Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

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Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon janaquinn » 13. Oktober 2006 08:20

Hej,

obwohl wir noch nicht genau wissen, wo es uns in der neuen Heimat hinverschlagen wird, machen wir uns natürlich Gedanken über unsere dortige Wohnsituation. Gestern haben wir uns entschlossen für den Anfang erst mal ein Bostadsrättslägenhet zu erwerben und dann aus dieser Situation heraus ganz entspannt auf die Suche nach UNSEREM Traumhaus zu gehen. Das erscheint uns wesentlich sinnvoller, als auf Biegen und Brechen von Deutschland aus ein Haus zu finden und dann zu kaufen. Wir finden es besser vor Ort zu schauen und die Objekte mit einem uns bekannten Gutachter zun besichtigen, als eventuell die Katze im Sack zu kaufen, welches dann vielleicht günstig ist, wir aber noch einen ganzen Haufen Geld für Sanierungen investieren zu müssen. Außerdem könnten wir noch eine gewisse Menge Eigenkapital ansparen, um uns dann wirklich das Haus zukaufen, welches wir wirklich wollen. Wir sind nun auf der Suche nach Häusschen zum Mieten und haben allerdings noch einige Fragen.

Wir wissen, daß es zum Standard gehört, daß die Häuser oder Wohnungen mit einer Küche ausgestattet sind, finde das mal einer in Deutschland :? , auch sind scheinbar teilweise noch Waschmaschinen und Trockner dabei, gehört dies auch zum Standard oder ist dies einer "Goodie" von Seiten des Vermieters. Außerdem sehen wir teilweise komplett eingerichtete Häuser, die aber sichtbar unbewohnt sind, wie sieht es damit aus. Es gibt ja in Schweden dieses möbilierte Wohnen auf Zeit,daß haben wir mittlerweile auch rausgefunden. Gott schütze mein Internet :lol: !

Aber wie ist eigentlich die reguläre Ausstattung der Häuser, nicht das wir alle Möbel "mitschleppen" und am Ende ist das Haus komplett eingerichtet, dann könnten wir die Sachen zumindest die Sachen erstmal einlagern, bis wir unser eingens Haus gefunden haben. Außerdem die Finanzierung natürlich. Nachdem ich gelesen habe, daß eine Finanzierung über die Banken relativ einfach ist, wenn man einen Job und ein regelmäßiges Einkommen hat, überlegen wir natürlich darüber nach, das Dauerwohnrecht auch über eine Finaznzierung laufen zu lassen und unser Gespartes Geld erstmal in der Rückhand zu behalten und weiterhin zu besparen, für einen späteren Kauf. Das man in Schweden die Schuldzinsen von der Steuer abzusetzen, finde ich zwar persönlich sehr praktisch, scheint wir aber auch ein schneller Weg in die Überschuldung zu sein und das wollen wir einfach nicht.

Wäre toll wenn wir einige Tips geben könnet. Wir haben den Traum auf dem LAnd zu leben nicht aufgegeben, aber solange ich keinen Führerschein habe und kein Auto, ist dies sowas von utopisch, das ich nichts mehr dazu sagen brauche. Also suchen wir erstmal in den Randbezirken, in der Hoffnung das die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln recht gut ist und ich nicht " festhänge".

Hejdå

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Beitragvon Skogstroll » 13. Oktober 2006 09:08

