fragen zum auswandern nach schweden

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Kerstin

fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Kerstin » 15. April 2007 16:23

hej,

meine freundin und ich überlegen nach schweden auszuwandern. momentan ist es erst mal eine idee und noch lange nichts festes. sowas muss ja auch gut überlegt sein... da wir noch relativ jung sind (beide 20) haben wir natürlich keine ahnung von den ganzen rechtlichen dingen. und im netz haben wir bisher auch noch keine verständlichen informationen gefunden. deshalb von mir jetzt die frage: was muss man beachten oder was benötigt man? und welche chancen gibt es eigentlich in einem anderen land eine neues leben aufzubauen? immerhin stecke ich mitten in der ausbildung. gäbe es möglichkeiten, die dort weiterzumachen oder hätte meine freundin überhaupt eine chance dort eine ausbildungsstelle zu bekommen? und wie hoch sind dort so die ausbildungsvergütungen? vergleichbar mit hier in deutschland? oder hätte man eine chance als ungelernte person einen job zu finden?
mein onkel hat auch schon mal überlegt auszuwandern und ein neues leben zu beginnen. bei ihm hat es allerdings die gründe, dass er verschuldet ist. würde er zb in schweden einen handyvertrag bekommen, wenn er in deutschland in der schufa steht? oder könnte er dort seinen führerschein noch mal neu machen, obwohl er ihn in deutschland abgeben musste wegen trunkenheit am steuer oder geschwindigkeitsüberschreitung oder so?so genau weiß ich das auch nicht...
ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
vielen dank schon mal im vorraus.
liebe grüße, kerstin

glada

Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon glada » 15. April 2007 16:56

Viele Antworten auf deine Fragen wirst du bekommen, wenn du die Suchfunktion nutzt. Das Thema Auswandern ist ausreichend diskutiert worden.
Es ist zu empfehlen, deine Ausbildung erst zu beenden. Sie hier fortzusetzen erscheint mir aufgrund der unterschiedlichen Ausbildungssysteme nahezu ausgeschlossen.

Ob dein "Onkel" seine Schulden mit nach Schweden nehmen kann, weiß ich nicht. Vor einigen Monaten ist das Thema bereits diskutiert worden. Manche Banken lassen nicht zu, dass man auswandert, sodass es sein kann, dass Kredite gekündigt werden. Er sollte sich auf jeden Fall mit den Banken vorher in Verbindung setzen und über seine Pläne reden.

Fragen zum Führerschein kann das vägverket beantworten. http://www.vv.se

Oliver

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Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Findus » 15. April 2007 18:30

die wichtigsten daten findest du hier und über die Suche. Wenn es dann weitere Fragen gibt, kannst du die ja dann stellen. Wichtig ist, ob dein Beruf, in dem du die Ausbildung machst gesucht ist und dass du vorher schwedisch lernst.

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Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Imrhien » 16. April 2007 10:32

Und da Schweden in der EU ist, glaube ich kaum, dass es möglich ist, dass man wenn man den Führerschein in Dtl abgeben muss den in Schweden noch mal machen darf. Ich schätze sowas ist in den Datenbanken abzufragen und normalerweise kein großes Problem zu erfahren für die entsprechenden Behörden. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweden einen Fahrer auf ihren Strassen wollen der in Deutschland nicht mehr fahren darf (wegen Trunkenheit). Gerade das Thema Alkohol ist in Schweden ja heikel.

Ausbildung: Auf alle Fälle in Deutschland beenden. Wie glada schon sagte. In Schweden neu beginnen geht sicherlich, ist aber nicht so einfach wie man das auf den ersten Blick denkt. Das schweische Schulsystem unterscheidet sich doch enorm und wenn man ohne familiären Rückhalt auswandern will, wird es sicher schwer mit der Ausbildung.

Wichtig wäre aber in jedem Fall die Sprache. Die braucht ihr für alles. Ohne die braucht ihr eigentlich nicht suchen. Es geht zwar in Schweden sich auf eine Stelle zu bewerben und nur wenig schwedisch zu sprechen aber eine Ausbildungesstelle? Man muss da soviel lernen, wie soll das ohne Sprache gehen? Wenn man "nur" eingearbeitet werden soll, kann das mit englsich eine Zeit lang überbrückt werden. Aber wie soll man in der Schule den ganze Kram lernen wenn man noch gar nichts kann. Das darf man nicht mit Kindern verwechseln, die lernen schneller und da macht es nix wenn sie mal ein Jahr wiederholen. Ebenso ist es wenn man mit Familie da lebt. Da kann man ein Jahr gut mal überbrücken. Allein? Schwierig...

Grüße Wiebke

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Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Fischkopf » 16. April 2007 10:50

Hallöchen!

Wenn du in Deutschland Schulden hast und bereits im Insolvenzverfahren steckst, darfst du Auswander. Allerdings mußt man die Schulden von oben weiter zahlen. Im Falle das man es nicht tut kann auch ein schwedischer Gerichtsvollzieher einen Besuch abstatten und seinen Kollegen in Deutschland unterstützen. Das setzt vorraus das die Gläubiger einen langen Arm haben.
Wer seinen Führerschein wegen Trunkenheit in Deutschland verloren hat, kann meines Wissen nach in keinem europäischen Land einen neuen Führerschein machen. Es sei den die Straffzeit ist vorbei.
Wie hier schon geschrieben wurde, ist gerade der Schwede in Punkto Trunkenheit am Steuer sehr empfindlich.
Über die Ausbildung in Schweden würde ich mich an EURES wenden, die stehen einem mit Rat und Tat zur Seite.

