1. Nein. Die Preise variieren je nach Landsting (nicht nach Kommune), aber so billig ist es normalerweise nicht. Der Besuch in der vårdcentral kostet momentan ohne Arztkontakt (also nur bei der Schwester) 100kr, mit Arztkontakt 170kr. Da man normalerweise keinen Akuttermin bekommt, muss man abends ins Krankenhaus, dort werden 270kr fällig, auch für Kinder. So etwas wie einen Hausarzt gibt es auch nicht, man muss damit rechnen, jedesmal seine Krankengeschichte einem anderen Arzt und natürlich ganz von vorn zu erzählen.
Der Zahnarzt muss voll bezahlt werden, Kinder sind hier allerdings frei.
http://www.nll.se/webb/Landstingsdirektorens-stab/Sekretariatet/Landstingets-styrdokument/Landstingets-regler/Halso--och-sjukvard1/Avgifter-oppen-vard/2. Es gibt keine Familienversicherung, jeder zahlt für sich allein.
3. Das kommt sehr darauf an, wo man spazieren geht. München sollte aber sicherer sein als die meisten schwedischen Städte, Kleinstädte eingeschlossen.
4. Nein, es sei denn, man ist Arzt. Zum einen steht man in Konkurrenz zu allen Schweden, die zunächst mal einfach gut schwedisch sprechen. Schlimmer ist die schwedische Eigenart, Jobs am liebsten an Bekannte oder Bekannte von Bekannten und auf Empfehlung hin zu vergeben. Das setzt für den Jobsuchenden ein umfangreiches (lokales) soziales Netzwerk voraus, dass man als Ausländer natürlich nicht hat.
5. So etwas wie eine Lehre gibt es nicht. Die Berufsausbildung - soweit man das so nennen kann - erfolgt am Gymnasium, das dann auch mehr den Charakter einer Berufsschule hat. Das System ist mit dem deutschen nicht vergleichbar und nach meiner Ansicht deutlich schlechter.
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