Hej Jana,
zur festen Ausstattung eines Hauses oder einer Wohnung gehören immer die Küche und sämtliche "vitvaror", also Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, evtl. Spülmaschine. Der Nachteil: Man muss nehmen, was da ist, und manchmal hat das Zeug schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Der Vorteil: Geht was kaputt, ist es das Problem des Vermieters.
Alles andere ist Vereinbarungssache. Die sonstige Ausstattung ist etwas anders als in Deutschland. PVC-Matten auf dem Boden und im Bad auch an der Wand sind sehr verbreitet, allerdings schreibt die schwedische Bauordnung auch die wasserdichte Verkleidung von Feuchträumen vor. Und trotz des wenigen Lichtes im Winter haben manche Schweden eine grausliche Vorliebe für dunkle, gross gemusterte Tapeten, die in Deutschland allgegenwärtige Rauhfaser ist fast unbekannt.
Prinzipiell ist es sehr vernünftig, vor Ort in Ruhe nach einem Traumhaus zu suchen, allerdings kann ein bostadsrätt in stadtnaher Lage mit guter Verkehrsanbindung teurer sein als ein Haus auf dem Land. Aber es ist wirklich so: Mit bestenfalls zwei, drei Bussen am Tag und vielleicht noch zwei Kilometern bis zur Haltestelle ist man ohne Auto und Führerschein zu Hause festgenagelt. Also mach so schnell es geht den Lenkzettel, Du wirst ihn brauchen. Ausserdem macht Autofahren in Schweden zumindest ausserhalb der Städte noch beinahe Spass. Für ein älteres Modell reicht sicher auch noch das Geld, und hier fällt man mit Baujahr 80 nicht weiter auf.
Lycka till!

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Beitragvon janaquinn » 13. Oktober 2006 09:30

Hej Skogstroll, ich habe mich bereits wegen des Führerscheins erkundigt, es scheint in vieler Hinsicht zu sein, als in Deutschland. Allerdings muß ich wohl mindestens 6 Monate in Schweden gelebt haben, bis ich ihn machen kann. Aber vielleicht können wir zumindest schon mal anfangen mit Fahrübungen, dann bin ich schneller fertig. Wir würden für den Beginn auch erstmal einen höheren Preis in Kauf nehmen, also näher an der Stadt aber mit guter Anbindung wohnen. Was hat ein guter Bekannter, Fliesenleger, meines Mannes mal gesagt, als er sah, daß er eine Fläche von der größe eines Fußballfeldes fliesen muß: Das Leben ist kein Picknick.

So sehe ich das auch. Schließlich bringt es mir mit meinen beiden Kindern nichts irgendwo auf dem Land festzuhängen, stundenlang bis dem Bus zu fahren, wenn ich sie in den Kindergarten zu bringen muss. Außerdem müssen wir eh in die Nähe einer Stadt, wegen Yannic, um eine geeignete Schulen zu finden.

Was das Auto betrifft sind für mich nur 3 sachen wirklich wichtig: groß genug um Buggy und Rolli zu transportieren

Sicher und halbwegs komfortabel, winterfest und familienfreundlich

Kurz und Knapp: Ein Volvo sollte es schon sein! Wer fährt schon Baguette wenn er ein Knäckebrot mit Stahlkern haben kann :lol: :lol: :lol: .

Aber er nun Baujahr 2004 oder 1987 ist, ist mir eigentlich herzlich egal. Für den Anfang reicht es aus. Später kann man sich immer noch ein neues Auto kaufen. Ist das gleiche wie mit dem Haus. Erstmal kleine Brötchen backen und sich langsam steigern bis man eine Torte kann.

Es bringt uns ja nix, wenn man nach 6 Monaten einen nigelnagelneuen Volvo und ein Haus für 120.000,-€ hat, aber kurz vor dem Konkurs steht. Also nicht das Pferd von hinter aufzäumen, sondern Schritt für Schritt und langsam steigern. Dann klappt es auch mit dem Traum vom neuem Leben.

