind diese nicht
so schlimm wie Komplikationen bei der Krankheit.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon knut245 » 28. Dezember 2010 11:19

Auswanderer hat geschrieben:Nur weil es im Internet steht---wo jeder etwas scheiben kann---muss es nicht wahr sein.


Und das gilt natürlich auch für die Naivlinge, die glauben, alles geschehe nur zu unserem Besten und nicht etwa vor allem für die Renditen der Aktionäre.

Wenn Du annimmst, dass eine Sechsfach-Impfung für Dein Kind zu heftig ist, dann liegst Du da ganz richtig und solltest Deinem Gefühl nachgehen. Einem so kleinen Organismus sechs Krankheitserreger auf einmal reinzudrücken, das ist nicht ohne Risiko. Das Verhältnis von Impfschäden zu Krankheitsverläufen ist übrigens keineswegs so harmlos, wie der Vorposter glauben machen will. Das liegt daran, dass es kaum Untersuchungen zu Impfschäden gibt. Dafür aber massenhaft Daten zu den Krankheiten, gegen die geimpft wird. Warum das so ist, liegt wohl auf der Hand.

Übrigens sind in den Marketingbudgets gerade der Pharmaunternehmen auch Gelder vorhanden für Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Kritiker in Internetforen in Misskredit zu bringen und verharmlosend aufzutreten. Das muss nicht heißen, dass der Vorposter zu dieser Sorte gehört. Man kann es aber leider nicht mehr ausschließen.
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon Imrhien » 28. Dezember 2010 12:49

Hej,
die Entscheidung Impfen oder nicht, muss jeder für sich und sein Kind selber treffen. Wir brauchen da gar keine Grundsatzdiskussion hier führen. Wir werden uns eh nicht einig :)
Ich habe meine Kinder impfen lassen, auch mit dem Mehrfachimpfstoff. Ging super, aber ich weiss, dass es auch andere Beispiele gibt. Ich bin kein "Impfnazi" und auch kein "theroristischer Impfgegner". Manches finde ich gut, anderes nicht. Entscheidet selber. Befragt einen Arzt, oder anderen, mit Fachwissen, dem Ihr vertraut.
Ich habe damals den Kinderarzt gefragt, der hat auch viel mit Naturheilmitteln gearbeitet, war aber letztlich selber für die Impfungen. Aber das hätte bei einem anderen Arzt anders sein können. Wie gesagt, sucht jemand, dem Ihr vertraut und der Ahnung von der MAterie hat. Letztlich muss man aber alleine entscheiden.

Zur Anmeldung habt Ihr ja schon mehr oder weniger alles gehört. Ich würde an Deiner Stelle die jeweiligen Botschaften in Stockholm kontaktieren, denn dort müsst Ihr das Kind auch anmelden, bzw. den Pass beantragen. Und nur die können sagen wie das mit der Staatsbürgerschaft in Eurem Fall ist. ich vermute, dass Ihr auf Wunsch beide beantragen könnt. Wobei ich nicht ganz sicher bin, da Deutschland ja grundsätzlich gegen Doppelbürgerschaft ist. Nur in Sonderfällen, in der Eu ist das anders. Könnte aber sein, dass in Eurem Fall das auch anders ist. Fragt daher vorher nach.

Was die Anmeldung in Schweden angeht, das ist einfach und so wie schon beschrieben. Krankenhaus macht das für Euch und die PN kommt automatisch innerhalb von 6 Wochen, meist nach ein paar Tagen schon. Anmelden beim migrationsverket müsst Ihr dann auch, bis 3 Monate oder so. Bis Ihr den Namen anmeldet, hat das Kind offiziell nur die PN :)

Solltet Ihr weitere Fragen zur Geburt oder Schwangerschaft in Schweden haben, dann meldet EUch gerne.

