Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

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nysn

Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon nysn » 4. Juni 2009 13:40

ich vermute mal, dass die Schweden nicht ihr Haus auf "Ewigkeit" planen und bauen. Es muß nicht 300 Jahre halten, wie evtl. in Deutschland, sondern es genügt, wenn es 50 Jahre lang hält.


Das sehe ich auch so - die Häuser sind nicht "für die Ewigkeit" gebaut. Leider scheint sich dies aber im Preis nicht widerzuspiegeln. Ein Fertighaus aus den 70er-Jahren kostet in einer besseren Gegend in Göteborg zurzeit 4 bis 5 Mio. SEK - von der Bausubstanz/der Materialwahl usw. erscheint mir dieser Preis einfach zu hoch und es ist auch nicht sicher, dass er sich auf diesem Niveau hält.

Deshalb sollte man sich bei einem Hauskauf in Schweden wirklich auch dem Risiko bewusst sein.

Tommy3

Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Tommy3 » 4. Juni 2009 13:50

Hej,

ebenerdige Duschen in S sind einer der häufigsten Gründe für Wasserschäden. Entweder ist der Anschluss der "plastmarra" and den Bodengully nicht richtig gemacht und es läuft dauernd etwas Wasser in die Holzdecke dadrunter, oder, wenn der Boden geklinkert ist, bilden sich haarfeine Risse in den Fugen (Holzhäuser bewegen sich dauernd) und die Folgen sind dieselben.

Duschen ohne Duschtasse mögen praktisch sein, für Holzhäuser jedoch völlig ungeeignet. Ich bin nicht der erste und nicht der einzige, der sich dann doch noch eine Dusche mit Tasse angeschafft hat (in einem verklinkerten Badezimmer). Duschen ohne Duschtasse sind nur eine der typisch schwedischen Billiglösungen.

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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Aelve » 4. Juni 2009 13:54

Liebe S-Nina,

ich glaube, dass bei den horrenden Preisen bei Göteborg herum wohl das Grundstück das Teuerste an der ganzen Sache ist. Wenn Du in 1 Std. Fahrtzeit von Göteborg entfernt bereits ein Grundstück für 1.000 Euro bekommen kannst, dann zahlst Du sicherlich direkt in Göteborg für ein kleineres Baugrundstück leicht 300.000 Euro oder mehr. Für das darauf stehende alte Holzhaus zahlst Du sicherlich auch nicht mehr als auf dem Lande, lediglich die stadtnahe Lage schlägt sich im hohen Preis nieder.

Grüße Aelve
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nysn

Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon nysn » 5. Juni 2009 07:23

Hier noch Links als Alternative zu hemnet.

Auf diesen Websites kann man auch sehen, wie lange die Häuser schon zum Verkauf stehen und wie viel sie im Wert gesunken/gestiegen sind.

http://www.booli.se

oder

http://www.boliga.se

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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Yvi » 6. Juli 2009 13:36

Mensch das ja super das hier schon so viel geschrieben wurde zum Thema Häuser.
Haben aber nicht fast alle so eine Dusche ohne Tasse bei sich in den häusern???
Kenne bis jetzt keinen der so was hat.

Wir suchen ja auch so langsam schon ein Haus für uns für nächstes Jahr. BEsser gesagt wir sondieren ein wenig da wir ja noch nicht genau wissen wohin es uns dann wirklich zieht. Da wo einer von uns einen Job angeboten bekommt.
Mir ist auf gefallen das gerade in den größeren Städten wie Linköping oder Jönköping die Häuserpreise noch viel höher sind als in anderen Städten die man auch kennt.
Woran liegt das???

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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Aelve » 6. Juli 2009 18:35

Hallo Yvi,

die Preise für Häuser und Grundstücke sind teurer, wenn es in der Nähe gute Arbeitsmöglichkeiten gibt. Auf dem Lande, im Wald oder in abgelegenen Regionen sind die Häuser billiger, da die Bewohner lange Fahrtwege in Kauf nehmen müssen. Es macht viel aus, ob in den Ortschaften Industrie angesiedelt ist. In Südschweden wiederum sind Grundstücke und Häuser teurer als im Norden Schwedens, da dort die Infrastruktur auch nicht so weit entwickelt ist und alles weiter auseinander liegt.

Es stimmt, in vielen Badezimmer in Schweden gibt es keine Duschtasse, man steht einfach mitten in der Dusche und das Wasser läuft in einen Ablauf im Fußboden. Das hat auch Vorteile, da man keine Stufen überwinden muß, um in eine Duschtasse zu gelanden.
Wir haben in einem Ferienhaus die dort vorhandene Dusche (es war eine Duschkabine) ausgebaut und eine Eckdusche mit Duschtasse eingebaut, weil das Duschbad sehr klein war. In unserem anderen Haus in Schweden ist die Dusche in einer Ecke untergebracht mit einer kleinen Schwelle und mit Duschtüren davor, dort duscht man ganz schön, da man genügend Platz hat. Also dort stört mich das System des Bodenablaufs überhaupt nicht. Ich würde es sogar vorziehen, ohne Stufe die Dusche erreichen zu können.

Grüße Aleve
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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Yvi » 8. Juli 2009 06:57

Für ältere Menschen finde ich diese Duschen ohne Tasse auch sehr gut. Irgendwann wird es halt schwer so eine Stufe zu überwinden.
Für mich war es nur ganz schön komisch als ich das erste Mal bei unseren Bekannten geduscht habe. Brauchte erstmal eine Zeit um überhaupt zu wissen wo das Wasser abfließt. Hatte den Ablauf nicht gesehen. Aber so eine Dusch würde ich auch vorziehen. Ist beim Putzen auch bestimmt einfacher.

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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Klockestrand » 8. Juli 2009 09:59

hej,

für meine Eltern, beide gehbehindert sind diese Duschen "O-Ton der Himmel", als ich die Dusche umbauen wollte gabs sofort lautstarken Protest.So ist in schwed. Häusern eben manches gewöhnungsbedürftig, aber hat seine Vorteile, kommt halt immer auf die Perspektive an.

conny

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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Skoghult » 8. August 2009 15:05

[quote="Pierre"]Ihr macht mir ja mut :(

Wir würden uns sehr gerne ein neueres Haus kaufen. Aber da die Banken zurzeit alle 30% Eigenkapital verlangen, liegen 2 millionen nicht drin.
Und für 1.25 kriegt man halt nur "Zeugs " aus den 70-80er.
Mal schauen was Hemnet sonst noch hergiebt...

Also kein Torpagrund, kein Blaubeton, keine Elektro- oder Oelheizung, eigener Besiktningsman...


LG Pierre[/quote]



Finanzierung - geh zu Deiner Hausbank in der Schweiz !

Du hast doch dort eine Firma - also auch eine gewisse Sicherheit !
Gruss Marie-Luise

Pierre
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Re: Frage zur Qualität der Häuser in Schweden

Beitragvon Pierre » 8. August 2009 16:03

@Skoghult
Schweizer Banken finanzieren keine Häuser im Ausland. Eigene Firma hin oder her. Alles was weiter entfernt als der Schwarzwald ist interessiert Schweizer Banken leider nicht. Haben alle angefragt, da ist nichts zu machen.

30% Eigenkapital wäre noch nicht mal das grosse Problem...

LG Pierre


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