Hejdå

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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon Skogstroll » 13. Oktober 2006 11:36

Hej Jana,
ich kenne den Grad der Behinderung Deines Sohnes nicht und weiss also auch nicht, ob das in Frage kommt, aber viele Schulen hier verfolgen ein stark integratives Konzept. Meine Frau arbeitet hier am Gymnasium. Dem angeschlossen ist eine gymnasiesärskola, also eine gymnasiale Sonderschule für behinderte Kinder. Viele Behinderte (z.B. auch Rollstuhlfahrer) gehen auch in die ganz normale Schule. Einer der Schüler meiner Frau wird beispielsweise von einem persönlichen Assistenten zum Unterricht gebracht und z.T auch dort begleitet. Sein Rollstuhl ist mit Laptop und WLAN ausgestattet (was meine Frau gern ausnutzt, wenn sie mal online ein Wort nachschlagen möchte), es klappt also vielleicht auch ganz gut in einer ganz normalen Schule.
Meine Tochter ist übrigens an einer kleinen Dorfschule. Erste und zweite Klasse sind zwar zusammengelegt, aber da sind es gerade mal 11 Kinder mit zwei Lehrerinen. Ruhig, familiär, toll ausgestattet - ein Paradis! Allerdings auch ein von der Schliessung bedrohtes, wenn auch nicht akut.

Hälsningar und zum 37. Mal lycka till!
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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon janaquinn » 13. Oktober 2006 11:55

Hej Skogstroll, Yannic ist mehrfach schwerstbehindert, er kann weder laufen noch sprechen, muß gefüttert und gewickelt werden. Wir haben uns natürlich schon im Vorfeld über die Schulen, welche für Yannic geeignet sind, informiert, und haben gedacht, wir träumen. Sicherlich ist das Schulnetz für behinderte Kinder in Deuschland nicht mehr so schlecht als noch vor 30 oder 40 Jahren, aber es hinkt sehr sehr weit hinter dem Schwedischen System zurück. Uns ist wichti, daß Yannic die Förderung die er braucht bekommt, und sich gut aufgehoben fühlt. Natürlich wäre eine Integration in eine reguläre Schule klasse, und für uns wünschenswert, aber mir müssen erstmal schauen, ob es wirklich machbar ist. Es ist halt einfach so, das in Schweden Integration nicht nur auf dem Papier steht sondern auch gelebt wird.

In der nächsten Woche ist in D´dorf eine Internationale Rehamesse, dort hoffen wir von den schwedischen Herstellern genau Info´´s zubekommen, was die Hilfsmittelversorgung durch die KK in Schweden betrifft und wie der Ablauf ist. Wir haben zwar in Deutschland schon einige Hilfsmittel, aber die müssen wir zurückgeben, wenn wir nach Schweden gehen, ein Abkauf der benötigten Sachen von der AOK ist nicht möglich.

Aber wir werden sicherlich die Info´s bekommen und uns dementsprechend verhalten können. Danke auch für die Gl+ckwünsche, ich denke und glaube immer mehr, daß wir wirklich eine realistische Chance haben werden in Schweden Fuß fassen zu können, wenn wir einfach unsere Planung so weiterführen und uns selber treu bleiben.

Hejdå JANA
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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon Skogstroll » 13. Oktober 2006 13:17

Hej Jana,

nix Neues zur Sache, aber ich wollte wenigstens noch sagen, dass ich einen Mordsrespekt vor Eurem Mut und Eurer Ausdauer habe!
Ihr schafft das!

Hälsningar,
Skogstroll
:)

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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon janaquinn » 13. Oktober 2006 16:19

Hej Skogstroll, ich danke dir für die Worte, denn sie sind Balsam für meine Seele. Es macht mich einfach traurig, wie die Gesellschaft in Deutschland auf meine beiden Kinder, welche in erstler Linie erstmal Kinder sein sollten und nicht auf ihre Handicaps reduziert werden sollten, reagiert. Taima, meine Tochter, wird hoffiert, von allen Seiten behüttelt und betüttelt, während Yannic bestenfalls nur allgemeines Kopfschütteln und anstarren auslöst. Natürlich sind dieses Menschen mittlerweile eine Minderheit, aber stetiger Tropfen höllt den Stein. Nach 6 Jahren mit Yannic in Deutschland, bin ich ausgebrannt und erschöpft davon jeden Tag zu kämpfen und stark zu sein. Wenn ich um Kleinigkeiten, welche mir die Pflege meines Sohnes erleichtern würde, wie einen Duschrolli, monatelang kämpfen muss und es soweit geht, daß mein Rehaberater mir erstmal ein Leihgerät gibt,. damit meinen Sohn nicht auf dem Fußboden sitzen muß. Irgendwann wir aus dem Kopfschütteln und hilfloser Wut, nur noch Resignation.