Bis dann
Fischkopf

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Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Imrhien » 16. April 2007 10:56

Fischkopf hat geschrieben:Hallöchen!

Wenn du in Deutschland Schulden hast und bereits im Insolvenzverfahren steckst, darfst du Auswander. Allerdings mußt man die Schulden von oben weiter zahlen. Im Falle das man es nicht tut kann auch ein schwedischer Gerichtsvollzieher einen Besuch abstatten und seinen Kollegen in Deutschland unterstützen. Das setzt vorraus das die Gläubiger einen langen Arm haben.


Ja, das kann schon sein und es gibt sicher welche die das ausnutzen... aber man möge auch bedenken, dass die schwedischen Banken auch nicht dümmer sind. Das heisst sie prüfen schon wer einen Kredit bekommt falls man einen braucht. Und wer in einem anderen Land seine Schulden nicht zahlt, bekommt sicher auch dort nichts.
Aber solange man die Schulden tilgt, geht es vermutlich ohne größere Probleme. Es kann halt nur sein, dass deutsche Banken bei einem laufenden Kredit Probleme machen. Schulden sind ja nicht Schulden. Eine Bank kann schon in ihren AGBs oder dem Kreditvertrag eine Klausel haben, dass sie den Kredit auflösen wenn man nicht mehr in Deutschland wohnt. Hindern können sie einen nicht, aber es erschweren. Da hilft wohl nur der Weg des Gesprächs... Aber wenn man sonst wo Schulden hat, muss man ja nicht erst fragen... nur zurückzahlen :)

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Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Skogstroll » 16. April 2007 11:01

"Ausbildungsstellen" im deutschen Sinne gibt es in Schweden praktisch nicht. Die Berufsausbildung läuft am Gymnasium ab, das fast alle absolvieren und das je nach gewähltem Programm entweder die Berufsausbildung oder die Studienvorbereitung erledigt. Dort von aussen reinzukommen ist mindestens sehr schwer bis unmöglich. Ohne fundierte Sprachkenntnisse eigentlich unmöglich. Kurz vor oder mitten in der Ausbildung ist eigentlich der ungünstigste Zeitpunkt, das Land zu wechseln.
Klar, man kann auch ohne Berufsausbildung auswandern, aber was soll das bringen? Man versaut sich unheimlich viel indem man sich von vornherein auf Berufe (und Löhne) auf den unteren Niveaus festlegt. Man wird sicher sogar etwas finden, wahrscheinlich als persönlicher Assistent in der Kranken- und Altenpflege.
Sicher, es gibt auch später noch Ausbildungsmöglichkeiten. Aber erstens ist dieser Weg immer der schwerere, zweitens wird diese Möglichkeit in Schweden gerade erschwert.

Hälsningar,
Skogstroll

freakvicky

Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon freakvicky » 16. April 2007 18:36

Hallo,

wir wollen auch auswandern, aber da ich auch zurzeit meine Ausbildung mache zieht sich das noch ne Zeit hin.

An euer Stelle würde ich erst mal die Ausbildung beenden und dann dort einen Neuanfang machen.

Wir machen demnächst unseren schwedisch Kurs, dass wir dort dann keine Sprachprobleme haben.

Schulden habe ich keine Ahnung.

Gruss Vicky

Kerstin

Re: fragen zum auswandern nach schweden

Beitragvon Kerstin » 17. April 2007 21:11

ja danke erstmal für die ganzen antworten... also was den führerschein bzw die schulden anbelangt ist es nicht soooo wichtig... es war nur mal so interessant für mich zu wissen, wie das dann so von statten geht. ich selbst bin ja nicht verschuldet oder so.
viel wichtiger ist für mich die frage um das berufsleben. habe da gar nicht drüber nachgedacht, dass ich ja in der ausbildung auch zur schule gehe... in dem fall verschieben sich meine pläne natürlich wieder um nen jahr. ist aber nicht so schlimm, da wir dann ja noch mehr startkapital zusammensparen können. ich glaube es wäre schwachsinnig, die ausbildung hier zu schmeißen und dort neu anzufangen. sicherlich bin ich zwar dabei schwedisch zu lernen aber bisher bin ich noch anfänger. und besonders wegen den ganzen fachbegriffen wäre es schwachsinnig dort ne neue ausbildung anzufangen. nur weil ich mich halbwegs verständigen kann, beherrsche ich ja noch lange nicht die sprache...
aber mal was anderes. ich lerne kauffrau im einzelhandel. werden die in schweden gesucht? bzw gäbe es ne reelle chance in dem beruf eine stelle zu bekommen? und noch eine frage habe ich. und zwar habe ich gehört, dass es in schweden wenig wohnungen zur miete geben soll. ist das richtig? und wenn es doch welche gibt, auf welchen internetseiten kann man sich da erkundigen? ich habe schon die ganze zeit bei google.de geschaut, aber irgendwie nur ferienimmobilien zur miete gefunden...


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