Fragen über Fragen

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geli & uwe

Fragen über Fragen

Beitragvon geli & uwe » 5. Februar 2008 09:52

Hallo, zusammen.
Wir hatten schon angedroht, daß noch weitere Fragen kommen würden. Da das Thema Auswandern in den nächsten 1 - 2 Jahren aktuell wird, wollen wir und so gut wie möglich informieren.
Also:
Wir suchen einen Makler, der uns DAS Haus anbietet. Bisher wars noch nicht dabei. Frage: Gibts Probleme, wenn man sich rein an schwedische Makler wendet, oder braucht man einen deutschen Makler. Bevorzugte Gegend wäre süden bis mitte Schwedens und wenn geht in Küstennähe.

Gibts in Schweden sowas wie eine Ferienhaus-Regelung, so wie in Deutschland? (Ferienhäuser dürfen nicht fest bewohnt werden)

Ist die schwedische Krankenversicherung mit der deutschen vergleichbar, in Punkto Preis und Familienversicherung und in Bezug auf Selbständigkeit?

Ist es in Schweden leichter oder schwerer sich selbständig zu machen, vom bürokratischen her.

So das wärs fürs erste.
Besten Dank fürs durchhalten bis hierher und wir freuen uns schon auf Antworten.

Bis dann
geli & uwe

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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon Skogstroll » 5. Februar 2008 10:01

Ich würde von deutschen Maklern und Maklern, die sich auf Deutsche spezialisiert haben, generell abraten. Da gibt es Spezialisten, die total überhöhte Preise haben oder versuchen, die Courtage zweimal zu berechnen, nämlich an Käufer und Verkäufer.
Das Thema Hauskauf ist hier schon in grösster Ausführlichkeit diskutiert worden, trotzdem die wichtigsten Links:
http://www.hemnet.se listet alles, was Makler anbieten.
http://www.blocket.se hat einen Grossteil der privaten Angebote.

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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon Nanna » 5. Februar 2008 10:45

Ein paar kurze Antworten:

Wenn Ihr nach SChweden zieht, seid Ihr dann im Ruhestand? Sonst würde ich erst Arbeit suchen und DANN Haus kaufen. Sonst ist man zu sehr eingeschränkt.
Ausserdem finde ich persönlich es sinnvoller, sich erst ein Mietobjekt zu nehmen und sich ein wenig einzuleben, bevor man etwas kauft. Dann weiss man, ob man sich wohlfühlt, ob einem die Gegend gefällt usw. Das ist vom logistischen her natürlich auch leichter, da man dann vor Ort ist, um sich die Häuser anzuschauen.

Makler empfehle ich auch wirklich einen "normalen", nicht auf Deutsche spezialisierten, da die gerne zu teuer sind. Viele Makler sprechen ja auch deutsch, zumindest aber englisch. Und bei jedem Makler kann man sich ja eintragen lassen, damit die einen benachrichtigen, wenn was entsprechendes reinkommt.

Mit der Krankenversicherung weiss ich nicht, bei http://www.forsakringskassan.se gibt es Infos, teilweise auch in anderen Sprachen. Dort gibt es auch Kontaktadressen/Mail und Telefonnummern, wäre wahrscheinlich der beste Weg.

Ich habe keine Ahnung, wie aufwenidg es ist, in Deutschland selbsständig zu werden aber ich würde einfach mal ganz naiv (? ;) ) davon ausgehen, dass es hier einfacher ist :D

Zu den Ferienhäusern weiss ich nur auf Anhieb, dass es wichtig ist, dass die Versicherung entsprechend geändert wird, wenn es nicht fest bewohnt wird/nicht mehr nur Ferienhaus ist. Ansonsten bin ich der Meinung, dass es keinen Unterschied macht, jedenfalls weiss ich davon nichts. Aber nicht festnageln, das ist nicht überprüft ;)

Gruss
Nanna

bjoerkebo

Re: Fragen über Fragen

Beitragvon bjoerkebo » 5. Februar 2008 13:40

....was das selbsständig machen angeht würde ich es evt. auch mit in die Planung einbeziehen,in welcher Gegend man seßhaft werden will.
Gibt es "meine Geschäftsidde schon"

Zum anderen,was versteht ihr unter "DAS" Haus?
Alleinlage,direkt am Wasser,in Dorfnähe...?