Und trotzdem, wenn ich dann höre, daß ein kleiner Junge in Bremen sterben mußte, weil das Jugendamt mal wieder versagt hat und das Geld für eine Pflegestelle nicht da war, haben wir es doch noch immer gut.

Und trotzdem möchte ich meinen Kindern eine Kindheit in Deutschland nicht zumuten. Und da geht es mir nicht nur um Landschaft und Schule, sondern der generelle Umgang der Deutschen mit Kindern und deren Bedürfnissen. Auf der einen Seite, die Klage es gäbe zu wenig Kinder, und auf der anderen Seite, die Tatsache, das Kinder in Deutschland in erster Linie ein finanzielles Risiko sind. Wir haben es bei Yannic erlebt, eigentlich wollte ich nach einem Jahr wieder arbeiten, solange hätten unsere Ersparnisse ohne Probleme gereicht, doch dann kam alles anders und schon muß man froh sein, wenn man seine Miete zahlen kann, denn man bekommt weder Wohngeld noch Erziehungsgeld, weil der Mann zuviel verdient, obwohl man in München garnicht zuviel verdienen kann. Und dann fällt man fast ungebremst von der gesunden Mittelschicht zu den Leuten, die nicht wissen, ob sie zuerst die Miete zahlen sollen oder lieber den Kindern was zu essen kaufen.

Gottseidank haben wir diesen Teil hinter uns und haben uns finanziell so weit erholt, das wir jetzt pro Monat an die 1000,- € sparen können, um ein vernünftiges Startkapital zu haben, und trotzdem den Kindern alles zu geben, was sie brauchen.

Ja, das mit dem Mut ist so eine Sache, machmal habe ich Angst vor meiner eigenen Courage, aber dann schaue ich mir die Bilder von Schweden an und denke, dort kannst du bald Leben, wenn du den Mut hast und die Geduld abzuwarten. Und wenn man wie ich seit Jahren nur von diesem einem Land träumt, dann ist ein Jahr Planung wenig und gut auszuhalten, denn ich will ja meinen Traum leben und nicht eines Tages mit eingezogenen Schwanz nach Deutschland zurückkehren.

Liebe Grüße JANA
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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon Skogstroll » 16. Oktober 2006 15:57

Hej Jana,

mir fällt gerade nicht ein, wer das gesagt hat, aber egal:
"Man bereut im Leben nur das, was man nicht getan hat."
Uns ging es ähnlich, manchmal war uns ganz schön mulmig, besonders als ich das erste halbe Jahr allein in Schweden war und meine Kleine zu Hause am Fenster gestanden und gewartet hat, dass Papa nach Hause kommt. Dazu kam noch, dass ich vorher in Deutschland arbeitslos war und mit Gedanke an Schweden mehrere (nichtmal schlechte) Jobangebote abgelehnt habe. Das hat mich ein paar Stunden Schlaf gekostet. Aber ich bin sicher: Hätte ich es nicht getan, würde ich heute der verpassten Chance nachweinen.
Und selbst wenn - warum soll man eigentlich mit eingezogenem Schwanz zurückgehen? Man hat es versucht, und aus Gründen hat es vielleicht doch nicht geklappt. Solange man sich nicht vorwerfen muss, den Schritt blind und blauäugig getan zu haben, kein Problem! Man muss ja nicht gleich alle Brücken hinter sich abbrechen. Mindestens ist man um die Erfahrung reicher.