Impfungen sind freiwillig in Schweden, allerdings würd ich mich auf grosses erstaunen und missbilligende Blicke gefasst machen, wenn Ihr es nicht wollt. Das ist in Schweden eher unüblich, dass man nicht impfen lässt. In Deutschland durchaus mehr vertreten und da findet man Ärzte die das unterstützen. Hier selten.
Die Impfungen werden in einem festen Zeitraum gemacht, den erhaltet IHr von Eurer BVC. Da meldet Ihr das Kind übrigens an. Bzw. Ihr werdet gefragt und das geht dann automatisch. Ihr bekommt Post von denen und bestätigt, dass das Kind da gelistet sein soll. Dann bekommt Ihr für alle Termine eine Einladung. Sehr praktisch.
Der erste Besuch, etwa 2 Wochen nach der Geburt, ist oft daheim. Danach müsst Ihr dann in die BVC gehen.

Grüsse und alles Gute
Wiebke

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon emilie » 28. Dezember 2010 13:17

hej,

ich möchte mich wiebke anschließen, jeder muss für sich selbst entscheiden.
wie man allerdings gemerkt hat, ist das ein sehr sensibles thema, bei dem gerade die impfbefürworter gerne sofort draufhauen. es ist übrigens ein irrglaube, dass nicht-impfen in d mehr toleriert wir. wir haben ein kind mit einem nicht unerheblichen impfschaden, den es sein ganzes leben begleiten wird. wir werden oft "angefeindet" wegen unserer laxen impfmentalität und stoßen auf unverständnis, dass wir nun nicht mehr impfen wollen.
man muss sich auch vor augen halten, dass impfen ein lukeratives geschäft ist, an dem alle beteiligten gut verdienen.
gruß
emily

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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon Auswanderer » 28. Dezember 2010 21:07

knut245 hat geschrieben:Übrigens sind in den Marketingbudgets gerade der Pharmaunternehmen auch Gelder vorhanden für Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Kritiker in Internetforen in Misskredit zu bringen und verharmlosend aufzutreten. Das muss nicht heißen, dass der Vorposter zu dieser Sorte gehört. Man kann es aber leider nicht mehr ausschließen.


So etwas nennt man übrigens üble Nachrede oder Verleumdung. Genau so gut könnte ich behaupten,
"knut245" ist bezahlter Geheimagent der Homöopathen. Jeder andere, der reines Wasser mit einem
Heilversprechen verkauft, würde zu Recht als Betrüger im Gefängnis landen. Leider gibt es zu viel
Verständnis für Homöopathen, Impfgegner usw. Leider sterben direkt ihretwegen jährlich mehrere
tausend Kinder.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon maxfritzi » 28. Dezember 2010 21:30

Auswanderer hat geschrieben:Die sehr seltenen schlechten Reaktionen auf Impfungen sind nicht so schlimm wie die schweren Verläufe einer Krankheit.
...und wenn es Impfkomplikationen gibt sind diese nicht so schlimm wie Komplikationen bei der Krankheit.

Ich glaube nicht, dass Eltern der Kinder, die von Impfkomplikationen betroffen sind, dies so unterschreiben. Besonders die nicht, deren Kinder seit einer Impfung schwerstbehindert sind, was sicher selten sein mag aber durchaus vorkommt. Die Statistik hilft in diesen Fällen weder den Eltern, geschweige denn den Kindern!
Auswanderer hat geschrieben:Leider gibt es zu viel Verständnis für Homöopathen, Impfgegner usw. Leider sterben direkt ihretwegen jährlich mehrere
tausend Kinder.

Einfach nur eine Behauptung oder hast Du dafür Belege/Quellen?
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Re: Fragen zur Geburt

Beitragvon Imrhien » 28. Dezember 2010 22:17

Ach, tut mir (und vermutlich vielen anderen) doch den Gefallen und klärt das in einem andern Forum. Wir werden uns doch nicht einig und solche Grundsatzdiskussionen führen nur dazu die Stimmung aufzuheizen. Mehr nicht. Ihr werdet niemanden von EUrer Meinung überzeugen, gerade bei dem Thema sind die Fronten verhärtet und das hilft leider niemanden. Am wenigsten denen die sich über das Thema informieren möchten...

Grüsse
Wiebke


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