Zum Thema Krankenversicherung gibt es glaube ich schon einige Beiträge hier und da gehen die Erfahrungen auch weit auseinander.
Die Krankenversicherung ist mit in den komunalen Steuern von etwa 32% enthalten.Da sind dann auch Kinder mit drin.Aber man kan sich erst in Schweden versichern wenn man def.nicht mehr in Deutschland versichert ist.
Sobald man eine Personennummer hat,kann man sich bei der Försäkringskassa anmelden,auch ohne Einkommen.Allerdings bekommt man dann eine Leistungen wie Krankengeld.Man kan aber wie alle anderen auch zum Arzt gehen.
Wie das bei Selbstständigkeit ist weiß ich selbst net.Sorry

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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon jörgT » 5. Februar 2008 14:12

bjoerkebo hat geschrieben:Allerdings bekommt man dann eine Leistungen wie Krankengeld.


Du meinst sicher "keine", Krankengeld bekommt man nämlich nur, wenn man arbeitet oder arbeitslos gemeldet ist!
Jörg :wink:

bjoerkebo

Re: Fragen über Fragen

Beitragvon bjoerkebo » 5. Februar 2008 14:14

oh,ja....das mein ich
:oops:

geli & uwe

Re: Fragen über Fragen

Beitragvon geli & uwe » 5. Februar 2008 18:48

Hallo, zusammen und erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten.
Also, wenn es morgen mit Lotto klappt, dann sind wir ab nächste Woche im Ruhestand, ansonsten müssten wir noch ca. 20 Jahre arbeiten.
Aber Spaß beiseite, Mieten wollten wir nicht, da das Haus die erste Zeit als "Zweithaus" (bevorzugt zum renovieren) dienen sollte, daß heißt, arbeiten in D und Leben (Urlaub) in S.
Die Selbständigkeit würde erst beim finalen Umzug kommen und dann ist etwas im Bereich Tourismus in Planung, zum Beispiel Hundeschlitten-Wanderungen, Ferienhäuser, Reittouren, usw. Das bedeutet zwangsläufig, daß das Haus etwas abseits liegen sollte und genügend Grund hat.
Wenn alle Stricke reißen müssten wir halt einen 400 Euro Job in S machen. Gibts sowas überhaupt?

Viele Grüße aus Bayern
Geli & Uwe

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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon Imrhien » 6. Februar 2008 12:39

Hej,
ich glaube Ihr habt noch keine genauen Vorstellungen davon was Ihr machen wollt. Oder doch? Schaut Euch das alles mal in Ruhe an.
Ich weiss nicht ob ich Euch nun unrecht tue, dann tut es mir leid. Aber es klingt noch nicht so durchdacht.
Hundeschlittenfahrten und so? Das klingt nach Lappland. Da gibt es schon ein paar Anbieter für den Toursimusbereich. Das heisst nicht, dass man nichts findet, aber es wird schwerer an Kundschaft ranzukommen.
Ausserdem, wenn es nicht klappt, dann hat man da natürlich viel mehr Schwierigkeiten einen anderen Job zu finden. Von 400 € Jobs habe ich noch nie was gehört, ich glaube sowas kennen die nicht hier. Aber man kann natürlich einen Teilzeitjob suchen. Oder Vollzeit, jedenfalls wird es nichts allzu tolles sein, wenn man nicht die richtigen Berufe mitbringt, die Sprache spricht und sehr flexibel ist. In Lappland gibt es soweit ich weiss da weniger... Aber ich kann mich täuschen.
Ihr müsst ja auch Werbung machen und erst mal einen Namen bekommen damit die Kundschaft kommt.
Aber grundsätzlich ist es natürlich möglich sowas zu machen. Zumal wenn Ihr ein paar Jahre nur zum Urlaub kommt und in der Zeit noch in Deutschland arbeitet. Dann habt Ihr Zeit die Sprache zu lernen und die Gegend zu erkunden. Dann könnt Ihr Leute kennenlernen und Euch einrichten. Ihr wärt nicht die Ersten die so auswandern. Trotzdem wäre ich dann auch vorsichtig mit dem direkt kaufen. Ich habe es auch gemacht aber wir hatten hier den Job. Und das wäre für mich wichtig.
Darf ich fragen, wart Ihr schon in den Gegenden wo Ihr Euch das vorstellen könnt? Sorry, dass ich frage aber man ist halt neugierig :)