Hälsningar,
Skogstroll

Hanse

Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon Hanse » 17. Oktober 2006 10:25

Hej Jana :smt039

ich kann Dir zwar zur Ausstattung von Mietwohnungen nicht viel sagen aber zu etwas Anderem vielleicht:
1. Habe es seither noch nicht erwähnt weil ich hier keine Werbung machen möchte, aber meine selbständige Tätigkeit bewegt sich im Barrierefrei-Bereich.
Das mit der Rückgabe der Hilfsmittel beim Auswandern verwundert mich jetzt etwas. Mir sind Fälle bekannt, wo Hilfsmittel sehr wohl mitgenommen werden durften, es musste lediglich sichergestellt werden, dass diese nach Vertragsdauer oder nach Gebrauch zurückgegeben werden können bzw. zurückgegeben werden! Wo sie verwendet wurden war eigentlich schnuppe.
Andere Möglichkeit: Manche Krankenkassen legen die Hilfsmittel auf Lager (auch bei Sanitätshäusern). Hilfsorganisationen bekommen oftmals aus diesem Lager etwas abgegeben. Frag´doch mal nach ob sie Dir nichts besorgen können, Du hast doch bestimmt Kontakt zu DRK, Malteser ....
Und noch `ne Möglichkeit: Frag´mal bei der AOK (Hauptstelle!) nach. Die entscheidet (leider sehr unterschiedlich), ob die AOK-Lager was abgeben dürfen.
2. Zu der Wohnung in der Stadt oder Stadtnähe:
Läufst Du hier nicht Gefahr, Dein schönes Schwedenbild (ländlich, ruhig usw.) hier ein wenig zu verlieren? Ist nur so ein Gedanke von mir. Also ich würde da Gefahr laufen, erst in die Stadt zu ziehen um dann doch ganz schnell (unüberlegt?) an meinem "Traumort" - wenn ich ihn zufällig irgendwo unterwegs mal sehen würde - etwas zu kaufen um dann wieder umzuziehen oder zumindest ständig in Gedanken dran rumzumachen. :hmm:
Schulkinder werden doch in den ländlichen Gebieten auch "eingesammelt" und mit dem Schulbus zur Schule gebracht. Gibt´s da für Kinder mit Handicap nicht auch Möglichkeiten?
Versteh mich nicht falsch, ich möchte dich jetzt nicht durcheinander bringen. Aber ich denke - auch für meine Familie manchmal zu schnell - immer mal wieder 3 Schritte weiter. :roll:

Hälsningär - Hanse

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Re: Frage zur Ausstattung von Bostadsrättslägenhet

Beitragvon janaquinn » 17. Oktober 2006 10:40

Hej Hanse, danke für deine Nachricht. Was die Hilfsmittel btrifft, habe ich eine sehr sehr nette Sachbearbeiterin, welche bis nach "ganz oben" telefoniert hat und wirklich alles versucht hat, aber leider müssen wir die Hilfsmittel zurückgeben. Traurig aber wahr!

Was die Wohnung betrifft, natürlich wollen wir ländlich leben und werden dies auch verwirklichen, vorallem da wir nun zu 90 % wissen, wo wir leben werden, denn mein Mann hat Kontakt zu einem Bekannten welcher alle Küchenchef´s der großen Hotelketten in Stockholm kennt und meinen Mann weiterempfiehlt und dessen Bewerbungsunterlagen bereits weiterverschickt hat. Also werden wir im Einzusgebiet von Stockholm leben und dort auch suchen. Dort werden auch im ländlichen Gebiet die Busanbindungen gut sein, so das wird dort auch suchen werden. Trotzdem wollen wir erstmal mieten und dann in Ruhe auf Suche gehen, ich glaube wenn man vorort ist, kann man es einfach besser machen. Vielleicht haben wir auch GLück und finden etwas barrierefreies, so wie hier W´tal.

Wo wollt ihr euch niederlassen? Ich finde es total klasse, daß du in diesem Bereich arbeitest, gerade Deutschland hat viel Nachholbedarf. Außerdem könnte man sich in Verbindung setzen, wenn wir alle "oben" sind, bezgl. eines eventuellen Umbaus des Haues.

Liebe Grüße JANA :wink:
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