Grüße
Wiebke

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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon Aelve » 6. Februar 2008 12:59

Hallo Geli und Uwe,

wenn Ihr das anvisierte Haus erst als Ferienhaus vermieten wollt und dann später dorthin auswandern wollt, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass es da Möglichkeiten gibt.
Wir haben es so gemacht, dass wir erstmal unser Ferienhaus mit vermietet haben, welches wir uns eigentlich für unsere Urlaube gekauft haben. Dier restliche Zeit das Haus leerstehen lassen, wollten wir jedoch nicht, so dass wir es die übrige Zeit vermieten. Inzwischen haben wir dann noch etwas dazu kaufen können, da das erste Haus eher klein war und nicht für größere Familien geeignet. Wir haben festgestellt, dass es doch viele Ferienhausbesitzer gibt, die in Schweden gerne Hilfe haben möchten, weil sie nicht so schnell nach Schweden fahren können, wenn etwas mit dem Haus ist. Aber die Sache ist langwierig und muß nach und nach aufgebaut und ausgebaut werden, eigene Webseite, Kundenstamm usw.
Eure Frage wegen eines Jobs weiß ich, dass es in Südschweden ziemlich leicht ist, einen Aushilfsjob zu finden z.B. im Imbiss in der Küche, als Helfer/in in Pflegeheimen usw. Ich kenne so einige, die sich damit erstmal über Wasser gehalten haben, bis später ein besserer Posten zur Verfügung stand. Wenn Ihr über genügend Eigengeld für ein Häuschen in Schweden verfügt, so könnte man über den genannten Weg eine Auswanderung wohl hinbekommen.
Grüße Aelve 8)
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
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Re: Fragen über Fragen

Beitragvon Skogstroll » 6. Februar 2008 13:06

Imrhien hat geschrieben:Ihr wärt nicht die Ersten die so auswandern.


Auch nicht die ersten, bei denen das gründlich nach hinten losgeht. Erst heute ist mit wieder so ein pathologischer Fall untergekommen, der erst in die Einöde zieht und dann anfängt, dort in dünnstbesiedeltem Land einen Job zu suchen. Ohne Sprachkenntnisse, versteht sich.
Die Idee mit den Hunde- /Motor- /Rentierschlitten u.ä. haben auch schon ein paar gehabt.
Was den wenigsten klar ist: Man darf dabei nicht unbedingt mit Gegenliebe seitens der Schweden rechnen. Dazu ein Zitat eines schwedischen Bekannten:
"Ich kann es nicht leiden, wenn Deutsche hierherkommen und unser Jedermannsrecht ausnutzen, um damit Geld zu verdienen."
Ich will das gar nicht weiter kommentieren, aber das ist keine Einzelmeinung.

Es ist sicher sehr schwer, von Deutschland aus einen Job in Schweden zu suchen. Aber es ist noch viel schwerer, dann in Schweden ohne Job und ohne Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu sitzen und vielleicht noch alle Ersparnisse in eine schwerverkäufliche Immobilie gesteckt zu haben.

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